Meine Bucket Liste und warum auch Du eine haben solltest

Auf meiner Bucket Liste ein Häkchen zu setzen, gibt mir immer ein super befriedigendes Gefühl. Es ist einfach schön, sich einen Lebenstraum erfüllt zu haben. Und ja, ich habe schon einige Dinge auf meiner Bucket Liste abhaken dürfen. Lucky me.

Fallschirmsprung

Eine Bucket Liste ist für mich übrigens die absolute Grundlage für jede Lebensplanung. Damit fängt die Lebensplanung sozusagen an. Mit diesem Artikel möchte ich Dich ermutigen, Deine eigene Bucket Liste zu schreiben und ich stelle Dir zur Inspiration meine persönliche Liste vor.

Aber was ist eine Bucket Liste überhaupt?

Eine Bucket Liste ist die ToDo-Liste oder Taskliste für Dein Leben. Eine Lebenswunschliste.

Alles, was Du in Deinem Leben machen, erleben, erreichen möchtest, hältst Du dort fest. Angefangen von Reisezielen, über Fähigkeiten, Erfahrungen bis hin zu wichtigen Projekten, die Du umsetzen möchtest.
In Deine Bucket Liste packst Du das alles hinein!

Was Dir das bringt?

Ganz einfach. Das Leben ist zu schnelllebig und die großen Lebensziele geraten da schnell aus dem Auge. Schlecht. Denn, gefangen in dem Hamsterrad der täglichen Verpflichtungen, vergessen wir meistens das Wesentliche: Arbeiten an unseren eigenen Träumen und Zielen.

Ein Lebensplan ist da der Ausweg und eine Bucket Liste ist der Anfang. In meinem MDD-Workshop (MDD = Mach Dein Ding) gehe ich daher auch mit als Erstes auf die Bucket Liste ein.

Zusätzlich lernst Du Dich bei der Beschäftigung mit Deiner Lebenswunschliste viel besser kennen, verbindest Dich wieder mit Deinen Träumen und motivierst Dich, diese anzugehen und ein Leben nach Deinen eigenen Vorstellungen zu führen. Nicht schlecht, oder?

Was gehört alles auf die Bucket Liste?

Die Bucket Liste sollte auf jeden Fall die folgenden Bereiche umfassen:

  • Persönliche Ziele
  • Berufliche Ziele
  • Finanzielle Ziele
  • Reiseziele

Im Wesentlichen musst Du Dir dabei eigentlich nur die folgenden Fragen beantworten:

  • Was möchte ich sein?
  • Was möchte ich machen?
  • Was möchte ich besuchen?

Solltest Du an materiellen Dingen interessiert sein, kannst Du Dir gerne auch die Frage stellen ‚Was möchte ich besitzen?‘. Brauche ich persönlich nicht.

Damit Du Deine Liste immer und überall im Zugriff hast, solltest Du sie einem Cloud-Dienst wie Evernote, Todoist oder Trello führen. Ich persönlich empfehle sie als einen Teil des Lebensplans in Trello.

So genug erklärt. Hier jetzt zur Inspiration meine eigene und ganz persönliche Bucket Liste:

  • Italienisch lernen
  • Noch einmal Anchorage, Alaska (habe ich ein Jahr gelebt)
  • West Highland Way mit Anna zu Ende laufen
  • Finanzielle Unabhängigkeit
  • Buch schreiben (noch auf der Suche nach dem Thema…)
  • NFL Spiel der Patriots besuchen (solange Brady noch spielt)
  • Sommer in einer Almhütte verbringen
  • Winter in einer Almhütte verbringen
  • Alle British Open Golfplätze spielen (habe schon vier)
  • Jakobsweg mit Sonja
  • Radtour quer durch die USA (nach Anchorage?)
  • TEDx Talk halten
  • Richtig gut kochen
  • Islandumrundung mit dem Rad
  • Wandern in Island mit Anna
  • Jerusalem mit Sonja (zum 50. Geburtstag)
  • MTB Alpencross durch Slowenien
  • Florida mit Finn
  • Fallschirmsprung (ich habe Höhenangst!!!)
  • Workshops / Kurse zur Lebensplanung / Zielsetzung anbieten
  • Rheinsteig zu Ende wandern (ca. 1/3 geschafft)
  • Besteigung Großglockner
  • MTB Tour in Südafrika (vielleicht sogar Cape Epic…)
  • Trails in Whistler (Kanada) surfen (MTB)
  • Wandern im Himalaya (Nein, kein 8.000er…)
  • Eigene Fotoausstellung
  • Keynote Speaker für Lebensplanung / Zielsetzung
  • Urlaub in der Karibik
  • Kuba besuchen
  • Einen Monat ohne Internet / iPhone
  • In Pebble Beach auftreten
  • MTB Tour durch die Highlands (Schottland)
  • Heli-Skiing in den Rockys
  • An einem 24-Stunden MTB-Rennen teilnehmen

