5 Gründe, warum Du Dich mit einem Franchise-System selbstständig machen solltest

Durch den Podcast „Franchise Rockstars“, den Lars ebenfalls produziert, kommen viele Fragen zu dem Thema Franchising. Weil die Beantwortung aber nicht in den Rahmen der Franchise Rockstars Show passen würde, gibt es nun dazu hier erstmal zwei Folgen. Es geht los mit den heutigen fünf Gründen für den Start in die Selbstständigkeit mit einem Franchise-System. Nächste Woche geht es dann weiter und Du erfährst, wie Du das richtige System für Dich findest.

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Franchise Rockstars Podcast

Transkription

BF = Barbara Fernández
LB = Lars Bobach

Mach Dein Ding Akademie mit Lars Bobach

BF:
Herzlich willkommen zum Podcast Selbstmanagement.Digital. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Barbara Fernández und hier sitzt fröhlich strahlend Lars Bobach mir gegenüber. Hallo lieber Lars.

LB:
Hallo liebe Barbara.

BF:
Wir haben ein spannendes Thema. Fünf Gründe, warum du dich mit einem Franchisesystem selbstständig machen solltest, richtig?

LB:
Ja, genau.

BF:
Gut, also wer überlegt, sich selbstständig zu machen und weiß nicht wie und schon mal über Franchise nachgedacht hat, ist hier genau richtig. Genauso für alle anderen, die in ihrer Selbstständigkeit das Gefühl haben, sie arbeiten sich tot und möchten aber Unternehmer bleiben, ist vielleicht auch der Umschwung auf Franchise nicht so verkehrt. Du selber hast ja sehr viel Erfahrung mit Franchisesystemen, warst ja selber mal Unternehmer bei ISOTEC und Franchisenehmer.

LB:
Genau.

BF:
Jetzt meine Eingangsfrage: Planst du denn mit Lars Bobach Online-Marketing auch ein Franchise-System?

LB:
Jein, Gedanken habe ich da dran. Wir haben im Aufsichtsrat auch schon darüber diskutiert. Aber das ist noch viel zu früh. Ich kenne mittlerweile so viele Systeme und habe mir so viele angeguckt. Da haben wir hier noch so viel Hausaufgaben zu machen. Man sagt so schön beim Franchising, einmal gedacht, X mal gemacht. Das ist ja auch so, aber dafür muss man vorher mal wirklich richtig denken. Man muss ein tragfähiges System haben und das hätten wir zurzeit bei Lars Bobach Online-Marketing nicht.

BF:
Okay, sehr selbstkritisch, aber der Wunsch ist da. Ich bin fast auch überrascht. Also ich wusste nicht, ich dachte, ich pieke mal nach, aber natürlich sind deine Gedanken trotzdem auch dahingewandert. Da ist ja Zukunft.

LB:
Genau. Aber wie gesagt, vorher müssen wir ein paar Knoten lösen, die wir noch haben. Das geht so einfach nicht und die Idee kam zu dieser Podcastfolge. Ich habe ja den Podcast Franchise Rockstars gegründet, den haben wir ja 2018 angefangen und ich habe da mit vielen Franchise-Systemen gesprochen und seitdem erreichen mich viele Fragen. Sag mal, Lars, was kannst du denn empfehlen? Mach mal ein Interview mit dem System, das würde mich mal interessieren. Da ist ein großer Bedarf an Informationen.

Da es aber nicht in den Podcast „Franchise Rockstars“ passen würde, wenn ich da so eine Art Empfehlung geben würde, denn da interviewe ich wirklich nur die Franchise Rockstars, also die Rockstars der Franchiseszene. Ich habe gesagt, ich mach da mal eine Folge zu, hier in meinem anderen Podcast. Generell ist es so, was ich da gelernt habe jetzt schon nach den knapp 20 Interviews, die ich geführt habe, dass man so ein Franchising nicht mal eben so aufbaut. Das ist mit viel Arbeit, viel Geld, verbunden. Viele denken ja, Franchising machen, dass dann alle anderen arbeiten, man selber kassiert das Geld. So ist es nicht, man muss da schon viel Schweiß, Tränen und auch Kapital investieren.

