Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2016

Eigentlich hätte mein Jahr eine der folgenden Überschriften vertragen: Gescheiterte Verkaufsverhandlungen, fehlende Liquidität, eingebrochener Gewinn, strategisches Durcheinander oder gravierende Fehlinvestitionen.

Damit aber noch nicht genug. Wie es nun einmal so ist, streng nach Murphy’s Law, kam selbstverständlich alles oben Genannte auf einmal. Logo.

Aber es kommt bekanntlich immer auf die Sichtweise an und bei allen Herausforderungen, denen ich mich 2016 stellen musste, war es unter dem Strich ein gutes Jahr.

OK, aber jetzt schön der Reihe nach:

ISOTEC

Die seit Anfang des Jahres laufenden Verkaufsverhandlungen waren im Spätsommer endgültig gescheitert. Das war nicht nur sehr nervenaufreibend, auch das in der Zwischenzeit herrschende Führungsvakuum, ich hatte mich gedanklich schon weitestgehend von dem Betrieb verabschiedet, hat sich äußerst negativ auf die Geschäftszahlen ausgewirkt.

Es kam aber die Wende zum Guten: Im November habe ich mit zwei Mitarbeitern ein Management-Buy-In vereinbart. Über die Zeit kaufen sie sich langsam in die Firma ein, bis zur Komplettübernahme aller Anteile.

Die Geschäftsführung gebe ich zum 1. Januar 2017 ab. Ich bin raus. Es gibt mir ein gutes Gefühl, die Firma in den richtigen Händen zu wissen. War ja fast 13 Jahre mein Baby. Bye bye, ISOTEC.

Lars Bobach Online-Marketing

Nach einigen Irrungen und Wirrungen bzgl. der richtigen Ausrichtung, welche sich zwischenzeitlich auch auf unseren mitunter recht merkwürdigen Marktauftritt niedergeschlagen hatte, haben wir zum Jahresende doch noch die richtige Strategie gefunden: Wir machen keine Websites mehr und fokussieren uns ganz auf Blogs / Content für mittelständische Unternehmen mit B2C Geschäft.

Die vertrieblichen Fehlinvestitionen Mitte des Jahres sind überwunden und die Weichen für 2017 sind gestellt: Wir firmieren um in eine kleine AG und um unser Wachstum zu finanzieren, haben wir einen Investor mit ins Boot geholt. The sky is the limit!

larsbobach.de

Auch hier ging es alles andere als gradlinig. Mein zwischenzeitliches Coachingangebot habe ich eingestellt, trotz reger Nachfrage. War irgendwie nichts für mich.

Generell hat sich larsbobach.de 2016 aber prächtig entwickelt. Die Anzahl der monatlichen Leser steigt stetig und auch der dieses Jahr gestartete Podcast entwickelt sich prima.

Ich habe die richtige Ausrichtung für mich und meine Leser / Hörer gefunden und auch für nächstes Jahr ein paar gute Ideen: Der exklusive MDD-Workshop mit mir als Mentor steht in den Startlöchern und zusätzlich wird Ende 2017 mein erster Online-Kurs zur Zielsetzung starten. Ihr dürft gespannt sein.

Ach ja: Gerade arbeite ich übrigens an der Videoserie ‚Wie Du Dich und Dein Team digital organisierst‘. Gibt es Anfang 2017 kostenlos hier auf meinem Blog. Stay tuned.

Neue Freunde dieses Jahr

Apple Pencil: Mit dem Apple Pencil kam Anfang 2016 die Erlösung auf der Suche nach dem passenden Eingabestift für das iPad.

Specialized Diverge: Die Kategorie ‚Gravel Bike‘ hat das Straßenrad für mich wieder fahrbar gemacht und in den Fokus gerückt.

Barbara: Sie ist als Co-Moderatorin meines Podcast einfach ein Volltreffer.

Studenten der DHBW Mannheim: Mit ihnen habe ich den MDD-Workshop das erste Mal durchgeführt. Ich habe richtig Spaß daran gefunden, mit Menschen an ihrem Lebensplan und Selbstmanagement zu arbeiten. (MDD = Mach Dein Ding)

Bett1 Bodyguard Matratze: Die Anti-Kartell- und Stiftung-Warentest-Testsieger-Matratze ist nicht nur günstig, sondern auch noch super bequem. (Nein, Bett1 ist kein Sponsor und nein, das ist kein Affiliate-Link…)

Saugroboter: Funktionieren mittlerweile richtig gut und machen das Leben so viel leichter.

