Meine Gedanken zum neuen Evernote Preismodell

Der Aufschrei war groß, als im Juni 2016 das neue Evernote Preismodell vorgestellt wurde. Wobei sich eher über die Einschränkungen im kostenlosen Basic Tarif aufgeregt wurde als um die Preiserhöhungen der Bezahlvarianten.

Schon mal vorweg: Der losgebrochene Shitstorm ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber gucken wir uns zuerst einmal ganz nüchtern die Fakten an:

Das neue Evernote Preismodell

Evernote Basic

Die kostenlose Version erfährt ein paar Einschränkungen. Ab sofort kann Evernote Basic nur noch auf maximal zwei Endgeräten genutzt werden. Hierzu zählen allerdings keine Zugriffe im Browser.

Die App gleichzeitig auf dem Smartphone, Tablet und Rechner installieren und nutzen, geht in der kostenlosen Version zukünftig nicht mehr.

Ein nettes Feature wurde für Evernote Basic freigegeben, welches früher nur Bezahlkunden vorbehalten war: Die Passcode-Sperre.

Evernote Plus

Hier gibt es keine Begrenzungen oder Einschränkungen. Nur eine Preiserhöhung um jährlich 10,- €. Evernote Plus kostet jetzt 29,99 € pro Jahr.

Evernote Premium

Auch hier eine Preiserhöhung. Evernote Premium kostet ab sofort 59,99 € p.a. Das bedeutet eine Preiserhöhung von 20,- €.
Das monatliche Uploadvolumen von Daten ist von unbegrenzt auf 10 GB beschränkt worden.

Evernote Business

Hier bleibt vorerst alles beim Alten. Keine neuen Preise, keine Limitierung. Alles gut.

Das Positive

Die Preiserhöhung hat für uns Nutzer etwas ungemein Positives: Auf Grund der allgemeinen Aufregung sprießen an allen Ecken und Enden Anleitungen zur Migration von Evernote-Konten in andere Notizprogramme auf.

Hier eine Anleitung zur Portierung auf Microsoft One Note. Hier eine für Apple Notes (meinen die das wirklich ernst???)

Sollte Evernote wirklich einmal etwas passieren oder die Preise sich in astronomische Höhen verabschieden, sind wir jetzt gerüstet. Prima.

Fazit

Auch wenn sich die Preiserhöhungen prozentual schwindelerregend anhören (50%…), sind die reinen Zahlen überschaubar: 10,- bzw. 20,- € im Jahr.

Stellt man den enormen Mehrwert, den Evernote bietet, dagegen, sind alle Bezahlvarianten immer noch absolute Schnäppchen. Ich habe mittlerweile mehr als 10.000 Notizen in Evernote liegen und für die Verwaltung bin ich gerne bereit, 60 € im Jahr zu bezahlen.

Und was die Einschränkungen im kostenlosen Basic Tarif betrifft, kann ich den Aufschrei nicht verstehen. Den Spruch ‚Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul‘ kann man sehr gut auch auf kostenlose Internetdienste, wie Evernote Basic, umdeuten: ‚Wer nichts zahlt, darf auch keine Ansprüche stellen‘.

Habt Ihr Fragen zu dem neuen Evernote Preismodell? Was ist Eure Meinung? Ich freue mich auf unseren Austausch in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Frank Tusche

    Hallo,
    auch ich kann an den neuen Preisen nichts Erschreckendes finden. Evernote bombardiert die User selbst im Basic Paket nicht mit Werbung, wie dies andere tun. Sicher, ich habe auch lange Evernote kostenlos genutzt, um festzustellen, ob es für mich passend ist. Nun bin ich zu Pro gewechselt, da ich 5 Geräte habe. Die Volumen-Begrenzungen sind bei meinen Notizen nicht relevant.
    Auch Evernote muss seine Entwickler und Server bezahlen und für 2,50€/Monat ist das günstiger als ein belegtes Brötchen beim Bäcker und im Jahr auch nicht teurer als ein wertiges Notizbuch aus Papier.
    Bei Onenote, z.B., werden auch ständig Beschneidungen vorgenommen, die teilweise sehr schmerzhaft sind (z.B. keine Offline Notizen auf iOS oder Funktionen werden ganz entfernt).

    • Ein guter Punkt. Danke, lieber Frank.