BF:
Okay, gut, klare Einleitung, klare Worte. Ganz generell, wir werden zwei Folgen zum Thema Franchise-System machen. Einmal fünf Gründe, warum du dich damit selbstständig machen kannst, solltest und wie findet man das richtige Franchise-System oder wie finde ich das richtige Franchise-System. Das Ganze wird aufgeteilt in Warum und Wie. Dann bitte ich dich doch mal, einen grundsätzlichen generellen Input zum Thema fünf Gründe damit loszulegen.

LB:
Ja, eigentlich wollte ich nur sagen, wie findet man das, das war eigentlich die ursprüngliche Idee, dass wir nur einen Podcast darüber machen. Aber ich glaube, man muss erstmal klarmachen, warum sollte man sich damit selbständig machen.

Franchising hat generell in Deutschland einen relativ schlechten Ruf. Das ist im Ausland komplett anders, wenn man nach Amerika guckt, ist es anders. Da ist Franchising quasi Standard. UK auch, also in England, Großbritannien, da wird auch mit Franchising ganz anders umgegangen. Da ist auch viel mehr Kapital da. Und in Deutschland hat‘s generell einen schlechteren Ruf.

BF:
Woher kommt das? Was gibt es für ein schlechtes Franchise-System?

LB:
Ja, es gibt unterschiedliche Gründe. Zum einen haben wir in Deutschland relativ hohe Qualität in allem, was wir tun. Wir haben sehr gute Handwerker, wir haben da Meistertitel usw., die man da erwerben muss, um handwerklich tätig zu sein, was es im Ausland alles nicht gibt. Wenn da einer sagt, ich bin Elektriker und verkabele dir deine Bude und dann kommt hinterher nur Kurzschluss heraus, das ist halt nicht so geschützt wie jetzt in Deutschland. In Deutschland musst du einen Meisterbrief haben und dann kannst du sicher sein, wenn du zum Elektriker gehst, dass du relativ gute Qualität kriegst. Und im Ausland ist es so, die Marke des Franchisings bürgt dann für Qualität.

BF:
Ah, okay.

LB:
So, das ist erstmal ein großer Unterschied dazu. Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum ISOTEC in Deutschland funktioniert, da gibt es keinen geschützten Handwerksberuf. Keller abdichten darf wirklich jeder. Sonst könnte es ISOTEC auch nicht als Franchise-System machen, sonst hätte ich da auch nicht einsteigen können, denn ich bin per se kein Handwerker oder habe einen Meistertitel in dem Bereich.

Und da gibt‘s halt viele Krauter, viele schwarze Schafe, also jetzt im Bereich Kellerabdichtung. Da tut so eine Marke wie sie ISOTEC aufgebaut hat, natürlich gut. Da funktioniert sie auch, weil die Leute sich da eine Orientierung nach einer Marke suchen, aber generell ist das in Deutschland weniger der Fall.

BF:
Und warum hat es noch einen schlechten Ruf? Also, das ist jetzt eher, warum hat es in anderen Ländern einen guten Ruf? Warum hat‘s in Deutschland einen schlechten Ruf?

LB:
Das ist auch ganz einfach zu erklären. In Deutschland gibt es viel negative Presse über einige schlechte Systeme. Man muss sich überlegen, es gibt eine Aussage des deutschen Franchiseverbandes, danach gibt es 1.200 Systeme auf dem deutschen Markt, Franchise-Systeme. Die Zahl wird manchmal angezweifelt, 1.000 gibt es aber auf jeden Fall.

Da sind natürlich viele auch nicht so gute dabei und in der nächsten Podcastfolge gehen wir darauf ein, wie ich ein gutes für mich finde. Da gebe ich ja ein paar Tipps dafür. Aber es gibt da viele Negativbeispiele. Ist oft negativ in der Presse und es gibt wenig Leuchttürme, also positive Beispiele.

Das ist im Ausland auch anders. Wir brauchen wirklich viele Leuchttürme, wo wir sagen können, das ist ein super Franchise-System und die haben …, aber die werden als solche nicht wahrgenommen. Ich meine, OBI ist eine Erfolgsgeschichte durch und durch, eine deutsche Erfolgsgeschichte. Und das ist wirklich der Dr. Maus, der es gegründet hat, der wäre so ein Leuchtturm. Aber davon brauchen wir ganz viele in Deutschland und die fehlen uns.