Meine Bucket Liste ändert sich übrigens ständig. Regelmäßig ergänze ich sie um neue Ideen, entferne manche alten Ziele, ändere Prioritäten und hake auch immer mal wieder einen Punkt ab (Yeah!!!).

Ich werde aber nicht unglücklich sein, wenn ich nicht alles auf meiner Lebenswunschliste abgehakt bekomme. Das wird sogar 100%ig passieren. Mit meinem Konzept der Lebensplanung fokussiere ich mich eh nur auf die wichtigsten 15 Punkte. Die reichen vollkommen.

Hast Du auch eine Bucket Liste? Was hast Du dort Außergewöhnliches notiert? Hast Du eventuell eine Anregung für mich? Ich freue mich auf Eure Inspiration in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Pauline Guertelschnalle

    Lieber Lars,
    ich habe gestern meine Liste auch wieder überarbeitet – interessant, dass es doch viele Ziele im Bereich des Reisens und der persönlichen Erfolge sind. Beruflich lässt es sich auf „finanzielle Unabhängigkeit“, „Freiheit im Denken und Handeln“ und „Beitrag“ zusammenfassen.
    Ich habe mir vorgenommen, jeden Monat einen Punkt streichen zu können, ins tun zu kommen.
    Danke fürs Teilen deiner persönlichen Punkte.

    Grüße, Laura alias Pauline

    • Wow, einen pro Monat. Da hast Du aber ganz schön was zu tun. Respekt 🙂

  • Rainer Hofmann

    Hallo Lars,
    habe auch so eine Liste, die in einigen Punkten sogar Überschneidungen aufweist (bin auch MTBler). Vielleicht noch eine Ergänzung: Letztenedes steht ja das Thema „wie erfahre ich Glück und Erfüllung im Leben“ dahinter und daher habe ich mich meiner Bucket Liste eher strukturiert genähert. Dazu habe ich einen Buchtip von Sonja Lyubomirsky: Glücklich SEIN. Als Wissenschaftlerin geht die Gute rein empirisch vor: Was macht (nachweisbar) glücklich, was nicht, ohne jeglichen esoterischen Krimskrams, rein wissenschaftlich empirisch.
    Wenn man das neben die eigene Bucket Liste legt, eröffnet das interessante Perspektiven….
    (gemäß deinem Spruch: Zeit für die wichtigen Dinge im Leben)

    Grüße und Danke für die vielen interessanten Artikel und Anregungen (o.k. als Windows-Nutzer bringen mir die Apple-Devices eher nichts – geschenkt)

    Rainer

    • Danke für den guten Buchtipp, lieber Rainer. Steht jetzt auf meiner Leseliste für dieses Jahr 🙂

  • Roland Noll

    Hallo Lars,

    erst mal Danke für die tollen Informationen, die Du auf Deiner Seite und in Deinem Podcast immer wieder bereit stellst.

    Die Bucket List … meine dümpelte seit einiger Zeit in Evernote vor sich hin. Einmal angelegt und dann lange nicht mehr in die Hand genommen. Heute habe ich mal wieder drauf geschaut und festgestellt, dass vieles nicht mehr wichtig ist.