    • Harry Amend

      Jaja glaubt nur jeden Scheiß den euch vorgesetzt wird. Das Unternehmen will bzw. soll mit aller Macht auf einen Börsengang hin getrimmt werden, diese Spekulationen wurden schon 2013 laut. In Evernote wurden die letzten Jahre fast 100 Millionen gepumpt, da wollen die Inestoren auczh mal wieder was sehen davon und dann möglichst schnell und vor allem an der Börse. Bei so einer radikalen Preiserhöhung, 50 %, ist jetzt schon absehbar das diese Seifenblase an der nächsten Hauswand radikel platzen wird. Verraten und verkauft an dreckige Börsenspekulanten.

      • Michael H. Gerloff

        Off topic, aber: It’s Capitalism, dude. Und für mich kein Grund, hier unflätig zu werden („an dreckige Börsenspekulanten“ – tzz tzz tzz).

      • Eine andere Meinung vertreten ist vollkommen in Ordnung, aber dann bitte in einem anderen Ton.
        Meine Meinung dazu: Den Börsengang von Evernote sehe auch ich sehr kritisch. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das Evernote-Geschäftsmodell für einen erfolgreichen Börsengang ausreicht. Das scheint mir im Vergleich zu vielen anderen Börsengängen doch etwas dünn. Aber alles Spekulationen (wie Du selber schreibst). Wissen tun wir es nicht. Die Informationspolitik von Evernote ist generell schwach.

  • Frank Schindler

    Man sollte auch nicht vergessen, dass evernote ist ein Unternehmen von dem wir ständig innovative Neuerungen erwarten und auch erhalten. Da sitzen Programmierer, die sicher nicht für nix arbeiten. Damit dies so bleibt muss evernote nicht nur kostendeckend arbeiten, sondern auch einen Gewinn erzielen. Und wenn diese paar Euro mehr im Jahr das sichern, dann bin ich gern bereit das zu zahlen.

    Es scheint sich wieder einmal zu bestätigen, dass die Meckerer und Nörgler es wieder einmal nicht schaffen über ihren Tellerrand hinauszuschauen.

    • Eine gute Ergänzung! Danke dafür, Frank.

    • Dem stimme ich nicht zu. Evernote hat schon vor geraumer Zeit aufgehört wirklich innovativ zu sein. Das Kernprodukt ist die Speicherung von unstrukturierten Informationen und daran wurde schon seit Jahren nichts mehr sinnvoll erweitert. Stattdessen wurde das Produkt (für Business-Anwender) aufgebläht (Präsentationsmodus, Work-Chat, …) und bestehende Fehler wurden nicht beseitigt (wie oft habe ich schon zerstörte(doppelte Notizen weil eine mobil gemachte Änderung nicht sauber zum PC/Mac synchronisiert wurde).

      Der neue CEO hat den Auftrag Evernote an die Börse zu bringen. Und dafür müssen möglichst viele zahlende Kunden her. Anders kann ich mir die Preiserhöhungen nicht erklären. Und wenn dem wirklich so ist, war es nur richtig meine Abhängigkeit zu Evernote zu reduzieren.

  • Paro

    Einzig logische Konsequenz für mich: Evernote jetzt noch intensiver nutzen! Wenn ich dafür bezahle und es gut finde: NUTZEN, NUTZEN, NUTZEN, NUTZEN, NUTZEN, NUTZEN, NUTZEN und nicht jammern!

  • Nicole

    Ich finde einfach die Einschränkung im Upload-Bereich doof. Aber vielleicht mache ich mir da unnötig Sorgen.

    • Sehr wahrscheinlich sind die Sorgen unbegründet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der normale Nutzer an das Limit stoßen wird.

    • Carsten Grob

      Ich glaube auch, dass du das etwas überbewertest. Es gab schon früher eine Beschränkung im Bezahlbereich. Da konnte man aber immer verfolgen, wieviel MB/GB man schon im Monat hochgeladen hatte. Ich bin nie an die Grenzen gestoßen…

  • Danke für Deine guten Ergänzungen, Bernd.

  • Merlin

    Ich verstehe auch nicht wieso sich all die Leute aufeinmal so über die Einschränkung aufregen.

