5 Gründe, warum Du nur mit dem iPad arbeiten solltest (iPad only)

Seit Anfang des Jahres arbeitet Lars nur noch mit dem iPad und hat es noch nicht bereut. Der größte Vorteil ist der, dass gerade Selbständige und Unternehmer dadurch quasi gezwungen werden, mehr am Unternehmen und nicht im Unternehmen zu arbeiten. Denn große Exceltabellen bearbeiten oder auf dem iPad CRM-Tools mit großen Datenmengen zu installieren, das geht nicht wirklich gut. Erfahre hier die 5 Gründe, warum du nur mit dem iPad, also iPad only arbeiten solltest.

Transkript

BF = Barbara Fernández
LB = Lars Bobach

BF:
Herzlich willkommen zum Podcast Selbstmanagement. Digital. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Barbara Fernández und hier, mir gegenüber, sitzt Lars Bobach. Hallo lieber Lars.

Meistertask Workshop mit Lars Bobach

LB:
Hallo liebe Barbara.

BF:
5 Gründe, warum du nur mit dem iPad arbeiten solltest. Also, das iPad ist wirklich eine Konstante in deinem Leben kann ich sagen.

LB:
In den letzten Jahren ja.

BF:
Schön, das ist auch gut. Es verändert sich ja viel bei dir, um dich herum, immer. Du bist ein totaler Mensch der Veränderung. Aber das iPad, dem bleibst du treu?

LB:
Ja, immer dem neuesten Modell.

BF:
Okay, gut. Was gibt‘s generell zum Thema iPad zu sagen?

LB:
Anfang 2019 habe ich mich entschieden, nur noch mit dem iPad zu arbeiten. Ich habe also mein MacBook abgegeben, habe keinen Rechner mehr, also kein Laptop, MacBook, Computer, iMac oder sowas, sondern ich habe nur noch ein iPad. Und habe gesagt, ich will mal versuchen, das ganze Jahr 2019 nur mit dem iPad zu arbeiten und mal sehen, wie das so funktioniert. Das habe ich schon mal testweise gemacht für einen Monat vor zwei, drei Jahren. Da war es auch noch eine rechte Herausforderung, muss man dazu sagen. Da war das Betriebssystem noch lange nicht soweit, das iPad auch relativ langsam als Prozessor usw. Und da war‘s auch relativ kompliziert, das zu tun. Jetzt ist es sehr weit schon, viel ausgereifter. Ich habe gesagt, ich versuche es jetzt mal wirklich das ganze Jahr komplett ohne.

BF:
Wie laufen so die ersten Wochen?

LB:
Ja, gut, also sehr gut. Ich bin eigentlich begeistert, Einschränkung eigentlich, denn es gibt natürlich ein paar Sachen, wo ich sage, da gibt es schon Einschränkungen.

BF:
Ein Beispiel bitte.

LB:
Wollen wir direkt mit dem Negativen anfangen?

BF:
Ja, denn nachher kommen ja die fünf Gründe, warum du nur damit arbeiten solltest und das sind ja dann wahrscheinlich fünf tolle Gründe, warum du nur mit dem iPad arbeiten solltest. Deswegen wollen wir jetzt wissen, was schwierig ist.

LB:
Ja, es ist so, das Dateihandling ist schwierig. Wenn wir jetzt zum Beispiel diese Folge hier aufnehmen und da haben wir so ein kleines Gerät stehen hier neben uns, der das alles aufzeichnet, Zoom nennt sich das, Zoom 6. Das zeichnet die Podcastfolgen auf, das machen wir extra nicht mit dem Rechner, das haben wir früher mal gemacht, aber da gab es dann auch manchmal Schwierigkeiten. Jetzt zeichne ich es damit auf und jetzt ist das dort auf einer Speicherkarte. Normalerweise kann ich nun die Speicherkarte nehmen, in einen Rechner stecken, die Dateien runterladen, rein theoretisch.

BF:
Nicht so beim iPad.

