Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2017

Erzählt Lars, dieser Erfolgsmensch, jetzt, wie toll es gelaufen ist? Nein halt, nicht ganz, neben den Highlights berichtet Lars im Gespräch mit Barbara auch offen und ehrlich von seinen Misserfolgen und Dingen, die nicht so toll waren.

Hier das Transkript des gesamten Podcasts und vorab die erwähnten Sponsoren:

Sponsoren

Lars Bobach Online-Marketing AG

Mach Dein Ding Workshop mit Lars Bobach

Transkript

BF = Barbara Fernandez
LB = Lars Bobach

BF:
Herzlich willkommen zum Podcast Selbstmanagement.Digital. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Barbara Fernandez und hier, mir gegenüber, sitzt Lars Bobach, hallo lieber Lars.

LB:
Hallo Barbara.

BF:
Neuer Podcast-Titel, Selbstmanagement.Digital. Wie kommt es?

LB:
Ich habe ja generell meinen ganzen Blog redesigned und relauncht. Und so haben wir uns überlegt, das ein bisschen spitzer zu formulieren und Selbstmanagement ist ja mein Thema. Da will ich mich drauf fokussieren und das sollte auch im Titel rüberkommen. Deshalb heißt der Blog jetzt so, der hieß ja auch „Produktiv in digitalen Zeiten“ und so heißt der jetzt eben Selbstmanagement.Digital. Und der Podcast heißt jetzt dann auch Selbstmanagement.Digital.

BF:
Wunderbar, wir sind aber ganz die Alten und haben ein neues Jahr gestartet unter neuem Titel und schauen jetzt aus dieser Position zurück ins alte Jahr 2017. Was hat es besonders gemacht, Lars? Was war wichtig für Dich im letzten Jahr?

LB:
Viele persönliche Sachen waren sehr wichtig, mein Highlight total war mein Urlaub in Jerusalem.

BF:
Okay, wenn Du jetzt zurückguckst, ist es das erste, was Dir so einfällt?

LB:
Ja, sofort.

BF:
Warum war es so besonders?

LB:
Ich weiß nicht, warst Du schon mal in Jerusalem?

BF:
Nein.

LB:
Also, die Stadt an sich ist schon unglaublich. Als gläubiger Mensch wirst du da abgeholt, es ist Wahnsinn. Und es war ein Herzenswunsch, seitdem ich meine Frau kenne, dass sie einmal dahin will. Ich habe irgendwann gesagt, jetzt machst du ihr das mal möglich und habe mich dann drum gekümmert und das war natürlich auch nochmal was ganz Besonderes. Und das hat unserer Beziehung sehr gutgetan und es war eine ganz tolle Erfahrung.

BF:
Wie schön. Und gibt es etwas, was Du im letzten Jahr gelernt hast, was Du heute als Weisheit mitnimmst? Gibt es was Besonders aus dem letzten Jahr, wo Du sagst, das und das mache ich nie wieder? Oder, ich habe jetzt verstanden, dass… Gibt es irgendwas Besonderes, wo Du sagst, das habe ich gelernt im letzten Jahr?

LB:
Gelernt habe ich ganz viel im letzten Jahr. Es wäre auch traurig, wenn nicht. Was ganz Besonderes ist, dass ich gelernt habe, zu Dingen nein zu sagen, mehr die, die meinen geschäftlichen Bereich betreffen. Also, hier in der Agentur haben wir zum Beispiel letztes Jahr, als unsere Strategie klar war, wir waren da lange auf der Suche. Onlinemarketing ist so ein breites Feld, also, das ist ja unglaublich. Irgendwann mussten wir sagen, jetzt müssen wir mal ganz spitz werden, es hat gar keinen Sinn.

Da haben wir uns entschieden und da habe ich gelernt. Wir haben daraufhin, das wollte ich sagen, zehn Kunden gekündigt. Also gekündigt bzw. denen nahegelegt, dass wir eigentlich nicht mehr die richtigen Partner für sie sind. Das war ein sehr mutiger Schritt. Das hätte ich mich so davor nie getraut. Der sich aber total ausgezahlt hat. Das fällt mir so ein, was ich im beruflichen Kontext gelernt habe.