    Mal ehrlich, wenn all die Leute Evernote scheinbar auf so vielen Geräten und den Kommentaren nach zu urteilen scheinbar sehr intensiv nutzen. Wieso bezahlen sie dann nicht dafür? Ich habe Evernote auch eine weile als Basic version benutzt, habe jedoch schnell gemerkt das mir die 60MB Upload nicht reichen. Man muss ja auch sagen das es nur Fair ist für Evernote zu zahlen wenn man es intensiv nutzt. Letztendlich muss halt jeder selbst entscheiden wie und wofür er es benutzt.

    Aufgrund der Preiserhöhung jetzt jedoch zu OneNote oder noch viel schlimmer Apple Notes??? zu wechseln. Ich meine, ganz ehrlich, dann kann man doch auch gleich andere Programme nutzen. Wer wie ich und viele andere hier denke ich, Evernote z.B für das papierlose Büro nutzt der will und kann nicht einfach zu Apple Notes wechseln.

  • Carsten Grob

    Ich habe kein Problem mit der Preiserhöhung. Gründe: das Team hinter Evernote arbeitet recht beständig an Verbesserungen, das Programm läuft auf allen von mir genutzten Geräten stabil (iPad Pro, iPhone, Windows-Laptop und 2 Windows-PCs), es ist sehr schnell, der Nutzer wird nicht mit Werbung genervt und ich spare wirklich Zeit.
    Und wo bitte schön kann man derart zuverlässig nach Text in eingescannten Dokumenten und Bildern suchen? Ich nutze Premium. Wenn mir der Dienst keinen Mehrwert bringen würde, hätte ich das Abo schon gekündigt.
    Wovon reden wir denn? 20,00 mehr im Jahr = 1,5 Kinobesuche im Multiplex (aber ohne Popcorn) = 3 oder 4 Päckchen Zigaretten (weiß ich nicht so genau, bin Nichtraucher). Ich kann das ewige Lamentieren nicht mehr hören. Diejenigen, die die „Es darf alles nichts kosten“-Mentalität zu ihrem Lebensprinzip erklärt haben, sollten sich mal fragen, woher Waren, Dienstleistungen oder auch Computerprogramme kommen? Das wächst alles nicht von alleine auf den Bäumen.

    • Merlin Mechler

      Sehe ich genauso.
      Vorallem. Wenn es „kostenlos“ ist muss man sich fragen ob man nicht doch zahlt (eben durch Werbung oder seine eigenen Daten)
      Dann doch lieber einen Premium Dienst nutzen.

  • Martin Hoppen

    Ich habe mir tatsächlich auch (mal wieder) OneNote abgeschaut als die Preiserhöhung publik wurde. Prinzipiell mag ich mein Evernote und nutze es seit vielen Jahren und seit einigen nun auch als Premium User. Dass sich die Kostenlos-Nutzer echauffieren finde ich auch ein bisschen fragwürdig. Schließlich müssen ja auch die Entwickler von Evernote von irgendwas leben. Was mich allerdings stört – und das schon seit Jahren – sind die nervigen Unzulänglichkeiten eines der zentralsten Features eines Notiz Programms: Der Editor. Nutze Evernote unter Windows und Mac. Auf beiden Plattformen gibt es seit Jahren blöde Probleme mit langen und tlw. mehreren Userforen-Beiträgen. Ein schönes Beispiel: Unter Windows schreibe ich viele Aufzählungslisten mit unterschiedlichen Einrückungen. Wenn ich die dann einem Kollegen schicken will kopiere ich sie (ggf. ausschnittsweise) in die Zwischenablage und füge sie in Outlook ein. Dann bekommt man stets eine kaputte Liste bei der Handarbeit angesagt ist. Tritt analog auf beim Einfügen in Word. Ich bezweifle, dass das ein Fehler bei MS Office ist. Ebenso gibt es immer „tolle Effekte“ wenn man Teile einer Aufzählung in eine andere Aufzählung hineinkopiert. Ein anderes zentrales Feature ist die Synchronisation über verschiedene Geräte hinweg. Wenn da ein Konflikt entsteht erzeugt Evernote einfach eine Kopie der Notiz in einem Notizbuch mit Hinweis „Konflikt“. Handelt es sich um eine längere, komplexere Notiz wird es schwierig die Unterschiede von Hand zu identifizieren. Bei meinem OneNote Test kürzlich wurde das schön zeilenweise zusammengefügt.
    Aber nix tut sich. Stattdessen werden in meinen Augen unnötige Extrafeatures wie der Workchat oder das Präsentationsfeature erfunden.
    Mit OneNote bin ich aber zumindest gerade noch nicht so richtig zufrieden. Vielleicht aber auch nur weil ich schon so lange Evernote nutze. 

