Die Wichtigkeit von Videocontent – Sarah Lindner

Sarah Lindner ist Speakerin, Investorin und Mulitpreneurin. Vielleicht kennt Ihr sie aus dem NDR-Fernsehen, wo sie lange unter anderem als Redakteurin und Reporterin gearbeitet hat. Jetzt hat sie ein eigenes Unternehmen, nämlich Video Impression, gegründet. Ihr Statement ist, dass jeder Mensch eine Geschichte zu erzählen hat. Hier hören wir Sarahs.

MDD Workshop mit Lars Bobach

Links

Das neues Portal: www.video-oase.de
Sarahs Agentur: www.video-impression.com
Sarahs Onlinekurs: www.kundenmagnet-videomarketing.de/kmvm-sl
Webseite von Sarah: www.sarahlindner.com

Empfohlene App:
Trello

Buchempfehlung(*):

Rich Dad, Poor Dad von Robert Kiyosaki
The Magic von Rhonda Byrne

Transkript

LB = Lars Bobach
SL = Sarah Lindner

LB:
Herzlich Willkommen zum Podcast Selbstmanagement.Digital.! Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, sodass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleiben. Mein Name ist Lars Bobach und ich sitze hier zusammen mit der Sarah Lindner. Hallo Sarah!

SL:
Hallo Lars! Moin Moin!

LB:
Moin Moin nach Hamburg! Genau. Da kommt die Sarah nämlich her. Aus dem schönen Hamburg. Sie ist Speakerin, Investorin und Multipreneurin. Das muss sie uns gleich noch verraten, was das genau ist. Sie ist bekannt aus dem NDR-Fernsehen. Ihr Gesicht ist auch mir wirklich sofort ein Begriff gewesen, als ich es gesehen habe. Hat da nämlich elf Jahre als Redakteurin und auch als Reporterin beim NDR gearbeitet.

Jetzt hat sie ein Unternehmen für Videoimpressionen gegründet und ihr Slogan oder ihr Statement ist: Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen.  Und Sarah, da fangen wir doch am besten mal mit deiner Geschichte an. Was ist denn deine Geschichte?

SL:
Ja, meine Geschichte geht so ein bisschen hin in das Thema Selbstbestimmung. Wie du schon gesagt hast, habe ich mal nach meinem Studium elf Jahre beim NDR gearbeitet in verschiedenen Positionen. Unter anderem fest, aber auch frei. Und mich hat das immer interessiert irgendwie, andere Menschen darzustellen und die Geschichte herauszuarbeiten. Das ist so mein Drive. Das liebe ich.

Dann bin ich aber so ein bisschen den Weg gegangen des Unternehmers oder der Unternehmerin und zu sagen, ich möchte gerne das für die Zielgruppe der Unternehmer machen. Also, ich finde das total spannend. Ganz viele Menschen haben einfach richtig tolle Produkte, richtig tolle Services. Haben da auch eine Mission und Vision dahinter und bringen das aber, finde ich, manchmal noch nicht richtig emotional rüber. Verstecken sich teilweise auch hinter ihren Dienstleistungen.

Mein Weg war einfach da eine Firma zu gründen. Das hast du eben angesprochen, Video Impression, Filme, die im Kopf bleiben. Und jetzt ist es die nächste Stufe… Du hattest ja auch eben gesagt Multipreneurin, also ich habe verschiedene Unternehmen. Die nächste Stufe ist jetzt ein Portal, wo wir andere Videoproduktionen mit eben den Anfragern, den Unternehmern vernetzen.

LB:
Ok. Das musst du mir jetzt nochmal genau erklären. Das habe ich jetzt noch nicht 100 prozentig verstanden. Wofür ist das das jetzt ganz genau dieses Portal?

SL:
Ja, ist auch schwierig zu verstehen, weil es jetzt weggeht von quasi meiner eigenen Firma, wo wir Videos machen für Unternehmen oder für Firmen, hin zu dem Portal, wo du als Unternehmer sagen kannst, „Ich, Lars Bobach, ich suche für morgen einen guten Videoproduzenten in deiner Region“, weil du hast vielleicht eine Messe, oder bist irgendwie auf einem Vortrag und du brauchst jetzt jemanden, der das richtig gut abfilmt. Das ist zum Beispiel ein Bedarf. Ja, Schnelligkeit. Du brauchst schnell jemanden der das macht.

