Handschrift auf dem iPad: Drei Eingabestifte im Vergleich

‚Schon wieder ein neuer Stylus zum Schreiben auf dem iPad?‘ werden sich einige von Euch fragen. Ja, aber ich werde einfach nicht müde auf der Suche nach dem perfekten Stift für handschriftliche Notizen.

Der Herausforderer kommt dieses Mal aus England: Maglus Stylus. Er tritt in dem folgenden Video gegen die Platzhirsche Bamboo Stylus CS-160 und den Rotring 800+ an.

Hier noch einmal das Wesentliche aus dem Video zusammengefasst:

Verarbeitung

Der Stift ist gut verarbeitet und schon die Verpackung macht einen hochwertigen Eindruck.

Zum Lieferumfang gehört eine Ersatzspitze, welche in eine Art Schlüsselanhänger verpackt ist, und ein Metallplättchen zur Befestigung an iPad-Hüllen.

Haptik

Der Stift liegt satt in der Hand. Man hat sofort das Gefühl, etwas Wertiges anzufassen.

Magnethalterung

Durch die im Stift integrierten Magneten kann er, wie das Smart Cover von Apple, direkt am iPad befestigt werden.

Schreibgefühl

Die Spitze fühlt sich gut an. Sie ist deutlich weicher als beim Rotring, aber lange nicht so wabbelig wie beim originalen Bamboo CS-100.

Dabei gleitet er nicht ganz so schön und geschmeidig über das Display wie der Bamboo CS-160, braucht aber auch nicht den Anpressdruck des Rotring 800+.

Im Vergleich zu dem Bamboo wirkt die Spitze deutlich wuchtiger und breiter. Ein Gefühl der Präzision kommt nicht auf.

Fazit

Der Maglus Stylus ist ein toller Stift. Die Verarbeitung stimmt, er liegt perfekt in der Hand und auch die Schreibspitze vermittelt ein gutes Gefühl.

Damit kommen wir auch schon zum Hauptkritikpunkt: Die Spitze ist leider sehr breit geraten, so dass man das Geschriebene so gut wie gar nicht mehr sieht.

Für mich ist der Maglus ein Stift, der zum Malen und Zeichnen auf dem iPad konzipiert wurde.

Aber: Wenn es ums Malen auf dem iPad geht, ist aus meiner Sicht der Pencil for Paper von FiftyThree nicht zu schlagen.

Der Rotring 800+

Ein guter Stift und auch die Verarbeitung ist, Rotring-typisch, über alle Zweifel erhaben.

Test des neuen Stylus 800+ von Rotring

Beim Schreiben ist mir der Anpressdruck, welchen ich ausüben muss, auf Dauer zu hoch und zu anstrengend. Der Rotring ist eher etwas für Gelegenheitsschreiber.

Der Bamboo CS-160

Auch wenn der  Bamboo CS-160 im Vergleich zu den anderen beiden Stiften eher etwas fipsig und klein wirkt, ist das eindeutig der Stift für die Vielschreiber, für diejenigen, die es mit dem Schreiben auf dem iPad wirklich ernst meinen.

Eingabestifte für das iPad: Test des neuen Bamboo Stylus CS-160

Er liegt zwar nicht so satt und schwer in der Hand wie die anderen beiden Stifte, dafür hat er die deutlich schmalere Schreibspitze und das Schreibgefühl und der Schreibwiderstand sind bisher ungeschlagen.

Wie sind Deine Erfahrungen mit den erwähnten Stiften? Ich freue mich auf unseren Austausch in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Konrad

    Bin froh über das Testergebnis, hatte mir gestern Abend den Bamboo CS 160 bestellt. Vielen Dank für die sehr guten Tipps in Ihrem Blog. Habe meine Selbstorganisation in vielen Dingen umgestellt. Gruss Konrad

  • Ralf

    Den Bamboo finde ich auch prima zum schreiben. Er könnte für mich aber etwas länger sein.

  • Richard Lamers

    Hallo Lars,
    nach Deinem Rat vom letzten Mal hatte ich mir auch den Bamboo gekauft und bin wirklich begeistert. Jetzt arbeite ich mich durch die Präsentations- und Notizprogramme. Ich bin Lehrer und möchte das iPad als Ersatz für ein teures elektronisches Whiteboard benutzen. Ich bin noch in der Erprobungphase. Im Moment sagen mir Noteshelf für Notizen und MetaMoJi als Präsentationsprogramm am ehesten zu. Hast Du diesbezüglich schon Erfahrungen? Ich weiß, Du bist ja eher ein GoodNotes-Fan.
    Gruß
    Richard

    • Danke für Deinen Kommentar, lieber Richard.
      Noteshelf kenne ich gut und finde es klasse. Von der Funktionalität und auch der Optik ist es in vielen Teilbereichen GoodNotes überlegen. Leider fehlt die für mich persönlich sehr wichtige Geometriefunktion.
      Übrigens: Demnächst kommt mein Vergleichstest der Notiz-Apps (GoodNotes, Noteshelf und Penultimate).
      Das von Dir erwähnte Präsentationsprogramm kenne ich noch nicht.