    Bisher war es bei mir eher eine Art nebulöser Wunschzettel, teilweise getrieben von Impulsen, die von außen kamen. Wird an der Zeit, die alte Liste zu beerdigen und eine neue zu beginnen. Damit es aber wirklich meine Liste von Zielen wird, möchte ich zumindest einige davon mit konkreten „nächsten Schritten“ unterlegen.

    Bei den ersten Notizen zur neuen Liste ist mir aufgefallen, dass kaum etwas aus dem beruflichen Bereich dabei ist. Auch bei mir geht es eher um Reisen, um Hobbys (Fotografie und Skifahren) etc.

    Was den guten Tom Brady angeht, bin ich Dir einen Schritt voraus. Ich hatte vor ein paar Jahren das Vergnügen, ihn in London gegen Tampa Bay zu sehen. Wollen wir mal hoffen, dass heute Nacht alles glatt geht und wir ihn in zwei Wochen wieder sehen. Trotzdem stehen bei mir zwei Football-Punkte auf der Liste: Die Patriots in Foxborough sehen und einmal bei Army vs. Navy im Stadion zu sein.

    Zurück zur Bucket List im Allgemeinen. Vor ein paar Wochen bin ich auf dem Blog von YNAB (ein gutes Programm für Budgeting) darauf gestoßen, dass die (neuen) Mitarbeiter dort angehalten werden, eine Bucket List mit 50 Punkten zu erstellen und den Kollegen zugänglich zu machen. Zum einen möchte man das Team dazu bringen, den Focus auch auf Dinge außerhalb des beruflichen Umfeldes zu legen und zum anderen lernt man sich dadurch besser kennen. Das mit dem Veröffentlichen ist vielleicht ein wenig radikal und hängt sehr stark von der Unternehmenskultur ab. Außerdem könnte es passieren, dass die Bucket List dadurch zu stark fremdbestimmt ist und mit vermeintlich „sozial erwünschten“ Punkten gefüllt wird. Aber trotzdem finde ich den Gedanken interessant.

    Viele Grüße

    Roland

    • Danke für Deinen sehr interessanten Kommentar, lieber Roland. Ich bin neidisch 😉
      Gegen die Steelers hat es ja ganz gut geklappt, jetzt nur noch Daumen drücken für den Superbowl…
      Das mit der Bucket List aller Mitarbeiter ist ein wirklich sehr interessanter Gedanke. Muss ich mal drüber grübeln 😉

  • Hallo Lars,

    ich bin ganz deiner Meinung: Jeder Mensch sollte eine Bucket Liste haben, oder sich zumindest hin und wieder Zeit nehmen und darüber nachdenken, welche Ziele man neben Beruf und Familie noch so hat.

    Ich finde es gut, dass du nicht unbedingt alles abhaken willst/musst und dir die Freiheit nimmst, ruhig auch Punkte wieder von der Liste zu nehmen.

    Bezüglich dem wirklichen Angehen von Dingen, kann ich aus persönlicher Erfahrung noch den Rat hinzufügen, sich 1) einen Accountability Partner zu suchen, der einen regelmäßig fragt, ob man noch „auf Kurs“ ist und 2) die eigene Bucket Liste im Zuge der Lebensplanung in verschiedene Kategorien (Finanzielles, Beziehungen, Gesundheit,…) einzuteilen. So sieht man oft besser, welche Lebensbereiche derzeit vielleicht zu kurz kommen.

    Freundlichen Gruß und eine produktive Woche wünsche ich
    Dennis

    • Danke für die gute Ergänzung, Dennis. Klasse!

  • Wieland Ludwig

    Hallo Lars,
    an alle, die Ratgeber verschlingen, to do listen und mindmaps erstellen und sich jetzt mit der bucket list noch an einer weiteren task abarbeiten, damit das leben bitte nicht planlos dahindümpelt und wenns geht zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung passiert.

    Ich bin seit Anbeginn „follower“ deiner blogs, nutze goodnotes, evernote, todoist, habe ein Ipad Pro und einen pencil (geil) und freue mich, wie einfach das Leben wird, wenn man nicht jedes Rad neu erfinden muss. Dafür vielen Dank !

