6 Regeln, wie Du das Beste aus Deinem Urlaub machst

Mein prägendes Urlaubserlebnis hatte ich vor 15 Jahren auf Borkum. Nicht nur das Wetter war während der gesamten Zeit eine Katastrophe, auch in Bezug auf Erholung und Abschalten hatte ich alles falsch gemacht.

Urlaub

Jeden Morgen nach dem Einschalten des Mobiltelefons, der bange Blick auf das Display, ob ein Anruf oder eine Nachricht eingegangen war. Jeden Tag mindestens eine Stunde Telefonate geführt und Emails beantwortet. An Abschalten war nicht zu denken.

Das Ganze gipfelte darin, dass ich meine hochschwangere Frau mit meiner Tochter alleine lassen musste, da ich im Büro dringend erwartet wurde. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wie ‚erholt‘ ich mich nach diesem Urlaub gefühlt habe.

So konnte es nicht weitergehen. Seit diesem Urlaub habe ich kontinuierlich versucht, die Erholung und das Abschalten in den Vordergrund zustellen. Dabei halte ich mich fest an die folgenden sechs Regeln:

1. Aufgaben vorher erledigen

Mache Dir ein klares Bild über die noch ausstehenden Aufgaben und erledige sie alle im Vorfeld Deines Urlaubs. Lasse keine unerledigten Aufgaben zurück, die Dich während des Urlaubs einholen könnten.

Idealerweise hast Du Deine Aufgaben in einem entsprechendem Programm organisiert, so dass nichts verlorengeht. Ich persönlich nutze dazu Todoist.

2. Information über Deinen Urlaub teilen

Solltest Du nicht alle Aufgaben im Vorfeld erledigen können, informiere die entsprechenden Personen, dass sie erst nach Deinem Urlaub mit einer Erledigung rechnen können.

Musst Du z.B. noch ein Angebot erstellen, wartest aber noch auf eine wichtige Information, so lasse das einfach Deinen Kunden wissen.

3. Aufgaben und Verantwortungen delegieren

Gehe alle Eventualitäten durch, welche während Deines Urlaubs auftreten könnten. Suche für alle Szenarien einen Verantwortlichen und spreche mit diesem Deine Erwartungen genau ab. Eventuell solltest Du das auch schriftlich festhalten.

4. Schreibtisch aufräumen

Für mich ganz wichtig. Ich hasse es, nach meinem Urlaub einen unaufgeräumten Schreibtisch vorzufinden. Zwar räume ich meinen Schreibtisch jeden Abend auf, aber vor dem Urlaub ist er wirklich klinisch rein.

So macht es Spaß, nach dem Urlaub an den Schreibtisch zurückzukommen und wieder mit Elan zu starten.

5. Feste Regeln zur Kontaktaufnahme vereinbaren

Meine Assistentin kontaktiert mich nur in wirklich dringenden Fällen per SMS. Dies ist in den vergangenen fünf Jahren einmal (!) vorgekommen. Wichtig sind hierbei klar definierte Regel. Nicht dass Du im Unterbewusstsein immer das latente Gefühl hast, etwas zu verpassen oder eine Information zu versäumen.

Ein guter Freund von mir macht zum Beispiel nur einmal am Tag zu einer fest definierten Uhrzeit sein Handy an. Hat er keine Nachricht seiner Assistenz weiss er, alles ist im grünen Bereich.

6. Den ersten Tag nach dem Urlaub keine Termine

Um alles, was liegen geblieben ist, aufzuarbeiten, sollte man sich mindestens den ersten Tag nach dem Urlaub im Kalender blockieren. So hat man genügend Zeit seine Emails durchzuarbeiten, die aktuellen Zahlen anzuschauen und sich mit seinen Mitarbeitern auszutauschen.

Somit kannst Du am zweiten Tag nach dem Urlaub sortiert in den Berufsalltag starten.

Was machst Du um Deinen Urlaub zu genießen? Hast Du Anregungen, um zu entspannen und abzuschalten? Ich freue mich auf Eure Anregungen in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Andre Rüttinger

    Hallo Lars, kennst du eine gute Möglichkeit im Urlaub seine aufgelaufenen später-lesen-Sachen, Pocket-Artikel, RSS-Feeds, manche PDFs usw. in der Sonne am Strand zu konsumieren? Dazu würde ich gerne meinen Kindle paperwhite benutzen. WLAN-Abgleich täglich wäre natürlich perfekt. Ist dir da evtl. was Praktikables begegnet? Calibre fällt aus, weil ich eigentlich nur das iPad mitnehmen möchte. Beste Grüße, André

    • Das ist eine gute Frage, auf die ich derzeit aber keine Antwort habe, sorry 🙂