LB:
Nein, noch nicht. Ich glaube, daran werden sie etwas ändern, es hat einen USB Anschluss, da kann ich auch so ein Ding reinstecken, wo ich dann so ein Kartenlesegerät habe, das funktioniert auch. Also, das kann man technisch reinstecken, passt auch.

Aber der erkennt diese Audiodatei nicht. Die einzige Möglichkeit, da Dinge reinzubekommen, ist, indem ich über diese Foto-App gehe im iPad, dann kann ich auch über USB und über Speicherkarten, die Fotos reinkriegen. Die müssen speziell abgelegt sein, also von der Kamera abgelegt sein, dann funktioniert es. Aber wenn ich jetzt so eine Speicherkarte habe und da sind keine Fotos oder Videos drauf, kriege ich die Dinger zum Verrecken nicht in dieses iPad. Es geht nicht.

BF:
Okay, also, es gibt Grenzen, damit haben wir jetzt angefangen. Aber lasst euch nicht demotivieren, denn es gibt viele positive Aspekte, nur mit dem iPad zu arbeiten. Und ich habe hier ja auch gelesen, dass du das Gefühl hast, mit dem iPad Pro, dass du beim perfekten Computer angekommen bist?

LB:
Ja, es geht in die Richtung perfekter Computer.

BF:
Wenn das jetzt jemand wie du sagt, der sich ja mit allen Sachen sehr intensiv beschäftigt, ist das ja schon eine Aussage.

LB:
Es ist wirklich so, wenn ich daran denke, wo ich herkomme, so Commodore 64 vor 40 Jahren und da habe ich wirklich da mit Kassettenlaufwerk Daten reingeladen in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit. Sehr wahrscheinlich hätte ich die schneller reintrommeln können. Aber egal, damit habe ich angefangen.

Wenn du jetzt siehst, wo die alle hingekommen sind und dann mit dieser intuitiven Bedienung, mit Apple Pencil, das ist schon sehr nah am perfekten Computer, muss man echt sagen. Wir nehmen das jetzt auf, nach knapp zwei Monaten und ich möchte es nicht missen.

Ich habe mal kurz gezuckt zwischendurch, aber das war, als ich dann wieder mit meinen Daten da irgendwie …, aber ich habe ja den Vorteil, dass ich ein Team habe. Gleich gebe ich die Speicherkarte einfach hier ein Büro weiter und die laden es dann hoch. Und dann ist alles gut.

BF:
Also gut, sehr gut. Solange man noch jemanden kennt, der noch ein MacBook hat oder einen normalen Rechner, ist alles in Ordnung?

LB:
Ja gut, das sind so Kleinigkeiten. In der Community, als ich das angekündigt habe, da waren auch ein paar Kommentare, jaja, der Lars, der kann das ja machen. Der stellt ja für alles, was er nicht mit dem iPad kann, direkt einen Mitarbeiter ein.

BF:
Böse! Spitze Zungen in der Community! Da muss ich mich hier gar nicht so zurückhalten und dich ein bisschen provokanter anpacken.

LB:
Warum?

BF:
Wenn die das dürfen…?

LB:
Kannst du ja mal versuchen!

BF:
Gut, also, es wird eine spannende Folge, zieh dich warm an.

LB:
Generell mit dem perfekten Computer, das würde ich gern mal kurz erklären. Man kommt ja wirklich aus einer Zeit, wie gesagt, oder ich komme da jetzt her, wo wirklich alles schön höllenlangsam war und kompliziert. Aber was die Computer geschafft haben, sie wurden immer schneller, aber sie wurden auch immer komplizierter und komplexer. Und wenn ich daran denke, so zwischenzeitlich hatte ich wirklich so meine Dateiablage über zehn Ablageorte verteilt, gefühlt hundert. Hier Fotos, da Fotos, in der Kamera Fotos und auf dem Handy, auf dem iPhone Fotos. Es wurde alles höllisch kompliziert. Und das wird mit dem iPad halt alles super einfach.

BF:
Weil du das direkt in der App lässt?

LB:
Du machst alles mit der App, genau, dazu kommen wir gleich auch.

BF:
Ich frage so ein bisschen blöd tatsächlich, weil ich keines habe.

LB:
Ja, ich weiß.