BF:
Sag nochmal ein paar gute Franchise-Systeme, die aus Deutschland kommen. Was fällt dir da ein?

LB:
Och, da gibt es ganz viele.

BF:
Ja, sag aber mal ein paar.

LB:
Da gibt es Bodystreet, das ist dieses EFM Studio.

BF:
Ah, ja.

LB:
Da habe ich den Gründer interviewt, eine wahnsinns Erfolgsgeschichte. Clever Fit, auch ein deutsches Franchise-System, auch eine Fitnesskette, auch interviewt. Hammer Geschichte und das sind auch wirklich beides strahlende Unternehmen. Das sind solche Leuchttürme, aber die werden als solche gar nicht wahrgenommen. Das sind jetzt aber nur welche in der Fitnessbranche. Dann gibt es Coffee Fellows. Ich weiß nicht, hast du vielleicht auch schon mal einen Coffee getrunken?

BF:
Ja.

LB:
Ja, ist auch ein Franchise-System.

BF:
Ah, okay, wusste ich gar nicht.

LB:
Ist ja die Antwort auf Starbucks, die deutsche und auch ein ganz toller Unternehmer, eine ganz tolle Geschichte, die dahintersteht. Baby One ist auch ein Franchise-System.

BF:
Auch ein deutsches?

LB:
Ja.

BF:
Ach.

LB:
Ja.

BF:
Stimmt, das weiß man alles gar nicht so genau oder ich weiß es zumindest nicht.

LB:
Engel & Völkers.

BF:
Kenne ich nicht.

LB:
Engel & Völkers? Die Immobilienmakler.

BF:
Ach nee, die kenne ich nicht.

LB:
Echt nicht?

BF:
Nee.

LB:
Die sind doch echt allgegenwärtig. Okay, du beschäftigst dich nicht viel mit Immobilien.

BF:
Nee.

LB:
Ja, aber die haben zum Beispiel mein Haus verkauft auch, aber 10.000 Mitarbeiter.

BF:
Wahnsinn.

LB:
Weltweit, also die sind weltweit, ist auch ein deutsches Unternehmen. Town und Country, der größte deutsche Hersteller von Häusern, Massivbau machen die, hat letztes Jahr 4.500 Häuser …, also der Gründer, kann dir sofort die genaue Zahl natürlich nennen. Aber der baut über 4.000 Häuser im Jahr.

BF:
Okay, super.

LB:
Also, es gibt ganz viele. Es tut mir leid, jetzt habe ich natürlich einige vergessen, die ich schon interviewt habe.

BF:
Ja, klar. Bin ich schuld, könnte ihr euch gerne bei mir beschweren. Ja, ich habe dich überfallen mit der Frage, aber um mal so ein bisschen uns den Kopf zu öffnen, unterschiedliche Bilder im Kopf zu haben, einige Marken vor Augen zu haben, war das jetzt ganz gut. Also, du kennst beide Gründungsformen, Franchise und auch die eigene Selbstständigkeit mit der eigenen Idee?

LB:
Ja, jetzt würde ich aber nur ganz kurz noch etwas zur Franchisebranche sagen. Nur, damit man da auch ein Gefühl für kriegt, wie wichtig die mittlerweile in Deutschland ist. Es gibt mittlerweile über 120.000 Franchiseunternehmer in Deutschland. Und insgesamt 800.000 Beschäftigte in der Franchisebranche, also in Franchise-Systemen und das ist ja schon Wirtschaftsmacht dann auch. Man muss sich klarmachen, das ist wirklich angekommen in Deutschland, nur leider noch nicht mit dem Ruf, den es verdient hätte.

BF:
Okay, also, ich weiß jetzt nur, dass es auch schlechte Systeme darunter gibt, aber mehr zum schlechten Ruf haben wir nicht gesagt. Konkretes zum schlechten Ruf der Franchisebranche habe wir nicht gesagt.

LB:
Ja, oftmals wird Unternehmern dann auch gesagt, es sind Unternehmer zweiter Klasse, finde ich überhaupt nicht. Ich meine, du hast eben richtig gesagt, ich habe beides gemacht. Ich habe im Franchising gegründet und außerhalb und ich finde es nicht. Auch da musst du genauso Unternehmer sein. Es hat viele Vorteile, die ich mir manchmal wünschen würde, die ich jetzt hier außerhalb der Franchisebranche gern hätte.