    • Hehe… „lustig“, das sind auch genau meine Kritikpunkte. Nur mit OneNote werde ich nicht warm. Diese riesige freie Fläche und die Möglichkeit dort alles frei zu platzieren ist nichts für einen Minimalisten wie mich 😉

      • Martin H.

        Genau wegen so Sachen nervt dann halt eine Preiserhöhung… OneNote finde ich einerseits von der Oberfläche her attraktiv. Aber andererseits fehlen mir halt ein paar Kleinigkeiten…

    • Danke für Deine detaillierten Ausführungen, Martin. Mit dem Editor habe ich genau die gleiche Erfahrung machen müssen. Ein guter Punkt.

  • Ich bin seit September 2009 zahlender Anwender von Evernote und hatte (bis vor wenigen Tagen) über 2000 Notizen gespeichert. Der Umstand das Evernote in den Medien war, hat mich auf jeden Fall dazu gebracht, noch einmal darüber nachzudenken wie ich Evernote verwende. Mein bisheriges Nutzungsverhalten war im Grunde sehr einfach: Will ich etwas „für immer“ speichern, landet es in Evernote. Dafür hatte ich mir eine ausgefeilte Ordnerstruktur ersonnen, und dann sowohl Privates wie auch Berufliches abgespeichert und (idR.) auch wiedergefunden.

    Die letzten Tage habe ich nun begonnen, einen großen Teil meiner Evernote-Notizen aus Evernote herauszulösen. Ich beschreibe hier einfach mal was ich aus Evernote herausgeholt habe, wohin ich es alternativ gespeichert habe und – vor allem – warum ich das in jedem Einzelfall gemacht habe.

    1. Private Dokumente: Meine Papierpost digitalisiere ich schon seit 2011 und jedes Dokument von dem ich in der Meinung war, es sollte besser aufbewahrt werden, lag in Evernote. Das Problem: Meine Frau kam mit Evernote am iPad nicht gut zu Recht. Im Grunde musste ich immer selbst die Dokumente suchen, die sie benötigt hat. Evernote ist einfach nicht intuitiv genug für jemanden der sich damit nicht beschäftigen will. Damit ist es als digitale Ablage für einen Mehrfamilienhaushalt nicht geeignet. Ich habe nun alle Dokumente aus Evernote herausgeholt, mit sauberen Dateinamen versehen und in einer simplen Ordnerstruktur (ähnlich meiner bisherigen in Evernote 😉 abgelegt. Dieses Archiv wird lokal gesichert und über Dropbox in die Cloud gespiegelt. Meine Frau kommt mit der Dropbox-App sehr gut und schnell zurecht. Sie findet die Dokumente die sie braucht in wenigen Sekunden – ganz ohne Suche. Die wichtigsten Dokumente (Scans von Ausweisen, Arztbriefe. Geburtsurkunden, Zeugnisse, wichtige Vertragsdokumente, etc), habe ich noch einmal in der Notes-App von iOS gespeichert und über einen gemeinsamen iCloud-Account auch meiner Frau verfügbar gemacht. Damit sind die wichtigsten Dokumente auch immer offline verfügbar.

    2. Kochrezepte: Liegen jetzt auch in der Notes-App von iOS. Warum? Weil Evernote auf iOS träge ist und die aus unterschiedlichen Online-Quellen übertragenen (und von uns verfeinerten) Rezepte durch die übernommenen Formatierungen einfach total unansehnlich aussehen. Abgesehen davon greifen meine Frau und ich jetzt auf einen einheitlichen Rezepte-Pool zu.

    3. Bedienungsanleitungen (und Bauanleitungen für LEGO): Ich war sehr stolz auf meine Manuals-Notizbuch in Evernote. Aber wie schon bei den privaten Dokumenten, jemand anderes kam damit nicht wirklich klar. Auch hier habe ich jetzt einen Ordner in der Dropbox, sauber benannte Dokumente und schwupps alles in Sekunden auffindbar. Sogar für mich schneller wie in Evernote, der ich immer nur mit der Suche gearbeitet habe.

