Der große Unterschied zwischen ‚Dringend‘ und ‚Wichtig‘

In der Rushhour des Lebens, so zwischen 30 und 50, meist nach der Gründung einer Familie und während des Aufstiegs auf der Karriereleiter, gerät die Balance zwischen Privatem und Beruflichem oft aus dem Gleichgewicht.

fokussiert bleiben mit der eisenhower prinzip, wichtig und dringend unterscheiden

Auch mir ist es so ergangen. Ich war beruflich sehr eingespannt und die ersten Lebensjahre meiner ältesten Tochter habe ich nur am Rande mitbekommen. Im Nachhinein sehr schade und damals ein Grund für eine große Unzufriedenheit.

In dieser Phase ist mir aufgefallen, dass die dringenden Aufgaben mein Leben beherrschen und sich die wichtigen Dinge hinten anstellen müssen. Verkehrte Welt, aber leider bei sehr vielen der Fall.

Es musste Abhilfe her und ich habe sie in der Zeitmanagement-Methode von Eisenhower, dem ehemaligen US-Präsidenten, gefunden. Das Wesentliche dieses Prinzips ist die Aufteilung aller Aufgaben in eine Matrix.

Dabei werden die Aufgaben in die entsprechenden Felder der folgenden Tabelle übertragen:

Prioritäten setzen mit dem Eisenhower Prinzip

Die vier Quadranten unterscheiden sich wie folgt:

1. Wichtig und dringend (A)

Hier steht alles, was sofort und vor allem selbst erledigt werden muss. Alles in diesem Quadranten hat die allerhöchste Priorität.

Beispiele:

* Krisen / Probleme im privaten oder beruflichen Bereich

* Eskalation beim Kunden

* Liquiditätsengpass

2. Wichtig, aber nicht dringend (B)

Auch diese Aufgaben musst Du selbst erledigen, aber nicht unbedingt sofort. Hier ist es aus meiner Erfahrung wichtig, feste Zeiträume im Kalender für diese Aufgaben zu reservieren.

In diese Aufgaben solltest Du die meiste Zeit investieren, denn nur diese Themen werden Dich in Deinem Leben weiterbringen!

Beispiele:

* Sport / Gesundheit / Vorsorge

* Zeit mit der Familie

* Auszeiten

* Beziehungspflege

* Planung / Strategieentwicklung

3. Nicht wichtig, aber dringend (C)

In diesem Quadranten stehen die Zeitfresser. Das sind die Aufgaben, die Dich von Deiner eigentlichen Arbeit abhalten.

Bei jeder Aufgabe sollte daher unbedingt geprüft werden, ob Du diese selber erledigen musst oder nicht besser an einen Mitarbeiter delegierst.

Bitte beachte gerade in diesem Bereich die Zwei-Minuten-Regel: Alles, was Du in zwei Minuten oder weniger erledigen kannst, sofort angehen und abarbeiten, auch wenn es nicht wichtig ist.

Siehe hierzu auch meinen Artikel:

Die Zwei-Minuten-Regel: Grundlage des Selbstmanagements.

Beispiele:

* Die meisten Telefonate

* Fast alle Emails

* Viele Besprechungen / Meetings

4. Nicht wichtig und nicht dringend (D)

Alle Aufgaben in diesem Bereich der Matrix kannst Du im Prinzip direkt in den Papierkorb legen. In diesem Quadranten solltest Du Dich nur dann bewegen, aber auch wirklich nur dann, wenn Du sonst nichts Besseres zu tun hast. Also nie…

Beispiele:

* Unwichtige Telefonate

* Einige Emails

* Die meisten Social Media Aktivitäten

Fazit

Viele von uns bewegen sich nur auf der Achse ‚Dringend‘. Das ist Stress pur und führt niemals zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance.

Nur das Beschäftigen mit den wichtigen und nicht so dringenden Themen bringt Dich privat wie auch beruflich nach vorne.

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Eisenhower-Matrix? Gelingt Dir die Differenzierung zwischen ‚Wichtig‘ und ‚Dringend‘? Bitte hinterlasse einfach einen Kommentar.

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