BF:
Vielleicht ist so eine landläufige Meinung, ja gut, Franchisenehmer kann jeder. Das kannst du nämlich nicht!

LB:
Dafür musst du auch Unternehmer sein. Es hilft viel und ich sage mal so, es ist vielleicht nicht ganz so viel Unternehmerblut wie du jetzt brauchst, wenn du es außerhalb machst, aber du musst auch Unternehmer sein, sonst geht es nicht.

BF:
Dann lass uns doch mit ein paar aufräumen, was ist noch Vorurteil der Branche gegenüber? Einer verdient, die anderen schuften?

LB:
Das stimmt ja auch nicht. Wenn das so ist, einer verdient, andere schuften, ist es ein schlechtes System. Und da gibt es auch leider viele, ich meine, darauf gehen wir in der nächsten Folge ein, wie man die genau erkennt. Das ist auch schade, da gibt‘s auch zu viele, trägt auch zum schlechten Ruf bei. Und dann ist es so, dass natürlich gesagt wird, ja, bei ISOTEC war es so, da gibt‘s eine tolle Marke und es gibt auch tolle Produkte, aber ist das auch bei jedem Franchisenehmer?

Dass es da auch Qualitätsunterschiede gibt, gibt es bestimmt auch, aber da ist die Franchisezentrale natürlich gefordert, da für einen guten Qualitätsstandard zu sorgen. Es ist zum Beispiel auch eine meiner Lieblingsfragen im Podcast „Franchise Rockstars“, wie macht ihr das, wie sorgt ihr für Qualität bei so vielen unterschiedlichen Unternehmern.

BF:
Die ihre eigene Handschrift letztendlich auch haben.

LB:
Ja, genau.

BF:
Okay, gut.

LB:
Schülerhilfe, kennst du übrigens auch?

BF:
Ja, ist auch ein Franchise, ja, das wusste ich, stimmt.

LB:
Auch ein deutsches. Aber ich glaube, nicht mehr in deutscher Hand, es ist gekauft worden von Amerikanern.

BF:
Aha.

LB:
Wie siehst du denn Franchising, ist es bei dir positiv oder negativ besetzt? Jetzt habe ich so viel erzählt, dass es in Deutschland so negativ besetzt ist, wie sieht es denn bei dir aus?

BF:
Ja, ich wollte es ein bisschen untermauern. Ist auch ganz gut, wenn man dann mal die Vorurteile beim Namen nennt. Du, ich habe mir über Franchising noch nie so wirklich Gedanken gemacht, es ist nicht mein Thema und ich habe folgendes Franchise-System vor allem mit ISOTEC kennengelernt und da habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht und bin da sehr begeistert davon, dass es einerseits um feuchte Keller geht und Handwerker, die ins Haus kommen und da was richten, was nicht mehr in Ordnung ist.

Aber dass man einen ziemlich starken Überbau aufbauen kann, wo man eine Kultur entwickelt, wo Menschen gerne arbeiten, so ist mein Eindruck total bei ISOTEC und das finde ich eine ganz extreme Leistung und von daher ist das so mein einziger Einblick. Aber gehört ja sicherlich zu den Rockstars, ISOTEC, denke ich.

LB:
Ja, absolut.

BF:
Und es ist ein sehr positives Beispiel. Gut, also, fünf Gründe, warum du dich mit einem Franchise-System selbstständig machen solltest.

LB:
Ja, der erste Grund ist einfach, du minimierst einfach das Risiko. Du übernimmst, wenn du denn ein gutes System dir ausgesucht hast, ein erprobtes Geschäftskonzept. Wenn du heute dich in gewissen Bereichen, zum Beispiel jetzt mit Bodystreet zum Beispiel, die haben schon knapp 300 Studio. Wenn du jetzt eines aufmachst und ich weiß, dass die noch viele weiße Flecken hier in Deutschland haben, dann kannst du sagen, aha, die wissen, wie es funktioniert. Die wissen, wie das Marketing funktioniert usw.