Olympus PEN-F: Ein Retro-Kamera mit modernster Elektronik die einfach Spaß macht. Das Highlight: Die Olympus PEN-F verfügt über unterschiedliche Film-Modi und damit kann ich auf die mir verhasste Post-Production verzichten (zumindest meistens).

Was mir nächstes Jahr gestohlen bleiben kann

Underperformer: Vertriebler, die in 4 Monaten nicht einen einzigen Auftrag holen.

Ahnungslose Berater: Die klassische Over-promise-under-deliver-Branche. Viel versprechen und sich hinterher als absolut hilf- und ideenlos herausstellen.

Google Home und Amazon Echo: Wer will sich schon ernsthaft ein Gerät von Google oder eines Shopping-Konzerns in die eigenen vier Wände stellen, welches jedes Wort mithört…

BMW: Der BMW-Kundenservice bzgl. der Hovercraftgeräusche meines BMW i3 ist einfach unterirdisch.

So, genug gemeckert. Ich wünsche Euch allen alles, alles Gute für 2017 und einen erfolgreichen Start in das neue Jahr.

Ich freue mich drauf. Let’s rock.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Pierre Koch

    Sehr schön geschrieben Lars. Das Leben bietet so viel. Vermeintliche Fehler sind die Erfahrungen für die Zukunft. Das kommt mir bekannt vor. Ich bin froh auf deinen Blog gestossen zu sein. Wünsche Dir für nächstes Jahr alles gute und viel Erfolg. Ich freue mich, wenn wir uns auch einmal persönlich begegnen. Wahrscheinlich beim Seminar in Köln… Herzliche Grüße Pierre

    • Danke für die nette Worte, lieber Pierre. Freue mich, Dich in Köln kennenzulernen 🙂

  • Martin Friedrich

    Hallo Lars. Mein Lebensmotto ist immer „Lerne aus Fehlern und vermeide sie in Zukunft“ Verfolge jeden Tag deinen Blog. Wünsche Dir für das kommende Jahr viel Glück für deine neuen Projekte. PS: Du hattest Dir doch die neue Apple Watch Series 2 gekauft. Wie ist deine Erfahrung bis jetzt damit ? Gruß Martin Friedrich

    • Danke, das wünsche ich Dir auch 🙂
      Mein Erfahrungsbericht zur Apple Watch Series 2 kommt in den nächsten Wochen. Stay tuned…

  • Werner

    Hallo Lars,

    vielen Dank für diesen Post. Es spricht für Dich, dass du hier so offen und freimütig über semi-private Dinge sprichst und deiner Leserschaft vertraust. In den meisten Blogs wird ja nur über die bahnbrechenden Erfolge und Siegestrophäen gesprochen, nie jedoch über Niederlagen oder persönlich schwierige Dinge. Sehr authentisch und mutig. Ziehe meinen Hut!

    Zu etwas klar „Nein“ zu sagen ist mindestens genau so wichtig, wie andere Dinge mit einem klaren „Jaaaaa“ mit Begeisterung anzugehen.

    Für deine neuen Vorhaben und Projekte wünsche ich dir das Allerbeste im Neuen Jahr!

    • Danke, das wünsche ich Dir auch, Werner 🙂

  • Wolfgang Schüttler

    Hallo Lars,

    das liest sich sehr ehrlich und ich glaube, genauso sollte man die Dinge auch für sich betrachten.

    Auch ich danke für Deinen tollen Blog, Deine Inspirationen und vor allem: Für die tollen Podcasts mit Barbara!

    Mein persönliches Fazit mit Deinem Bog:

    1. Evernote hat bei uns Einzug erhalten. Meine Frau und ich sammeln alles Private und ich versuche den Papierberg in den Griff zu bekommen. Super!
    2. Spark ist im Test und zusammen mit meinem Google-Mailaccount macht sich die App ganz gut.
    3. Mit Trello habe ich angefangen diverse private Dinge abzubilden. Der Knaller: Jetzt führe ich gerade Trello in unserer Firma ein. Zunächst ganz klein und nur für eine Anwendung. Bislang sind die ersten Benutzer sehr begeistert und mal sehen, was daraus wird 🙂
    4. Mit Todoist kann ich noch nichts anfangen. Privat bilde ich alles in Trello ab, in der Firma bin ich an vorhandene Systeme weitestgehend gebunden. Eine zusätzliche ToDo App ergibt aktuell keinen Sinn für mich.
    5. Die Podcasts begleiten mich regelmäßig während der Autofahrt und geben interessante Impulse.

