11 Dinge, die Super-Produktive anders machen [Podcast 019]

Nein, super-produktiv sind nicht nur erfolgreiche Unternehmer. Aus meiner Sicht ist jeder, der in seinem Leben etwas erreicht, produktiv. Und einige Dinge verbinden genau diese Menschen.

Ich habe elf dieser Dinge gefunden, die Super-Produktive anders machen. Welche Visionen und Ziele sie in ihrer Kristallkugel erblicken und wie sie darauf hinarbeiten, erfährst Du in der neuen Podcastfolge:

Hier die elf Punkte, die über allem stehen, um super-produktiv zu sein, noch einmal zusammengefasst:

1. Visionen haben

Es ist wichtig, zu wissen, wofür Du arbeitest. Das muss nicht das große unternehmerische Ziel sein, als Mutter kann die Vision auch sein, das Allerbeste für die Kinder zu wollen, sodass sie später ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Ein hervorragendes Beispiel für große Visionen ist für mich Elon Musk: Er möchte die Mobilität der Welt verändern und gibt deshalb die Patente der Tesla-Elektroautos frei, arbeitet an einer Art „Rohrpostsystem“, über das Menschen zwischen San Francisco und Los Angeles transportiert werden und möchte eines Tages den Mars besiedeln. Eine solche Vision ist ein Wahnsinnsantrieb, produktiv zu arbeiten.

2. Ziele setzen

Vor der Vision stehen die Ziele. Das sind die Dinge, auf die Super-Produktive konkret hinarbeiten, also bestimmte Etappen auf dem Weg zur Umsetzung der großen Vision. Wichtig dabei ist, nur ein Ziel zu verfolgen und sich nicht ablenken zu lassen.

3. Machen

Während die anderen noch planen, überlegen, Risiken abwägen und auf die beste Gelegenheit warten, sind die Super-Produktiven schon längst geastartet. Sie warten nicht auf diese günstige Gelegenheit, sie schaffen sie sich einfach. Richard Branson sagt: „Screw it, let’s do it“, also: Sch.. drauf, einfach machen. Das ist wie ein Fallschirmsprung, bei dem man erst nach dem Sprung den Fallschirm bastelt – aber es funktioniert.

4. Jetzt

Je mehr wir etwas aufschieben, desto unmotivierter werden wir. Super-Produktive schieben nichts auf. Sie suchen keine Ausreden und Pseudo-Gründe, sondern sie tun. Jetzt. Auf dem Weg zu viel zu überlegen, kostet nur Zeit.

5. Prioritäten setzen

Super-Produktive unterscheiden das Dringende vom Wichtigen und Unwichtigen und wissen so genau, was sie tun müssen. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich auch ein Blick auf das Pareto-Prinzip: Mit 20 Prozent unserer Arbeit schaffen wir 80 Prozent des Outputs. Wenn wir 100 Prozent schaffen wollen, müssen wir noch mal 80 Prozent investieren, sodass sich die Frage stellt, ob diese 80 Prozent sich wirklich lohnen. Bei noch extremerer Anwendung des Pareto-Prinzips kann am Ende sogar nur noch eine einzige wichtige Aufgabe übrig bleiben.

6. Gewohnheiten

Durch ständige Wiederholung werden Verhaltensweisen irgendwann zur Gewohnheit und laufen ganz automatisch ab. Deshalb bauen Super-Produktive Routinen in den Tagesablauf ein, von denen sie wissen, dass sie ihnen gut tun – zum Beispiel, nach „Eat that frog“-Mentalität als erstes die wichtigste Aufgabe des Tages zu erledigen, die alle anderen Aufgaben einfacher erscheinen oder sogar überflüssig werden lässt.

7. Ordnung halten

Produktiv arbeiten kannst Du nur in einem stillen Umfeld, so bleibst Du fokussiert. Deshalb ist die Ordnung wichtig, im Kopf, im Leben, aber auch im Arbeitsumfeld, also am Schreibtisch und im Büro.

8. Chancen sehen

Positiv denken ist wichtig: Super-Produktive sehen keine Probleme, sondern Chancen, selbst in Rückschlägen.