Andere sagen, wir brauchen jemanden, der das so in unserem Style macht. Ja, der das genauso macht, wie wir das wollen. Was weiß ich, schicke Drohnen-Aufnahmen, oder irgendwie Videos mit Animation drin und und und.

Es gibt einfach so viele verschiedene Vorstellungen von Unternehmern, wie sie präsent werden wollen, dass wir gesagt haben, wir können und wollen nicht alles anbieten, aber ich kann die Leute sehr gut vernetzen. Ich verstehe sehr gut, wo der Bedarf ist und darum dieses Portal. Also mehr hin in das Gemeinschaftliche.

LB:
Ah ok. Verstanden. Also das ist ein Portal, wo sich sozusagen Auftraggeber und Auftragnehmer finden.

SL:
Richtig.

LB:
Alles was jetzt um das Bewegt-Bild so herumgeht, ja?

SL:
Ganz genau. Richtig. Die erste Anlaufstelle für Video.

LB:
Ok. Wo ist die Zielgruppe, jetzt an Firmen? Für welche Firmen ist das? Ist das hier für die Selbstmanagement.Digital.-Community, wo ja hauptsächlich kleine mittelständische Unternehmen zuhören. Ist das auch für die was?

SL:
Absolut. Weil wir gehen in drei Schritten vor. Einerseits nach dem Ort, andererseits aber auch nach dem Budget, was zur Verfügung steht und drittens nach dem Video-Typ. Und wenn das jetzt Leute sind, die sagen „Ok, ich habe jetzt aber nur 1.000 Euro.“, dann kann man das auch angeben. Dann findet man vielleicht nicht ganz so viel Auswahl, aber dann findest du dort auch Partner.

Das finde ich halt sehr sinnvoll. Ansonsten natürlich auch größere Unternehmen und deutschlandweit. Also auch eine Eventfirma, die einerseits was in Hamburg hat, andererseits was in Stuttgart. Auch die findet auf diesem Portal, ja, das richtige Angebot.

LB:
Ok. Sehr interessant. Werden wir auf jeden Fall hier verlinken. Sonst kannst du zum Schluss, in der Schlussrunde auch nochmal genau den Link oder die Webadresse verraten. Was mich jetzt auch mal interessieren würde: Video-Content. Das ist ja dein Thema.

SL:
Ja.

LB:
Gib uns doch mal Zahlen, wenn du welche hast, warum Video-Content heutzutage so wichtig ist.

SL:
Ja, also was jeder wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen kann, weiß man selbst, wenn man irgendwo im Internet was sucht, zum Beispiel, ich brauche irgendwie eine Erklärung, wie funktioniert jetzt dieses Programm. Und ich habe so ein How-to-Video auf YouTube zum Beispiel. Wenn ich mir das anschaue und drei Minuten reingucke, habe ich viel schneller verstanden worum es geht, als wenn ich mir ewig lange Blog-Texte, ja, überlese.

Das ist sowas, wo man sagt, ja ok, man kann mit den Videos viel schneller erklären, viel besser was verständlich machen. Aber auch das Thema wie lange behältst du was im Kopf. Ja, es ist ja nachgewiesener Maßen so, dass wir so zehn Prozent von dem, was wir so lesen überhaupt über längere Zeit behalten. Ganz viel vergessen wir auch wieder. Alles das, was jetzt emotional nicht abgelegt ist, oder das was emotional nicht in unserem Kopf haften bleibt, vergessen wir wieder. Und das kommt natürlich jetzt drauf an, was für Dinge das sind.

Manche sagen dreimal soviel behalten wir, wenn wir ein Video gesehen haben, andere sagen auch zehnmal soviel. Was wahrscheinlich jeder nachvollziehen kann, wenn ich zum Beispiel einen Arzt suche, oder ich suche einen Dienstleister für Coaching und ich habe ein Video von demjenigen: Das geht ja ganz anders in mein Unterbewusstsein rein, als wenn ich jetzt nur über den, ich sage mal Gelbe Seiten Eintrag, lese. So, also das ist, glaube ich, sehr schnell verständlich.

Dann als letzte Zahl vielleicht, kann man sich einfach auch mal Facebook oder so angucken und schaut einfach mal wie viele Shares und Likes und Klicks kriegt man, wenn man ein Video hochlädt? Wie viele kriegt man, wenn ich einfach nur ein schönes Zitat oder einen schönen Text hochlade?