BF:
Ich muss mich immer daran…

LB:
Das habe ich auch stehen in meinen Notizen. Barbara fragen, ob sie sich ein iPad als Ersatz für ihr MacBook vorstellen könnte? Das mache ich jetzt einfach mal. Barbara, könntest du dir ein iPad als Ersatz für dein MacBook vorstellen?

BF:
Ja, ich könnte mir das vorstellen. Ich habe tatsächlich auch schon oft mit dem Gedanken gespielt oder habe sogar auch schon gesagt, wenn mein MacBook Pro den Geist aufgibt oder wenn ich denke, es ist an der Zeit, sich wieder zu erneuern, dann möchte ich eigentlich das gerne mal mit dem iPad ausprobieren.

Deswegen bin ich selber sehr interessiert an dieser Folge, ganz ehrlich. Andererseits hatten wir vorhin schon die Diskussion und ich haben diesen zugrundeliegenden Pfad, der dann quasi verloren geht in meinem Leben. Ich weiß nicht, ob ich bereit bin, mich von dem zu verabschieden.

LB:
Deine Ordnerstruktur?

BF:
Richtig.

LB:
Hast du auch Ordnerstrukturen in deinem E-Mail-Eingangskorb? Ich glaube, das hatten wir auch schon mal?

BF:
Ja, Fächer. Ja, gut, aber ich leite auch keine Firma mit 20 oder 40 oder 100 Mitarbeitern und ich habe auch keine 137 Kunden, die ich irgendwie betreuen muss. Das ist ja alles handelbar für mich.

LB:
Das ist doch keine Entschuldigung, dass man ein Ordnersystem hat, oder?

BF:
Ich wusste auch gar nicht, dass ich mich dafür entschuldigen muss, dass ich ein Ordnersystem habe!

LB:
Doch, bei mir schon.

BF:
Hach, okay, gut. Ich weiß nicht, ob es irgendwen in der Community gibt, der mich noch versteht. Ich bin echt von gestern und ja auch überhaupt nicht Techniknerd. Das wisst ihr auch alle von mir. Und jetzt verrate ich was, neben dem Lars liegt ein echter Kalender, analog in Papierform und darauf liegt ein Stift und ich habe mir eben einen Stift von Lars geliehen. Ich meine, auch der Lars entwickelt sich weiter hin zum Kalender, so. Aber jetzt wollen wir uns erstmal anhören, was deine Gründe sind.

LB:
Es ist übrigens kein Kalender.

BF:
Okay, gut, dazu in einer anderen Folge. iPad only, let’s go.

LB:
Ich möchte es nicht mehr missen. Ich habe zum Beispiel jetzt meine Familie auch langsam umgestellt, meine zwei „kleinen“ Mädels. Die sträuben sich noch etwas, aber meine Frau zum Beispiel hat auch nur noch ein iPad. Mein Sohn studiert, der hat auch nur ein iPad. Also, die sind da auch schon in diese Richtung unterwegs. Meine Mutter hat auch nur ein iPad. Und da kann man auch sehen, dass das gerade dann auch für Ältere, die sich auch mit den Computern immer ein bisschen schwergetan haben, auch eine tolle Sache ist.

BF:
Sehr intuitiv und ansprechend, ja.

LB:
Genau und ich glaube, für das, was du damit tust, wäre ein iPad hundertprozentig ausreichend.

BF:
Ja, das glaube ich auch. Ausreichend ist es auf jeden Fall. Wenn die da einen Pfad einbauen, dann…

LB:
Man sollte bei der Ablage generell nichts auf seinem Computer ablegen, das gilt für das iPad wie für dein MacBook, sondern man sollte es schon irgendwo in einen Clouddienst legen, damit es sicher ist. Das hatten wir auch schon mal in einer Folge, Barbara, da musst du mich nicht so angrinsen! Oder ein Back-up machen oder irgendwie sowas, aber das ist natürlich, da kannst du dir deine Ordnerstrukturen auch wiederherstellen. Also, das geht ja auch.

BF:
Okay, gut. Du kannst dich auf die wesentlichen Dinge deiner Arbeit konzentrieren, wenn du mit dem iPad arbeitest.