    Also vielen Dank für alles und ich freue mich auf einen neues Jahr mit neuen Ideen und Impulsen!

    Gruß
    Wolfgang Schüttler

    • Danke für Deinen immer sehr guten Input, lieber Wolfgang.
      Eine Frage dazu: Wie setzt Ihr Trello in der Firma ein? Ich sammele gerade Praxisbeispiele für eine zukünftige Artikelserie 🙂

      • Wolfgang Schüttler

        Sehr gerne 🙂
        Wir nutzen das derzeit für unsere 2 x tägliche Betriebslagebesprechung (Güter-Eisenbahnverkehrsunternehmen). Dabei entstehen ToDos für verschiedene Abteilungen / Teams, die wir in den entsprechenden Listen zuweisen. Nach Fertigstellung werden diese auf Erledigt gesetzt und einmal am Tag archiviert.
        Nicht sofort lösbare Probleme oder strukturelle Defizite legen wir auf einen Stapel für ein Eskalations-Meeting (1 x pro Woche). Hier planen wir für die Zukunft diese Karten auf ein weitergehendes Bord zu leiten, auf dem diese dann weiter bearbeitet werden.

        Alles ist noch am Anfang, die Leute sind aber sehr begeistert und arbeiten agil mit und es entstehen neue Ideen und Spielregeln in der Gruppe.

        In drei bis vier Wochen kann ich mit Sicherheit noch mehr berichten. Wir können gerne dazu in Kontakt bleiben.

        • Danke für die Ausführungen und halte mich bitte auf dem Laufenden 🙂

  • drbrennero

    Hallo Lars,
    vielen Dank für diesen offenen Post.
    In einer Zeit wo Blenden zum Handwerk gehört, kommt nicht so oft vor, das man Dinge die nicht so gelaufen sind einfach preisgibt. Aber Recht hast du, das Leben ist hektischer geworden, aber die Möglichkeiten sind gleichermassen mit gewachsen.
    Wenn man die Möglichkeiten testet, wird es auch 2017 nicht ausbleiben, dass mal was schiefhängt. Als erstes teste ich gerade Evernote mit Devonthink zu ersetzen :).
    Viele Grüße und viel Spass beim Ski fahren. Vielleicht trifft man sich mal, entweder auf Ski, oder auf dem Rad.

    Viele Grüße
    Uwe

    • Ronald Wichern

      Hallo Uwe,
      ich habe auch Evernote durch DEVONthink ersetzt. Noch läuft nicht alles rund, aber das Konzept gefällt mir (als Einzelnutzer) besser. Für Lars ist die Kollaboration unter Evernote wichtig. Hast du Erfahrungen bzgl. Kollaboration und DEVONthink?
      Viele Grüße für ein erfolgreiches 2017
      Ronald

      • drbrennero

        Hallo Ronald,
        ja, ich werde auch noch etwas brauchen bis das komplett rund läuft.
        Das Konzept finde ich für meinen Zweck auch besser, ich möchte einen zentralen Datenindex, für die Daten die in der Datenbank sind, oder auch auf Festplatten liegen. Vor allem müssen jedoch die Notizen immer in anderen Apps lesbar sein, das ist bei EN nicht möglich und ich brauche Transparenz in Backup und Datenstruktur, sprich ich will sehen wo die Rohdatei liegt.
        Devonthink wirk total eingestaubt, erst wenn man unter die Haube kuckt, erkennt man welche Möglichkeiten die App bietet.
        Kollaboration ist sicher ausbaufähig bei Devonthink und nicht so toll wie bei EN. Allerdings funktioniert der Sync sehr gut und darüber lässt sich sicherlich, wenn auch nicht in geöffneten Dokumenten, zusammenarbeiten. ich nutze den Mobilclient auf dem Iphone, geht wunderbar.
        Viele Grüße
        Uwe

    • Danke , lieber Uwe.
      Wenn ich eins in meinem Unternehmerleben gelernt habe: Es gibt nicht den geradlinigen Weg, der an ein Ziel führt, wo dann alles toll ist.
      Wir als Unternehmer gestallten die Zukunft und daher ist der Weg immer ungewiss und mit Widrigkeiten verbunden. Das gehört einfach dazu. Es gibt aus meiner Sicht keine andere Version des Unternehmertums… 🙂

  • Thomas Sturm

    Hallo Lars !
    Erstmal ein schönes neues Jahr .
    Und danke für Deine Ehrlichkeit und Offenheit. Das macht Deinen Blog auch für mich so symphatisch und wertvoll. Ich habe hier schon viel gelernt und für meine eigene Arbeitsweise und Lebensführung waren deine Beiträge sehr hilfreich.
    Ich wünsche Dir und allen Lesern und Freunden dieses Blogs ein erfolgreiches 2017, im privaten wie im geschäftlichen Sinne.
    Und hoffe für dieses Jahr noch auf viele Tests, Tipps und Erfahrungsberichte, die uns allen helfen, uns noch perfekter zu organisieren und weiterzuentwickeln.