Das Geschäftskonzept ist durchdacht, es gibt etliche erfolgreiche Partner, die damit gutes Geld verdienen. Also, das Risiko ist minimiert, es gibt Sicherheit. Und das ist auch das Schöne, dass es diese Sicherheit gibt. Auch das hat mir ja geholfen in die Selbstständigkeit und als Zahl zum Beispiel, es gibt Untersuchungen in Deutschland, das 80 Prozent aller Geschäftsgründung, also Firmengründungen, Startups, scheitern in ersten drei Jahren.

BF:
Das ist eine ganze Menge.

LB:
Ja, gibt es Zahlen zu. Auf der anderen Seite, im Franchisebereich, 82 Prozent, also im Prinzip genauso viel, 80 Prozent, der Franchisenehmer überleben die ersten drei Jahre. Also, die gibt es nach drei Jahren noch, also nur 18 Prozent scheitern. Es ist eine viel höhere Erfolgswahrscheinlichkeit.

BF:
Extremer Unterschied und ist ja vielleicht auch, ich glaube, unseren Podcast hören auf der einen Seite Selbstständige, aber auch viele Leute, die gerne selbstständig sein würden. Und wie bei dir, du hast es gerade anklingen lassen, war der Schritt übers Franchising zur eigenen Unternehmung. Ich glaube, dass man wahrscheinlich wahnsinnig viel lernt, wenn man einmal innerhalb eines Franchise-Systems auch als Unternehmer agiert. Man führt, man hat ein Team, man ist aber bei ganz vielen Sachen, wo man in sehr große Fallen tappen kann, erstmal abgesichert und kann dann natürlich daraufhin seine Idee vielleicht auch nochmal besser formieren. Mal fünf Jahre, sieben Jahre, Franchisenehmer sein und dann vielleicht auch starten.

LB:
Ich glaube, so kurze Franchiseverträge gibt es nicht. Meistens sind die zehn Jahre oder länger. Ich glaube, McDonalds vergibt nur 20jährige Verträge, aber egal, kann auch sein, dass ich mich da vertue, aber zehn Jahre ist so bei ISOTEC zum Beispiel der Standard. Ist bei vielen der Standard. So lange braucht es einfach.

Wichtig hierbei, Sicherheit gibt es, aber man muss immer noch wissen, als Franchisenehmer ist man auch Unternehmer. Man ist auch selber verantwortlich. Man kann nicht erwarten, dass die Zentrale einem da alles abnimmt. Erlebe ich leider auch häufig, dass viele dann sich so zurücklehnen und sagen so, ja, macht mal. Bei mir läuft es nicht, was macht ihr denn jetzt?

BF:
Quasi so die Idee, als Chef angestellt zu werden, so ist es nicht.

LB:
Nein, du musst selber Geld investieren. Du hast selber, wie du sagst Mitarbeiterführung und sowas. Also, der Erfolg eines jeden Franchisenehmers hängt total an dem Franchisenehmer und es gibt in jedem noch so guten System auch immer welche, die nicht funktionieren, das ist so. Du kannst das beste System haben, wenn du kein Unternehmer bist, wirst du auch da nichts.

BF:
Okay, der Punkt war, Risiko minimieren. Punkt 2 ist, man ist als Gründer nicht alleine, denn Unternehmer sind oft auch sehr einsam. Deswegen hört ihr uns, ihr Lieben. Also, man muss die Herausforderung nicht immer alleine meistern.

LB:
Genau, das ist eine Sache, die habe ich sehr zu schätzen gelernt an Franchise-Systemen.

BF:
Die Erfahrungen der anderen auch?

LB:
Die Erfahrung der anderen, das Benchmarken mit den anderen. Alleine, dass man sieht, aha, wo sind die besser, wo kann ich mich hier verbessern. Die Ideen, die da zusammenkommen. Da haben sich auch richtige Freundschaften bei mir entwickelt in dem ISOTEC-Verbund in der Zeit, die auch jetzt darüber hinaus noch lange anhalten und hoffentlich noch viel länger.

BF:
Fahren die Porsche?

LB:
Teilweise.

BF:
Ist jetzt ein kleiner Witz aus einer anderen Folge. Müsst ihr nicht verstehen.