BF:
Ich wundere mich jetzt eigentlich gerade, dass Du zurückschaust. Du bist ja so ein zielorientierter Mensch, Du guckst in die Zukunft, Du planst. Obwohl nein, jetzt fällt mir auch ein, Du machst auch ein wöchentliches Review. Und auch immer quartalsmäßig schaust Du zurück. Aber jetzt so einfach sinnieren, das letzte Jahr angucken, das ist ja schon was Besonderes, oder?

LB:
Ja, das bin ich auch nicht, da hast Du recht. Ich bin jetzt keiner, der in der Vergangenheit lebt, überhaupt nicht. Ich lebe eher in der Zukunft und im Hier und Jetzt, das gelingt mir aber nicht immer. Also egal, aber es ist so.

BF:
Was möchtest Du sagen, Lars?

LB:
Dieses nach hinten blicken, das habe ich mal angefangen und dann habe ich sehr positives Feedback bekommen von der Community. Einfach so, dass man da mal sieht, was ist jetzt wirklich gelaufen und weil, ich versuchte dann auch so ein bisschen, den Vorhang fallen zu lassen, dass einfach mal klar ist, dass alles, diese Fassade, die man sieht, dass dahinter natürlich nicht alles immer nur Gold ist, was glänzt. Es ist nicht alles immer nur toll und das ist in der Community sehr gut angenommen worden in der Vergangenheit. Deshalb habe ich gesagt, das machst du wieder, einfach nur, um mal zu zeigen, dass auch bei mir sehr viele Dinge schiefgelaufen sind.

BF:
Es ist ein Geschenk für Euch. Lars lässt die Hosen runter und sagt auch, was hat eigentlich nicht geklappt. Okay, das finde ich sehr mutig und eine tolle Bereicherung, dass man auch mal darüber nachdenkt, das und das wird hier immer propagiert oder gesagt, das sind jetzt die nächsten Ziele und alles hört sich immer toll und aufregend und groß und erfolgreich an. Und wo sind eigentlich die Sachen, was hat gehakt, was hat nicht geklappt? Es ist mutig, das zu veröffentlichen. Wir haben eine sehr große Community mittlerweile. Das finde ich mutig und wirklich auch bereichernd. Das gibt es selten in dem Feld.

LB:
Ich finde es wichtig auch, einfach man neigt ja dazu, bei dem Anderen nur vor die Fassade zu gucken und es ist, glaube ich, ganz wichtig, dass einem klar wird, dass jeder Andere auch mit den gleichen Dingen zu kämpfen hat wie man selbst. Also, auch ich bin mal in der Aufschieberitis gefangen und will jetzt endlich mal, muss diese Podcast Folge jetzt machen und dann muss ich mich auch in den Hintern treten und auch ich habe hier in meiner Agentur mit unzufriedenen Kunden mal zu tun. Und das funktioniert nicht und schlechten Zahlen und sowas, das passiert auch.

Also, es ist ja nicht alles hier nur Friede, Freude, Eierkuchen. Ich zeige es gerne, um den Anderen den Mut zu geben, es ist normal, wie es bei mir läuft und im Unternehmertum ist es normal. Wenn ich Unternehmer erlebe, die mir erzählen, wenn ich das erledigt habe, dann geht es endlich aufwärts, dann denke ich mir, wie lang bist du eigentlich schon Unternehmer? Es geht nie glatt.

BF:
Nur aufwärts.

LB:
Ja und es ist nie irgendwas glatt. Wenn du denkst, jetzt hast du das abgehakt. Bestes Beispiel bei mir letztes Jahr, der ISOTEC-Verkauf sollte komplett stattfinden, hat kaufmännisch nicht funktioniert. Also Teilverkauf gemacht und da das Jahr schon schwer war, es war ja der Grund, warum es nicht funktioniert hat. Weil ISOTEC da schon in eine schwierige Phase gekommen ist, selbst gemacht. Das waren wir selber schuld und dann sind wir schon gefleddert im neuen Jahr angekommen und dann kam diese Dürreperiode dieses Jahr, 2017. Es war das trockenste Halbjahr im Rheinland seit Wetteraufzeichnung, sprich, dann fehlten noch die Anfragen. Also sind schon gefleddert angekommen und dann noch in dieses Loch reingefallen und das dann mit den neuen Inhabern. Das war richtig schwer.