Ansonsten kann ich dich auch noch erschlagen mit Zahlen. Wir haben auf unserer Webseite selbst einen Blog zum dem Thema „warum überhaupt Video-Content“, warum ist das wichtig? Wir haben da einfach mal 50 Gründe aufgelistet mit Zahlen dabei, wo man einfach nachgucken kann.

LB:
Ok. Können wir ja auch hier verlinken, so dass man dann, also wenn man da Interesse hat, sich das mal angucken kann. Aber ich meine, die Argumente, die du genannt hast, sind ja schon aussagekräftig genug. Wobei Facebook ich da doch ein bisschen außen vor lassen würde, weil deren Algorithmus ja Videos auch so ein bisschen hochstellt.

SL:
(Lacht.) Ja, auf jeden Fall. Aber wahrscheinlich auch nicht ohne Grund. Ne, also, vielleicht noch zum Thema Verkauf: Auch wenn du was verkaufst, Produkte und hast Videos dabei, steigt die Verkaufsrate natürlich immens. 96 Prozent der Kunden finden Videos hilfreicher bei Kaufentscheidungen.

Ähnlich bei Bewerbungen. Also, du hast unheimlich viele Möglichkeiten, was du mit Video alles verbessern, oder optimieren, oder beschleunigen kannst. Wenn du Bewerber hast, kannst du dir selber überlegen -, also ich frage fast jeden Bewerber, den ich nehme, irgendwie sage ich dem vorher „schicke mal ein kleines Video von dir rüber“. Ich habe dann einen ganz anderen Eindruck von diesem Menschen, als wenn der mir eine schicke Mappe schickt. Solche Dinge zum Beispiel.

LB:
Ja. Was zeichnet denn jetzt aus deiner Sicht, als Profi in dem Bereich, was zeichnet denn gutes Videomaterial aus?

SL:
Ja, gutes Videomaterial. Da denkt man jetzt erst mal so ein bisschen an die Qualität, nicht wahr? Das muss jetzt schön qualitativ hochwertig sein und so weiter. Ich sage aber vor allen Dingen kommen wir ja aus dem journalistischen Bereich und nicht aus dem technischen Kamera-Bereich. Ich sage gutes Videomaterial, dass ist Videomaterial was jetzt den Sinn und den Zweck erfüllt.

Das heißt, ich kann den Zeck haben Erklären. Ich kann den Zweck haben Markenbildung. Ich kann den Zweck haben Aufmerksamkeit zu schaffen. Wenn ich das erfülle, was der Zweck des Ganzen ist, dann sage ich, das ist gutes Material. Dann, na klar, technisch achtet man meistens mehr auf das Bild als auf den Ton, obwohl der Ton meistens das ist, was vernachlässigt wird und das was aber auch von der Qualität her selber viel ausmacht. Also wenn man da so ein bisschen technisch drüber schaut.

Ich finde es immer wichtig, dass Videomaterial Fakten liefert und Emotionen. Das wir beides miteinander verbinden, weil wo ich einfach fasziniert von bin, ist, dass du mit Videos, mit Filmen einfach das Unterbewusstsein komplett anders erreichen kannst, als mit anderen Dingen. Also das geht ganz tief rein und bleibt da einfach auch haften. Geht in das Herz, bleibt im Kopf, sage ich immer.

LB:
Jetzt gib mal ein konkretes Beispiel. Wie mache ich das denn? Wie bringe ich denn Emotionen im Video rüber?

SL:
Indem du zum Beispiel deine Geschichte erzählst. Wenn du jetzt ein Unternehmen hast, dann würde ich nicht an deiner Stelle nur über deine Produkte erzählen, über die Nutzen, über die Faktoren, warum man das jetzt kaufen soll und warum bei dir. Sondern vor allem, warum du dahinter stehst. Also diese Emotion mit reinzubringen.

Oder zum Beispiel auch was deine Kunden davon hatten. Was bei denen passiert ist. Also so wie man das auf einer Party erzählt, da würde man ja auch nicht mit einem Block kommen und die Nutzen-Faktoren runterbeten, sondern man verpackt das in kleine Geschichten. Und das ist vielleicht auf der erzählerischen Ebene so und jetzt brauchst du dafür natürlich noch die richtigen Bilder.

Weil auch die Bildsprache erzählt ja was. Ein gutes Video kann auch tatsächlich fast ohne Ton funktionieren, weil es in der Bildsprache halt ganz viel erzählt. So was lernt man halt dann beim Fernsehen, wie und was kannst du dann weglassen und trotzdem noch eine Information vermitteln, die halt durch das Bild geht.

