Die besten Bücher zum Selbstmanagement – Dennis Fischer

Dennis Fischer betreibt die deutsche Website 52ways.de. Dort stellt er jede Woche die Zusammenfassung eines Business-Ratgebers vor.

Nachdem er in den letzten zehn Jahren diverse Ratgeber nur für sich selbst zusammengefasst hatte, kam Dennis die Idee das Ganze einfach mal online zu stellen. Das macht er nun seit zwei Jahren und hat auch die Anzahl der Bücher von einem im Monat auf ein Buch pro Woche gesteigert.

Links

Website und Kontakt:
52ways.de

Meistertask Workshop mit Lars Bobach

Die 3 Buchtipps:(*)
Getting Things Done /Wie ich die Dinge geregelt kriege von David Allen
Die 7 Wege zur Effektivität / 7 Habits Of Highly Effective People von Stephen Covey
Deep Work / Konzentriert arbeiten von Cal Newport

Die anderen erwähnten Bücher (*):
Zen to Done von Leo Babauta
Miracle Morning von Hal Elrod
Prinzip kostenlos von Dr. Kerstin Hoffmann
Total Recall Biografie von Arnold Schwarzenegger
Das Leben ist wie eine Schneeball Biografie von Warren Buffett
Thinking, Fast and Slow / Schnelles Denken, langsames Denken von Daniel Kahneman
Seven Levels of Communication von Michael J. Maher
Café am Rande der Welt von John Strelecky
Wiedersehen im Café am Rande der Welt von John Strelecky
Magic Cleaning von Marie Kondo

Empfohlene Apps:
Meditations-App Headspace
Tool für E-Mails Unroll.me

Transkript

LB = Lars Bobach
DF = Dennis Fischer

LB:
Herzlich willkommen zum Podcast Selbstmanagement.Digital. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Lars Bobach und ich sitze hier zusammen mit Dennis Fischer, hallo Dennis.

DF:
Hallo Lars, vielen Dank für die Einladung.

LB:
Ja, schön, dass du da bist, freut mich wirklich sehr. Der Dennis Fischer, der betreibt nämlich die Website 52ways.de. Aber es ist eine deutsche Website, auch wenn es ein englischer Name ist. Dort stellt er jede Woche nämlich einen aktuellen Business Ratgeber vor und liefert dort die darin enthaltenen Denkanstöße so in komprimierter Form. Also, er gibt sozusagen alles, was in den Büchern steckt, nochmal als Denkanstoß weiter. Wenn man sich nicht mit dem Buch beschäftigen will, ist das hier eine gute Zusammenfassung. Ja, Dennis, was liegt denn zurzeit auf deinem Nachttisch? Was liest du gerade?

DF:
Ja, ich habe mich tatsächlich inspirieren lassen durch dein Podcast-Interview mit Gordon Schönwälder und lese jetzt das „Prinzip kostenlos“ in dieser Woche. Ich bin bisher sehr beeindruckt, ist jetzt erst der zweite Tag, aber mir gefällt es wirklich gut und finde ich einen tollen Tipp.

LB:
Ja, von Dr. Kerstin Hoffmann, genau, die hatte ich auch schon hier im Interview übrigens. Die habe ich auch schon hier im Podcast interviewt. Erzähle uns mal ganz kurz, wie bist du denn auf die Idee gekommen mit 52ways?

DF:
Ja, ich lese schon die letzten zehn Jahre wirklich regelmäßig diverse Ratgeber und habe mir dann vor zwei Jahren überlegt, okay, du fasst die jetzt eh schon für dich selbst auch zusammen in Mindmaps oder in kurzen Word-Dokumenten und warum das Ganze nicht einfach mal online stellen?

Ich habe dann das zunächst online gestellt, habe dann den Turnus so ein bisschen erhöht von knapp einem Buch pro Monat auf ein Buch pro Woche. Erstens, weil es einfach cooler klingt und weil es auch für meine Leser dann ein größerer Mehrwert ist. Das halte ich jetzt seit knapp über 90 Büchern, also seit fast zwei Jahren, halte ich das durch und es macht immer total Spaß.

LB:
Ja, kann ich mir vorstellen. Da musst du ja tierisch viel Zeit jeden Tag dir nehmen zum Lesen? Wie viel liest du jeden Tag?

DF:
Ja, es geht. Ich habe eine Morgenroutine etabliert und schaffe da so meistens 20 bis 30 Seiten und dann im Laufe des Tages oder abends vor dem Einschlafen nochmal ein paar Seiten. Aber klar, ich habe letztens auch die Biografie von Arnold Schwarzenegger gelesen, die du ja auch in deinem Podcast vorgestellt hast. Und es hat dann deutlich länger gedauert, da musste ich mir wirklich Zeit dafür freiräumen.

LB:
Das kann ich mir vorstellen. Wenn du anfängst die von Warren Buffett zu lesen, dann musst du dir Urlaub nehmen! Die ist endlos lang. Ich habe es, glaube ich, hier schon mal gesagt, das war das erste und bisher einzige Hörbuch, ich habe es als Hörbuch gemacht, was ich in anderthalbfacher Geschwindigkeit gehört habe. Denn in der normalen Geschwindigkeit, das ging gar nicht. Da bin ich wahnsinnig geworden. Toller Typ, toller Lebenslauf, aber ausschweifend, ich glaube, es geht über 30 Stunden.

DF:
Ja, das ging mir so bei Daniel Karnemann und seinem Werk, also, das musste ich auch als Hörbuch hören, sonst hätte es zu lange gedauert.