BF:
Da hast Du schon das erste persönliche Highlight aus dem letzten Jahr preisgegeben. Okay, sehen wir doch mal, Du hast ein Highlight gesagt, ein wirklich positives Highlight, das war die Reise mit Deiner Frau nach Jerusalem und Du hast das Negativbeispiel, wie es manchmal durch Verkettung von Umständen auch zu einer schlechten Periode kommen kann mit einer Firma, wie es halt mit ISOTEC gelaufen ist.

Was ist denn mit Deinem ganz großen Thema Selbstmanagement? Das hört sich auch immer großartig an, Du hast ganz viele Videos, wir haben Podcast-Folgen dazu gemacht. Du hast da ausverkaufte Seminare gehabt? Das nächste ist schon ausverkauft, das darauf ist schon fast ausverkauft. Also, ich meine, es hört sich aber total erfolgreich an. War es alles so erfolgreich?

LB:
Nein, auch da nicht, auch da habe ich viel Lehrgeld bezahlt und gerade, was diese Workshops angeht, da habe ich erstmal alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Preislich mich komplett vergaloppiert am Anfang, Marketing gemacht, was überhaupt nicht gefruchtet hat oder was überhaupt nicht zündete. Also das war wirklich … und den ersten Workshop, den musste ich absagen, es hatten sich nur drei Mann angemeldet, also, den allerersten letztes Jahr. Den habe ich dann abgesagt, dann habe ich, glaube ich, zwei von den drei rüber gerettet in den nächsten und dachte, wenn ich das jetzt nicht hinkriege. Aber der war dann ein voller Erfolg.

BF:
Das war dann der Startschuss.

LB:
Genau, das war der Startschuss und ab da ging es dann los. Ich habe auch gezweifelt, ob es überhaupt angenommen wird bei mir.

BF:
Ich weiß das auch noch, ja.

LB:
Haben wir drüber gesprochen?

BF:
Ja und ich finde es gut, dass Du es jetzt nochmal so sagst. Weil letztendlich war es fast auf der Kippe, ob du das überhaupt verfolgen wirst und jetzt ist es das große Ding. Ja, da fallen uns allen jetzt bestimmt Beispiele ein aus dem eigenen Leben. Das sind Wunschvorstellungen, die dann schwer starten und wenn wir dann aber mit Langmut dabeigeblieben sind oder eben auch bereit waren, aus unseren Fehlern zu lernen, das dann in eine erfolgreiche Geschichte umzuwandeln. Das ist natürlich dann ganz großes Glück. Also, ich wünsche Dir, dass es so weitergeht und die steile Kurve behält, aber interessant, mal diesen doch eher schwachen Start auch mit uns zu teilen.

LB:
Und was mir wirklich total Spaß macht, dass ich jetzt dabeigeblieben bin. Es stand ja wirklich auf der Kippe, wie Du sagst, dass ich dieses positive Feedback von den Teilnehmern bekomme, dass die wirklich richtig was mitnehmen. Das sie danach wirklich an ihren Zielen arbeiten, ihr Leben teilweise umkrempeln, das macht wahnsinnig Spaß und motiviert mich natürlich da, auch dranzubleiben.

BF:
Okay, ein weiterer Punkt im Jahresrückblick 2017, Lars Bobach, was gibt es dazu zu sagen?

LB:
Da habe ich jetzt nicht wirklich viel Negatives zu berichten. Die Zugriffszahlen steigen.

BF:
Das ist doch positiv, das ist doch super!

LB:
Ja, da ist einfach der YouTube Kanal und der Podcast hier, das sind Wachstumsbringer, eigentliche Artikel schreibe ich auch gar nicht mehr. Mit diesem Jahr hört es jetzt komplett auf, ich produziere Videos und Podcasts und lasse sie verschriftlichen. Das ist so das Thema, weil, das sind auch die Wachstumsbringer. Die Leute hören sich einen Podcast an, die gucken sich Videos an und das Lesen wird leider im Internet immer weniger. Wir verschriftlichen die noch, aber das mache ich auch nicht mehr selber. Da ist eigentlich alles gut gelaufen.

