Wie Du Deine Ziele wirklich erreichst – Die MDD-Aufgabe

Der amerikanische Bestseller-Autor Stephen King ist ein wahrer Produktivitätsmeister. Anders sind seine über 40 Romane (400 Millionen Mal verkauft!!!), 100 Kurzgeschichten und diversen Drehbücher kaum zu erklären.

Auch wenn man über die literarische Qualität seiner Werke trefflich streiten kann, so ist eins sicher: In Sachen Produktivität und Selbstmanagement macht ihm so schnell keiner etwas vor.

Stephen King hat jeden Vormittag einen vierstündigen Termin mit sich selbst. Das einzige, was er in dieser Zeit macht: Schreiben. Erst nachdem er vier Stunden geschrieben hat, kümmert er sich um seine anderen Verpflichtungen.

OK, jetzt wirst Du denken, wenn ich Stephen King wäre, könnte ich mir auch ganz einfach vier Stunden in meinem Kalender blocken. Aber ist es nicht eher anders herum? Ist er vielleicht nur Stephen King, weil er jeden Tag so fokussiert vorgeht?

Du musst ja nicht gleich mit vier Stunden beginnen, aber mit dem Konzept der ‚Wichtigsten Aufgabe des Tages‘ und den folgenden vier Schritten kommst auch Du Deinen Zielen garantiert näher:

1. Mache einen Termin mit Dir selbst

Reserviere Dir zu Beginn eines jeden Arbeitstages einen festen Zeitraum für Deine wichtigste Aufgabe des Tages. Ich habe dafür extra den etwas griffigeren Titel Mach-Dein-Ding-Aufgabe (MDD-Aufgabe) ‚erfunden‘.

Zu Anfang ist eine Stunde ausreichend. So habe zumindest ich begonnen. Mittlerweile habe ich meine MDD-Zeit auf zwei Sunden ausgedehnt:

Kalender mit MDD-Aufgabe

2. Finde Deine MDD-Aufgabe

Aber wie findest Du Deine MDD-Aufgabe? Das ist ganz einfach: Es muss die eine Aufgabe sein, die Dich Deinen Zielen näher bringt und die alle anderen Aufgaben auf Deiner Taskliste unwichtig erscheinen lässt.

Idealerweise hast Du einen persönlichen Lebensplan und für Dein Geschäft einen Einfachen Businessplan entworfen. Also, Du hast Deine Ziele vor Augen und ausformuliert. Gut.

Jetzt gilt es, die eine Aufgabe zu finden, welche Dich genau diesen Zielen näher bringt.

Die MDD-Aufgabe muss dabei aber nicht so eindimensional wie bei Stephen King sein. Sie darf von Tag zu Tag durchaus variieren. So habe ich in dieser MDD-Zeit zum Beispiel mein LGTD-Ebook geschrieben und zur Zeit arbeite ich an einer neuen Videoserie und einem Selbstmanagement-Seminar.

Diese Arbeiten wären ohne die feste MDD-Zeit neben meinem Tagesgeschäft undenkbar.

3. Halte die MDD-Aufgabe schriftlich fest

Hier gibt es generell zwei Möglichkeiten und, bevor Fragen kommen, ich nutze beide…

Zum einen habe ich einen Wochenplan, den ich handschriftlich in GoodNotes führe. Dort halte ich neben der MDD-Aufgabe manchmal auch noch ein oder zwei weitere wichtige Aufgaben für jeden Tag fest.

GoodNotes zur Planung nutzen mit MDD-Aufgabe

Im Rahmen meines Wöchentlichen Reviews widme ich mich intensiv meiner Wochenplanung.

Das handschriftliche Festhalten mit GoodNotes und dem Apple Pencil gibt mir ein gutes Gefühl und einen klareren Fokus, so wie ein leeres Blatt Papier.

Danach übertrage ich die festgelegten Aufgaben in meinen Taskmanager Todoist. Dort erhält die MDD-Aufgabe immer die Priorität 1. Wichtig: Nur eine Aufgabe hat jeden Tag die Priorität 1. So steht die MDD-Aufgabe immer ganz oben auf der Aufgabenliste.

4. Erst danach kommt das Tagesgeschäft

Das ist ganz entscheidend: Erst nachdem ich die MDD-Aufgabe beendet habe, widme ich mich dem Tagesgeschäft, öffne mein Email-Programm, führe Telefonate und arbeite meine ToDo-Liste ab.

Fazit

Mit der MDD-Aufgabe kannst Du den Weg zu Deinem persönlichen Erfolg aktiv gestalten. Bevor das Tagesgeschäft Dich überrollt wie eine Lawine ein verlassenes Schweizer Bergdorf, hast Du schon produktiv und fokussiert an den wirklich wichtigen Dingen gearbeitet. Du agierst und entkommst dem Reaktionsmodus.

Fange am besten noch heute damit an: Mache einen wiederkehrenden MDD-Termin mit Dir selbst und plane für jeden Tag Deine persönliche MDD-Aufgabe.

Du wirst das Gefühl, aktiv an Dir, Deinem Leben und Deinen Ziele zu arbeiten, lieben. Garantiert!

Wie startet Ihr in den Tag? Habt Ihr Fragen zur MDD-Aufgabe? Ich freue mich auf unsere Diskussion in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Michael Jendrysek

    Das Buch „The One Thing“ von Gary Keller beschreibt diese
    Methode ausführlich. Ich nutze sie inzwischen auch und bin begeistert, welche großartige
    Flows dabei entstehen J

    Hier beschreibt der Blogger Walter Epp seine Erfolge mit
    dieser Methode:

    http://selbst-management.biz/wie-ich-mit-einer-taktik-3-buecher-in-6-monaten-geschrieben-habe/

    Bin über Thomas Mangold (Produktivitäts-Trainer) dazu gekommen.
    Sonnige Grüße aus Langenberg, Micha

    • Danke für die Ergänzung und den Link, Michael.
      Ja, ich bin auch über Gary Keller auf diese Idee gestoßen 🙂