LB:
Liest du denn mehr oder hörst du mehr?

DF:
Ich lese tatsächlich mehr, weil ich beim Hören das Problem habe, die Notizen wirklich zu machen, denn danach gehe ich das Buch nochmal durch. Egal, ob es jetzt ein Kindle ist, da ist es halt superpraktisch, da kann ich direkt digital die Notizen machen und mir dann einfach zuschicken lassen. Dann habe ich meine Summery und die spannendsten Denkanstöße mehr oder weniger schon zusammengefasst. Ansonsten gehe ich es halt danach nochmal durch und schreibe dann auch entsprechend die Summery aufgrund des Buches.

LB:
Ist absolut richtig, du musst das ja machen, denn du musst da ja was zusammenschreiben. Das geht bei mir auch so, wenn ich ein Buch höre als Hörbuch bei Audible und sage dann, das ist so gut gewesen und ich kann mir ja keine Notizen machen. Da kaufe ich es mir immer noch als Kindle-Buch und lese es nochmal. Ja, ist wirklich so. Denn du kannst keine Notizen machen oder Markierungen da reinbringen, das ist echt schade und dann, wenn es wirklich so gut ist, das ist jetzt schon ein paar Mal passiert, dann kaufe ich mir das dann nochmal.

DF:
Aber geht es nicht in Audible auch, dass du so einen Button hast, wo du die letzten 30 Sekunden quasi abspeichern kannst?

LB:
Ja, da kannst du so Markierungen setzen, aber irgendwo, ich bin ja im Auto und mein iPhone ist ja dann eh gesperrt, also, dieser Fahrmodus. Zwar kannst du das dann entsperren, machst du aber nicht und irgendwo doof. Also, nee, wenn es wirklich so, also, die Warren-Buffett-Biografie, die würde ich mir jetzt nicht nochmal kaufen und nochmal lesen. Aber wenn es wirklich ein super Buch ist, dann mache ich das, auf jeden Fall.

DF:
Ja, cool.

LB:
Ja, du sagst, du hast schon immer viel gelesen. Ich weiß nicht, wie alt bist du jetzt?

DF:
32 bin ich jetzt.

LB:
Wahnsinn. In dem Alter habe ich noch davon geträumt, so viel zu lesen, ist ja wirklich toll. Aber du machst mit 52ways, das ist noch nicht dein, ist das dein richtiger Hauptberuf oder hast du noch einen normalen Beruf, den du ausübst?

DF:
In Anführungszeichen habe ich noch einen „normalen“ Beruf, genau. Ich habe mich vor zwei Jahren hier in München mit zwei Kollegen selbständig gemacht mit einer Innovationsberatung. Ich komme aus dem Design Thinking, habe da auch mehrere Ausbildungen gemacht und dann entsprechend mit zwei Kollegen eine Beratung gegründet und ziemlich parallel den Blog gestartet. Von daher ist es immer noch ein Side Projekt.

Aber was ganz spannend ist, dass eben immer mehr und mehr meiner Leser auf mich zukommen und gerne das Wissen, was ich ja aus diversen Ratgebern aufgesaugt habe, in komprimierter Form für sich selbst in Form von einem Coaching hätten. Das läuft jetzt mehr und mehr an und das will ich auch weiter ausbauen in den nächsten Monaten.

LB:
Aber das war nicht geplant, das so richtig als Content-Strategie, dass du sagst, okay, ich mache das mal und hoffe dann, dass es auf mein eigentliches Business einzahlt? Das war es nicht?

DF:
Nein, ursprünglich war es mehr so ein Leidenschaftsprojekt, wo ich gesagt habe, ich lese eh die Ratgeber und habe aber in meinem Freundeskreis nicht so viele Personen gehabt, mit denen ich mich dazu regelmäßig austauschen konnte und deswegen wollte ich einfach so ein bisschen mit Leuten in Kontakt kommen, die sich eben auch für Selbstmanagement, Zeitmanagement, Persönlichkeitsentwicklung und so weiter interessieren. Und das hat auch super geklappt. Also, ich habe ab der ersten Woche eigentlich regelmäßig mit meinen Lesern geskypt, telefoniert, sie auch persönlich getroffen und bin da im regen Austausch.

LB:
Super! Ich nehme an, man kann bei dir sich zu einem Newsletter anmelden, dass man einmal die Woche dann auch die Inhalte dann per Newsletter bekommt?

DF:
Ganz genau, ich habe einen wöchentlichen Newsletter, verschicke dann jeweils ein kurzes Intro und verweise dann auf den Blogartikel auf meiner Seite.

LB:
Super! Jetzt wollen wir heute über Selbstmanagement sprechen und wenn du sagst, Business Ratgeber, da werden auch viele Managementbücher dann dabei sein, nehme ich an?

DF:
Genau, definitiv, damit habe ich ursprünglich auch angefangen.

LB:
Jetzt heißt auch die Podcast-Folge Selbstmanagement, die besten Bücher und Dennis. Da wollen wir jetzt mal von dir hören, welche sind das denn aus deiner Sicht?

DF:
Heute habe ich mal drei mitgebracht, die wirklich zu meinen absoluten Favoriten gehören und das ist zum einen „Getting Things Done“ oder „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ von David Allen. Damit hat bei mir eigentlich alles angefangen, so damals vor knapp zwölf Jahren. Da habe ich das in die Finger bekomme, weil ich relativ schlecht organisiert war, super viele To-Do’s in meinem Kopf rumschwirrt sind und dafür habe ich eine Lösung gesucht und das war dann damals „Getting Things Done“ mit seinem System.