  • Andreas Süßenbach

    Hallo Lars,
    kennst du den von Evernote promoteten „JOT SCRIPT EVERNOTE EDITION STYLUS“ von Adonit schon, bzw. hast du damit schon Erfahrungen sammeln können? Hört sich für mich recht vielversprechend an, was sagst du?

    VG Andreas

  • Andreas Süßenbach

    Vielen Dank für die rasche Rückmeldung!
    VG Andreas

  • ralph

    Den Maglus gibt es ebenfalls mit alternativer Spitze (Microfaser). Die Dicke der Spitze stört micht gar nicht. – Es ist mein absoluter Favorit und hatte alle anderen Stifte obsolet gemacht. Aber auch ich schaue noch immer nach einem brauchbaren aktiven Stift,doch da bewegt sich nichts!

  • Fabio Broschat

    Ist zwar Offtopic, aber: Welche beiden Apps hast du denn auf deinem iMac im Hintergrund offen?

  • Rog’r Schwab

    Hallo Lars

    den Magnus Stylus habe ich seit längerem in Gebrauch – die Spitze habe ich erst kürzlich ausgewechselt; recht lange hat diese ihren Dienst zuverlässig erledigt. Das Schreibgefühl gefiel mir recht gut – an die fehlende Präzision habe ich mich gewöhnt.
    Doch leider hat sich die Gummi-Verkleidung schon ziemlich bald verabschiedet, worauf die darunter liegenden Magnete nicht mehr gehalten haben. Deshalb nur bedingte Empfehlung.

    Auf der Suche nach einem Ersatz habe ich alle Deine Beiträge über Stifte studiert und mit weiteren Internetrecherchen verglichen. Gerade eben habe ich den CS-160 (in der Schweiz Solo 3 genannt) bestellt. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Schreiben auf GoodNotes (seit einem halben Jahr ebenfalls meine NotizApp der Wahl) anfühlt.

    Und überhaupt Danke für Deinen interessanten Blog.

    Freundliche Grüsse aus der Schweiz
    Rog’r

  • Hein Mueck

    Lieber Lars,
    herzlichen Dank für Deine wertvollen Informationen zum papierlosen Büro… Ja, das haben uns die Computerverkäufer vor 20 Jahren versprochen und herausgekommen ist nur immer mehr Papierverschwendung… daher nochmals Dank.
    Ich steige gerade in Evernote ein und bin nun auch auf der Suche nach der Archivierung handschriftlicher Notizen. Mein Anwendungsfall: zum Nachdenken brauche ich große A3 oder A2 Papiere. Dort wird über Tage mit Bleistift gesammelt, verknüpft, illustriert, radiert, reorganisiert usw. Was schlägst Du vor? Wie kann ich das papierlos sichern, mindestens das Ergebniss, am Besten den Prozess.
    Gruß,
    Heiner

    • Danke für Deinen Kommentar und die Interessante Frage, lieber Hein.
      Wenn es Dir beim Nachdenken hilft, würde ich die Ideensammlung mit A3 / A2 Papieren auf jeden Fall beibehalten. Kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen.
      Danach würde ich die Papiere einfach abfotografieren und in Evernote ablegen. Am besten eignet sich dazu die App Scannable (Habe ich hier auf dem Blog schon einmal vorgestellt). Du kannst aber auch einfach die Fotografierfunktion in der Evernote-App verwenden.
      Evernote indiziert Deine Notizen, so dass Du in der Suche auch nach Deinen handschriftlichen Aufzeichnungen fahnden kannst. Ordentliche Handschrift vorausgesetzt… 🙂

  • Seba

    Hast du Erfahrung bei der handschriftübertragung in Text? Geht dies mit goodnotes?

  • Michael Thiel

    Hallo Lars,fange gerade erst mit goodnotes an.Habe einen Bamboo Stylus,der tut´s auch auf dem ipad mini; in den Einstellungen wird er immer als getrennt angezeigt.(Bluetooth ist eingestellt). Wozu dient überhaupt die Bluetooth Funktion?
    Gruß
    Michael

    • Ein Bamboo Stylus braucht kein Bluetooth. Kann st Du ruhig ausschalten 🙂