Mit dem Einstieg meines Bruders da noch, was auch jetzt im letzten Jahr, Ende letzten Jahres passiert ist, im letzten Quartal. Das hat dem Ganzen auch nochmal sehr gutgetan, dass wir dieses Thema digitale Transformation für kleine mittelständische Unternehmen nach vorne bringen und da haben wir wirklich auch gute Erfolge schon.

BF:
Wunderbar, Du hast zu Lars Bobach Online-Marketing schon erzählt, dass Ihr im Grunde genommen im letzten Jahr Eure Strategie erst richtig klargezogen habt oder spitz geworden seid, wie Du sagst. Du hast tatsächlich den mutigen Schritt gemacht, zehn Kunden daraufhin auch zu kündigen. Ist denn jetzt danach was passiert? Gibt es eine positive Entwicklung zu verzeichnen, hat das schon gefruchtet?

LB:
Ja, absolut, es hat gefruchtet. Wir haben den Umsatz wieder aufgefangen. Da hast du natürlich die Sorge. Es waren Kunden, die haben ihre Rechnung bezahlt und alles, aber die waren halt high maintenance und nicht unsere Zielgruppe, auf die wir uns fokussieren wollen.

BF:
Was heißt das jetzt, high maintenance?

LB:
Die haben uns viel Arbeit gemacht. Solche Kunden gibt es ja.

BF:
Das ist die 80/20-Regel, die da zieht, oder?

LB:
Ja, genau, sehr gut. Die zieht da. Wir hatten dadurch natürlich viel mehr Zeit für die anderen Kunden und auch für Neukunden. Das macht sich total bemerkbar. Wenn wir jetzt merken, der Kunden, der muss auch zu uns passen. Wir suchen uns wirklich jetzt unsere Kunden auch mit aus. Das habe ich gelernt, das macht keinen Sinn, jeden anzunehmen, das machen wir nicht mehr.

BF:
Interessante Frage, das können wir uns ja alle mal gerade fragen, die eben Unternehmer sind. Welche Kunden passen wirklich zu mir? Das wäre jetzt eine Formulierung vielleicht, die ist ein bisschen Barbara mäßig, aber, wo fühle ich mich eigentlich wohl? Also, das ist jetzt für mich und meine Seminare, wo ich das Gefühl habe, hier bin ich genau richtig, es ist genau das richtige Unternehmen, die brauchen auch genau das. Und zwar auch auf dem Niveau, in der Intensität, mit genau diesen Menschen funktioniert das. Das können die auch umsetzen und dann gibt es halt aber auch Kunden, die uns einfach sagen, ja, das ist zwar was, was ich kann. Die sind ja auch irgendwie zufrieden. Aber das macht jetzt weder die Seite völlig wahnsinnig vor Glück, noch einen selber.

Vielleicht ist es tatsächlich auch eine gute Entscheidung, sich mal zu trennen. Weil, man ahnt ja auch nicht, was passiert mit den Leuten. Die sind ja erstmal vor den Kopf gestoßen. Aber im zweiten Schritt sind sie eigentlich dankbar, sie wollen ihr Geld auch an der richtigen Stelle ausgeben und nicht an der falschen und haben vielleicht auch mal dadurch eine Empfehlung.

Ich erlebe das auch ganz oft, dass Leute sagen, ich finde das sehr mutig, wenn sie das soundso eingrenzen. Das hat mir gezeigt, wie professionell sie das auch angehen. Also, dass man einfach auch seine Grenzen kennt, macht eine professionelle Haltung aus und transportiert auch ein Wissen über das eigene Geschäft, das eigene Können. Und das ist letztendlich auch meine Visitenkarte da draußen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein Nein an der richtigen Stelle drei neue Jas bringt. Es ist vielleicht wirklich was, was nochmal eine Inspiration sein könnte, wenn wir alle zurückgucken auf das Jahr 2017.