LB:
Darauf können wir kurz eingehen, bevor die anderen beiden kommen?

DF:
Gerne.

LB:
Was würdest du denn sagen ist von dem Buch, ich meine, das ist ja wirklich der Klassiker, also, jeder, der sich mit Selbstmanagement beschäftigt, muss dieses Buch lesen. Das ist überhaupt keine Frage. Ich habe ja auch so kleine E-Books geschrieben. Bei mir heißen die „LGTD“.

DF: Ja, genau, „Lars get things done!“

LB:
Genau, habe ich auch schon böse E-Mails gekriegt nach dem Motto, ich hätte ja mal darauf hinweisen können, dass ich das geklaut habe. Steht in jedem Vorwort immer drin, dass ich das in Anlehnung daran mache. Soll ja auch mit einem Schmunzeln sein, „LGTD“ heißt es ja auch. Also wirklich, na ja, egal. Versteht nicht jeder.

DF:
Ein anderes Buch heißt „Zen to Done“, das kennst du wahrscheinlich auch?

LB:
Ja, klar.

DF:
Babauter heißt der, glaube ich, genau. Das fand ich auch damals ziemlich gut als Ergänzung zum eigentlichen Buch.

LB:
Ja, der geht da nochmal mit einem anderen Blickwinkel dran, genau. Was ist denn so das zentrale take away, was du sagst, was meine Hörer hier jetzt mitnehmen sollen aus GTD, aus dem Buch von David Allen.

DF:
Also, für mich ist es eigentlich immer dieser eine Satz. Auf Englisch sagt er: „Your mind is for having ideas, not for holding them.“ Also, dass man den Kopf dazu benutzt, neue Ideen zu generieren und nicht die alten zu verwalten und zu organisieren. Es trifft es eigentlich ganz gut und ich finde sein System immer noch sehr wertvoll, wie man seine Gedanken, aber auch sonst sämtliche Posteingänge strukturieren kann und entsprechend in ein System packt, was einem zur richtigen Zeit am richtigen Ort an die richtigen Dinge erinnert.

Also, das finde ich insgesamt sehr wertvoll, auch, wenn es natürlich insgesamt eher auf die analoge Arbeitsweise bezogen ist, aber das hast du auch ganz gut geschafft in den letzten Jahren, es eben mit Todoist, Wunderlist, Trello usw. ins Digitale zu übersetzen.

LB:
Der Spruch ist natürlich super, den müssen wir uns mal auf der Zunge zergehen lassen: „Your mind is for having ideas, not for holding them.” Super genial. Ja, zentral ist für mich in dem Buch, mehrfach habe ich es gelesen, ich weiß gar nicht wie oft, also, mehr als drei, vier Mal auf jeden Fall. Zentral ist ja die zentrale Inbox und das ist ja im digitalen Zeitalter wirklich, das macht es ja aus, auch da eine zentrale Inbox zu haben. Hast du so etwas auch?

DF:
Ich habe tatsächlich meine ganzen E-Mail-Postfächer schon mal zusammengefügt. Aber woran ich immer noch scheitere ist wirklich, also die anderen Kanäle wie WhatsApp, SMS etc. in einem Posteingang irgendwie zusammenzufassen. Hast du da einen Tipp irgendwie? Oder wie machst du das?

LB:
Ja, also, SMS, WhatsApp, mache ich jetzt nicht. Fasse ich jetzt nicht in meinem Eingang zusammen. Das sind ja auch meistens Dinge, die man in der 2-Minuten-Regel, die auch David Allen in dem Buch beschreibt, die 2-Minuten-Regel, die ich dann benutze. Denn das ist ja wirklich immer ganz schnell.

Was ich nicht mache, ich habe nicht die ganze Zeit mein Handy hier liegen, gucke, wann kriege ich eine WhatsApp, wann kriege ich eine SMS. Das mache ich nur dann, wenn ich wirklich nicht in meiner Fokuszeit bin.

Aber was ich mache, ich habe eine zentrale Inbox in Todoist und das ist wirklich mein zentraler Punkt. Da speichere ich alles ab, in der Eingangsbox in Todoist. Wenn mir ein Geistesblitz kommt, eine Sache, die ich noch erledigen muss. Wenn ich im Web was finde. Das habe ich früher auch über mehrere Apps verteilt, was weiß ich, was ich im Web finde, dann bei Evernote und keine Ahnung. Mache ich alles nicht mehr, es kommt jetzt alles bei Todoist rein, da gucke ich eh jeden Tag in den Eingangskorb und vielleicht mache ich es auch mal ein, zwei, Tage nicht. Aber dann verteile ich es danach.

DF:
Genau.

LB:
Also, das ist spätestens dann beim wöchentlichen Review, das ist wirklich, dass du so einen zentralen Punkt hast, wo einfach alles reinwandert. Das ist wirklich essenziell für „GTD“.

DF:
Ja, definitiv. Was ich auch sehr spannend finde, das schreibt er erst so gegen Ende des Buches. Diese Frage, was ist der nächste Schritt? Also, dass man bei allem, was man tut, vor allem bei Meetings und auch bei Telefonaten einfach am Ende ganz klar definiert, was ist jetzt der nächste Schritt, den jeder unternimmt. Denn sonst geht man oftmals auseinander und es passiert gar nichts bis zum nächsten Termin. Also, das finde ich auch eine sehr wertvoller Frage.

LB:
Ja, absolut. Okay, also, erster Buchtipp, David Allen, Getting Things Done, wie du die Dinge geregelt kriegst. Was ist dein zweiter Tipp?