LB:
Hm. Jetzt bin ich…Nehmen wir mal, ich bin Unternehmer und habe einen Malerbetrieb zum Beispiel. Ja, bin klassischer Maler und sage „Oh ja, Video das hört sich gut an!“ Was hätte ich denn da für Möglichkeiten? Was könnte ich denn da für Videos überhaupt machen?

SL:
Oh, ganz viele. Also gerade bei Malern kannst du super viele Videos machen. Da würde ich dich jetzt natürlich erst mal fragen, was willst du damit erreichen?

LB:
Mehr Kunden.

SL:
Ja genau, kann ja sein, dass du sagst, so ich will auch ein bisschen den Preis steigern. Ich als Maler habe da immer diesen Preiskampf. Da gibt es ja MyHammer und dies und das und jenes. Ich will jetzt mal zeigen, was wir besonderes machen.

So, und dann könnte man den Maler mal ein bisschen spezialisieren und seine Einzigartigkeit zeigen. Auch mal ein bisschen, warum ist der Maler geworden? Was verbindet der dann? Wie geht er mit seinen Kunden um? Man kann How-to-Videos machen, dass er schon mal erklärt, wie kann man den Raum vorbereiten, bevor der Maler kommt. Ganz wichtig, dass der Zeit spart, dass der dann weniger Stunden zum Beispiel aufschreibt. Dass er sich selbst auch freut, da ist schon mal alles an die Seite geräumt und und und.

Man kann Kundenvideos machen Vorher-Nachher. Wie sieht das vorher aus, wie sieht das nachher aus. Also da habe ich 1.000 Ideen. Da kann man ganz viel machen. Die Frage ist halt, was willst du damit später erreichen? Mehr Kunden, teurere Kunden? Was weiß ich, dass du nur noch sagst, ich bin der Stuckmaler, oder ich bin der mit der speziellen Spritztechnik an der Wand. Oder einfach auch eine Breite von Kunden erreichen, weil du vielleicht ein Franchise-System ausbauen willst und und und. Also Video ist ein unheimliches, merkst du schon, unheimliches Beschleunigungs-Tool, was du dann auch spezialisiert wiederum einsetzen kannst.

LB:
Jetzt nochmal zurück. Du hast ja jetzt gesagt, soll seine Geschichte erzählen. Das ist ja mehr so Image, nicht? Dann hast du gesagt How-to-Videos. Das leuchtet auch noch jedem ein. Was gibt es noch, so Produkt-Videos vielleicht auch?

SL:
Ach, es gibt so viele verschiedene Unterarten auch. Es gibt ja so Leute, die sich selber auf YouTube den ganzen Tag filmen? Was sie so machen. Einfach, um so ein bisschen Personality zu machen. So VLogs. Es gibt Event-Filme, das heißt so kleine, sage ich mal, Eindrücke, wie war es da. Warum soll ich das nächste Mal auf das Seminar kommen? Es gibt einfach den normalen Mitschnitt. Ein Speaker ist auf der Bühne, möchte einen Mitschnitt haben.

Es gibt die Möglichkeit auch Animationsfilme zu machen, das heißt man erklärt in den Videos mal was man sonst vielleicht nicht so gut filmen kann, weil es eine Software ist. Es gibt  Videos, die sehr viral gehen, weil es ganz kurze, knackige  Dinge sind, die vielleicht ungewöhnlich sind. Wo jemand vielleicht Leute veräppelt oder so. Also da gibt es unheimliche viele Möglichkeiten. Die meisten, die natürlich bei uns anfragen, wollen das typische Image-Video haben, weil sie damit ihre Marken auch einfach pushen möchten.

Und was ich immer sage, ein Video ist auch immer ein Asset. Das heißt, wenn du so ein Video hast, das ist ein Vermögenswert in deiner Firma. Ähnlich wie ein gutes Handbuch oder so. Dass du das auch immer wieder einsetzen kannst für neue Kunden-Akquise zum Beispiel.

LB:
Ich finde ganz wichtig, was gerade so in formaler Sprache, so Referenz-Videos? Also ich glaube, du hast eben Vorher-Nachher gesagt. Dass man so was dann auch zeigt, weil das ist meine Erfahrung im Handwerksbereich, dass das wahnsinnig gut angenommen wird. Auch viel geguckt wird. Dass Leute einfach sehen wollen, was hat der denn da wirklich gemacht. Und wie waren die Kunden damit hinterher auch zufrieden, so Kundenstimmen dann mit in das Referenz-Video sogar noch mit einbauen.