In meiner früheren Softwarefirma hat eines Tages der technische Leiter gekündigt, bei dem bis zu diesem Zeitpunkt alle Fäden zusammen liefen. Das war ein schwerer Schlag, in dem sich aber die Möglichkeit verbarg, die Firma so zu organisieren, dass sie nicht mehr so abhängig von einem Mitarbeiter war.

Heute gibt es in meiner Agentur ein „Problemschwein“, in das jedes Mal zwei Euro wandern, wenn ein Mitarbeiter Probleme anspricht, ohne eine Chance darin zu sehen.

9. Optimismus

Weil Super-Produktive Chancen sehen, lassen sie sich von Niederlagen nicht umhauen. Sie wissen, dass jeder Gegenwind bekommt und dass es immer Widerstände gibt, wenn man etwas bewegt und zwar umso mehr, je größer die eigenen Schritte sind. Deshalb steuern sie mit ihrem eigenen Optimismus dagegen.

10. Komfortzone verlassen

In der Komfortzone wird es Super-Produktiven schnell langweilig. Erst, wenn sie sie verlassen, fühlen sie sich richtig wohl und lebendig, aus einem ganz einfachen Grund: Nur dort kann Außergewöhnliches entstehen.

11. Leidenschaft

Super-Produktive kennen ihre Leidenschaft und verfolgen sie konsequent. Das setzt unglaubliche Energie frei und lässt sie auch dann durchhalten, wenn es gerade mal nicht so rund läuft.

Links

Elon Musk: Wie Elon Musk die Welt verändert

Richard Branson: Screw it, let’s do it

Zitat

Barbara zitiert zum Thema den Super-Produktiven Walt Disney: „Um loszulegen, muss man aufhören, zu reden und anfangen, zu handeln.

Was macht Euch super-produktiv? Habt Ihr weitere Anregungen? Ich freue mich auf unseren Austausch in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • ehteog

    Hallo,
    ich finde die Ideen und Tipps sehr hilfreich und versuche sie auch in meinen Organsiationsalltag zu integrieren. Gerade alles, was Motivation steigert, hilft mir voran zu kommen. Was mir bei dir Lars und bei Fernanda besonders gut gefällt ist die bekömmliche, didaktische Art, wie ihr Inhalte vermittelt. Ich nehme nur wahr, dass ich einem einfachen Dialog zuhöre und merke erst viel später im Alltag auf wie viele Infos ich zurückgreife, die ich aus dem Podcast behalten habe. Das ist eine sehr nützliche Geschichte euer Podcastfeed.

    Etwas Kritik: deine Tipps decken sich zum größten Teil mit allen, die zum das Thema Organisation und Produktivität etwas propagieren, Lars – was ja nicht unbedingt verkehrt ist. Ich finde es nur etwas starr Verhaltensmuster und Gewohnheiten anzutrainieren, nur um das Gefühl zu gewinnen produktiv zu sein. Produktivität sollte nicht die Möglichkeit rauben Entscheidungen spontan zu treffen und Ziele aus dem Bauch heraus festzulegen, auch für Heute Abend, in 15 Minuten oder gar Dinge unerwartet zu tun und andere zu überaschen. Perfektionisten entwickeln oft das Gefühl der Unfehlbarkeit und streben nach absoluten Kontrolle. Wie einst Manfred Hinrich Mal sagte: „Fanatiker gehn in übergrader Richtung.“ worauf ich hinaus will ist – immer nach der goldenen Mitte suchen. Nicht vergessen Mensch zu bleiben. Selbst wenn man seinen Tag plant und stets die Ziele vor den Augen hat, muss nicht alles so kommen, wie man es erwartet oder geplant hat, auch dann nicht, wenn man alles gibt.

