5 goldene Regeln des Feedbacks

Motivation entsteht aus Gestaltbarkeit, Wirksamkeit, aber auch durch Feedback. Menschen möchten wahrgenommen werden, Feedbacks sind dabei sehr hilfreich und ein Feedback mag jeder von uns. Aber wie gestaltet Ihr es richtig und was macht ein gutes Feedback aus? Barbara ist durch ihre Coachingausbildung Handwerkszeug an die Hand gegeben worden, um zu verstehen, wie richtiges Feedback funktioniert. Und für Euch gibt es deshalb heute 5 goldene Regeln zum Thema Feedback.

Lars wurde für den Podcast-Helden Award 2019 nominiert. Da kommt es auf jede Stimme an! Bitte votet für Lars unter: https://podcast-helden.de/lp-voting-pha-2019/. Herzlichen Dank für Eure Mithilfe.

5 goldene Feedback-Regeln

1. Sich vorbereiten

Nehmt euch Zeit, um über die andere Person nachzudenken. Was schätzt ihr am anderen und was ist euch wichtig? Was sollte dieser Mitarbeiter wissen, was seht ihr an ihm, was nehmt ihr wahr? Wie könnte sich eure Zusammenarbeit verbessern? Deshalb bereitet euch vorab schriftlich vor, was ihr dem anderen sagen wollt.

Meistertask Workshop mit Lars Bobach

2. Zum Gespräch einladen

Auch neben einem Jour-Fix: Sprecht eine Einladung aus, um Feedback zu geben. Benennt das Thema des Gesprächs, dementsprechend auch das Ziel, damit sich auch der andere vorbereiten kann. Und nehmt das Feedback aus dem Berufsalltag heraus.

3. Trennung von Person und Verhalten

Überlegt euch, wenn ihr auch negatives Feedback habt, wie ihr nicht die Person angreift. Bleibt gegenüber dem Mitarbeiter sachlich. Beschreibt aus diesem Grunde das negative Verhalten und was ihr nicht in Ordnung findet.

4. Trennung von Beobachtung und Bewertung

Ihr beobachtet ein Fehlverhalten des Mitarbeiters? Beschreibt zuerst, was passiert ist, bewertet es erst dann!

5. Die WWW-Feedback Formel

Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch – angelehnt an die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.

Ein Beispiel

Euer Mitarbeiter hat eine Woche lang nicht auf eine Kundenmail reagiert.
Wahrnehmung: Ihr beschreibt dem Mitarbeiter gegenüber eure Wahrnehmung des Fehlverhaltens.

Wirkung: Ihr seid natürlich sauer auf den Mitarbeiter. Es ist schließlich existentiell, auf Kunden einzugehen. Dementsprechend habt ihr ein schlechtes Gefühl dem Kunden gegenüber, denn ihr steht für Qualität.

Wunsch: Formuliert, was der Mitarbeiter künftig an seiner Arbeitsweise ändern soll!
Zum Beispiel, dass E-Mails innerhalb von 48 Stunden bearbeitet werden müssen, dass der Mitarbeiter sich um den Kunden kümmert, sich evtl. entschuldigt.
Was erreicht ihr, wenn ihr die Wahrnehmung vorwegschiebt? Ihr gebt schließlich dem Mitarbeiter die Chance zu verstehen, was passiert ist. Ihr greift darüber hinaus nicht persönlich an, sondern gebt ein konkretes Beispiel. Damit bekommt ihr eine Klarheit in der Kommunikation, bei dem euer Mitarbeiter sich weder beleidigt fühlt noch sich persönlich angegriffen. Und es kommt ganz klar rüber, was ihr von ihm erwartet.

Ganz nebenbei sind regelmäßige Feedbacks auch im Privaten extrem wichtig. Dementsprechend solltet Ihr auch positive Feedbacks in Euren Alltag integrieren. 
Sätze, die beginnen mit:

„Was ich an dir schätze…“,
„Mir ist wichtig, dass du weißt…“
„Was ich dir schon immer sagen wollte…“

Gerade in der Mitarbeiterführung ist die WWW-Formel für Feedbacks hauptsächlich geeignet, denn es bietet euch ein handfestes Werkzeug.

Zitat

„Wenn du etwas verbockt hast und niemand sagt es dir, dann bist du am falschen Ort.“
(Randy Pausch)