    Wohl gemerkt: Bei dem Rad ging es um eine technische Errungenschaft, sowie den vielen digitalen helfern, die wir mehr oder weniger einsetzen.

    Bei den „weichen“ Themen wie Lebensplanung, etc. geht es um intime private Dinge, die jeder mit sich selbst ausmachen muss, da kann das „rad“ auch ruhig mal viereckig sein, hauptsache ihr habt spass und tut keinem anderen weh.

    deswegen: Live is a journey, enjoy the ride und lasst euch nicht zuviel von allen möglichen Gurus einreden, was Ihr wie tun sollt. Das macht schon Euer Chef, Partner, Steuerberater, Anwalt….

    Ihr braucht keinen Lebensplan? Super ! Dann habt Ihr die Unabhängigkeit erreicht, die Ihr immer planen wollt.

    Seit ich den Film „The bucket list“ gesehen habe, (es geht darum was zwei angeblich Todkranke noch unbedingt tun müssen, „before you kick the bucket“) wird mir klar, dass ich seit meinem 20. Lebensjahr unbewusst die Liste abgearbeitet habe wie es kam, damit sie nicht so lang wird wie Deine Liste. Da ist ja das Ende mit 50% Zielerreichung als unterdurchschnittliches Schlussresultat schon vorprogrammiert.

    Wg Höhenangst Fallschirmkurs gemacht, check!
    wg dto Pilotenschein gemacht und Springer abgesetzt, check
    weils immer nocht nicht geholfen hat, Gleitschirm kurs. check

    jetzt kann ich seit 20 jahren auf eine hohe Leiter klettern – super achiever!

    tauchschein auf Hawaii gemacht wegen der langweiligen Geschäftsreisen um die halbe welt. check !

    Selbstständig gemacht, wegen des Drucks Business Pläne zu erstellen, die keiner liest, check

    ich will nicht mit langen episoden aus meiner Achterbahn berichten, aber meine Bucket list habe ich versucht, so schnell es ging abzuarbeiten und garnicht erst aufzuschreiben.

    Ist das jetzt falsch?

    Ich habe nie weiter als 6 Monate geplant. Ich bin glücklich damit geworden und fange erst jetzt an zu überlegen, ob ich da nicht was falsch gemacht habe.

    Glück und Erfüllung ohne Plan, LGTD, MDD, Carnegie, Allen, etc ist das überhaupt noch zeitgemäß, HILFE!

    Lars, jetzt meine Bitte:

    Teile Deinen Blog auf:

    1. Blog: Hilfe, in der Vielfalt der neuen „Räder“ das richtige zu finden

    2. Blog: Themen, wie Lebensplan, perfekte Produktivität, Krisenbewältigung in einer separaten Rubrik, genauso wie die Setup Berichte, die ich nicht einordnen kann. Mich hat die Frau inspiriert, die mit Laptop am Strand saß. Der Rest war uninspiriert, habe jetzt noch das Setup von Donald Trump gesehen und weiss immer noch nicht wo ich mit meinen Kaffetassen, Rotweingläsern, Papier, Photos, I-Mac, Pad, Phone und krimskram hingehöre.

    Du hast ja jetzt nach dem Buy out mehr Zeit…

    Liebe Grüße

    Wieland

    • Danke für Deinen erfrischenden Kommentar, lieber Wieland.
      Viel Zeit! Naja, ich habe gerade Großes vor und fühle mich ein wenig wie zu Beginn meiner Selbstständigkeit…
      Zur Aufteilung des Blogs: Du hast Recht, die Themen könnte man gut trennen, aber irgendwie macht dieser Mix meinen Blog auch aus. Falls Dir ein Thema nicht gefällt und nicht lesenswert erscheint, lasse es einfach weg. Wenn ich immer mal wieder etwas Interessantes für Dich liefere, ist doch alles gut 🙂

  • Danke für den Link 🙂

  • Für mich ist das SEIN wichtiger als das WERDEN. Deshalb habe ich es wohl nie „geschafft“, eine Lebenszielliste zu erstellen, das ist mir sehr fremd und kommt mir sehr äußerlich vor; bin trotzdem (?) glücklich 🙂