Erfahrungsbericht: Die ersten Erfahrungen mit der Apple Watch

Nachdem meine Apple Watch dann doch ein paar Wochen vor dem avisierten Termin angekommen ist, verbrachte ich die letzten Tage mit starrem Blick auf mein Handgelenk.

Mein erster Eindruck , den ich bei der Anprobe im Apple-Store hatte, bestätigte sich in den ersten Tagen im Wesentlichen. Zusätzlich konnte ich bisher noch einige neue und teilweise unerwartete Erfahrungen mit der Apple Watch machen.

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Hardware

Es ist ein tolles und wirklich gelungenes Stück Hardware. Edel, top verarbeitet und mittlerweile, nach anfänglich großer Skepsis, finde ich sie sogar fast schick.

Bedienung

Die Bedienung ist einfach und größtenteils intuitiv. Klar, man muss sich erst daran gewöhnen, da die Bedienung etwas anders als beim iPhone ist.

Der Deep-Press (ein längeres starkes Drücken) ist eine wirklich sehr gute und durchdachte Geste.

Antippen

Das Antippen durch die Uhr ist einfach spitze. Kein Vibrationsalarm, der durch Mark und Bein geht. Nein, ein rücksichtsvolles, von meinem Gegenüber unbemerktes Antippen. Klasse.

Benachrichtigungen

Ich habe alle Benachrichtigungen am iPhone ausgeschaltet und an der Watch erhalte ich nur bei eingehenden Anrufen und Nachrichten ein Antippen (keine Emails!).

Die Uhr und das iPhone sind immer lautlos und beim iPhone habe ich zusätzlich den Vibrationsalarm ausgeschaltet. Die Ablenkungen habe ich somit auf ein Minimum reduziert. Eine himmlische Ruhe.

Ich würde mir die Möglichkeiten der Einstellungen aber noch detaillierter wünschen. Als Beispiel: Antippen nur bei Nachrichten von bestimmten Personen.

Spielereien

Die animierten Emojis sind vielleicht am Anfang eine witzige Sache, braucht aber kein Mensch und sie wirken auch irgendwie uncool.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass viele Apple Watch Besitzer sich gegenseitig ihren Herzschlag zuschicken. OK, wir haben das am Anfang gemacht.

Dazu stellt sich mir die Frage, ob ich mir zukünftig Fotos auf meiner Uhr ansehen will. Wohl eher nicht.

Eine Uhr

Ja, eigentlich ist es ja immer noch eine Uhr (sagt ja schon der Name) und die finde ich richtig gut. Zum einen habe ich immer die ganz korrekte Zeit (keine Stärke meiner mechanischen Uhren), zum anderen habe ich auf der Uhr direkt die wichtigsten Informationen immer im Blick (einstellbar):

  • Meinen nächsten Termin: Super und für mich eine echte Entspannung. Reduziert die Möglichkeit, den nächsten Termin mal wieder zu vergessen, gegen Null.
  • Meine Fitnessdaten des Tages: Dazu später mehr
  • Die aktuelle Temperatur: Bei unserem doch eher unsicheren ‚Sommer‘ ein gutes Hilfsmittel bei der Auswahl der Garderobe.

Fitness App

Vielleicht bin ich wirklich zu sehr Spielkind, aber bei mir funktioniert die Motivation durch die Fitness-App mit den drei Ringen (Bewegen, Trainieren, Stehen) ausgesprochen gut.

Ich konnte es selbst kaum glauben: Seitdem ich die Apple Watch habe, bin ich schon dreimal mit dem Rad ins Büro gefahren. Dafür hatte ich früher immer eine einleuchtende Ausrede parat.

Siri

Ohne Siri funktioniert die Apple Watch nicht, da Siri die einzige Möglichkeit der Texteingabe ist.

Siri funktioniert auf der Watch richtig gut. Und hier meine ich: richtig, richtig gut. Ich war beeindruckt, mit welcher Geschwindigkeit und Präzision Gesprochenes in Text umgewandelt wird.

Einziger Nachteil: Keine Internetverbindung, kein Siri, keine Texteingabe, keine funktionierende Apple Watch.

iPhone

Das iPhone habe ich seit der Apple Watch fast nur noch in meiner Tasche. Einzig zum Telefonieren habe ich es herausgenommen.

Ok, telefonieren kann ich auch mit der Watch, was für kurze Telefonate sehr praktisch ist. Bei Dauertelefonaten dagegen aber eher unbequem.

Apps

Es gibt wirklich schon eine ganze Menge Apps für die Watch. Einige scheinen auf der Watch eher überflüssig, aber viele bieten einen echten Mehrwert.

Zum Beispiel Todoist: Sicherlich fange ich nicht an, meine Tasklisten auf der Watch zu verwalten. Ich kann aber, ohne mein iPhone / iPad herauszuholen, auf die Schnelle eine Task erfassen. Super praktisch.

Musik / Podcast hören

Auch hier bietet die Apple Watch einen Mehrwert. Die Steuerung kann direkt über die Watch erfolgen. Das iPhone bleibt in der Tasche.

Akku

Es wurde ja gewitzelt, der Tag habe nach der Apple Watch nur noch 16 Stunden, da dies der versprochenen Akkulaufzeit entspricht. Ich hatte die ersten Tage keinerlei Probleme mit der Laufzeit. Ich hatte abends immer zwischen 20 und 40 % Akku übrig.

Armbänder

Das von mir bestellte Sportarmband fühlt sich gut an, ist aber, wie ich jetzt feststellen musste, optisch auf Dauer nicht der Knaller. Vielleicht hätte ich doch mit meinem Bankberater sprechen und mir das Metallarmband bestellen sollen…

Produktivität

Die Ablenkungen habe ich mit der Watch auf ein Minimum reduzieren können. Alleine durch den Umstand, dass mein iPhone nicht neben mir auf dem Schreibtisch liegt, habe ich den subjektiven Eindruck, viel ablenkungsfreier und ungestörter arbeiten zu können.

Emails

Emails hatte ich nur am ersten Tag mal testweise mit der Watch abgerufen. Funktioniert, nutze ich aber nicht.

Fazit

Braucht man eine Apple Watch? Für eine abschließende Beantwortung dieser Frage ist es noch zu früh.

Fest steht: Die Apple Watch macht die Bedienung des iPhone flüssiger und einfacher. Für mich ist sie bisher eine gute, mit viel Mehrwert bestückte Uhr, eine sportliche Motivationshilfe und sie hält mich von meinem iPhone fern.

Aber das reicht noch nicht aus, um die Watch zu einem Must-have zu machen. Es fehlt noch die Killer-App. Die App, welche die Watch einfach unverzichtbar macht.

Welches sind Eure Gedanken zur Apple Watch? Ich freue mich auf den Austausch mit Euch in den Kommentaren.

Immerhin kein Popup mitten auf der Seite...


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