LB:
Ich glaube, das ist auch die Idee von mir, dass wir vielleicht mal eine Podcast-Folge zu dem Thema machen, wie man sich von solchen Kunden trennt oder warum man das machen sollte. Das ist echt eine eigene Folge wert.

BF:
Okay, wenn Ihr auch findet, dass es eine eigene Folge wert ist, dann schickt uns doch mal dazu Euren Kommentar und vielleicht sogar auch den Aufruf, Geschichten zu teilen. Weil, es sind jetzt bei Dir zehn Leute, die wollen wir jetzt nicht alle in der Podcast-Folge durchgehen, sondern vielleicht beispielhaft einen Fall, vielleicht beispielhaft einen Fall von mir und vielleicht noch zwei, drei beispielhafte Fälle von Euch. Und dann rund um das Thema, wann ist ein Nein ein gutes Ja. Ein Ja zum Nein.

LB:
Ja, finde ich eine super Anregung. Also, wenn Ihr da was habt, gerne, da gehen wir hier drauf ein, anonymisiert, wenn Ihr das natürlich wollt, selbstverständlich. Finde ich toll.

BF:
Gut, dann schwenken wir mal über. Dein ISOTEC hatten wir schon im Gespräch.

LB:
Dazu würde ich noch gern eine Sache zu sagen. Das war alles schwierig und es war das erste Halbjahr wirklich richtig hart und es tat mir natürlich leid für die neuen Unternehmer und die Geschäftsführer, die da jetzt sind, aber und den Spruch, den fand ich so toll, den habe ich, ich weiß gar nicht, durch Zufall in der Zeit auch noch irgendwo gesehen, gute Seeleute werden nicht auf ruhiger See geboren. Das fand ich, das kann sich jeder Unternehmer eigentlich hinter die Ohren schreiben, das ist auch so. Auch Unternehmer ist genau das gleiche.

BF:
Ja, sehr schön, muss man ein bisschen nachklingen lassen, guter Satz.

Neue Freunde in diesem Jahr? Jetzt Leute, hier steht jetzt nicht Jürgen, Günther, Marianne. Nein, hier steht AppleWatch, iPad, Lars neue Freunde in diesem Jahr. Natürlich rein technisch gesehen, sind wer?

LB:
Ja, da hatte ich mal in meinen vorherigen Reviews, das hatte ich so genannt. Neue Freunde in diesem Jahr und dass ich dieses Jahr als erstes mit der AppleWatch, die ich ja wirklich anfangs überhaupt nicht mochte, meinen Frieden geschlossen habe. Sie ist wirklich mittlerweile mehr am Mann als mein iPhone. Sie hält mich vom iPhone fern und mit der neuen AppleWatch gehe ich wirklich abends Essen, ohne, dass ich mein iPhone mitnehme. Weil, im Zweifel bin ich für die Familie erreichbar dadurch. Auf der Uhr kann man ja angerufen werden, aber nur im Notfall, aber sie verleitet nicht dazu, E-Mails zu lesen oder bei Facebook nachzugucken oder keine Ahnung, anderen Unfug zu machen, sondern ist wirklich nur dafür, man ist erreichbar, wenn es wirklich dringend ist.

BF:
Darf ich mal kurz fragen, wie das mit dem Telefonieren funktioniert?

LB:
Ja, man spricht da rein.

BF:
Und wie hört man?

LB:
Es ist so laut, das hörst Du.

BF:
Aber es ist dann im Restaurant auch unangenehm?

LB:
Ich würde jetzt nicht im Restaurant damit telefonieren. Aber wenn ich sehe, meine Frau ruft mich an, wenn ich abends weg bin, da muss ja irgendwas Dringendes sein und dann würde ich dann rausgehen und dann kann ich sie eben zurückrufen. Aber, Ihr müsstest jetzt mal Barbaras Gesichtsausdruck sehen, ich fühle mich jetzt nicht ganz ernst genommen.

BF:
Ich finde das dann immer so lustig, wie dann so die neueste technische Errungenschaft einen wieder dazu bringt, körperlich halb verrenkt in doofen Positionen in kleine Geräte reinzureden und das möglichst ans Ohr zu halten. Da muss ich immer so ein bisschen schmunzeln. Ich finde, das ist schon auch, ja.

