Wie Du die passende Email-App für Dich findest [Podcast 016]

Die App, die ich auf meinem iPhone mit am meisten nutze, ist die Email-App. In meiner Testserie habe ich eine riesige Tabelle mit den jeweiligen Funktionen verschiedener Apps erstellt und Videos zum „Look and feel“ gedreht. Die passenden Links dazu findest Du am Ende dieses Artikels.

In dieser Podcastfolge beschäftigen wir uns damit, was bei der Suche nach der passenden Email-App zu beachten ist:

Hier die acht Punkte zur passenden Email-App noch einmal zusammengefasst:

1. Welche Betriebssysteme?

Die erste Frage, die ich zu den Email-Apps oft höre, ist: „Gibt es das denn auch für mein Betriebssystem?“. Das muss natürlich zunächst geklärt werden, allerdings muss aus meiner Sicht nicht unbedingt auf allen Geräten (also iPad, iPhone, Mac, PC und so weiter) die gleiche, einheitliche App genutzt werden.

2. Welche Email-Provider?

Die Email-App muss mit dem Email-Provider kompatibel sein. Das ist bei Exoten wie POP3 oder Exchange nicht mehr zwangsläufig gegeben. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus empfehle ich, von Exchange direkt zu Google Apps zu wechseln.

3. Inboxzero?

Es gibt Apps, die hervorragend für Inboxzero geeignet sind, weil sie speziell dafür ausgelegt sind und entsprechende Hilfen anbieten. Andere unterstützen das Konzept überhaupt nicht. Wenn Du kein Inboxzero-Fanatiker sein solltest, ist eventuell Unibox die pssende App für Dich. Dort werde die Emails, ähnlich wie bei Whatsapp, nach Kontakten sortiert.

4. Snooze

Ohne eine integrierte Wiedervorlage kann ich mir meine Email-App nicht mehr vorstellen. Wenn ich eine Mail erhalte, die ich nicht direkt bearbeiten kann oder will, stelle ich den Zeitpunkt ein, zu dem ich sie wieder vorgelegt bekommen möchte. Apps, die das können, sind Spark, Airmail und Outlook.

5. Schnittstellen

Die Email-App sollte mit Deinen anderen Apps kompatibel sein. Zum Beispiel ist es sehr angenehm, eine Email direkt in den Taskmanager eintragen zu können oder einen Anhang direkt aus dem Clouddienst hinzufügen zu können.

6. Suche

Im Rahmen meiner Tests habe ich festgestellt, dass die Suchfunktionen der einzelnen Apps sehr unterschiedlich funktionieren. Da ich keine Ordnerstruktur anlege, sondern meine Emails einfach nur archiviere, ist es mir wichtig, dass ich sie leicht finden kann. Das ist bei Apple Mail oder Unibox weniger der Fall als bei Spark oder Gmail, der App, die mit Abstand die beste Suchfunktion anbietet.

7. Look and feel

Alle Funktionalität hilft wenig, wenn Du Dich bei der Bedienung deiner Email-App nicht wohlfühlst. Deshalb kommt es auch ein wenig darauf an, wie die App aussieht und wie sich damit arbeiten lässt. Klar spielt dabei auch der individuelle Geschmack eine Rolle.

8. Meine Email-App

Airmail ist mir noch zu unrund und zu „buggy“. Bei Outlook halte ich es mit Steve Jobs und finde bei aller Stabilität und Robustheit: „They just have no taste“.

Die App meiner Wahl ist deshalb Spark, die einfach am besten zu mir passt und wunderschön aussieht. Es gibt sie bisher für iPhone, Apple Watch und das iPad. Die Version für den Mac OS X soll noch in diesem Jahr folgen.

Die Tabelle

Um die Übersicht zu behalten, habe ich eine Tabelle mit meinen Testkriterien der bisher getesteten Apps erstellt:

Zitat

Barbara zitiert diesmal den Ökonom Peter Ferdinand Drucker: „Was alle erfolgreichen Menschen miteinander verbindet, ist die Fähigkeit, den Graben zwischen Entschluss und Ausführung äußerst schmal zu halten.“

Links

Email-Apps für das iPhone: Spark von Readdle

Email-Apps für das iPhone: Airmail

Email-Apps für das iPhone: Outlook von Microsoft

Email-Apps für das iPhone: CloudMagic

Email Apps für das iPhone: Dispatch

Email Apps für das iPhone: Unibox

Welche Kriterien muss eine Email-App für Euch erfüllen? Habt Ihr eigene Favoriten? Ich freue mich auf unseren Austausch in den Kommentaren.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Beat Bieri

    Spark ‚wäre‘ auch für mich die beste Mail App, jedoch wird meine Apple-ID dauernd gesperrt. Sobald hier Entwarnung komme hole ich mir die App wieder.

  • Claudia A.

    Für mich ist das die IQTELL App. 1. Es ist für alle gängigen Betriebssysteme. 2. Das Design ist in etwa so wie bei Gmail. 3. Einmalige Funktionen für Inbox zero nach gtd.

    • Danke für die Empfehlung, Claudia. Werde ich mir auf jeden Fall einmal anschauen 🙂

  • Regina

    Wieder ein klasse Podcast! Wie machst du das bei Spark mit den verschiedenen Konten (privat, Firmen, …)? Ich finde keine Möglichkeit, sie in der Mailliste farblich oder über Symbole ( wie z. B. Bei Airmail) kenntlich zu machen. Hab ich’s übersehen oder brauchst du da keine optische Unterscheidung?