LB:
Ja doch, müsst ihr verstehen, ihr müsst euch da eine andere Folge anhören. Nein, aber es ist wirklich. Es ist ja oftmals so, viele scheuen das auch, weil sie denken, sie müssen alles alleine machen. Und da hast du wirklich jemanden zum einen in der Zentrale natürlich. Leute, die dir spiegeln, die dir Tipps geben können, aber auch die Gründer untereinander, die Franchisenehmer. Da entsteht auch ein guter Zusammenhalt. So habe ich das kennengelernt und dann gibt‘s Regionalstammtische, wo man sich austauscht. Wo man sich Marketingmaßnahmen überlegt, vielleicht auch gemeinsam mal was zu machen. Also, man ist als Unternehmer nicht so alleine. Und das würde ich mir wirklich für meine Online-Agentur total wünschen.

BF:
Ja, also, ich für meinen Bereich auch. Also, Einsamkeit ist da ein Thema.

LB:
Einsamkeit, aber auch, dass man alleine mit den Problemen dasteht.

BF:
Genau. Es tut so gut, sich auszutauschen und zu sagen, so und so. Ich stehe immer vor diesem und dann sagt jemand anders, ich kenne das, ich habe Folgendes schon probiert, hat auch nicht geklappt oder das und das hat aber mal geklappt, also einfach diesen Erfahrungsaustausch, den braucht man total.

LB:
Ja und man sieht sich da ja weniger als Konkurrenten in so einem Franchise-System, sondern da ist ein relativ offener Umgang. Es hat sehr wahrscheinlich auch viel damit zu tun, wie die Zentrale das dann moderiert, aber da gibt es oftmals einen relativ offenen Austausch untereinander und das tut gut.

BF:
Super und Punkt Nr. 3: Rückenfrei, also bestimmte Sachen sind einfach schon erledigt im Franchise-System, wie zum Beispiel das Marketing, Vertrieb, bestimmte Prozesse, Qualitätssicherung. Da habe ich schon ganz viel auf der Habenseite, wenn ich starte.

LB:
Genau, das wird natürlich wirklich von der Systemzentrale vorgegeben. Da kann man dann wirklich das einfach benutzen. Man muss es nicht neu erfinden und genau das ist es ja, was du machen musst, wenn du dich außerhalb von einem Franchise-System…

BF:
Du musst das Rad neu erfinden.

LB:
Ja, genau.

BF:
Du hast es auch wieder neu erfunden.

LB:
Ich erfinden noch! Also, ich bin noch mittendrin und ein Riesenthema zum Beispiel in der Agentur ist Neukundenakquise. Wie kommen wir an unsere Neukunden und es funktioniert, aber es funktioniert über meinen Podcast, meinen Blog und sowas. Aber es ist nicht multiplizierbar.

Bei ISOTEC ist ganz klar, die haben 90 Partner. Da wissen die genau, wie die Prozesse funktionieren, was gemacht werden muss, um an Interessenten zu kommen, wie dann die Abfolge ist, damit die Interessenten auch Kunden werden usw. Das ist alles vorgegeben. Die Produkte sind vorgegeben. Man weiß genau, die Produkte gibt es, so funktionieren die, so kalkuliere ich die. Das ist ja alles vorgegeben und man muss gar nicht so in die Tiefe gehen. Und es ist halt schön, es gibt ein schönes Rückenfrei-Prinzip. Man kann sich wirklich drauf konzentrieren, seine Firma aufzubauen.

BF:
Punkt Nr. 4 kommt dann nämlich automatisch zustande. Man ist schneller am Markt.

LB:
Ja.

BF:
Die Produkte sind ausgereift, die Geschäftskonzepte sind überprüft und darüber muss man sich schon keine Gedanken mehr machen.

LB:
Ja, also, wenn ich bei ISOTEC mir überlegt hätte, vor ISOTEC, ich saniere feuchte Keller, wäre ich ohne ISOTEC eh nicht draufgekommen, aber nehmen wir einmal an, ich hätte es gemacht, dieses Wachstum, was ich da hingelegt habe, unmöglich, unmöglich. Alleine, weil du so viel probieren musst und so und das war einfach nur, das ging, weil alles vorgegeben war.

BF:
Und die Marke ist schon aufgebaut.