    Nach er „Säuberungsaktion“ befinden sich fast nur noch Notizbücher mit beruflichen Content in Evernote (die verbliebenen privaten Notizen werde ich noch migrieren, wenn ich weiß wo diese am besten aufgehoben sind ;). Und genau dafür fühlt es sich auch richtig perfekt an, da hier jede Menge unstrukturierte Informationen anfallen die sich schlecht in Verzeichnissen ablegen lassen.

    • Danke für Deine Ausführliche Schilderung, lieber René. Schön, dass Du hier so detailliert beschreibst, wie Du Dich organisierst. Das schreit ja quasi nach einem Setup Artikel… Lust?

      • Danke für das Angebot. Ich denke mal drüber nach (aktuell fehlt mir etwas die Zeit für solche Aktivitäten).

  • @lbobach:disqus: Teste spaßeshalber mal iOS Notes. Ich habe dort jetzt zahlreiche Notizen gespeichert und bin begeistert von der Geschwindigkeit von Notes. Evernote fühlt sich dagegen regelrecht träge an.

    (Die Suche funktioniert ebenfalls sehr gut und pfeilschnell, wenn man die Dokumente mit OCR gescannt hat.)

    • Michael H. Gerloff

      Als ich das erste Mal nach einem Buch suchte und es in EN fand, obwohl ich nur das Cover mal eben abfotografiert hatte, war das für mich der Moment, der mich zum überzeugten Premium-Nutzer machte. Ich habe seit Jahren keinen Scanner mehr, das läuft nur noch über Apps – meist Scannable in Kombination mit EN.

      EN hat nach dem Abgang von Libin für mich an sexyness verloren, damit kann ich leben. (Schon die Podcasts hatten derartigen Buddy-Charme, daß ich das Gefühl hatte, meine paar Euros würden direkt bei Libin auf dem Schreibtisch landen.) Daß sich die Firma in meinen Augen etwas zu divers entwickelt hat und mit der Einführung neuer (und dem Abschalten alter) Tools nicht immer ein gutes Händchen hatte: warum sollen sie besser als z.B. Google sein.

      Ich glaube inzw. nicht mehr an das Konzept einer Firma, die für 100 Jahre geplant wird. Aber solange für mich der Service stimmt, bleibe ich bei EN.

    • Thomas

      Sind „Notizen“ gemeint oder „One Note“?

    • Schaue ich mir an 🙂

    • Michael H. Gerloff

      Hallo, René, ich habe gerade Notizen auf dem Mac getestet und dafür extra den sonst gemiedenen Safari angeworfen. Ich schaffe es nicht, diese Seite (Lars zum EN-Preismodell) vernünftig in Notizen zu speichern. Entweder erhalte ich einen Weblink oder den reinen Text. Aber nicht die Seite mit Bildern und Formatierung. Vielleicht mache ich etwas falsch? Dafür könnte ich natürlich auch Pinboard oder Instapaper nehmen, aber da fehlt mir dann die Übersichtlichkeit, die EN bietet.

      Ich bin im Moment durchaus verunsichert, ob EN für mich eine Zukunft hat. Besonders, nachdem ich gestern die Cortex-Podcast-Folge 33 gehört habe, in der CGP Grey und Mike Hurley (z.T. zu polemisch) über EN hergezogen sind. Daß EN die Gesamtzahl an Notizbüchern auf 250 begrenzt, hat mich dann doch etwas umgehauen. Nicht, daß ich schon in der Nähe dieser Zahl wäre, aber …

      • Meines Wissens gibt es keinen WebClipper der den Content direkt übernimmt. Ich speichere so gut wie nie direkt Webseiten, da ich ich immer nur Ausschnitte übernehme, was mit Copy & Paste perfekt funktioniert. Wenn du ganze Webseiten speichern willst, druck diese doch einfach in ein PDF und speichere das?!

        • Michael H. Gerloff

          Vielen Dank, dann habe ich doch nichts übersehen.

          Als PDF abspeichern und später nutzen halte ich für doppelt umständlich: Einmal das Erstellen, daß ich natürlich mit einem Shortcut abkürzen kann – aber dann ist es ja noch nicht in den Notizen. Dann in Notizen das Dokument erst mal wieder öffnen und es dann durchsuchen. Da ich häufig zu Beginn einer Recherche erst mal alles an mich raffe, um es dann im zweiten Schritt zu verarbeiten, ist das *für mich* kein wirklich praktikabler Weg. Aber das ist vermutlich auch ein recht spezieller Anwendungsfall (meine ich ernst).