    • In der Smart Inbox werden die neu eingegangenen Emails nach Konto sortiert. Das reicht mir 🙂

  • Wolfgang

    Guter Podcast, nette Gegenüberstellung. Auch ich nutze spark im mobilen Bereich. Was verwendest Du am Mac, noch die Standard-Mail App?
    Und übrigens – die abfällige Bemerkung über Österreicher von Barbara („…allerdings österreichischer Herkunft…“) finde ich entbehrlich!!

    • Ja, ich nutze Apple Mail oder Airmail 3, wie ich gerade lustig bin 😉
      Das war keine abfällige Bemerkung. Ich habe mir die Aufnahme gerade extra nochmal angehört und kann nichts abfälliges daran finden. Aber sorry, wenn der Eindruck entstanden ist. Barbara hat es 100%ig nicht so gemeint 🙂

    • Hallo, Wolfgang, beim Lesen Deiner Mail hatte ich auch an unangenehme Seitenhiebe gedacht, weil „allerdings Österreicher“ schon sehr nach „Naja, ist halt ’n Ösi“ klingt.

      Ich habe daher den Podcast auch noch mal gehört (was sehr gut war, weil er mich ermutigt hat, die Snooze-Funktion bei Spark noch intensiver zu nutzen) und stimme Lars zu, daß das „allerdings“ in diesem Zusammenhang eher hilfreich war. „Drucker, ein US-amerikanischer Ökonom, allerdings österreichischer Herkunft“ – das ergänzt in diesem Fall ja nur die Nationalität. Und regte mich an, seinen Lebenslauf anzusehen.

      • Wolfgang

        Also normalerweise sagt man „er/sie ist ein US-amerikanischer.. Österreichischer Herkunft!“
        „allerdings“ ist ein Wort das üblicher Weise verwendet wird um etwas zu relativieren, oft im negativen.
        Sorry, aber ich habe es mir auch nochmal angehört und empfinde es schon als abwertend.

  • Nicole

    Ich warte mal, bis es Spark auch für Desktop gibt. Ich hätte gerne mal eine einheitliche Lösung….

    • Als Spark-Gernnutzer bin ich auch auf eine Desktop-Lösung gespannt. Allerdings sagt mir meine Erfahrung, daß ich bei Postbox (seit Jahresbeginn mit Sanebox) auf dem Mac bleiben werde. Da habe ich zu viele Shortcuts und Workflows, die in Fleisch und Blut übergegangen sind und *für mich* einfach großartig funktionieren. So, wie Spark weiter mein Mailprogramm auf iOS bleiben wird.

      • Nicole Bertsch

        Postbox? Ok, dann probiere ich das vielleicht mal aus! Danke.

  • Danke für die gute Empfehlung, lieber Michael.

  • Nicole Bertsch

    Habe mir Spark nun doch mal probeweise runtergeladen. Vieles gefällt mir tatsächlich sehr gut. Aber wie kann ich z.B. Ordner löschen? Irgendwie scheint mir nicht alles einfach klar (oder ich bin zu doof…..)

    • Nein, mit der Spark App kannst Du keine Ordnerstruktur anlegen oder bearbeiten. Das machst Du mit einem Desktop-Programm oder direkt bei Deinem Email-Provider 🙂

      • Nicole Bertsch

        Spark hat eben komischerweise einen eigenen „Sent-Ordner“ gemacht. Jetzt habe ich da zwei…..Und wenn ich direkt beim Email-Provider lösche, dann habe ich sie trotzdem wieder doppelt….

        • In den Einstellungen kannst Du für jedes Email-Konto die Ordner individuell zuordnen. Einfach den Spark-Send-Ordner dem des Email-Providers zuweisen. Müsste funktionieren 🙂

  • Merlin M

    Polymail kann ich dir sonst noch empfehlen Lars. Hat ähnliche Funktionen wie Spark mit dem zurückstellen von Mails. Sieht meiner Meinung nach jedoch nicht ganz so verspielt aus. Ich habe Polymail seit der Beta verfolgt und finde das die Entwickler klasse Arbeit geleistet haben.

    • Danke für die Empfehlung, Merlin. Werde ich mir auf jeden Fall einmal angucken 🙂

  • Jörg Zitzmann

    Hallo,

    habe jetzt seit letzter Woche Spark laufen, da es von Ihnen so angepriesen wurde. Leider verträgt es sich mit (meinem) Apple Mail nur begrenzt. Manche Mails, die in Spark angezeigt werden, tauchen in Mail nicht auf, dafür sind immer wieder welche in Spark doppelt. Besonders ärgerlich: Schickt man eine Mail, die nur in Spark zu sehen ist, „schlummern“, taucht sie plötzlich in „Apple Mail“ auf und dann auch wieder in Spark (obwohl sie ja schlummern sollte). Ein erneutes „Schlummernlegen“ funktioniert nicht (mehr), die Mail bleibt bei Spark stehen …
    Ich werde es jetzt noch ein paar Tage probieren, aber im Moment ist es mir zu stressig immer zu schauen, wo gerade eine Mail ankommt und wo nicht.
    Oder gibt es hier einen Tipp von Ihnen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Jörg Zitzmann

    • Danke für Deinen Erfahrungsbericht, lieber Jörg. Sehr wahrscheinlich kommt Spark einfach mit dem Wechsel zwischen den Apps (Spark ./. Apple Mail) nicht klar. Versuche einfach mal mehrere Tage nur bei Spark zu bleiben. Ansonsten würde ich an Deiner Stelle den Support von Readdle kontaktieren.