    Liebe Grüße
    Thomas

  • Danke, das wünsche Ich Dir auch, lieber Roger 🙂

  • Christoph

    Lieber Lars,

    ich habe euren Podcast erst vor etwa zwei oder drei Monaten entdeckt, war aber bereits nach der ersten Folge, die ich mir angehört habe, dermaßen begeistert und gefesselt, dass ich alle vorigen Folgen nachgehört und seitdem keine einzige verpasst habe.

    Mit dem, was ich in deinen Podcasts gelernt habe, habe ich es endlich geschafft, mich persönlich (für das was so im Alltag anfällt), für mein Ehrenamt sowie bei der Arbeit, ordentlich zu organisieren. Der wöchentliche Review am Samstag mit Task-Planung für die Folgewoche ist für mich dabei einer der wichtigsten Pfeiler.

    Ich schreibe dir, weil mir in meinem Jahresrückblick aufgefallen ist, wie sehr ich durch das, was ich gelernt habe, entspannter bin und gleichzeitig viel produktiver arbeite. Ich habe in den letzten drei, vier Jahren immer mal wieder bewusst versucht, eine gute Alltagsorganisationsform mit gutem Task-Management zu finden und etablieren, doch abgesehen von länger werden Todo-Listen ist nichts daraus geworden. Doch das ist jetzt anders, weil ich es jeden Tag besser schaffe, meine Prioritäten richtig zu setzen.

    Danke, lieber Lars, dass du so einen großartigen und lehrreichen Podcast auf die Beine stellst. Ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn ich in der Podcasts-App wieder die kleine „1“ neben „Produktiv in digitalen Zeiten“ sehe. Barbara und du seid ein tolles Gespann, weil ihr euch schön ergänzt. Ihr habt eine gute Balance zwischen Wissen und kleinen Geschichtchen (oder auch dem Digitalen und der tendenziell Analogen 😉 ) – und ich schätze es, dass die Podcast-Folgen so durchdacht aufgebaut und gegliedert sind und dass ihr das wichtigste am Ende nochmal kurz umreißt. Macht weiter so! Ich bin gespannt und voller Vorfreude auf das, was es noch zu lernen gibt.

    Ich wünsche dir ein gutes und erfolgreiches Jahr 2017!

    Beste Grüße
    Christoph

    • Danke für die netten Worte, lieber Christoph. Tut gut 🙂

  • sven

    Hi Lars,

    danke für deinen Rückblick.

    Sehr schade das BMW beim i3 noch solche Fehler aufweist

    Ich habe als Immobilienmakler jeden Tag mit Bildern zu tun und von der Pen-F habe ich schon viel gelesen. Kannst du mir bitte weiterhelfen in meinem Entscheidungsprozess? Ob Sie wirklich geeignet ist für Indoorfotografie?
    Vielleicht könntest du kurz deinen Einsatzbereich beschreiben und besonders interessiert mich die Technik mit der man das Bild auf 50MP verbessert. Konntest du schon Verwendung dafür finden?

    Danke für deine Hilfe.

    treuer Blogleser

    Sven

    • Danke für Deinen Kommentar, lieber Sven.
      Die PEN-F ist für Indoorfotografie (echte Low-Light Umgebungen) auf Grund des kleinen Sensors (FourThirds) nur bedingt geeignet. Da sind Vollformat-Boliden deutlich besser, aber natürlich auch viel unhandlicher. Das mit der Verbesserung auf 50MP höre ich von Dir zum ersten mal… habe also keine Erfahrung. Ich bin aber auch kein Pixelnerd 😉
      Die PEN-F besticht durch rasend schnellen AF, eine tollen Bildqualität, sehr guten Objektiven (das 25mm 1:1,2 ist der HAMMER!!!), tollen Kreativprogramme (ich fotografiere 50% direkt in s/w) und wahnsinnig einfachem Handling.
      Wenn es Dich / Euch interessiert, kann ich gerne auch mal etwas ausführlicher zu der Kamera schreiben…