  • Carsten Stein

    Ich werde Evernote den Rücken kehren. Hauptgrund ist die, meiner Meinung nach, unverschämte Preiserhöhung der Premium-Version um 50%. Klar, absolut sind es „nur“ 20€, aber Evernote bietet dafür keinerlei Mehrwert. Ganz im Gegenteil: schon seit Wochen funktioniert der WebClipper unter Android nicht mehr, und es ist bisher keine Lösung in Sicht.

    Ich werde jetzt OneNote testen, und dann den Umzug vollziehen.

  • JeanLeeSmith

    Ein wesentlicher Punkt wird für mich in der Analyse nicht abgedeckt, die Kosteneinordnung im Vergleich zu anderen Angeboten.
    Evernote ist einmalig und auch sehr gut, ich nutze es gerne und zahle auch gerne. Was mich aber sehr ärgert, Evernote möchte jetzt für seine Premium Service das, was Microsoft ca auch für 1 Jahr für seine gesamte Office Suit von mir bekommt. Und da muss ich schlucken.

    Klar kann man seine gesamt Produktivität auf Evernote ausrichten und dann sagen, da ist der Preis egal. Wenn man damit Geld verdient ist die Differenzierung wahrscheinlich richtig. Das Argument muss man dann aber fairer Weise auch so offenlegen. Denn zu sagen 50% mehr sind erstmal per se ok und nur Free User regen sich auf, das finde ich etwas zu werbeträchtig.
    Dabei bleibt das witzige Problem, dass die die mit Evernote arbeiten, also die Business User gar nicht mehr zahlen…warum eigentlich nicht? Hat man zu wenig oder weiß man dass Unternehmen schneller aussteigen würden bei einer Preisexplosion.

    Jedes Unternehmen, welches einen 50% Preisanstieg verordnet hat entweder ein Problem oder macht etwas falsch. Dies zu begründen, dass Innovationen folgen werden und die Geld kosten…oh weh.

    Ich bin etwas enttäuscht von dem Text, denn eine sonst gewohnte Tiefe ist nicht vorhanden. Mit den Argumenten könnte man ja alles gut heißen. Und da bin ich nicht wirklich mitgenommen.
    Jeder der ein Produkt anbietet weiß, dass das verändern des Preises oder der Leistung negativ aufgenommen wird. Ich möchte mal sehen wie die die jetzt sagen, niemand soll sich aufregen, ihren eigenen Kunden erklären, wir machen tolle Sachen, wir wollen jetzt 50% mehr.
    Gleiches gilt auch für das freie Angebot. So eine Einschränkung, trotz jahrelanger Gewöhnung der Kunden, muss einfach kritisiert werden. Wo sind die sanften Übergänge wenn wir ein Plan und eine Idee hinter dem ganzen stecken würde?

    • Danke für Deinen Kommentar und die konstruktiven Argumente, lieber Jean.
      Du hast Recht mit Deiner Kritik. Ich habe es mir einfach gemacht. 20,- € im Jahr an Mehrkosten kamen mir irrelevant vor, sorry. Wenn ich im Nachgang die ganzen ausgetauschten Argumente hier im Thread so betrachte, hätte ich den Artikel sicher anders geschrieben. Ich hatte viele Punkte nicht bedacht. Nur, unterm Strich und beim Fazit wäre dasselbe rausgekommen…
      Nochmals Danke für Deinen Hinweis.

  • Torsten

    Lieber Lars
    In Vielem bin ich it Dir einverstanden, doch in Bezug auf Evernote sind wir nicht einer Meinung. Für einen KMU mag es iO sein, €60 für ein Ablagesystem zu bezahlen, für viele Menschen, die Evernote privat nutzen – und doch ihre Notizen zwischen Mac, iPad und iPhone synchronisiert haben möchten – ist dies eine wiederkehrende, nicht steuerlich geltend zu machende Ausgabe. Eine den schmalen Geldbeutel strapazierende Ausgabe, kostet doch Todoist schon €30 etc.
    Durch die Einführung des Abonnementsystems im App-Store droht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu entstehen, in dem zwei User zwar die gleiche App nutzen, aber einige sich ausschliesslich auf die „Free-Version“ verlassen müssen. Klar, auch die Entwickler und die Firmen dahinter sollen von ihrer Arbeit leben können. Wir erwarten ja auch Updates und ab und an ein tolles neues Feature.
    Ich fand das System der neuen Versionen einfacher und besser. Man nutzte die App, bis diese nicht mehr mit dem Betriebssystem kompatibel war und wechselte dann unter Kostenfolge zur aktuellen Version oder zu einem anderen Anbieter.