LB:
Genau.

BF:
Warum unterstützt das das so sehr? Also, das klingt ja nach einer Fokussierung.

Konzentration auf die wesentlichen Dinge deiner Arbeit

LB:
Ja, die Fokussierung ist der zweite Punkt. Der erste Punkt ist, dass du dich auf die wesentlichen Dinge deiner Arbeit konzentrierst und das meine ich jetzt wirklich als Unternehmer oder als Selbständiger. Dass ich einfach sage, alles, was Tagesgeschäft ist, was Fachkraftarbeit ist, vielleicht kann ich das dann nicht. Ich kann nicht eine riesen Exceltabelle mit diesem iPad bearbeiten, erstellen. Das macht keinen Sinn, dafür ist es auch nicht gedacht. Sondern das funktioniert nicht damit.

Oder, was ich auch natürlich nur schwer kann, ist jetzt eine Rechnung mit irgendeinem CRM-Tool schreiben oder irgendwie so etwas. Da gibt es Onlinetools, die das auch können. Man kann das auch damit machen, Debitoren und was weiß ich, was es da alles gibt. Aber wenn ich so ein ausgefeiltes CRM-Tool mit Artikelstamm und über 10.000 Artikeln habe, also in diese Richtung. Dafür ist es sicherlich nicht gemacht.

BF:
Also, es richtet sich jetzt auch in unserem Podcast ganz klar an Unternehmer, auch an Selbstständige. Aber wir reden hier immer über Leute, die ein Team führen. Deswegen bin ich auch nur bedingt ein gutes Beispiel, ja natürlich hast du Mitarbeiter, die noch mit Rechnern arbeiten. Die Sache ist die, das iPad als empfohlenes iPad only Gerät sozusagen für Unternehmer, damit sie stärker am Unternehmen arbeiten und nicht nur im.

LB:
Genau.

BF:
Das ist ausgelagert, es gibt die Dinge noch, aber dann bei den Mitarbeitern.

LB:
Genau und dass man sich das einfach mal überlegt. Ich möchte das gar nicht, ich fand es total toll. Ich hatte jetzt im Februar einen MDD-Workshop hier direkt am Rhein in Monheim, ganz tolle Location, Marienburg. Da war ein Unternehmer, der hatte eine große Werbeagentur. Und als er das gelesen hat wohl von mir, dass ich gesagt habe, ich mache dieses Jahr nur iPad, hat er das auch sofort gemacht, weil er gesagt hat, genau damit zwinge ich mich, mich als Unternehmer, wirklich an anderen Dingen zu arbeiten und nicht mehr in dieses Tagesgeschäft, in dieses Kleinteilige, abzutauchen. Sondern ich versuche das große Ganze ein bisschen im Blick zu haben, weil ich es mit meinem Gerät gar nicht mehr kann.

Fokussiertes Arbeiten

BF:
Okay, komplett verstanden. Punkt Nr. 2, den hatte ich schon angeteasert, fokussiertes Arbeiten.

LB:
Ja, auch super und da muss ich sagen, ich habe auch, als ich noch ein MacBook hatte, habe ich mir dann noch einen großen Monitor gekauft. Alles wieder abgegeben, auch die großen Monitore, das war mir too much. Das war mir zu viel und wenn ich z. B. ein Konzept erstellt habe oder wenn ich was geschrieben habe oder jetzt das Schreiben an meinem Buch, bin ich immer auf mein iPad gegangen, weil ich dort immer alles im Vollbildschirm habe.

Ich werde überhaupt nicht abgelenkt, ich bin voll fokussiert, da ich immer den vollen Bildschirm habe. Ich kann natürlich klar bei Bedarf mal so einen Splitscreen oder überhaupt mal was über den Bildschirm schieben, um mal schnell irgendwas zu recherchieren oder nachzugucken. Aber generell habe ich nicht mehr diesen Desktop dahinter, wo sich dann womöglich noch 10.000 Dateien verstecken. Also dieses Clutterfree, dieses Aufgeräumte hast du immer am iPad. Du hast nur diesen Bildschirm und das ist immer im Vollbild. Und du kannst dich ganz anders fokussieren.

