Mit 58 Jahren zurück in die Selbständigkeit

Mit 58 Jahren zurück in die Selbständigkeit? Diese Frage stellt sich Andreas und hat sich ratsuchend an Lars gewandt. Wir begrüssen Euch zu einer weiteren Ausgabe mit den leicht geänderten Inhalten der „Frag Lars“-Folgen in denen es mehr um unternehmerische Fragen gehen soll.

Links

5 Dinge, die Unternehmer von Sam Walton lernen können
Stark in stürmischen Zeiten von Bodo Janssen (*)
Das 6 Minuten Tagebuch PUR (*)
BVMW
BNI
Meetup

Die Themen

1. Feedback zum Video „5 Dinge, die Unternehmer von Sam Walton lernen können“

Auch auf der Blog-Seite, wo zu den Videos und Podcast-Folgen die dazugehörigen Artikel erscheinen, gibt es unten auf der Seite die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen.

Dort hat uns Barbara zum Artikel „5 Dinge, die Unternehmer von Sam Walton lernen können“ geschrieben, dass sie den Sohn von Sam Walton, John T. Walton, 2004 und 2005 persönlich kennenlernen durfte. Er hat sie sehr durch seine Persönlichkeit, Nahbarkeit und Ruhe beeindruckt. Sie fing damals gerade in seinem Start-up in Freiburg an. Bei einem sehr beeindruckenden Leadership-Treffen in Jacksonville, Wyoming konnte sie ebenfalls die Prinzipien und Lebensphilosophien der Walmart-Familie kennenlernen.

Eine weitere Unternehmerpersönlichkeit, die sie kennen- und schätzen gelernt hat, ist Bodo Janssen. Sein Buch „Stark in stürmischen Zeiten“ (*) kann sie sehr empfehlen.

Vielen Dank für dieses Feedback liebe Barbara. Nachdem die Walmart-Familie nicht mehr im Management tätig war, ist Walmart leider etwas in Verruf geraten. So gab es eine der größten Diskriminierungsklagen gegen das Unternehmen. Das war lange nach Sam Walton und zeigt, wieviel Einfluß eine Führungspersönlichkeit auf das gesamte Unternehmen haben kann. Dass es zu solchen Vorkommnissen gekommen ist, ist wirklich schade.

2. Feedback zum Hallo Fokus! Podcast

Im Hallo Fokus! Podcast präsentieren wir Euch unterschiedliche Formate, Folgen mit Barbara, Interviews und vieles mehr. Da hatten Barbara und Lars in einer der letzten Ausgaben um Rückmeldung gebeten, welche Formate Euch besonders gut gefallen.

Uwe hat uns dazu geantwortet, dass die Folgen mit Barbara und Lars für ihn schon fast Suchtcharakter haben. Deshalb darf es seiner Meinung nach auch mehr Folgen mit den beiden geben, sofern sie es schaffen, die Qualität bei mehr Folgen beizubehalten. Er findet, dass bei den Folgen sein Lieblingsmotto greift: „Kompetenzen, die sich ergänzen.“

Vielen Dank an Uwe. Es gab etliche Rückmeldungen in diese Richtung. Und wir werden das auf jeden Fall umsetzen.

3. Morgen- und Abendroutine

Sandras Frage bezieht sich auf die letzte „Frag Lars“ Folge, wo es auch um das Thema Tagesabschluss ging. Sie möchte gerne mehr zu dem Thema Tagesstart und -abschluss hören.

Die Morgenroutine ist noch wichtiger als die Tagesabschlussroutine, weil Du damit die Segel für den ganzen Tag setzt. Die Morgenroutine sieht bei Lars wie folgt aus: Zum Hydrieren trinkt er ein großes Glas Wasser, dann schreibt er in sein 6-Minuten Tagebuch (*) um sein positives Mindset zu fördern. Dann trinkt Lars Kaffee und liest ca. eine halbe Stunde. So kommen erst gar keine negativen Gedanken auf, was in der jetztigen Corona-Krisen-Zeit nur von Vorteil ist. Zum Abschluss macht Lars dann noch etwas Sport. Das alles bringt für ihn Ruhe in den Tag.

Beim Tagesabschluss geht es darum, den Tag bewußt abzuschließen. Das wurde bereits in der letzten Folge thematisiert. Also der Check, ob der E-Mail Eingangskorb leer ist, die Benachrichtigungen bei MeisterTask gelesen wurden, die Aufgaben in den Fokus Planer übertragen wurden und dann irgendeine Tätigkeit, um zu sagen, dass ist jetzt das Zeichen für mich, dass die Arbeit vorbei ist und der Feierabend beginnt. Bei Lars ist das das Gassigehen mit dem Hund.

