Die wichtigste Frage von Führungskräften

Was ist die wichtigste Frage von Führungskräften? Lars gibt Euch die, aus seiner Sicht, allerwichtigste Frage mit auf den Weg.

MDD Workshop mit Lars Bobach

Transkript

Heute möchte ich euch die wichtigste Frage von Führungskräften mit auf den Weg geben.
Also, es ist wirklich die allerwichtigste Frage aus meiner Sicht für die Mitarbeiterführung von Unternehmern, Selbstständigen und Führungskräften.

Als ich noch sehr jung war, ich war gerade 26, frisch von der Universität, habe ich direkt mein erstes Team leiten dürfen. Das war allerdings jetzt nicht meiner wahnsinnigen Fähigkeit geschuldet, sondern ich war einfach der Sohn vom Chef und durfte dann halt drei Mitarbeiter führen in einem Team.

Und wie es damals so war, ich war natürlich mit einem stolzen Selbstbewusstsein, ich konnte ja alles, von der Uni gekommen und wurde wirklich zu allen Themen von meinen Mitarbeitern gefragt. Ich hatte auch immer das Gefühl, ich müsste zu allem eine Antwort wissen und müsste immer der Schlauste sein im Raum. Das führt natürlich dazu, dass zum einen meine Mitarbeiter irgendwo das Denken dann aufgehört haben, weil, ich wusste ja eh alles.

Ich wollte auch zu allem gefragt werden. Es kam aber so eine Überforderung bei mir auf, dass ich dachte, ist das denn wirklich jetzt immer mein Thema. Ich hatte mir selber den Druck gemacht, dass ich das alles immer beantworten wollte. Das war natürlich nicht gut.

Ich bin dann relativ schnell zum Geschäftsführer geworden in dieser Firma, die Firma meines Vaters und da habe ich aber, weil ich noch sehr jung war, ich war noch unter 30, einen Mentor an die Seite gestellt bekommen. Das war wirklich super und der hat mich diese Frage gelehrt. Der hat gesagt, Lars, du musst nicht immer der Schlaueste sein, bist du nämlich auch gar nicht. Kannst du ja auch gar nicht sein. Und wenn die Mitarbeiter zu dir kommen mit einer Frage, dann musst du diese eine Frage zurückstellen, diese eine Frage, diese wichtigste Frage aller Führungskräfte und Unternehmer.

Und wie lautet die? Was glaubt Ihr? „Was meinst Du?“, lautet die Frage. Also, wie ist Deine Meinung dazu? Das hat bei mir wirklich alles in der Mitarbeiterführung total geändert. Wenn jemand jetzt zu mir kommt und sagt, Lars, hier gibt es das und das, die Herausforderung, das muss getan werden. Da kommt immer bei mir die Frage, was meinst Du, was würdest Du denn tun? Was ist Deine Meinung zu diesem Thema, zu diesem Problem, zu dieser Herausforderung?

Damit habe ich auf der einen Seite erstmal den Ball zurückgespielt, dass die Mitarbeiter sich im Vorfeld selber mal Gedanken darüber machen und selbst denken, selbstverantwortlich wirklich nach Lösungen suchen. Dieser Klammeraffe, den gibt es ja, dieses Monkey-Management. Mitarbeiter kommt rein, setzt Dir den Affen auf die Schulter und Du musst ihn dann sozusagen erstmal mit Dir rumschleppen. Den hat man komplett abgestellt, das war echt super und die Mitarbeiter haben auch viel mehr Freiräume, sind viel motivierter.

Und das Andere, auch Entscheidende, die Mitarbeiter sagen nämlich jetzt, Lars brauche ich eigentlich gar nicht fragen. Der fragt mich ja eh, was ich denke und dann wird eh das meistens gemacht, was ich denke. Weil, sie sind ja auch viel mehr im Thema. Das heißt, sie kommen auch gar nicht mehr zu mir und ich habe nicht nur mehr Motivation im Team, sondern ich habe auch einfach mehr Zeit, mich um meine Themen, um meine wichtigen Punkte zu kümmern. Ja, das wollte ich Dir mit auf den Weg geben. Es ist wirklich die alles entscheidende Frage in der Mitarbeiterführung: „Was meinst du?“