LB:
Genau, du bist da natürlich auch viel schneller. Es war noch ein total interessantes Learning. Ich war einer der ersten, es ist jetzt 15 Jahre her, einer der ersten Vertriebstermine, Kunde rief an, es war eine Dame, weiß ich noch genau. Feuchter Keller, eine ältere Dame, und ich hatte natürlich von nichts eine Ahnung. Ich meine, ich bin da durch Schulungen gegangen, stand da im Keller und da fragte die mich wirklich Sachen. Aber alleine, dass ich ihr eine Visitenkarte mit ISOTEC übergeben hatte, dachte sie schon, der hat ja Ahnung.

BF:
Super, ja, so sieht‘s aus. Sich einfach mal ins gemachte Nest setzen.

LB:
Ja, genau und das macht man halt in einem Franchise-System. Es geht viel schneller alles.

BF:
Und das gibt 5. Selbstbewusstsein.

LB:
Ja, also, bei mir hat das wirklich dafür gesorgt, dass ich wusste, dass ich ein Unternehmer sein kann. Was mir vorher gar nicht so klar war. Ich war ja vorher angestellt und ich wollte immer selbstständig sein und ich hatte damals meine damalige Firma auch mal angeboten bekommen für eine D-Mark damals. Die wollten mir ohne Schulden die Firma sozusagen schenken, weil die nicht mehr damit klarkamen. Es war auch ein Sanierungsfall alles und ich habe mich nicht getraut. Wenn mir das jetzt einer anbieten würde, ich würde es sofort nehmen, jetzt hätte ich das Selbstbewusstsein, dass ich weiß, ich kann Unternehmertum. Und das kann helfen, wenn man durch dieses Rückenfrei-Prinzip merkt, ist man dafür geschaffen oder nicht.

BF:
Super, fünf Gründe.

LB:
Ich würde gerne ganz kurz dazu mit dem Selbstbewusstsein auch noch etwas sagen. Ich habe ja wirklich viele Anfragen von Leuten, die gerne sich selbstständig machen würden und immer wieder hadern und sowas. Wenn ihr das habt, dann guckt euch mal nach Franchise-Systemen um in dem Bereich. Es gibt über 1.000 in Deutschland, irgendwas wird es geben. Und es gibt sogar welche, da kann man sich mit nebenberuflich selbstständig machen, die auch gut sind. Es muss nicht immer schlecht sein.

BF:
Und wie Ihr das Richtige findet, hört Ihr in der nächsten Podcastfolge. Jetzt erstmal die Zusammenfassung, fünf Gründe, warum du dich mit einem Franchisesystem selbstständig machen solltest.

Punkt Nr. 1: Risiko minimieren,
Punkt Nr. 2: Man ist als Gründer nicht alleine.
Punkt Nr. 3: Das Rückenfrei-Prinzip.
Punkt Nr. 4: Du bist schneller am Markt und
Punkt Nr. 5: Es gibt Selbstbewusstsein, dich selbst als Unternehmer auch zu überprüfen und dich vielleicht nach der Zeit des Franchise-Systems in die eigene Selbstähnlichkeit zu bringen.

Abschlussfrage an dich, wem, also damit meine ich so, welchen Persönlichkeitstypen, würdest du denn Franchise raten und wem würdest du eher abraten oder würdest du sagen, es ist branchenabhängig?

LB:
Ich glaube, das hängt total am System. Ich meine, es gibt ja wirklich, gerade im Ausland, auch viele Franchisenehmer, die mehrere Systeme haben. Es fängt jetzt gerade hier mal so ein bisschen an. Hatte ich übrigens auch einen im Interview in den „Franchise Rockstars“, einen Franchisenehmer bisher, der auch mehrere Systeme hat, also ganz unterschiedliche.

Also, ich glaub gar nicht, dass es so typabhängig ist. Ich meine, klar, ein Startup gründen im Tech-Bereich, das kannst du in einem Franchise-System nicht, das ist klar. Da gibt‘s ja keine. Aber ich kann sonst, jedem, der da mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, nur raten, sich damit auseinanderzusetzen, jedem!

BF:
Super.

„Es gibt nur einen Weg, Großartiges zu leisten. Zu tun, was man liebt.“ Steve Jobs.

In diesem Sinne wünschen wir euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.