SL:
Ja. Unheimlich wichtig. Das ist halt deshalb gut, du hast ja so einen Social-Proof dann. Andere sagen über deine Leistung, wie es war. Es ist immer schöner als selber zu sagen, ich bin so der Tollste. Wenn andere sagen, so, der ist richtig toll aus dem und dem Grund, dann glauben wir dem erst mehr. Meistens sind Menschen ein bisschen objektiver, als wenn da jemand selbst über sich redet. Das stimmt. Da kann ich dir recht geben. Gute Idee.

LB:
Ja. Jetzt leuchtet das ja alles ein. Jeder sagt jetzt, alles klar, Bewegt-Bild, Videomaterial hört sich gut an, will ich machen für mein Unternehmen. Worauf muss ich denn jetzt als Unternehmer achten? Ich meine, iPhone oder ein Smartphone haben wir ja alle. Die machen ja auch schon tolle Videos. Könnte ich doch eigentlich direkt mit loslegen, oder?

SL:
Ja, könntest du auch. Ich habe auch wirklich nichts dagegen, wenn jemand sagt, ich bin hier so ein Einzelunternehmer, ich mache jetzt erst mal ein paar Videos über mich selbst, um mal zu üben, wie ich so vor der Kamera zurechtkomme.

Die Erfahrung ist nur, dass die meisten gar nicht wissen, was soll ich eigentlich erzählen? Was kommt jetzt gut an, was kommt nicht so gut an? Wie stelle ich mich wohin? Wie mache ich das mit der Technik?  Oder wie schneide ich das nachher?

Die Erfahrung zeigt, wenn man etwas abgibt und sagt, pass mal auf, das sind Profis, die nehmen mich an die Hand, die sagen mir auch ganz ehrlich so und so würde ich das jetzt hier machen. Dann hast du erst mal auch eine Umsetzung geschaffen. Das kennt man ja selbst, wenn man was abgibt, das delegiert, ist das manchmal sinnvoller als alles selber zu machen.

Aber ich finde es überhaupt nicht verwerflich, auch selbst da anzufangen, wenn man da Lust drauf hat. Was dann wichtig ist, ich sage jetzt mal, wenn man wirklich ein hochqualitatives Produkt hat. So in der Art Montblanc, ja? Und man hat jetzt Videos, die man nach außen zeigt, die können überhaupt nicht mit dem Produkt mithalten und die sehen so ein bisschen handmade aus. Dann dann muss man einfach gucken, dass die Strategie dann einfach passt.

Natürlich kann man das dann noch immer machen, dass man sagt, ok, „wir über uns“. Das ist eine ganz andere Art und Weise als „wir nach außen“. Aber ich finde immer, es muss einfach zu der ganze Außenstrategie passen.

Und diese Beratung, diese Leistung, einen Blick von außen zu haben, Marketing-Beratung quasi zu machen. Das darf man auch nicht unterschätzen, weil das Umsetzen ist immer das eine, das kann aber erst wirklich passieren, wenn man so richtig dahintersteht und da können wir natürlich auch ein bisschen helfen und sagen, ok, wir schubsen denjenigen da mal in die richtige Richtung. Dass das auch losgeht.

LB:
Hm. Ist auch meine Erfahrung. Wir machen ja auch viel Videomaterial für unsere Kunden hier in meiner Onlineagentur. Was mir da auffällt ist, dass die Kunden oder unsere Kunden oder wenn man sich mit Videomaterial beschäftigt, sich auch einfach mal überlegen muss, was interessiert denn den, der sich das anguckt? Was will der denn von mir wissen?

Viele drehen sich da meistens nur noch um den eigenen Kirchturm oder rühren im eigenen Brei und bringen dann Sachen raus, die den Kunden oder den der ein Video sucht, gar nicht interessieren. Ich fand dein Beispiel, das fand ich super mit dem Maler, mit dem How-to-Video. Was muss ich vorbereiten, bevor der Maler kommt? So was, da wo die Leute wirklich sagen, oh ich habe jetzt einen Handwerker, der kommt in das Haus, was muss ich denn da tun? Da sind ja immer so, da spielen immer so Ängste mit. Und genau diese Fragen dann in Videos zu beantworten.