BF:
Darf ich mal deine Startseite sehen auf dem iPad? Okay, Hintergrund Schneelandschaft und dann haben wir hier, darf ich das sagen?

LB:
Natürlich, ich glaube, da ist kein Geheimnis drauf.

BF:
Der App Store ist da, Zoom ist da, Google, Notizen, Einstellungen, Chrom, Nachrichten. Was ist das hier? Cubus.

LB:
Das ist ein Musik Streamingdienst.

BF:
Okay, natürlich eine Fußball-App.

LB:
Ja.

BF:
LumaFusion? Was ist das?

LB:
Damit kann man Videos schneiden.

BF:
Lightroom, für die Bilder. Eine Wetter-App und Google Maps. So und dann haben wir in denen, wie heißt das dann, wenn das so zusammengefasst ist?

LB:
Ja, öh, Ordner, wie auch immer.

BF:
Es gibt da halt so Ordner, da sind die ganzen kleinen Apps drin und die sind sortiert in weiß, orange, rot, violett, grün und blau und grau und bunt. Du hast also deine Apps einfach nach Farben sortiert?

LB:
Ja.

BF:
Weil du weißt, wie die aussehen?

LB:
Wenn ich eine App öffne, streiche ich runter, suche und dann … Es ist ja auch kognitiv entlastend. Das habe ich immer als Beispiel und wenn du dich kognitiv entlasten möchtest.

BF:
Darf ich es mal aufmachen?

LB:
Ja.

BF:
Ach so, dann ist bei Blau zum Beispiel Testflight, Twitter, Scanable, Keynote, Safari.

LB:
Alles, was blau ist halt.

BF:
Interessant.

LB:
Ja und du hast aber nicht deinen Desktophintergrund, den will ich mir jetzt nicht angucken.

BF:
Nee, im Moment ist der auch ganz schlimm.

LB:
Ja, siehst du und das kannst du ja mit dem iPad gar nicht. Du hast diese Möglichkeit gar nicht, sondern du hast wirklich alles ordentlich. Nochmal zu den Farben: Das ich meine Apps nach Farben sortiere, habe ich auch mal erklärt, warum ich das tue. Weil ich mich kognitiv entlasten will. Ich teste viele Apps. Ich habe bestimmt geschätzt 300 Apps hier drauf. Und die nutze ich natürlich bei weitem nicht alle, aber ich habe gesagt, dann kriegst du eine App und denkst, ist das jetzt Produktivität, gehört das in den Officebereich usw., blöd.

Ich sehe die App, blau, weiß ich genau, kommt in den blauen Ordner. Das mache ich, um es mir einfacher zu machen. Und wenn du fokussiert an etwas arbeiten willst, gibt‘s nichts Besseres als das iPad.

Die Bedienung

BF:
Okay, gut. Bedienung, User Interface, haben wir das jetzt nicht schon mit behandelt, den Punkt?

LB:
Jein, haben wir gemacht, aber es ist so, dass dadurch, dass du viel über Apps machst, hast du als Beispiel ein maßgeschneidertes Werkzeug immer für das, was du tust. Und klar nutzt du auch Programme auf dem anderen Rechner, aber hier hast du‘s immer im Vollbildschirm.

Und wenn ich jetzt wirklich ein Video schneide, was ich sehr wenig tue, wobei ich dieses LumaFusion, was du eben gesehen hast, wirklich empfehlen kann. Das ist so intuitiv, viel einfacher als ich auf dem Mac jemals Videos geschnitten habe. Du kannst es mit dem Apple Pencil machen, genial. Dein Rechner wird dann plötzlich zum Videoschnittgerät.

Oder wenn ich mit Lightroom arbeite, das ist auch besser als auf dem Rechner. Sehr wahrscheinlich sind nicht alle Funktionen da, um Fotos zu bearbeiten. Aber ich gehe mit dem Apple Pencil wie mit so einem Stiftchen darüber und sage, hier möchte ich es ein bisschen heller, da mache ich es ein bisschen dunkler von der Belichtung her oder da ein bisschen unscharf. Dann habe ich hier plötzlich das iPad zu einem Bildbearbeitungscomputer gemacht. Dann ist komplett das ganze Ding nur noch das.

