Das aktuelle MacBook Pro – endlich auch bei mir im Test

Mit ein wenig Verspätung gibt es jetzt mein Review des aktuellen MacBook Pro mit OLED-Touchbar. Das Gerät ist zwar schon einige Monate auf dem Markt, ich gönne mir aber immer einige Zeit, um auch Kleinigkeiten in meinen Tests aufzudecken.

Grund für den Wechsel von meinem alten MacBook im 12-Zoll-Format war vor allem die Performance – und die soll nun das 13 Zoll große MacBook Pro liefern.

Hier erst mal mein Review als kurzes Video:

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The Good

Zuerst die positiven Seiten des „neuen“ MacBook Pro: Apple-typisch fällt die Verarbeitung hervorragend aus, es ist robust und wirkt schon fast so, als würde man es auch ohne große Schäden absichtlich fallen lassen können (bitte nicht zu Hause ausprobieren!). Das Design ist hübsch, es ist schön schlank, alles hat eine Höhe, nichts wackelt oder hat Luft – prima.

Hervorragend auch das Display, das an Schärfe und Helligkeit alle bisherigen MacBooks in meinem Besitz übertrumpft – nah an der Perfektion, die wohl nur ein echtes OLED-Display liefern könnte (vielleicht in einigen Jahren…). Beim Keyboard hat Apple den Tastenhub wieder leicht angehoben, nachdem es am Vorgänger ein wenig Kritik gab. Ich selbst habe jedenfalls nichts auszusetzen.

The Bad

Ausgerechnet eines der Aushängeschilder des MacBook Pro in dieser Variante gefällt mir weniger gut, nämlich die OLED-Touchbar. Für mich fühlt es sich so an, als wollte Apple damit ein Problem lösen, das eigentlich gar nicht bestand. Es sieht schön aus und wirkt sehr futuristisch, aber funktionell sehe ich (noch?) keinen Mehrwert im Vergleich zu klassischen Funktionstasten. Dazu eine kleine Anekdote: Mit meinem alten MacBook konnte ich die Lautstärke mit einem einzigen Tastendruck verstellen, auf der Touchbar sind dazu zwei Aktionen notwendig.

Die Akkulaufzeit gefällt mir auch nicht so ganz, insgesamt kann ich etwa sechs bis sieben Stunden aus dem MacBook Pro kitzeln. Mein altes 12-Zoll-MacBook konnte mir ein bisschen mehr bieten, wenngleich die Performance dort auch geringer war. Auf längeren Reisen wird es da schon mal eng im Alltag, wenn die CPU gefordert wird und das Display maximale Helligkeit darstellen muss.

The Ugly

Das Keyboard ist einerseits zwar toll, andererseits ist mir nach vielen Wochen Arbeit aber auch aufgefallen, dass es beim Tippen schon relativ laut ist. Im Zug z.B. merke ich teilweise, dass ich andere Reisende damit nerve. Auch das ist mir mit meinem alten MacBook nicht passiert. Eine gute Alternative ist mein iPad, denn dessen Tastatur arbeitet deutlich leiser.

Und der Rest!

Es gibt nur noch USB-C, was für mich eigentlich recht praktisch ist, weil der Anschluss einfach simpel und intuitiv funktioniert. Hier und da braucht man Adapter, mich persönlich stört das aber nicht – ob es bei dir anders ist, musst du selbst entscheiden. Touch-ID ist jetzt in die Touchbar integriert, was für einige Nutzer sicherlich nützlich ist. Ich entsperre mein MacBook Pro mit der Apple Watch, einen Mehrwert gibt es da also persönlich nicht. Das trifft auch auf das Touchpad zu, das jetzt noch größer ist.

Fazit

Kurz und knapp: Das aktuelle MacBook Pro ist ein tolles Produkt, das ich sofort weiterempfehlen würde – aber nur ohne OLED-Touchbar, denn die braucht meiner Erfahrung nach kein Mensch wirklich im Alltag.