SL:
Genau, richtig. Also das ist ganz ganz wichtig. Da kannst du unheimlich viel mit machen, weil du kannst da auch mal ein bisschen über deine Angestellten zeigen, wer da so kommt. Dann sehen die Kunden das schon mal. „Ach, der!“ Und dann kennt man den schon.

Das ist einem Kunden von uns mal passiert, der wird jetzt immer angesprochen. Ja, der ist ein bisschen bekannt: „Ach Sie, ich kenne Sie ja schon.“ Man hat irgendwie das Gefühl, wenn man den zwei drei Mal im Video gesehen hat, man hat schon eine Verbindung zu dem, obwohl der andere einen natürlich noch gar nicht kennt. Das ist auch so ein bisschen lustig und …

Vielleicht zu eben nochmal, worauf achten? Vielleicht ist nochmal wichtig, für wen ist das Video: Ist das für intern? Also habe ich den Kunden schon und schicke dem zur Vorbereitung ein Video? Dann kannst du natürlich sehr gerne auch selbstgemachte Videos machen.

Oder ist das so der erste Kontakt mit deiner Firma? Da sollte man natürlich darauf achten, man geht ja auch auf eine Messe vielleicht ein bisschen schicker angezogen, als wenn man, den Angestellten sieht, den man jeden Tag sieht.

Ja, man wenn man nach außen geht, tut man ja manchmal noch eine Schippe drauflegen. So ähnlich ist das mit einem Videos auch. Wenn ich den Kunden schon kenne, dann kann ich dem natürlich auch mal ein paar Videos schicken, so von wegen, wenn wir kommen und dies und das passiert. Das ist dann eher so eine Art interne Kommunikation. Und das andere ist dann so eher das Außen-Bild. Das ist vielleicht noch wichtig, dass das einfach einen Unterschied ergibt.

LB:
Ok. Jetzt ist es ja so, dass hier kleine mittelständische Unternehmen zuhören. Die haben ja alle nicht so riesen Budgets wie Konzerne, das Millionen in solche Videos investiert werden können. Was ist denn so ein realistisches Budget? Oder wo fängt das ganze jetzt so aus deiner Erfahrung, so gerade mit deiner Plattform… Darum hast du ja gesagt, da gibt es so Preissegmente, wo man sich einsortieren kann. Wo fängt das denn an? Wo kann ich denn loslegen mit Videomaterial mit professioneller Unterstützung?

SL:
Ja. Das kommt natürlich darauf an, was du willst. Ich sage mal ein wirklich gutes Image-Video. Was wir zum Beispiel in unserer Firma machen, wo wir sagen, ok, wir gucken mal, was für eine Geschichte erzählen wir überhaupt? Wie wollen wir denjenigen nach außen darstellen? Wir haben dann die Beratung auch mit in dem Paket drin und den Videodreh, den Videoschnitt, die Nachbearbeitung und das ganze öffentlich stellen und so weiter. Da ist das schon im Bereich mittlerer vierstelliger Bereich.

Man kann das günstiger machen. Das ist außer Frage. Gerade weil du auch sagst, na ja, wie ist das denn für Einzelunternehmer? Da kannst du vielleicht sogar was mit 1.000 Euro anfangen. Auf unserem Portal öffnen wir das und sagen, Videoproduktion, die auch, ich sage jetzt mal mit Leuten anfangen wollen, erst mal kleine Videos zu drehen. Da kannst du vielleicht sogar bis 1.000 Euro was machen.

Aber dann darf man auch nicht zu viel erwarten und vor allem darf man dann nicht erwarten, dass man die ganze Beratung dabei bekommt. Ich sage mal Umsetzung ist viel einfacher, wenn der Mensch genau weiß, was er will und vielleicht ein Storyboard schon hat und bereits ein…, ja,  wie er gesehen werden will: Emotional, faktisch und mit der Story halt, als wenn ich anfange bei null.

Darum würde ich jetzt mal sagen, du kannst auch ab 1.000 Euro schon loslegen. Ich habe irgendwann gesagt, ich mache noch einen Kurs und zeige Leuten, wie sie selbst ihre Videos machen können. Den gebe ich sehr günstig raus. Und alle, die in die Umsetzung wirklich kommen wollen, sollten auch ein bisschen dafür investieren. So ist das bei uns.