DF:
Das ist wirklich so eine Herzensangelegenheit, „7 Habits of Highly Effektiv People“ oder auf Deutsch „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen Covey. Es ist tatsächlich eines meiner Lieblingsbücher.

Kurze Anekdote dazu vielleicht, ich habe, als ich dann den Blog gestartet habe vor zwei Jahren, mir auch gedacht, so, jetzt musst du natürlich auch professionelle Visitenkarten drucken. Ich kam auf die Idee, da einfach eine persönliche Buchempfehlung draufzudrucken, weil ich das noch nicht kannte vorher, es ganz cool finde, wenn man auf der Visitenkarte irgendwie eine Buchempfehlung mitgeben kann. Und habe dann eben überall sieben Wege zur Effektivität drauf gedruckt. Habe jetzt in den letzten zwei Jahren gemerkt, es passt für sehr viele, aber natürlich passt für manche auch ein anderes Buch besser. Deswegen, auf meine neuen Visitenkarten kommen jetzt einfach so Blankolinien hinten drauf und kann ich dann die entsprechende Buchempfehlung direkt drauf notieren.

Für mich ist es einfach ein Buch, was sehr viele andere Bücher in einem vereint. Also, zu jedem der seven habits gibt es wahrscheinlich 30 weitere Bücher. Aber es schafft es halt, viele Themen in einem Ratgeber zu vereinen und ist dadurch natürlich auch relativ dick. Das liest man jetzt auch nicht unbedingt in einer Woche, vor allem, wenn man die ganzen Aufgaben erledigt. Aber ist mich auch so ein Grundlagenwerk. Und einen takeaway bzw. so für mich mit der entscheidendste habit ist gleich der allererste.

Dieses Thema, sei proaktiv, also, wenn man mal einen Tag lang hier durch die Stadt läuft und auf der Arbeit sich irgendwie anhört, wie viele Menschen sagen, ich muss und ich kann nicht und ich darf nicht und ich soll. Das ist absoluter Wahnsinn und man muss sich einfach mal bewusstmachen, dass man gar nichts muss in dem Sinne. Also, ich könnte jetzt auch einfach aufstehen und den Raum verlassen. Ich habe zwar keine Lust auf die Konsequenzen logischerweise, aber wir müssen erstmal per se überhaupt nichts.

LB:
Genau, ja, super Buch, auch natürlich ein absoluter Klassiker, Stephen Covey ist wirklich mein großes Vorbild in Sachen Selbstmanagement, kann ich sagen. Also, ein toller Typ, wo ich mir wirklich alles von abgeguckt habe, kann ich sagen. Und auch viele andere, die sich Selbstmanagement- oder Zeitmanagementprofis nennen, die gucken eigentlich alle bei ihm ab. Also, kann man fast sagen. Er war wirklich der erste aus meiner Sicht, der das so salonfähig gemacht hat.

DF:
Das stimmt, wobei er auch sehr abgeguckt hat. Er schreibt auch am Anfang des Buches, er hat 250 Bücher auch sich quergelesen, hat sich Studien angeschaut diverse und hat daraus dann auch wieder so ein „Best Of“ geschrieben letztendlich. Also ist es natürlich schon auch eine Zusammenfassung in gewisser Weise, was er da produziert hat.

LB:
Ja, absolut, klar, er hat jetzt auch nicht alles erfunden, aber so diese ganzen Konzepte. Ich glaube schon, dass da auch sehr viel Hirnschmalz von ihm mit drinsteckt. Es auch so zusammenzubringen, wie er das dann getan hat. Mit diesem proaktiv, das finde ich ganz wichtig und das erlebt man ja so häufig, dass die Leute so reaktiv sind.

Ich finde das, mir hat das wahnsinnig geholfen, indem man einfach seinen Tag einteilt in einen proaktiven Teil, einen Creator-Teil, wo ich wirklich was kreiere, was mache und dann irgendwann muss ich in den reaktiven Teil gehen. Da muss ich meine E-Mails öffnen, da muss ich reagieren, das ist auch in Ordnung. Das gehört zu jedem Job dazu, aber jeder Tag fängt bei mir immer proaktiv an. Wo ich sage, das ist jetzt meine Aufgabe, die „eat that frog“-Aufgabe. Ich nenne sie ja jetzt MDD, die Mach-dein-Ding-Aufgabe, die du vor allem machst. Wo du wirklich aktiv bist, proaktiv.

DF:
Ja, genau, viele unterscheiden ja zwischen Macher und Manager und ich versuche eigentlich auch, ich kriege es nicht immer hin, aber morgens erstmal so zwei, drei Stunden wirklich Macher zu sein, alles andere ausblenden und dann eben anzufangen, E-Mails zu bearbeiten und mehr zu managen.

LB:
Zu dem Buch hier, die „Seven Habits“, gibt es auch ein Workbook. Das habe ich bei mir im Regal stehen, aber noch nicht gelesen.

DF:
Willkommen im Club!

LB:
Du auch nicht? Ich wollte dich nämlich jetzt fragen, ob sich das lohnt, ob ich da mal reingucken soll?

DF:
Ich muss dazu noch sagen, ich war am Anfang des Jahres sieben Wochen auf Reisen in Asien unterwegs und hatte mir ein Kindle mitgenommen und ein Buch und es war tatsächlich das Workbook. So nach der dritten Woche habe ich dann mal angefangen, darin zu blättern, mir die Aufgaben anzuschauen. Aber hatte dann irgendwie nie Muße, sie auch wirklich zu bearbeiten und auszufüllen und habe es dann unbeschrieben quasi wieder mit nach Hause gebracht.

