10 Gründe, warum jeder Unternehmer einen Blog haben sollte

Gary Vaynerchuk ist das Paradebeispiel: Der amerikanische Unternehmer russischen Ursprungs hat mit seinem Video Blog ‚Wine Library’ den Umsatz des väterlichen Weinhandels von 3 auf 60 Millionen Dollar katapultiert.

Wein

Zwischenzeitlich hat er sich zu einem der Online-Marketing Experten überhaupt gemausert und diverse andere Firmen gegründet. Unter anderem eine Online-Marketing Agentur.

Ich bin mir mittlerweile 100%ig sicher, dass jeder Unternehmer einen Blog führen sollte. Aber bitte hier nicht nur auf den Umsatz schauen. Das wäre zu wenig. Das hat Gary garantiert auch nicht gemacht.

Hier sind die 10 wichtigsten Gründe, warum auch Du einen Blog starten solltest:

1. Kommunikationsfähigkeiten verbessern

Als Führungspersönlichkeit ist die Kommunikation das A und O. Ein Blog bietet die beste Plattform, die eigenen Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und Dein Team an Deinen Gedanken teilhaben zu lassen.

Durch regelmäßiges Schreiben lernst Du, klarer und präziser zu formulieren. Essentiell für gute Kommunikation.

2. Als Experte wahrgenommen werden

Wie sollen Menschen und potentielle Kunden in Deinem Umfeld wissen, wie gut Du eigentlich bist?

Genau, nur dadurch, dass Du diese an Deinem Wissen teilhaben lässt. Kaum etwas kann Deine Autorität und Deinen Expertenstatus besser beeinflussen als ein Blog.

3. Als Vorbild für andere Unternehmer

Mit einem Blog kannst Du ein gutes Vorbild für andere Unternehmer sein. Gerade Existenzgründer und junge Unternehmer sind immer auf der Suche nach Mentoren und Vorbildern.

Mit Deinem Blog kannst Du angehenden Unternehmern helfen bei dem holprigen Start in die Selbstständigkeit.

4. Seine Gedanken strukturieren und festhalten

Dein Blog sollte der Platz für Deine besten Gedanken und Ideen sein. Hier kannst Du Dein Wissen und Deine ‚Weisheiten‘ gebündelt sammeln.

Auch ich erwische mich manchmal dabei, wie ich in meinem eigenen Archiv nach Themen suche…

5. Sichtbarkeit

Experten in Sachen Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind sich einig: Ohne einen Blog ist eine effektive und nachhaltige SEO-Strategie zur Erhöhung der Sichtbarkeit im Internet nicht möglich.

Die Welt ist so laut geworden. Mit einem Blog hast Du die Chance, auch wahrgenommen zu werden.

6. Als Ansporn, nicht stehen zu bleiben

Wenn Du regelmäßig schreiben musst, bist Du auch gezwungen, Dich regelmäßig zu hinterfragen und Dich immer wieder mit neuen Dingen zu beschäftigen. Du hast keine Zeit, stehen zu bleiben

Dein Blog gibt Dir immer wieder den notwendigen Tritt in den Hintern.

7. Die Vision Deines Unternehmens teilen

Einen guten Kunden von mir bewegt die Nachhaltigkeit in allen Belangen der Unternehmensführung. Also hat er einen entsprechenden Blog gestartet, wo er über genau diese Dinge schreibt.

Auf Deinem Blog kannst Du Menschen an Deiner Vision teilhaben lassen.

8. Vertrauen bei potentiellen Kunden aufbauen

Ganz klar, ein Blog ist auch stückweit ein Seelenstriptease. Du lässt die Hosen runter. Deine Leser lernen Dich dabei sehr gut kennen, wie einen Freund.

Ein Blog schafft Vertrauen bei potentiellen Kunden.

9. Networking

Eigentlich hasse ich Networking-Veranstaltungen. Jedes Mal komme ich mit unzähligen Visitenkarten von Versicherungsmaklern nach Hause, die mir anschließend irgendeine Versicherung andrehen wollen.

Mit meinem Blog ist das ganz anders. Ich habe in den letzten Jahren sehr viele interessante und nette Menschen kennen- und schätzen gelernt.

10. Feedback bekommen

Ich erhalte täglich Emails und Kommentare zu meinen Artikeln. Oft ist auch berechtigte und konstruktive Kritik dabei.

Gerade diese Art des Feedbacks ist sehr, sehr wertvoll und das wäre ohne einen Blog und die entsprechende Leserschaft nicht möglich.

Fazit

Die größten beruflichen Veränderungen in meinem Leben sind eindeutig auf meinen Blog zurückzuführen. So begleitete er die mit Abstand erfolgreichsten Jahre meines Unternehmens.

Zusätzlich habe ich in der Zeit meine Online-Marketing Agentur gegründet und mein Selbstmanagement hat ungeahnte Höhen erreicht.

Ein Gedanke noch zum Schluss:

Wir brauchen in Deutschland dringend eine neue Unternehmenskultur der Offenheit. Viele Unternehmer verschanzen sich hinter ihrer Firma, ihrem Schreibtisch und ihrer Marke. Offenheit und Ehrlichkeit sind leider nicht sehr häufig anzutreffende Attribute.