Bei Wolfgang ist es normalerweise so, dass er recht früh aufsteht und erstmal seine Dinge gemacht hat, also mit sich selbst fertig ist, bevor er dann für andere da sein kann. Ähnlich der Philosophie „Dir muss es erstmal selbst gut gehen, bevor Du anderen helfen kannst.“. Durch die Corona-Krise hat seine Morgenroutine in den ersten Wochen sehr gelitten. Für das morgendliche Lesen war gar keine Zeit mehr, da nun zwei schulpflichtige Kinder zu betreuen waren. Es musste erstmal alles umorganisiert werden. Mittlerweile hat sich aber eine angepasste Morgenroutine etabliert. Auch die Abendroutine blieb nicht ohne Störungen. Wobei Wolfgang aber festgestellt hat, dass wenn man die Dinge richtig abschließen kann und damit klar ist, schläft man deutlich besser.

4. Erneuter Start in die Selbständigkeit mit 58 Jahren

Andreas ist 58 Jahre alt und in verschiedenen Bereichen selbständig gewesen. Teilweise mit 60 bis 80 Wochenarbeitsstunden, wodurch er dann auch ziemlich ausgebrannt war. In seiner Regenerationsphase von etwa sieben Jahren, war er als Angestellter tätig und hat auch eine Weiterbildung als systemischer Coach gemacht hat.

Kurz vor der Corona-Krise hatte er einen neuen Job in Aussicht, der aber dann wegen dem Coronavirus Ausbruch abgesagt wurde. Er stellt aber fest, dass er emotional und mental immer noch Unternehmer und Selbstständiger geblieben ist. Bereits seit Ende 2019 trägt er sich mit dem Gedanken als Coach und Berater wieder in die Selbständigkeit zu gehen .

Er fragt, ob Lars Tipps für ihn hat, wo er Unterstützung und Hilfe bekommen kann.

Vielen Dank für Deine ehrliche E-Mail, lieber Andreas. Schade, dass Du Lars nicht schon damals zur Zeit Deiner Selbstständigkeit gekannt hast. Denn genau darin sieht Lars seine Aufgabe, nämlich Unternehmern zu helfen erfolgreich zu sein und für sich Freiheit zu erlangen.

Da Andreas das unternehmerische Herzblut hat, sollte es auch mit dem erneuten Schritt in die Selbstständigkeit klappen. Wenn man aus der Arbeitslosigkeit heraus startet, gibt es staatliche Hilfe und man kann mit seiner Selbständigkeit hinzuverdienen. Genau das würde Lars empfehlen.
Als nächstes dann eine einfache Webseite, ruhig ein Onepager, wo man sich und seine Themen vorstellt. Man sollte sich dabei aber nicht zu breit aufstellen und seine Leistungen auf der Webseite anbieten.

Dann heißt es den Bekanntheitsgrad steigern. Eine Möglichkeit ist es, sich erstmal kostenlos bei einem Zielkunden anzubieten. Das sollte man machen, um Erfahrungen zu sammeln und sich einen Namen zu machen. Auch dient es zur Profilschärfung und natürlich um Empfehlungen zu generieren. Durch die Empfehlungen gelangen Interessenten auf die Webseite , die dann dort buchen können.

Um ein Netzwerk aufzubauen, empfiehlt Lars sich Netzwerken anzuschließen, deren Mitglieder in einem ähnlichen Bereich wie man selbst arbeitet. Normalerweise sollte dort ein offener Austausch stattfinden und sich nicht als Wettbewerber gesehen werden.

Es gibt auch staatliche Hilfen, wie zum Beispiel Beratungsangebote. Die IHK kann da Auskunft geben. Auch professionelle Netzwerkveranstaltungen bieten Möglichkeiten. Beispielsweise gibt es Wirtschaftsverbände, wie den BVMW, der auch „netzwerkt“. Es gibt aber auch den BNI mit richtigen Businesskonzepten dahinter. Da muss aber jeder selber entscheiden, ob das etwas für ihn ist. Wolfgang fällt dazu noch Meetup ein. Meetup ist eine Plattform, um lokale Communities zu finden und aufzubauen.

Das waren die Themen und Rückmeldung dieser Ausgabe. Schickt Euer Feedback und Eure Fragen zum Unternehmertum per E-Mail an fraglars@larsbobach.de oder hinterlasst einen Kommentar mit dem Hashtag #fraglars.

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