LB:
Okay, ja, ich habe es sogar richtig als Paperback im Regal stehen und bei meinem Umzug, ich ziehe ja jetzt demnächst um, da habe ich sogar, ich habe keine Ahnung, Hunderte von Büchern haben meine Frau und ich. Wir haben jetzt wirklich gesagt, wir behalten nur die, die wir nochmal lesen und da habe ich aber das mit dabei.

DF:
Okay.

LB:
Ich sagte, da gehe ich irgendwann mal durch.

DF:
Sag Bescheid, wenn du es durchgearbeitet hast, also, ich bin gespannt!

LB:
Ja, okay, also, zweiter Tipp, klar Stephen Covey, Seven Habits. Was ist dein dritter Tipp?

DF:
Der dritte Tipp ist „Deep Work“ von Cal Newport. Passt perfekt zu deinem E-Book, was du ja auch jetzt auf deiner Seite anbietest zum Thema Fokus, weil er eben genau diese deep work unterscheidet zu genannter shallow work. Also, einmal die tiefe Arbeit quasi und dann die flache Arbeit. Shallow Work ist für ihn wie anspruchslose Dinge, die jetzt keinen besonderen Mehrwert schaffen, leicht zu kopieren sind und deep works sind wirklich Aufgaben, die uns ja, er schreibt, die uns an unsere geistigen Kapazitätsgrenzen bringen, die neuen Wert schaffen und wo wir einfach schwer zu kopieren sind.

Da ertappe ich mich selbst auch mal manchmal dabei, wenn ich mir bei manchen Aufgaben überlege, ob ich dafür jetzt wirklich irgendwie 13 Jahre zur Schule gehen musste und vier Jahre studieren musste, um dann irgendwelche PowerPoint-Präsentation zu basteln oder E-Mails zu schreiben. Und finde ich einen Denkanstoß super spannend, denn da gibt es auch eine Frage wieder, die man sich stellen kann, wenn man verschiedene Aufgaben erledigt. Nämlich, wie lange würde es dauern, die Aufgabe, die du jetzt gerade erledigst, von einem Absolventen in deinem Bereich erledigen zu lassen?

Wenn man sich da mal ein paar Gedanken drüber macht, wie lange man da jemanden einarbeiten müsste in das Thema. Ob es jetzt ein Tag, eine Woche, ein Monat oder vielleicht bei Hirnchirurgen auch etwas länger dauert, finde ich es immer ganz wertvoll, um zu unterscheiden, welchen Aufgaben man mehr Zeit einräumen sollte und welche man vielleicht dann auch delegieren kann, outsourcen kann, so ein bisschen im Sinne von Timothy Ferriss, an einen oder eine virtuelle Assistentin geben kann.

LB:
Ja, spannend, spannender Ansatz und auch wirklich ein ganz tolles Buch. Ist auch eins von meinen absoluten Lieblingsbüchern, weil ich den Ansatz mag, dass wir über diese seichte Arbeit, dieses shallow work, wie er es nennt, überhaupt nichts mehr richtig erschaffen, sondern das kommt wieder zum Proaktiven, dass man nämlich proaktiv, dann nur da was erschafft. Er gibt ja auch ganz viele Beispiele, was mir im Kopf hängengeblieben ist, weil diese, ich glaube, von der New York Times irgendeine, ich glaube, es war die New York Times. Eine Redakteurin, die wirklich ganz tolle, tiefgehende Berichte geschrieben hat und Reportagen und dann wurde sie aber vom Redaktionsleiter gezwungen, vier-, fünfmal am Tag zu twittern, weil man das heutzutage muss.

DF:
Genau.

LB:
Dann hat sie gar nicht mehr an ihrer eigentlichen Arbeit arbeiten können und nicht mehr so richtig tief da eintauchen können, weil sie immer wieder rausgerissen wurde. Dann kamen natürlich replies und so weiter. So als Beispiel, wie wichtig ist, dass man wirklich tief in seiner Arbeit eintaucht.

DF:
Genau, ich glaube, es kommt natürlich auf die Art und Weise der Arbeit an. Er schreibt halt viel, wie du schon sagst, von Autoren, von Journalisten. Auch wenn du jetzt dann dein Buch schreiben wirst in den nächsten Monaten, ist es natürlich sinnvoll, wenn man sich irgendwie zurückzieht, mit seinem Wissen mal einsperrt ein paar Wochen und dann in Ruhe an so einem Buch schreibt. Es gibt sicherlich andere Tätigkeiten, wo es nicht ganz so wichtig und sinnvoll ist, aber ich glaube, es ist überall nicht verkehrt, sich ab und zu mal rauszunehmen und vor allem den Social-Media-Konsum ein bisschen zurückzufahren.

LB:
Ja, wichtig ist einfach, dass wir nur dann wirklich auch Werte schaffen und kreieren. Also, das muss einem klar sein, dass, wenn man das will, wenn man so ein Buch schreiben will oder er hat ja auch dann von Professoren gesprochen, die wirklich dann wochenlang keine E-Mails beantworten, weil sie sich so in ihrer Arbeit da reinknien und vertiefen.

Ich glaube, dann werden auch wirklich nur Werte geschaffen und er bringt auch das Beispiel, dass wir eigentlich, das finde ich auch noch spannend, nicht eigentlich, wir leben in einer weltweiten Konkurrenzsituation. Deshalb, wir müssen uns dem weltweiten Wettbewerb stellen. Viele von uns zumindest, die da vergleichbar sind. Er hat das Beispiel Programmierer gebracht, ob jetzt der Programmierer in Hamburg sitzt, in München.