    Der andere Punkt: nicht jede Methode passt für jeden Anwender und jeder Anwender hat seine eigene Methode. Aber… seit diesem GTD-Trend haben alle aufgeräumten Bürotisch, papierlose Büros, Evernote Premium, ein iPad und schreiben alle brav ihre Ziele auf. Was kommt danach? Ist das etwa alles? Ich vermisse die Progressivität in diesem Thema, Innovationen und neue Geschichten… Ich finde es ist an der Zeit diese Ordnung mit etwas mit Chaos zu vermischen. Stichwort: Individualität im produktiven Zeitalter. Vielleicht kannst du in der nächsten Folge ein Paar Takte dazu los werden 🙂

    Prost Mahlzeit.

    • Danke für Deinen netten und anregenden Kommentar. Ich werde mir etwas zu Individualität und Progression einfallen lassen. Ein guter Tipp. Danke dafür 🙂

      • ehteog

        Empfehlung von mir zum Thema: der Blog von Josh Zerkel ist wirklich sehr lesenswert. http://www.customlivingsolutions.com/blog
        Er schafft es Immer wieder ganz neue Ideen zu entwickeln, um noch mehr aus bewährten Tools wie Evernote herauszuholen..

        Noch einen zum Dessert:
        http://www.notieren.de
        Auch sehr fresh, kennen aber bestimmt viele.

        LG

  • Alexander K.

    Mir hilft recht gut eine entsprechende feste „Morgenroutine“ aufzusetzen, wie das ja derzeit in etlichen Büchern und Blogs aufkommend diskutiert wird als gängige Gewohnheit „erfolgreicher Menschen“.

    Als zweites macht noch eine Form von Reflektieren für die obige Liste Sinn? Die Liste ist ja sehr stark auf „Just do it“ ausgerichtet ist, demnach kann man ein Reflektieren über das, was man macht in der Funktion eines Gegenkorrektiv nutzen. Ich habe beispielsweise über Branson gelesen, dass er eine Art Business Journal in Notizbüchern führt, in dem er chronologisch alles aufschreibt und immer wieder durchgeht. Diese Notizbücher stehen bei im im Regal. Sowas wäre zB eine Option für Evernote – hierzu gibt es im übrigen wenig Informationen und Erfahrungen an www Inhalten. Zwar gibt es genügend Ansätze von Evernote als Tool für ein privates Journal, aber Business Journal haben andere Anforderungen, zB Tags.

    • Danke für Deine Ergänzungen, lieber Alexander 🙂

  • Andre Gastreich

    Hallo,

    zunächst einmal vielen Dank für den inspirierenden Podcast, den ich sehr gerne verfolge.

    Haben Sie einen Tipp für mich wo Sie das in der letzten Folge erwähnte Comic mit der „Happiness“-Schale gefunden haben? Das wäre etwas für die Badezimmertür auf dem Weg in den Tag…

    • Sorry, das ist in meinem Facebook-Feed mittlerweile verloren gegangen…

  • Wolfgang Schüttler

    Hallo Lars,

    ich verfolge die Reihe ja nun von Anfang an und muss dieses mal leider etwas Kritik äußern… Das Thema ist gut gewählt und auch die Inhalte an sich sind okay.

    Die Länge der Ausgabe hat mich aber direkt stutzig gemacht, liegen die meisten anderen doch so um rund 20 Minuten. Nach einiger Zeit wurde mir auch klar, woran es unter anderem liegt. Es gibt zwischendurch Stellen, an denen quatscht ihr Euch ins Leere. Mit Fragen an Barbara, die darauf nicht vorbereitet ist. Mich hat das doch insgesamt etwas gestört und das bringt dann auch wenig an Informationen für den Zuhörer rüber.

    Auch wenn es hier und da nett und bereichernd ist, dass Barbara etwas aus ihrer „analogen“ Welt dagegenstellt, so sollte sie doch die Fragende bleiben und nicht ins Leere laufen. Wenn so etwas dann doch mal passiert ist, dann überlegt euch, es hinterher elegant rauszuschneiden.

    Danke und viele Grüße
    Wolfgang

    • Danke für die gute und konstruktive Kritik, lieber Wolfgang. Ich habe mir die Folge gerade nochmals angehört und geber Dir Recht: Zu viel Leerlauf. Da werden wir dran arbeiten 🙂