LB:
Man muss es nicht ans Ohr halten. Das muss man bei der AppleWatch nicht und sie ist wirklich von der Klangqualität so gut, dass mein Gegenüber gar nicht weiß, dass ich damit telefonieren. Wenn ich dann sage, hör mal, ich telefoniere gerade mit meiner Uhr, ich muss es schnell machen. Wie du telefonierst? Das hört man ja gar nicht, hört sich an, als hätte man wirklich den Hörer in der Hand, also das iPhone oder so in der Hand.

BF:
Ich telefoniere gerade mit meiner Uhr, ja, genau.

LB:
Über meine Uhr, ist richtig dann sehr wahrscheinlich. Habe ich dann falsch gesagt.

BF:
Ich weiß es nicht, lass mir doch mein Schmunzeln. Ich meine es doch gar nicht böse, sondern ich finde, man muss auch immer so ab und zu mal von draußen auf die Dinge drauf gucken.

LB:
Wobei ich jetzt wirklich das nur sage, wenn es wirklich das Leben einfacher macht. Ich habe ja das neue iPhone, das Zehner und so, da tue ich mich wirklich schwer mit, so toll das Ding auch ist, aber da so den Mehrwert, da gibt es vielleicht den einen Punkt, der toll ist, kommen wir jetzt auch gleich vielleicht sogar noch zu, aber ansonsten muss es auch nicht immer das neueste iPhone sein, sehe ich auch so. Aber das Ding, die AppleWatch an sich ist wirklich da eine Sache, wo ich sage, ich habe das iPhone am Wochenende nie dabei, nie.

BF:
Das ist doch eine Errungenschaft.

LB:
Ja.

BF:
Okay, ein weiterer Freund, das iPad Pro 10,5 Zoll mit iOS 11 drauf.

LB:
Ja, also hauptsächlich iOS 11 ist das. Das ist ja dieses neue Betriebssystem, wo dann viele Gesten neu erfunden wurden, wie dieses, dass man da Drag and Drop machen kann, was man früher nicht konnte beim iPad. Oder dieser Splitscreen, den kann man jetzt richtig gut nutzen. Dadurch wird das iPad wirklich komplett zum MacBook-Ersatz, kann man wirklich sagen. Das MacBook brauche ich dadurch quasi so gut wie gar nicht mehr. Ich kann wirklich gut mit dem iPad.

Ich habe vor zwei, drei Jahren, ich glaube, drei Jahre ist es her, mal so ein iPad only Experiment gemacht. Das war damals vor drei Jahren wirklich hart oder ist vielleicht zweieinhalb her, ist auch egal. Aber, da gab es nicht so viele Apps, das Betriebssystem war noch lange nicht so, aber das habe ich geschafft, aber es war teilweise schwer. Mittlerweile ist das easy, also, da lohnt sich gar keine Folge drüber zu machen, weil, das geht einfach.

BF:
Ach, Wahnsinn. Ja, ich erinnere mich noch sehr gut daran, deswegen staune ich jetzt. FaceID, was ist das denn? Ach so, mit dem Gesicht statt Passwort? Nein!

LB:
Ja, das ist der Hammer.

BF:
Ja, das finde ich super. Wie kriege ich das denn?

LB:
Da musst Du Dir das neue iPhone leider kaufen.

BF:
Ach so.

LB:
Aber es wird jetzt in allen Apple Geräten kommen und ich nehme nicht an, dass es nur in den Apple Geräten kommt, dass es auch in anderen …, dass der Computer erkennt, wer vor einem sitzt. Der scannt ja Dein Gesicht irgendwie ab. Das funktioniert richtig gut. Ob mit Brille, ohne Brille und keine Ahnung, Haare auf, zu, habe ich jetzt nicht, aber bei Dir. Der erkennt sofort, wer davorsitzt und das ist so in das Betriebssystem integriert, dass ich nirgendwo mehr Passwörter eingeben muss.

BF:
Gibt es da nicht Schwachstellen, also 3D druckermäßig lässt man sich so eine Büste von Lars Bobach da … und dann hältst Du die vor die Kamera?