    • Merlin Mechler

      Das ist genau der Punkt den ich nicht verstehe. Man nutzt Evernote, so wie ich es verstanden habe schon teilweise intensiv. Und beschwert sich dann über die 5€ im Monat? (umgerechnet) Selbst wenn man nur einen schmalen Geldbeutel hat sollten doch wohl 5€ drin sein. Beziehungsweise sollte man gucken wo man sonst sparen kann wenn man unbedingt Evernote nutzen muss und sich über die Preiserhöhung beschwert.

    • Deine Argumente kann ich nachvollziehen. Auch ich bin kein Freund der ewigen Abo-Modelle. Nur leider werden wir das Rad nicht mehr zurückdrehen können.
      Ich glaube, um die schnellen Entwicklungs- und Innovationsschritte der Betriebssysteme mitgehen zu können, sind Softwareunternehmen heutzutage fast zu solchen Modellen gezwungen…

  • Marc

    Es treibt mich innerlich irgendwie an, doch auch noch etwas zu dem Thema zu schreiben. Ich persönlich war etwas schockiert, als ich durch einen Zufall von der Erhöhung und der Begrenzung erfuhr. Ich nutze Evernote nun seit Jahren und ebenfalls als Premium Abo. Leider habe zumindest ich mit meinen Geräten seit ca. einem 3/4 Jahr viele Probleme mit Evernote. Die Leistung sowie die Innovationen stagnierten nicht nur, sondern gingen auch rückwärts. Meine Probleme stellen sich auf verschiedenen iOS Geräten sowie einem Notebook mit Windows als mehr als nur nervig dar. Dazu kommen Veränderungen wie die Integration von Skitch in Evernote und den Wegfall der App sowie Programm Skitch aus der Weiterentwicklung und Support. Sicher ist Evernote ein unvergleichliches Tool, leider dachte die Telekom das damals auch und war überrascht, wie schnell man doch überholt werden kann. Ich sehe die Preisanpassung nicht als Problem oder Grund für irgendwas an, sondern ich sehe eher das Gesamtpaket was ich derzeit habe, bestehend aus dem zukünftigen Preis von 100% und der aktuellen Perfomance und Leistungserbringung von derzeit lediglich 70% ! Würde Evernote einen Support bieten, der mir hilft, die Probleme zu beseitigen, da sie auch den Kern des Unternehmens betreffen und wären sie weiterhin daran interessiert, Kunden und ihre Wünsche ernst zu nehmen, hätte ich damit überhaupt kein Problem. Doch aktuell freue ich mich auf die Alternative, den Ersatz für Evernote und die iOS Notizen oder gar OneNote sind weder Ersatz noch Alternative, daher muss man leider die Zähne zusammenbeißen und auf Besserung hoffen. Dennoch, abschließend gesagt, wer gute Arbeit leistet, soll auch gut dafür entlohnt werden, egal ob ein Unternehmen an die Börse soll oder nicht. Der Börsengang als solches hat mit der Bindung zum Kunden nichts am Hut ! Nicht jeder der einen Vertrag bei der Telekom hat, hat auch das Recht sich über Entscheidungen des Vorstandes zu urteilen bzw. sich das Recht darüber zu urteilen, es sei denn, es ist Aktionär.

    • Danke für Deine Meinung und die konstruktiven Argumente. lieber Marc.

  • Erwin Abelmann

    Ein Grund warum ich mit en aufgehört habe ist die nichtvorhandene Benutzeroberfläche
    Ich arbeite mit dem iPad dem mac und in der Firma mit win 10
    Na wer merkt es? Genau es nervt jedesmal muss man sich nen Kopf machen.
    Jetzt bei one note hat das ein Ende.
    Tut mir leid für en aber die zeit verpennt.