Das ist so dieses, was es wirklich einfacher macht. Und dann ist es ja so, dadurch, dass du es mit Touch bedienen musst, mit dem dicken Finger in der Regel, müssen sich die Entwickler bei den Apps viel mehr Gedanken machen, dass sie das User Interface, dass sie die Bedienführung wirklich richtig gut machen. Du kannst nicht, deshalb funktionieren die Microsoft-Apps oftmals hier drauf auch nicht, zehn Unterstrukturen in deiner Menüstruktur haben, das geht gar nicht in so einem Gerät, dann wird es auch nicht mehr bedienbar.

Deshalb muss man sich ganz klar überlegen, wie ist die Benutzerführung und das macht dann viele Apps dann wirklich einzigartig und auch einfach zu bedienen. Ich sehe schon, du wirst langsam überzeugt.

Unkompliziert

BF:
Punkt Nr. 4, weniger kompliziert. Also?

LB:
Mit dem Filesystem das Beispiel: Es ist einfach nicht so kompliziert. Ich habe kein Filesystem, ich muss nicht hinten irgendwie …, keine Ahnung, andauernd das Ding neu starten und irgendwie wieder mit Einstellungen mir da irgendwas überlegen, machen und tun. Es funktioniert, ich habe eine App, die funktioniert. Die werden ja auch abgenommen von Apple, bevor sie überhaupt hier hochgeladen werden.

Das machen ja viele denen zum Vorwurf, dass Apple da vorsortiert. Das macht es aber auch gut, dann kommen wirklich meistens nur Apps hier drauf, die auch wirklich funktionieren und eine gewisse Stabilität haben. Allein schon, dass du dich nicht mit so einem Filesystem auseinandersetzen musst, das brauchst du gar nicht.

Sondern, wenn ich jetzt wirklich was in Keynote mache, eine neue Präsentation und die mache ich ja gar nicht, sondern ich kriege die dann. Dann liegt es in Keynote, da haben ich dann natürlich auch noch zwei, drei Ordner, da habe ich einen „Lars Bobach“ Ordner, da habe ich einen „LB-OM“ Ordner, also für meine Agentur einen Ordner. Aber mehr auch nicht und das macht es wirklich viel einfacher.

Rechenleistung

BF:
Und du hast hier auch nochmal stehen, Rechenleistung eines Computers. Also, die Rechenleistung ist wirklich die gleiche?

LB:
Mehr, also, ich bin mir sicher, dass mein iPad Pro – dein MacBook ist jetzt drei Jahre alt oder vier?

BF:
Vier, fünf. Geht ins fünfte Jahr.

LB:
Dann kann er da nicht ansatzweise mithalten. Die sind mittlerweile so schnell geworden und ich sage ja, du kannst wirklich Videos damit schneiden. Ziehst du hin und her und dann rendert er die, das habe ich jetzt gemacht. Weil wir in der Akademie gerade ein bisschen was umgeändert haben, wir haben den GoodNotes 5 Kurs, da habe ich die Videos größtenteils mit meinem iPad geschnitten. Mein Team war weg, ich musste das an dem Wochenende unbedingt machen. Ich weiß, ich wollte keine Fachkraftarbeit machen, ich habe es getan. Aber ich habe es wirklich mit dem iPad gemacht.

BF:
Jetzt kommt es raus, wenigstens das.

LB:
Und rasend schnell.

BF:
Stell dir mal vor, du hättest Fachkraftarbeit gemacht und das noch auf dem Rechner!

LB:
Ja. Nein, aber es ist wirklich …, das iPad macht es alles viel einfacher. Es ist weniger kompliziert, weil diese Komplexität von dem Computer wird einfach auf ein Minimum reduziert. Und Menschen, die sich damit nicht so auseinandersetzen wollen, so wie meine Mutter oder meine Frau. Oder mein Sohn auch, Computer ist jetzt nicht so sein Ding. Da ist das genau das Richtige.