LB:
Nee, das geht nicht. Da hat meine Tochter auch gesagt, dann halte ich dir das nachts vors Gesicht. Wenn du die Augen zu hast, geht es nicht. Selbst, Video, da haben Leute anderen die Augen aufgehalten, geht auch nicht. Also, du musst wirklich wach sein, irgendwie erkennt es das. Schwachstelle habe ich jetzt noch nicht gefunden. Selbst wenn es ganz dunkel ist, ist es irgendwie Infrarot. Also, es funktioniert auch im Dunkeln. Es ist toll und dann hast Du diesen ganzen Passwortscheiß nicht mehr.

BF:
BMW, wie heißt das jetzt?

LB:
I3. Das ist ja mein Auto.

BF.
Das ist Dein Auto, ja. Da gab es Probleme mit.

LB:
Da hatte ich ja ordentlich Probleme. Da hat BMW sich nicht so toll angestellt. Ist ja egal, gibt es ein Video zu, gibt es auch ein Video danach nochmal zu, wie ich es dann klarstellen. Aber ich muss sagen, ich habe ja jetzt den Neuen sehr günstig von BMW bekommen. Da sind sie mir entgegengekommen wegen des ganzen Ärgers, den ich hatte. Und der hat jetzt mehr Kapazität. Früher bin ich im Schnitt 130, 140 km gekommen, jetzt mittlerweile über 200 mit dem Neuen, der hat eine größere Batterie, lädt viel schneller, keine Probleme. Also, muss ich sagen, das ist richtig, dadurch, dass es fast die doppelte Reichweite hat, ist es einfach sehr entspannend.

BF:
Eine große Erleichterung.

LB:
Ja, man muss sich nicht mehr so viel Gedanken machen, wo ist eine Ladestation? Komme ich heute noch dahin? Es ist wirklich eine sehr große Erleichterung, dass er einfach eine große Reichweite hat.

BF:
Okay, Dein letzter neuer Freund in 2017 ist Dein neues Mountainbike?

LB:
Ja, wie jedes Jahr.

BF:
Du kaufst Dir jedes Jahr eins, ist das richtig?

LB:
Nein, aber ich, ja.

BF:
Also, Du hältst Dich jedes Jahr an, Dir eins zu kaufen?

LB:
Ich will eigentlich nicht jedes Jahr eins kaufen. Ich mache es aber leider.

BF:
Specialized Stumpjumper.

LB:
Ja, ganz kurz die Geschichte dazu. Ich fahre einmal im Jahr, das ist auch so ein Highlight von mir, mit einem Freund von mir immer eine Alpentour. Und wir haben jetzt eine neue Sportart für uns entdeckt und das nennt sich Gipfelbiken oder Bike-Bergsteigen. Das bedeutet, man schleppt sein Rad den Berg hoch und fährt dann hinterher wieder runter. Aber richtig hoch, so auf 3000 Meter. Das haben wir jetzt mal gemacht und da war mein letztes Rad wirklich völlig überfordert mit, weil, da sind mir dann bei der letzten Abfahrt komplett alle Bremsen abgeraucht. Ich hatte keine Hinterradbremse mehr und musste halt mal investieren und dann habe ich jetzt mal ein recht qualitativ hochwertiges Rad geholt. Mit sehr guter Bremse und deutlich mehr Federweg. Aber das macht totalen Bock.

BF:
Schön, er strahlt, seid Euch sicher. Ich glaube, es ist eins der schönsten von denen. Ist ja voll analog, ne?

LB:
Das ist analog, ja. Stimmt, gibt es auch.

BF:
Das war der letzte analoge Freund von Lars im letzten Jahr. Dinge, die Dir für 2018 gestohlen bleiben können aus der Erfahrung von 2017, Lars, hast Du da was mitgebracht? Hast Du da eine Idee?