Mit Deinem persönlichen Blog kannst Du Teil dieser Reform sein, hin zu mehr Offenheit und Transparenz. Das ist zumindest mein Antrieb.

Und, worauf wartest Du noch?

Welche Gedanken hast Du zu einem Blog? Oder bloggst Du schon? Ich freue mich auf unsere Diskussion in den Kommentaren?

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • David Keller

    Welches Tool soll ich zum Bloggen einsetzen? Welche/s hasr du im Einsatz?

    • Eine gute Frage! Danke dafür, lieber David 🙂
      Ich nutze WordPress auf allen meinen Blogs. Ist ein Quasi-Standard…

  • Dirk Reisige

    Seit dem Wirtschaftsforum in Düsseldorf vor einem Jahr trage ich mich mit dem Gedanken, einen Blog aufzulegen. Jetzt ist Schluss mit der Aufschieberitis. Eine Frage dazu. Soll der Blog über die Unternehmenswebsite laufen oder separat unter einer eigenen Site?

    • Eine wirklich sehr gute Frage! Generell bin ich immer für eine Integration in die Unternehmensseite. Es gibt aber auch Ausnahmen, bei denen ein Blog unter einer separaten Domain durchaus Sinn macht. Wir können das aber gerne mal diskutieren. Einfach anrufen oder bei einem Kaffee… 😉

  • Axel Piepenstock

    Ich fühle von dem Artikel diskriminiert (… als Versicherungsmakler …)
    🙂
    Ansonsten die selbe Fragen: Welches Tool und Einzelseite oder innerhalb der Homepage?

    • Ausnahmen bestätigen die Regel, lieber Axel 🙂
      Antworten zu den Fragen: Siehe bei den anderen Kommentaren. Ich werde das Thema aber auch mal in einer Q&A Folge (Frage und Antwort) in meinem Podcast erläutern. Stay tuned!

  • Annette Kunow

    „Wenn Du regelmäßig schreiben musst, bist Du auch gezwungen, Dich regelmäßig zu hinterfragen und Dich immer wieder mit neuen Dingen zu beschäftigen. Du hast keine Zeit, stehen zu bleiben.“
    Ja, es ist tatsächlich eine Art Weiterbildung.Danke für diese Aufstellung, Lars.

  • Dirk Fauser

    Hallo Herr Bobach! Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Vor gut einem Jahr bin ich im Internet auf Sie gestossen. Mitten in einer beruflich sehr schwierigen Lage. Mir war klar, daß ich unbedingt meine Arbeitsabläufe und mein ganzes Handling ändern mußte, damit ich wieder auf Kurs komme. Ihre Ideen und Tipps sind bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen und ich habe sehr viel umgesetzt. Mit merklichem Erfolg. Von Todoist über Trello bishin zum Businessplan. Alles durch Sie. Vielen Dank. Und mein nächstes Projekt ist der Blog. Es gibt also noch viel zu tun.

    • Danke für Deinen netten Kommentar, lieber Dirk. Bleib am Ball, es lohnt sich 🙂

  • Desiree Schneider

    Ich finde den Hinweis besonders wichtig: Egal, wie sehr es dir in den Fingern brennt, wie gern du eine persönliche Meinung zu einem anderen Thema als DEIN Blog- oder Unternehmensthema äußern würdest, lass es. Fokussiere dich auf DEIN Thema und lass alles andere außen vor. Werde nicht zu privat, aber lass trotzdem etwas Persönlichkeit einfließen.
    Das finde ich vor allem wichtig, wenn der Blog in die Unternehmenswebsite integriert ist. Dann sollte das Blog-Thema, das über allem steht, tatsächlich in direktem Zusammenhang mit der Branche, dem Produkt, der Dienstleistung der Firma stehen. Man möchte ja als Experte für DAS spezielle Gebiet wahrgenommen werden. Ich sehe immer wieder, dass Unternehmer/Blogger aufgrund aktueller Ereignisse ö. Ä. „vom Pfad abkommen.“ Ich denke, dass das letztendlich dem Ziel des Blogs mehr schadet als hilft. Die eigene Meinung kann durchaus einfließen, muss das sogar, aber eben immer im Bezug auf DAS Blogthema.

    Ansonsten finde ich es mehr als genial, wenn Unternehmer sich die Arbeit machen und bloggen. Bei mir persönlich steigert das sofort das positive Empfinden dem Unternehmen gegenüber. Geht der Chef mit der Zeit und ist ER wirklich Spezialist auf seinem Gebiet, MUSS das positiv für die Marke, das Produkt etc. sein. So zumindest mein Empfinden.

    Das musste ich dazu mal noch loswerden 🙂

    • Danke für Deine wertvolle Ergänzung, liebe Desiree.
      Das ist ein sehr interessantes Thema. Ich bin schon der Meinung, dass auch Persönliches und Privates in den Blog einfließen darf, schließlich wollen die Leser wissen, mit wem sie es zu tun haben. Aber sicher sollte man auf seinem Unternehmensblog keine politischen Diskussionen o.ä. anfangen. Da gebe ich Dir Recht 🙂