Heute gehe ich der Frage nach, warum überhaupt handschriftliche Notizen? Sind getippte Notizen nicht generell besser und einfacher?

Ich vergleiche die beiden Herangehensweisen und ich verrate auch, wann unbedingt getippt werden sollte.
Hier noch der im Video erwähnte Setup-Artikel von Manuel Marquina.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Nicole

    Hi Lars, zu jeder Studie gibt es auch eine Gegenstudie… Ich bin absolut überzeugt vom Tippen. Ich schreibe praktisch nichts mehr von Hand – Skizzen und handschriftliche Briefe oder Karten ausgenommen. Bei uns im Büro sitzen ganz viele Leute vor dem Laptop – und daher hat auch niemand das Gefühl, man höre nicht zu. In Situationen, wo ich merke, dass die Leute das mit dem Laptop befremdlich finden, sitze ich mit dem iPad – und tippe da auf der virtuellen Tastatur.
    Ich habe mal eine dieser Studien gelesen – und es ging darum, dass die meisten eben mehr notieren, wenn sie tippen als wenn sie von Hand schreiben – und dass daher dann das Verständnis und die Merkfähigkeit darunter leidet, weil man zu viel mit Tippen statt mit Mitdenken beschäftigt ist. Ja, das ist für mich der springende Punkt – wenn ich tippe in einer Sitzung, dann muss ich mich beim Tippen gleich verhalten wie beim Schreiben von Hand. Meist sind das nur Stichworte. So habe ich noch bis genug Zeit zum Zuhören, schweife nicht durch Kritzeln gedanklich vom Thema ab und kann mir so das Gehörte auch gut merken. Und es hat einen entscheidenen Vorteil im Alltag, in welchem ich ja in der Regel eben nicht alles auswendig noch wissen muss – das Getippte lässt sich 1000 Mal leichter finden als die Handnotizen. Ich habe keine hässliche Handschrift, wirklich nicht. Aber ich mag es nicht, in meinen Notizen nach was zu suchen… Im Studium habe ich meine Handnotizen aus den Vorlesungen immer mit grossem Widerwillen bearbeitet. Viel lieber habe ich direkt aus Büchern geschrieben oder von getippten Zusammenfassungen gelernt.

    Was die Spracherkennung betrifft, so bin ich skeptisch, ob diese bald eine grosse Rolle spielen wird, denn meist sitzen wir ja nicht für uns alleine irgendwo und können das, was wir mitteilen wollen, einfach sprechen. Schon heute stören im Grossraumbüro die vielen Telefongespräche – ich möchte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn alle ihre Mails sprechen würden…. Ich bin froh, dass ich schnell schreiben kann – und ich übe weiterhin, noch schneller zu werden. Beim Schreiben kann ich auch mal noch einen Satz umformulieren, wenn ich merke, dass der so nicht passt. Wenn ich Spreche und der PC schreibt, dann ist es fast wieder wie zu Zeiten in der Anwaltskanzlei, als ich diktieren musste und die Sekretärin abgetippt hat. Ich sehe darin zumindest derzeit überhaupt keinen Vorteil. Der einzige Ort, an welchem ich eine gute Spracherkennung vermisse, ist im Auto. Dann würde ich Siri gerne mehr „Befehle“ erteilen, wenn sie doch nur besser umsetzen würde…. Aber eigentlich ist das sowieso ziemlich gefährlich. Apropos Studien nämlich – es ist ja erwiesen, dass im Auto geführte Telefongespräche einem vom Fahren ablenken. Das wäre ja auch dann der Fall, wenn alle im Auto noch Mails diktieren würden….