LB:
Hm. Gibt es so eine, ich sage mal so eine beste Länge von einem Video, wo du sagst, das ist so eine Länge, die sollte man einhalten? Oder ist das, hängt das ab von dem Inhalt? Oder was ist da dein Tipp?

SL:
Ja, also ich komme vom Fernsehen und da waren unsere Magazin-Beiträge, also so Beiträge in einem Fernseh-Format, immer so zwei Minuten 30, drei Minuten. Das ist so irgendwie auch meine Lieblingslänge, weil in der Zeit kann ich schon relativ viel erzählen über jemanden. Kann auch Kundenstimmen mit einfangen, habe auch eine Möglichkeit da mal eine kleine Story herauszuarbeiten.

Das wäre jetzt so eine Art Image-Film-Länge. Aber du kannst sagen, das hängt total davon ab. Also wenn du jetzt zum Beispiel was erklärst, wie man… was weiß ich, bestimmte Tools oder so einsetzt, dann wird das Video wahrscheinlich in drei Minuten nicht machbar sein, dann muss man es ein bisschen länger machen. Aber das hängt sehr davon ab, was du willst.

Es gibt auch, was weiß ich, einen Speaker, der sagt, ich schicke hier mal meine Moderatoren-Beiträge rum. Das… eine Minute, schön zusammengeschnitten. Dann weiß ich auch wie der aussieht, was der macht, was der für Thesen auf der Bühne hat und wie das Publikum reagiert. Da würde mir als Kunde auch eine Minute kurzes Video reichen. Also es kommt einfach ein bisschen darauf an, was ist das Ziel.

LB:
Aber als Image-Video sagst du so zwei, zweieinhalb Minuten. Ich glaube, je kürzer desto besser, oder?

SL:
Ja, zum Reinziehen auf jeden Fall. Man hat ja auch zum Beispiel Social Media Kanäle. Du hast ja eben schon mal Facebook angesprochen, da machst du was Kurzes. Dann sagst du mehr dazu und dann kommst du auf deine Internetseite. Da machst du vielleicht ein zwei 30 Video. Dann kann man sich eventuell eintragen in einen Newsletter, wo man sagt ok, finde ich spannend. Und dann kommen vielleicht auch längere Videos. So hast du einen kleinen Aufbau. So eine Dreierreihe: ganz kurz, mittel und dann ein bisschen länger.

LB:
Hm, ok. Aber mit der Kürze würdest du schon sagen, die Aufmerksamkeitsspanne nimmt durch Internet und allen Pipapo, nimmt das… nimmt die ja ab. Deshalb ist schon kurz auch wichtig.

SL:
Kurz finde ich auch gut. Wenn wir ein Video machen, fragen wir auch immer, wo wollen Sie das noch einsetzen und wenn der dann sagt Facebook, dann machen wir auch ein paar Ausspieler. Zum Beispiel ganz kurz, 30 Sekunden oder so, die man dann auch mal per E-Mail verschicken kann oder halt per Facebook. Oder man lädt sie woanders hoch, wo man auch immer präsent sein möchte. Instagram, wie auch immer. Und dann kannst du auch schon wieder was damit anfangen. Also Kürze… In der Kürze liegt die Würze. Ja.

LB:
Ok, also, was wir mitnehmen können, aus dem Videomaterial, dass es wichtig ist. Dass es Emotionen besser rüberbringt, länger im Gehirn haften bleibt, aber auch schon mit relativ geringem Budget losgeht. Aber alleine sollte man es vielleicht nicht tun, da sollte man sich schon professionelle Hilfe holen.

SL:
Ja. Das kann man so zusammenfassen. Genau.

LB:
Wunderbar. Ja, dann würde ich sagen, machen wir mal einen Strich unter Video-Content und gehen mal in die Schlussrunde?! Liebe Sarah, hier bitte ich immer um kurze und prägnante Antworten.

SL:
Ja.

LB:
Welcher ist dein wichtigster Produktivitäts-Tipp?

SL:
80/20 von Pareto. Was kannst du mit 20 Prozent deiner Zeit machen, was 80 Prozent erreicht in deinem Geschäft?

LB:
Gib mal bitte ein Beispiel!

SL:
Beispielsweise guckt man sich an, welche Kunden sind wirklich sinnvoll, mit welchen mache ich wirklich Geld und welche halten mich nur auf, weil sie 5.000 Mal Fragen stellen und nie zu einem Angebot kommen. Da kann man dann mal ein bisschen aussortieren, wenn man sich traut, beispielsweise.