Ressorcenschonend

BF:
Punkt Nr. 5: Ressourcenschonend. Also, was meinst du damit?

LB:
Ich brauche keine zwei Geräte, ich habe nur noch das iPad. Früher MacBook, iPad, vielleicht sogar noch einen Rechner zu Hause. Ich habe jetzt überall nur noch das iPad. Ich habe zu Hause keinen Rechner.

BF:
Und die Apple Watch?

LB:
Ja, ein iPhone und die Apple Watch. Dann muss ich natürlich sagen, ich kaufe mir auch regelmäßig immer wieder neue iPads, wenn ein neues kommt. Das ist für mich natürlich jetzt Alibi. Nein, aber es ist ja so, wenn du von allem immer mehr hast und immer mehr haben musst. Ich hatte wirklich kurz den Impuls, als da irgendwas mit dem Dateihandling war, das war dann so kompliziert.

Dachte ich, es gibt ja ein neues MacBook, kaufst du dir das. Ich war schon auf der Apple Seite. Wir haben in der Agentur einen eigenen Apple Store für uns, weil wir oft bei Apple bestellen. Das machen die, wenn du da irgendwas bestellst, kriegst du direkt einen eigenen Apple Store.

Ich war schon auf der Seite, ich habe dann aber nochmal zurückgezuckt und gesagt, nein, komm. Du ziehst das durch und ich bin auch froh, dass ich das getan habe und ich habe auch gesagt, nein, du willst jetzt nicht. Alles, was ich kaufe, muss ja produziert werden und wieder Ressourcen usw. Und da ist es dann schon gut, wenn man alles da mit einem Gerät machen kann.

BF:
Okay, ich fasse zusammen. Fünf Gründe, warum du nur mit dem iPad arbeiten solltest.

  1. Auf die wesentlichen Dinge meiner Arbeit konzentrieren
  2. Fokussiertes Arbeiten
  3. Bedienung, User Interface
  4. Weniger kompliziert
  5. Ressourcenschonend

Ich muss sagen, mich überzeugt am allermeisten der Aspekt, dass Unternehmer, also ihr, unsere Community, vor allen Dingen das iPad nur nutzen, damit sie am und nicht im Unternehmen arbeiten und damit habt ihr alle Themen, die vielleicht auf der Seite sind, wo ihr sagt, da habe ich aber eine Frage, bin ich nicht überzeugt, weiß ich nicht, bin unsicher. Das ist eigentlich nur ausgelagert. Und das iPad ist euer ständiger Begleiter, am Unternehmen zu arbeiten. Das hat mich jetzt überzeugt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es für mich das beste Argument ist, aber falls ich mir eins kaufen soll, würde … , welches soll ich mir dann kaufen?

LB:
Da müssen wir eine neue Folge machen. Quatsch, das ist total einfach. iPad Pro 12,9 Zoll.

BF:
Das hast du da jetzt auch?

LB:
Ja.

BF:
Das ist auch schon ziemlich groß.

LB:
Es ist kleiner als dein MacBook. Ich weiß nicht, ob ich dir zu dieser Tastatur raten würde, die ist auch sehr teuer. Das ist die Apple Dings Tastatur, ich weiß gar nicht, die Tastatur von Apple, die dazugehört, die kostet 220 Euro.

BF:
Okay, was kostet das Gerät eigentlich? Jetzt aktuell ungefähr?

LB:
Das darfst du mich nicht fragen.

BF:
Kannst du nicht sagen?

LB:
1.500??? Hängt auch vom Speicher ab. Aber die Tastatur, da bin ich auch nicht mit glücklich. Da gibt es bessere Lösungen.

BF:
Okay, passend zum Thema iPad ein Zitat von Steve Jobs aus dem Jahr 1998, aber schon damals sehr passend und für heute auch immer noch passend.

„Es ist wirklich schwer, Produkte für Zielgruppen zu entwerfen. Meistens wissen die Leute nicht, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt.“

Vielleicht haben wir das mit der Folge heute geschafft. In diesem Sinne wünschen wir euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.