LB:
Da habe ich vier Dinge, zum einen lange Trockenperioden, wie wir sie Anfang des Jahres 2017 hatten, für meinen ISOTEC-Betrieb. Da ist ja noch ein Großteil meines Vermögens drin und das wäre schon schön, wenn wir die nicht mehr hätten. Also, die können mir gestohlen bleiben. Dann verkaufe ich ja gerade das Haus. Wir wollen uns ja kleiner setzen. Da hatten wir auch jemanden im letzten Jahr, der wollte das kaufen, der hatte auch schon eine Anzahlung geleistet. Und dann stellte sich raus, er hat die finanziellen Möglichkeiten überhaupt nicht. Also, das war auch sehr ärgerlich, vor allen Dingen, weil wir schon alles im neuen Haus angefangen hatten zu renovieren. Äußerst unschön und egal, das kann mir auch gestohlen bleiben. Jetzt kommt wieder was Digitales.

BF:
Touchbar und die Tastatur auf dem MacBook.

LB:
Ja, das MacBook, das Neue, habe ich und da muss ich sagen, die Touchbar, das ist ja dieses Ding da oben, wo man, hast Du schon mal gesehen?

BF:
Nee.

LB:
Da oben gibt es so einen Streifen, da werden so Tasten eingeblendet. Je nachdem, welches Programm man öffnet, aber völlig nutz- und sinnlos aus meiner Sicht und die Tastatur im neuen MacBook ist wirklich richtig laut. Kann ich auch keinem empfehlen.

BF:
Okay.

LB:
Dann hatte ich mir mal so einen großen LG-Monitor gekauft. Da hatte ich auch wahnsinnig viele Kommentare zu auf Facebook und Twitter und YouTube. Boah, was für ein Ding. Ich weiß nicht, es war so ein 75 Zoll übertrieben, Riesending, so curved. Aber nach drei Wochen habe ich den weggegeben, weil, ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Der hat mich erschlagen.

BF:
Aha, siehst Du, kann auch sein.

LB:
Jetzt arbeite ich mit meinem 10,5 Zoll iPad und es ist alles gut.

BF:
Siehste, simplify your life.

LB:
Genau!

BF:
Okay, ich fasse noch mal zusammen, einfach, weil ich es immer mache und weil es so schön ist. Es ist ja auch ein Jahresrückblick 2017. Highlight: Jerusalem Urlaub, Selbstmanagement, MDD Workshops schwach gestartet, jetzt läuft es super. Lars Bobach, da ist eigentlich alles in Ordnung, Podcast, YouTube Kanal, der Bruder Björn ist eingestiegen. Die Lars Bobach Online-Marketing Agentur, jetzt, wo die Strategie klar ist, zehn Kunden gekündigt und jetzt läuft auch der Umsatz gut. Klingt ein bisschen so, als hätten die Kunden direkt damit zu tun, aber Ihr habt ja die ganze Folge gehört. ISOTEC, ja, immer noch beteiligt und manchmal läuft es nicht so wie geplant, aber gute Seeleute werden nicht auf ruhiger See geboren.

Die neuen Freunde vom Lars, die er aus dem letzten Jahr mitnimmt, AppleWatch, die sind jetzt ganz dicke, die beiden. Das iPad Pro mit iOS 11, ein wirklicher Meilenstein. Jetzt läuft es, noch nicht mal eine Podcast Folge machen wir mehr zu dem Thema, ist ganz easy peasy jetzt für alle. FaceID, dank des neuen iPhones, und jetzt gibt es auch einen BMW im Hause Bobach, der wirklich gut funktioniert und dank der netten Firma auch jetzt das neueste Modell mit 200 km Reichweite. Dann noch mal was ganz Analoges, ein neues Fahrrad für den Lars, ein Specialized Stumpjumper, mit dem man auch Bike-Bergsteigen kann.

Dinge, die uns hier mal schön gestohlen bleiben können, sind lange Trockenperioden, unseriöse und nicht solvente Immobilienkäufer. Überhaupt sowieso alles Unseriöse interessiert uns hier nicht. Die Touchbar und die Tastatur auf dem MacBook, außerdem ist es viel zu laut und sämtliche Riesenmonitore, ob von LG curved oder von was auch immer. Alles, was uns hier erschlägt, wollen wir hier nicht mehr haben.

Lars, jetzt, wo das Jahr noch so jungfräulich vor Dir liegt, mit welchem Gefühl startest Du rein?

LB:
Immer mit einem guten.

BF:
Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist, sagte schon Goethe. In diesem Sinne wünschen wir Euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.