LB:
Du traust dich?

SL:
(Lacht) Manchmal ja. Ja, manchmal schon. Ist natürlich immer ein bisschen hart, aber um voranzukommen muss man das auch manchmal machen.

LB:
Das stimmt. Da habe ich gerade einen Podcast zu aufgenommen mit der Barbara, meiner Podcast-Partnerin. Warum man sich schwierige Kunden und solche Kunden, von denen du gerade gesprochen hast, nicht leisten kann. Wenn das Interview hier ausgestrahlt wird, dann ist das schon im Podcast-Archiv auffindbar. Also wen das interessiert, der sollte sich das auf jeden Fall mal anhören.

SL:
Sehr gut.

LB:
Sarah, was machst du als Unternehmerin um abzuschalten?

SL:
Drei Sachen: Einerseits rausgehen und mit dem Körper was machen, damit man aus dem Kopf rauskommt. Zweitens in die Dominikanische Republik fahren, weil ich dort sehr gerne unterwegs bin und dort auch nochmal ein Business habe. Aber da schalte ich erstmal von meinem Business in Deutschland ab. Und drittens auf jeden Fall Menschen treffen, neue Energie von denen erhalten im Austausch. Das finde ich auch total wichtig.

LB:
Welche Apps oder welchen Internetdienst kannst du der Selbstmanagement.Digital.-Community empfehlen?

SL:
Auf jeden Fall finde ich Trello im Moment total spannend, weil wir ein digitales Team sind deutschlandweit und ich das irgendwie managen muss. Da finde ich Trello sehr sinnvoll und total einfach. Das ist so für den Anfang… Wenn man anfangen will agil zu managen ist es ziemlich sinnvoll.

LB:
Welches Buch hat dich als Unternehmer und Mensch am meisten geprägt?

SL:
Oh, zwei Bücher: Einmal von Robert Kiyosaki „Rich Dad, Poor Dad“. Da geht es darum, wie kann man Vermögenswerte schaffen. Nicht immer nur arbeiten, arbeiten, arbeiten, sondern auch ein bisschen schlau investieren. Und das andere ist „The Magic“. Wie wichtig ist Dankbarkeit und was bringt Dankbarkeit eigentlich, ja, in dein Leben hinein. Finde ich auch selber ziemlich sinnvoll. Also zwei. (Lacht)

LB:
Kennst du den Autor da auch?

SL:
Muss ich nachreichen. Weiß ich jetzt auswendig leider gerade nicht.

LB:
Ja, werden wir auf jeden Fall hier… Kannst du mir gerne nachreichen. Werden wir hier in den Artikel unter den Show-Notes dann auch verlinken. Ja, welches ist der beste Ratschlag, den du jemals erhalten hast?

SL:
(Lacht) Das wechselt. Der beste Ratschlag ist vielleicht jetzt ein anderer als bald, aber so was wie: Höre niemals auf zu träumen! Das finde ich unheimlich wichtig. Das ist total wichtig und: Wer gibt gewinnt. Ist einfach so. Diese beiden Ratschläge muss ich ihnen mitgeben.

LB:
Wunderbar. Kommen wir somit zur letzten Frage, bevor wir uns verabschieden. Und zwar: Wie kann die Selbstmanagement.Digital.-Community mit dir in Kontakt treten? Wo sind und wo bist du, sind deine ganzen Tools und Plattformen im Internet zu finden?

SL:
Ok. Also wenn man mich einfach googelt Sarah, mit H am Ende, und Lindner, dann kommt man auf jeden Fall auf meine Seite. Da sind die weiteren Geschäfte, die ich habe einfach verlinkt. Und das andere… Wenn man an dem Portal Interesse hat, was wir gerade entwickeln und nach vorne bringen wollen und Leute sagen, ich will da als Videoproduzent mitmachen, oder ich will da auch als Kunde nachfragen. Ich finde das richtig gut, dann unter www.video-oase.de. Dann dort. Genau.

LB:
Alles klar. Sarah, vielen Dank! Hat Spaß gemacht, waren interessante Einblicke und ich glaube, jedem müsste jetzt klar sein, wie wichtig Video-Content für sein Unternehmen ist.

SL:
Ja, danke dir, lieber Lars! Wunderbar.

LB:
Danke nochmal. Ja. Dann wünsche ich Euch natürlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ciao!

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