DF:
Genau, in Indonesien.

LB:
Oder in Bangladesch, ja, genau, ist ja total egal, aber, wir sind in der weltweiten Konkurrenzsituation. Aber unsere Art der Arbeit lässt gar nicht mehr dieses tiefe Arbeiten zu, dass wir uns da wirklich richtig stellen können.

DF:
Ja, genau.

LB:
Finde ich auch noch ein spannender Ansatz. Was hast du denn, wie oder wie bringst du das denn in deiner Arbeit ein, diese tiefe Arbeit? Wie sieht da dein Tagesablauf aus?

DF:
Das Thema deep work, wie gesagt, zunächst mal die Morgenroutine hat mir wirklich viel gebracht, die besteht aus verschiedenen Dingen. Zum einen natürlich Lesen, zum anderen auch ein bisschen Sport, meditieren und sich nochmal den Zielen für den Tag bewusst werden. Dann vor allem versuchen, am Vormittag, das ist eigentlich so meine produktivste Arbeit, so Zeit zwischen acht und zwölf, da wirklich so viel wie möglich abzuschalten, versuchen, derartige Dinge zu erschaffen, zu machen, Blogartikel zu schreiben und neue Dinge zu kreieren, bevor man dann am Nachmittag, ich zumindest eher, so einen Durchhänger habe oftmals und da dann einfach E-Mails bearbeite, Projekte vorbereite, Präsentationen bastele etc. Das ist so meine Herangehensweise.

LB:
Super, ja, hast du noch ein Buch?

DF:
Ich habe noch einige Bücher. Aber das sind eigentlich die drei, die ich jedem ans Herz legen würde, damit zu starten. Was ich auch noch sehr spannend fand, war „The One Thing“, also „die eine Sache“, was letztendlich ein bisschen schon in Richtung deep work auch geht. Meiner Meinung nach noch extremer ist, weil er einfach sagt, er hat in seiner Erfahrung auch so aus dem Coaching heraus, seinen Kunden immer bis zum nächsten Coaching-Termin drei Aufgaben gegeben, sie haben es nie geschafft, nur mal eine zu erledigen. Dann hat er ihnen zwei Aufgaben gegeben, das haben sie auch nicht geschafft. Irgendwann hat er ihnen einfach nur eine Sache gegeben und dann haben sie auf einmal zumindest die eine Sache erledigt bis zum kommenden Termin. Da geht er halt darauf ein, in welchen Situationen es hilft, wirklich sich nur auf eine Sache zu fokussieren und ja, geht auch wieder so stark auf das Thema Fokus ein.

LB:
Jetzt habe ich mal eine Frage. Du liest ja wahnsinnig viel. Die Bücher, die du jetzt alle vorgestellt hast, sind alle von Amerikanern!

DF:
Genau.

LB:
Alle auf Englisch, liest du die eigentlich auf Englisch, auf Deutsch?

DF:
Teils, teils, muss ich sagen. Also, deep work habe ich tatsächlich auf Deutsch gelesen, heißt: „Konzentriert arbeiten“. Im Nachhinein habe ich mir gedacht, hätte ich es besser auf Englisch gelesen. Man merkt dann schon teilweise so einige Schnitzer bei der Übersetzung oder es liest sich einfach nicht so flüssig, aber das kommt ganz darauf an, fairerweise teilweise, wenn ich mir die Bücher auch selber bestellt, ist es auch teilweise eine Preisfrage, weil sie im Englischen manchmal die Hälfte kosten von dem deutschen Preis. Dann bestelle ich es mir auch auf Englisch.

LB:
Okay, okay, beides. Also, „deep work“ habe ich zum Beispiel, habe ich sogar auf Englisch gelesen, aber „seven habits“ zum Beispiel habe ich auf Deutsch gelesen. Aber jetzt sind das alles Amerikaner, warum sind die meisten Businessratgeber und die guten eigentlich alle von Amerikanern? Hast du da eine Erklärung?

DF:
Das ist eine sehr gute Frage. Also, ich glaube, weil sie sich schon länger mit den Themen auseinandersetzen, vermute ich und einfach auch, ich glaube auch und das merke ich jetzt auch selbst bei mir natürlich, was das Thema Reichweite angeht, dass englischsprachige Bücher sofort und auch englischsprachige Blogs sofort eine viel größere Reichweite einfach aufbauen können, weil sie in allen Ländern der Welt theoretisch verstanden werden und gelesen werden und sich deswegen da eher durchgesetzt haben in den letzten Jahren. Aber eine richtige Erklärung ist es auch nicht, nein.

LB:
Ja, ich glaube, es gibt eine große intellektuelle Elite in Amerika, die man gar nicht so wahrnimmt, wenn man so den jetzigen Präsidenten sieht und man denkt, es sind alles so eher bäuerlich Geprägte. Ist es auch großteils, aber es gibt auch eine wahnsinnig intellektuelle Elite, die ich auch kennenlernen durfte, als ich mal da war und ich glaube, da haben sie auch vielen anderen Ländern echt was voraus. Sie investieren da viel in Forschung, Entwicklung und auch gerade in diesen Bereichen machen sie sich viele Gedanken. Davor kann man nur den Hut ziehen.