  • Danke für den Hinweis, Joachim. Ja, das ist die einzige Einschränkung 🙂

  • Alexander Lenzner

    Ich möchte einmal etwas aus Sicht eines EN Anfängers beitragen. Ich nutzte EN 2012 für einige Zeit, habe es dann aber einschlafen lassen, weil ich mit der Bedienung unter Win und Android nicht wirklich zurecht kam. Letztes Jahr habe ich komplett auf das papierlose Büro umgestellt, auf Basis einer durchdachten Ordnerstruktur in Google Drive. Dadurch habe ich auch Microsoft Office komplett den Rücken gekehrt. Parallel fing ich an mich wieder für EN zu interessieren und fing daran zu arbeiten, parallel zu Drive, meine Verwaltung sowohl von Dateien wie auch Notizen in EN zu etablieren. Dazu nutze ich ein Win 7 Notebook, welches ich als legacy System behalten habe, ein Android Smartphone, ein Android Tablet und ein Chromebook mit dem Webzugang zu EN. Ich muss erwähnen, dass ich beruflich OneNote intensiv nutze. Meine Erfahrungen mit EN waren hierbei allerdings wieder sehr durchwachsen. Im Fazit musste ich feststellen, dass EN wenig intuitiv ist, wesentlich weniger als z. B. OneNote. Die unterschiedlichen UI der unterschiedlichen Plattformen war teilweise verwirrend und entweder bin ich zu dumm, aber selbst einfache Fehler verzeiht EN nicht wirklich, was zur Folge hatte, dass ich Notizen immer wieder neu anlegen musste, bis es passte. Dies war mir aber egal, da ich EN eine Chance geben wollte das primäre Tool für mich und meine Familie zu werden. Letztlich war ich nun nach einigen probieren fast soweit den Schritt zu Premium zu gehen, weil mir in der free Version einige Dinge fehlten, aber ich habe stark gerungen, ob das Mehr das Geld wert ist. Durch die neue Preisstruktur bin ich da aber nun komplett von ab. EN bietet im Vergleich zu anderen Diensten schlicht zu wenig und ist zu unübersichtlich. Durch die Einschränkung auf zwei Endgeräte in der free Version ist nun auch mein Workflow nicht mehr umsetzbar. Die Konsequenz ist nun, dass ich alle Notizen zu Google Keep migriert habe, die Dateien sind ja schon parallel in Drive, und das EN Konto geschlossen habe. Endgültig. Keep mit Drive bietet mir alles was ich benötige, intuitiver mit mehr Funktionen, wenn man Drive als Ganzes betrachtet, umsonst und komplett übergreifend über alle Plattformen, inkl. Chromebook, meinem primären Arbeitsmittel, mit immer den selben UI.
    Ich kenne einige, die ähnlich denken und gehandelt haben wie ich. Ich glaube EN hat sich zu lange ausgeruht und rennt jetzt hinterher. Schade eigentlich.

    • Danke für Deine Meinung, Alexander. Schön, dass Du hier Google Keep ins Gespräch gebracht hast 🙂

  • Nicole

    Gibt es den Webclipper auch auf dem iPhone und iPad? Ich finde den halt echt immer Hammer.

    • Nee, den gibt es nicht, brauchst Du aber auch nicht. Du kannst einfach mit der iOS-Teilen Funktionalität, alles Webinhalte direkt in Evernote abspeichern.
      Dazu in Safari oder Chrome einfach auf ‚Teilen‘ (Rechteck mit Pfeil nach oben) und dann Evernote auswählen. That’s it 🙂

  • Sven

    Bis mir vor ca. 4 Jahren bewusst wurde, dass ich eine Menge sensibler Daten auf Serven in den USA speichere, welche dem Patriot-Act unterliegen, war ich auch zufriedener Premium-Nutzer von Evernote.

    Nachdem ich mich etwas mit Datenschutz beschäftigt habe, wird mir inzwischen schwummrig, wenn ich darüber nachdenke, was die Leute Evernote, Dropbox, Google-Drive und Co. so sorglos anvertrauen. Schade eigentlich… Jeder kann irgendwann ein lohnendes Ziel für die falschen Leute werden.. und man hat diesen freiwillig sein ganzes Leben inklusiver Fehler ausgehändigt… naja… 🙁

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