Wie Du Deinen Feierabend richtig genießt [Podcast 004]

Die Arbeit ist unser ständiger Begleiter, unabhängig von Geschäftszeiten. Besonders, wenn man wie ich total gerne arbeitet, fällt das Abschalten am Abend äußerst schwer. Es gibt doch noch so viele tolle Ideen die umgesetzt und Aufgaben die erledigt werden wollen…

Podcast 004

Aber Auszeiten und Ruhezeiten sind für mich ein wesentlicher Teil der Produktivität. Ohne ein gesundes Maß an Erholung, ist an produktives und zielgerichtetes Arbeiten überhaupt nicht zu denken. Daher: Regelmäßig einen dicken Schlussstrich unter den Arbeitstag ziehen!

Hier die vier Schritte, wie Du Deinen Feierabend richtig genießt:

1. Aufgaben verschieben

Oft bleiben im Taskmanager am Ende des Tages unerledigte Aufgaben stehen. Damit diese Aufgaben nicht im Hinterkopf hängen bleiben und so negativen Einfluss auf die Entspannung haben, sollten sie am Abend neu terminiert oder je nach Priorität einfach gelöscht werden.

Ein leerer Taskmanager sorgt für einen leeren Kopf 🙂

2. Email-Eingangskorb leeren

Das gleiche Prinzip gilt für den Email-Eingangskorb. Ich bin ein Verfechter des InboxzeroKonzepts, also eines vollständig geleerten Email-Postfaches. Siehe auch dieser Artikel: Emails im Griff – Der Weg zum Inboxzero.

Das bedeutet aber nicht, dass Du jede Email sofort beantworten musst. Eine Email-App mit einer integrierten Wiedervorlage (Snooze) ermöglicht ein einfaches Verschieben der Emails auf einen von Dir gewünschten Zeitpunkt. Als Apps bieten sich hier zum Beispiel Spark, Airmail oder Outlook an.

So startest Du mit einem leeren Email-Eingangskorb in den Feierabend.

3. Den anstehenden Tag planen

Plane schon am Abend Deinen nächsten Tag. Werfe einen Blick auf den Terminkalender und die Aufgabenliste und planen entsprechend. Wenn Du zum Beispiel den ganzen Tag im Büro sein wirst, kannst Du Dir entsprechend viel vornehmen. Wenn Du viel im Auto sitzen wirst, kannst Du viel telefonieren.

Ein Plan für den nächsten Tag gibt dir das gute Gefühl, alles im Griff zu haben. Ein entspannter Abend und ein produktiver nächster Tag stehen an.

4. Digitale Geräte ausschalten

Moderne Flachbildschirme strahlen ein blaues Licht aus, das eine Melatoninausschüttung zur Folge hat. Das regt uns geistig an. Ein Koffein-Effekt. Wenn wir also abends im Bett auf das Tablet oder Smartphone starren, sind wir körperlich vielleicht total müde, aber geistig hellwach.

Spezielle Brillen und die Funktion Night Shift in Apples iOS arbeiten gegen diesen Effekt und filtern das anregende blaue Licht aus.

Aktivitäten in sozialen Netzwerken, Computerspiele oder andere Interaktionen mit digitalen Geräten sind dennoch auch ohne blaues Licht so anregend, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt vermieden werden sollten.

Fazit

Um Deinen Feierabend genießen zu können, musst Du zunächst den Arbeitstag richtig abschließen. Dazu gehört es, Aufgaben zu verschieben, den Email-Eingangskorb zu leeren und den anstehenden Tag zu planen.

Danach solltest Du deine digitalen Geräte abschalten und Dich einfach in Deine tägliche Auszeit fallen lassen.

Zitat

Zum Wechselspiel zwischen Arbeit und Auszeiten zitiert Barbara Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach: „Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann“.

Wie sorgt Ihr dafür, dass Ihr den Feierabend genießen könnt? Habt Ihr weitere Anregungen? Ich freue mich auf unseren Austausch in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Thomas

    Hallo Lars,

    auch als Angestellter habe ich mittlerweile erkannt, das es sehr wichtig ist, einen harten Schnitt zwischen Arbeit und Privatleben zu machen.
    Das heisst am Ende für mich immer – bin ich im Büro, ist Feierabend wenn ich das Gelände verlasse und nach Hause fahre. Mein Firmenhandy ist dann ausgeschaltet ( Ausnahme einzig, wenn ich Rufbereitschaft habe ), ich lese in meiner Freizeit keine dienstlichen eMail usw. mehr, bin nicht erreichbar und schalte auch das Notebook nicht mehr ein.
    Mache ich HomeOffice, räume ich nach Feierabend alles weg, sprich Notebook, Headset usw. kommen weg vom Schreibtisch in meinen Rucksack. Das mache ich sogar auch dann, wenn ich am nächsten Tag auch wieder HomeOffice mache. Sonst ist die „Verlockung“ zu gross, das Notebook doch noch mal einzuschalten.
    Während der Rufbereitschaft reagiere ich auch nur noch auf Anrufe wenn Probleme bestehen.Ich habe mir abgewöhnt, ständig auf Handy nach neuen eMails zu schauen.

    Was ich bisher noch nicht so ganz schaffe, ich das Führen einer ordentlichen To-Do-Liste, das liegt aber u.a. auch daran, das mein Job sehr start Event-gesteuert ist. Sollten mal gravierende Probleme am Tag auftreten, haben die immer Prio 1+ und alles andere steht hinten an, egal wie lang die To-Do-Liste ist.
    Das selbe gilt für eMail. Ich habe aufgehört, eMail zu archivieren – was mich nicht direkt betrifft oder von mir Aktionen gewünscht werden, landet sofort im Papierkorb ( betrifft rund 80% der eMails am Tag ).

    Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will, aber mittlerweile muss man sich selber schützen um nicht wahnsinnig zu werden.

    • Danke für Deine Ergänzungen, lieber Thomas.
      Schön, dass Du einen Weg für Dich gefunden hast!