DF:
Das stimmt zum einen, zum anderen verkaufen sie sich natürlich auch sehr gut, muss man dazu sagen. Also, es gibt viele Ratgeber, wo ich mir auch denke, okay, 50 Seiten davon wären jetzt wirklich wichtiger spannender Content gewesen. Die ersten 50 sind dann immer, dieses Buch erklärt dir jetzt, wie es dein Leben verändern wird und die letzten 50 Seiten sind auch nochmal dazu da, dir zu erklären, wie das Buch jetzt Leben verändert hat und das von vielen anderen auch und dazwischen gibt es dann wirklich so den Content und da verstehen sie es natürlich auch einfach besser, sich da so ein bisschen zu verkaufen und das Ganze aufzubauschen.

LB:
Genau, das wäre nämlich jetzt auch meine Frage gewesen. Das ist diese amerikanische Tendenz, wenn ich jetzt zum Beispiel, das beste Beispiel, was mir immer einfällt, wirst du auch kennen, „Magical Morning“.

DF:
Genau, ja. „Miracle Morning“ heißt es, ja.

LB:
Das Buch hätte man auch in 20 Seiten rüberbringen können mit dem gleichen Inhalt, aber die bauen halt eine Geschichte drumherum. Das macht das Buch auch irgendwo stark und jetzt ist nämlich die Frage, das würde mich mal interessieren, denn du bringst ja jetzt so kleine Schnipsel. Du haust das ja alles zusammen, so, dass man es in mundgerechten Stücken irgendwie konsumieren kann. Bleibt das denn auch so haften wie so ein richtiges Buch dann?

DF:
Bei mir? Oder bei den Lesern?

LB:
Nein, bei deinen Lesern. Du liest ja das ganze Buch. Wenn ich jetzt aber die „seven habits“ mir von dir angucke, das werden 1.000 Wörter sein, wie lang ist dein Artikel da? Bleibt da das Gleiche hängen oder muss ich dann doch das Buch lesen?

DF:
Ja, definitiv, also deswegen auch so Formate wie „Blinkist“ oder „getAbstract“ einzugehen, da fragen sich jetzt wahrscheinlich auch viele von deinen Hörern, ja, ist es nicht genau das? Ja und nein. Ich finde es so, Blinkist und getAbstract relativ kritisch. Ich habe es auch eine Zeitlang getestet und da bekommt man immer so ein Summary von fünf, sechs Seiten und hat dann vielleicht wirklich das Gefühl, das Buch jetzt gelesen oder zumindest verstanden zu haben. Aber den Anspruch habe ich überhaupt nicht.

Mein Anspruch ist eher, ich will meinen Lesern einen kurzen Einblick geben, worum geht es eigentlich grob im Buch? Meistens auf so einer halben Seite und dann und das ist mir wichtig, will ich ihnen so zwei, drei ganz konkrete Denkanstöße mitgeben. Also, zwei, drei Dinge, die sie für sich heute noch umsetzen und in ihren Alltag integrieren können, ohne, dass sie jetzt das Buch gelesen haben müssen oder irgendwelches Hintergrundwissen dazu brauchen.

Also, ein Beispiel vielleicht aus dem Buch, was ich letzte Woche gelesen habe. Das hieß „Seven Levels of Communication“. Da geht es um professionelles Netzwerken und er schreibt mehrfach in dem Buch, der Autor, dass er empfiehlt, in der heutigen digitalen Zeit einfach mal bei Leuten, wo man sich bedanken möchte, mit denen man vielleicht einen Termin hatte, sorry, eine handschriftlich Postkarte zu schicken, weil das einfach etwas ist, was dann im Kopf bleibt, wo die Menschen begeistert sind.

Das ist zum Beispiel so ein Denkanstoß, den schreibe ich dann raus, gebe ihn meinen Lesern mit und das können sie theoretisch jetzt morgen gleich umsetzen, wenn sie wollen. Ohne, dass sie das ganze Buch gelesen haben müssen. Aber am Ende sollen sie immer für sich selbst entscheiden nach meinem kurzen Newsletter, ob sie das Buch jetzt in ihrer aktuellen Situation weiterbringen kann oder nicht und wenn sie glauben, dass es sie weiterbringen kann, dann sollen sie es auch lesen und vor allem auch die Übungen darin machen. Sonst ist es zu wenig.

LB:
Okay, also, du gibst sozusagen die Tipps und dann sollte man sich selber daraufhin entscheiden, ob man das Buch dann kauft. Sehe ich auch so, ich glaube auch, selbst die amerikanische ausschweifende Literatur hat seine Berechtigung, weil, es bleibt einfach über die Geschichten und sowas besser haften.

DF:
Das stimmt.

LB:
Ja, und wenn man den Stefan Merath, den hatte ich auch hier schon im Interview, der seine ganzen Businessbücher auch als Geschichte erzählt nur. Das macht ihn, glaube ich, auch so erfolgreich, dass er nämlich die Geschichte von dem Unternehmer erzählt, der diese Schwierigkeiten bekommt. Das ist dieses Storytelling. Also, das ist wirklich, das bleibt dann auch besser haften.

DF:
Ja, definitiv. Also, so war dieses Buch jetzt „Seven Levels of Communication“ auch aufgebaut, letztendlich alles in eine Geschichte verpackt und da auch schön kurz auf 150 Seiten das Ganze zusammengefasst. Und ähnlich, ein wesentlich erfolgreicheres Buch, aber ähnlich von der Aufmachung ist ja dieses „Café am Rande der Welt“ und „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“, was für mich auch ein super Buch ist. Es liest sich relativ leicht weg, aber man nimmt trotzdem einiges mit daraus.

