Warum auch Du einen Lebensplan brauchst [Podcast 013]

Zu meinem Lebensplan kam ich 2008. Mein Unternehmen war erfolgreich, ich hatte eine tolle Familie und trotzdem schlitterte ich mitten hinein in meine bisher größte Lebenskrise. Ich fühlte mich leer. Ich hatte meine Ziele und Werte komplett aus den Augen verloren. Mir fehlte ein Navigationssystem für mein Leben.

In dieser Phase hat mir mein Lebensplan enorm geholfen und mich wieder auf Kurs gebracht. Ich wurde mir wieder der wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben bewusst, kannte meine Ziele und ich wusste genau, wie ich diese erreichen kann.

Warum auch Du einen Lebensplan brauchst erfährst Du in dieser Podcastfolge:

Hier die acht wichtigsten Punkte zum Lebensplan noch einmal zusammengefasst:

1. Werde dir Deiner Ziele und Deiner Bestimmung hundertprozentig bewusst

Brian Tracy, Autor und Experte für Persönlichkeitsentwicklung, weiß: „Wer selbst keine Ziele hat, arbeitet immer für die Ziele anderer.“ Zunächst gilt es also, die eigenen Ziele herauszufinden.

Zu diesem Zweck gibt es einen kleinen „Trick“: Stelle Dir Deine eigene Beerdigung vor und überlege Dir, was Frau, Kinder, Freunde und Arbeitskollegen sagen würden, wenn sie auf Dein Leben zurückblicken. So machst Du Dir bewusst, dass Dich die menschlichen Dinge ausmachen und erkennst, wo eventuell Optimierungsbedarf besteht.

2. Setze die richtigen Prioritäten

Dein Chef, Deine Frau, Deine Kinder, Deine Eltern – Jeder in Deinem Umfeld hat andere Prioritäten für Dich. Jedoch liegt es in Deiner Hand, sie richtig zu sortieren.

Dein Arbeitgeber versetzt Dich beispielsweise nach Brasilien, aber Deine eigene Priorität ist Deine Familie? Dazu passt der nächste Punkt:

3. Lerne das Wort ‚Nein‘ neu

Durch einen Lebensplan kannst Du zu Deinen wichtigsten Lebenszielen ‚Ja‘ sagen, gleichzeitig wird Dir das ‚Nein‘ viel leichter fallen.

Es ist vergleichbar mit Deinem Kleiderschrank: Wenn er voll ist, Du aber Deine Garderobe erneuern willst, musst Du Dich von alten Kleidungsstücken verabschieden.

4. Setze dich mit Deiner jetzigen Situation ehrlich auseinander

Kennst Du Dein Ziel, musst Du Deine jetzige Situation erst einmal genauestens analysieren, um zu wissen, wo es lang geht. Mein Werkzeug dafür ist die App Trello, in der ich für mein Leben sieben Konten angelegt habe (z.B. zu den Themen Gesundheit, Familie etc.).

Wenn ich diese Konten mit dem Idealzustand vergleiche, befinden sie sich durchaus auch mal im Minus. Aber so mache ich mir klar, wo ich mich verbessern kann.

5. Sehe eine rosige Zukunft

Deine Ziele im Lebensplan niederzuschreiben, programmiert Dich neu. Du machst dir bewusst, welche Schritte Du tun musst, um sie zu erreichen. Das gibt Dir Mut und Vertrauen, Deine Träume anzugehen.

6. Der Lebensplan ist das Navi Deines Lebens

Jede schwierige Entscheidung, die Du treffen musst, wird mit Hilfe des Lebensplans leichter. Er hilft Dir zum Beispiel, herauszufinden, ob Du bereit bist, gewisse Dinge aufzugeben, um beruflich mehr zu investieren.

Übrigens ist ein Lebensplan nicht in Stein gemeißelt, sondern lebt mit Dir und ändert sich von Zeit zu Zeit. Ich überarbeite meinen vier Mal im Jahr.

7. Sei eine bessere Führungspersönlichkeit

Auch dabei ist der Lebensplan eine sinnvolle Unterstützung, denn Führung fängt immer mit der eigenen Persönlichkeit an. Hast Du Dich selbst und Dein Leben im Griff, kannst Du auch andere in Deinem Team oder Deinem Unternehmen beeinflussen.

8. Lebe, ohne etwas zu bedauern

Und mach Dir klar: Auf dem Sterbebett wünscht sich niemand, in seinem Leben mehr gearbeitet zu haben.

Fazit

Mit einem Lebensplan wirst Du ein bewussteres Leben, nach Deinen eigenen Prioritäten und Regeln, führen. Er wird Dich wie ein Navigationssystem durchs Leben leiten.

Zitat

Auch Charlie Chaplin hat in Barbaras Zitat einen Rat für uns: „Suche nicht nach dem Sinn des Lebens. Gib ihm einen.“

Habt Ihr Erfahrungen mit einem Lebensplan? Wie sieht Euer Lebensplan aus? Ich freue mich auf unseren Austausch in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • rapsli

    Hi Lars,
    Ich fand deine Idee mit den virtuellen Konton extrem spannend. Ich würde das gerne in einer leicht angepassten Version machen. Allerdings weiss ich noch nicht genau, wie ich denn den Stand der Konten überwachen kann. Ich habe mir vorgestellt, dass es dazu eine App oder so gibt, wo man Konten anlegt und konfigurieren kann. Dann kann man „Geld“ reinwerfen und der Kontopegel steigt. Allerdings „verschwindet“ mit der Zeit auch immer wieder „Geld“ (je nach Konfiguration des Kontos), bis es irgendwann ins Negative rutscht.

    Hast du schon irgendwo mal von so einer App gehört?

    • Nein, habe ich leider nicht. Solltest Du fündig werden, lass es mich bitte wissen 😉

      • rapsli

        schade.

      • rapsli

        gleichfalls 😉

  • rapsli

    Hm, und das ganze noch für Android?

  • Hallo, mich würde das Buch interessieren, dass du in diesem Podcast erwähnst. Hast du den Namen noch irgendwie parat? Es ging darum, was die Leute am Sterbebett bereuen.

    LG, Nico