LB:
Ja, schöner Schlusssatz. Wir machen einen großen Strich und kommen zu unserer Schlussrunde. Dennis, bist du bereit?

DF:
Ja, bin ich.

LB:
Okay, welcher ist dein wichtigster Produktivitätstipp?

DF:
Tatsächlich etwas Altbewährtes, nämlich die Eisenhower Matrix. Ich plane meine Woche immer sonntags vor und mache dann erstmal so ein kurzes Brainstorming, wo ich alle Aufgaben für die ganze Woche sammle und übertrage sie dann nochmal im zweiten Schritt in eine Eisenhower Matrix und es hilft mir extrem gut, einfach zu schauen, was ist wichtig, was ist dringend, was ist vielleicht weder wichtig noch dringend? Und dann da entsprechend meine Woche zu planen.

LB:
Was machst du als Unternehmer, um abzuschalten?

DF:
Ich gehe super gern laufen. Ich wohne hier in München, nicht so weit von der Isar entfernt, bin letztes Jahr auch meinen ersten Marathon gelaufen und kann da einfach sehr gut abschalten. Und gehe auch in letzter Zeit immer gerne mit Freunden, Bekannten und auch Kollegen laufen. Von daher, wenn deine Leser Lust haben, mit mir eine Runde joggen zu gehen, können sie sich gerne melden.

LB:
Okay, das geben wir so weiter. Welche Apps oder welchen Internetdienst kannst du der Selbstmanagement.Digital.-Community empfehlen?

DF:
Das sind zwei, zum einen die App Headspace, bekannt als Meditations-App, die verwende ich jetzt seit knapp Monaten und mir hilft sie extrem gut, wirklich so den Fokus zu schärfen. Da gibt es auch spezielle Meditationen zum Thema Fokus, das finde ich super spannend. Und das andere ist ein Tool fürs E-Mail-Postfach, heißt „Unroll me“, also unroll.me. Das verwaltet quasi, hat Zugriff auf dein E-Mail Postfach, scannt es den ganzen Tag und sammelt alle Newsletter raus und schickt dir dann einmal am Abend oder am Morgen, das kann man einstellen, eine E-Mail, wo dann alle Newsletter entsprechend drin enthalten sind, so, dass man nicht jede halbe Stunde aus der Arbeit gerissen wird, sondern nur einmal am Tag sich dann die ganzen Newsletter anschaut.

LB:
Okay, jetzt muss ich noch fragen und da erwarte ich jetzt wirklich die Hammer-Antwort von dir natürlich, welches Buch hat dich als Unternehmer und Mensch am meisten geprägt?

DF:
Ja, also, mal abgesehen von denen, über die wir gerade natürlich schon gesprochen haben, tatsächlich in den letzten Jahren das Buch „Magic Cleaning“. Also, das fand ich sehr spannend, vor allem so auf das ganze Thema Wohnung, aber auch Büro und Schreibtisch und so weiter bezogen. Wie kann man es schaffen, da erstmal Ordnung zu schaffen und dann auch die Ordnung zu halten und interessanterweise hat es auch viele meiner Leser und vor allem auch männlichen Leser ziemlich nachhaltig beeindruckt, was ich nicht gedacht hätte.

LB:
Okay, kommt hiermit in den Artikel natürlich zu diesem Interview. Ja, was ist der beste Ratschlag, den du jemals erhalten hast?

DF:
Das sind im Prinzip drei Worte, nämlich: machen, machen, machen. Ich habe selbst oftmals das Problem, dass ich mich gerne so ein bisschen in der Theorie verliere und in die Bücher flüchte, aber letztendlich geht es darum, die Sachen einfach umzusetzen, Prototypen zu bauen und die Sachen zu machen.

Da habe ich jetzt zum Beispiel vor drei Wochen auch die Überlegung gehabt, ob ich nicht mal einen Podcast starten soll, um meine Buchempfehlungen als Podcast rauszubringen. Habe mir überlegt, wie kann ich es möglich schnell vertesten und dann einfach mal meine Newsletter-Abonnenten gefragt, ob sie darauf Lust hätten, ob sie mir ihre Telefonnummer, ihre Handynummer schicken würden, um das für mich zu testen und habe dann am letzten Sonntag einfach mal den Newsletter vorgelesen entsprechend mit einem Intro und einem Outro versehen und an zahlreiche Abonnenten geschickt.

Das Feedback bis jetzt war super positiv und das werde ich jetzt auch in den nächsten Wochen erstmal so weiter machen, um da besser zu werden, das Ganze zu optimieren und dann irgendwann, wenn es passt und wenn schon genügend Hörer da sind, im iTunes Store zu launchen. Also, einfach machen!

LB:
Super, wünsche ich dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei.

DF:
Danke.

LB:
Ja, kommen wir zur letzten Frage. Wenn jetzt die Selbstmanagement.Digital-Community gesagt hat, wow, finde ich super, was er macht, das will ich auch mal angucken oder vielleicht wollen sie auch mit dir in München joggen gehen…? Wie können wir denn mit dir in Kontakt treten?

DF:
Gerne direkt über den Blog, also 52ways.de. Oder bald per Podcast.

LB:
Ja, schön. Werden wir alles hier verlinken. Ja und dann sage ich natürlich vielen Dank, Dennis, war super spannend, sehr interessante Bücher, die du da empfohlen hast. Die Links kommen auch alle hier in den Artikel natürlich und Dennis, ich bedanke mich ganz herzlich.

DF:
Danke dir, Lars, hat Spaß gemacht.

LB:
Ja, mir auch und Euch natürlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, ciao.

DF:
Ciao.

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