Mein heutiger Gast ist Björn Kern. Björn ist Schriftsteller und aus seiner Feder stammt auch der Bestseller „Das Beste, was wir tun können, ist nichts“. Und um dieses Thema des Nichtstun und die damit gewonnene Freiheit geht es auch im folgenden Interview.

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Webseite: Björn Kern

Das Beste, was wir tun können, ist nichts von Björn Kern (*)
All you need is less von Nico Paech (*)

Buchempfehlungen:
Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima von Naomi Klein (*)
Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann von Naomi Klein (*)

Inhalt

Du erfährst in dieser Podcastfolge:

  • was Björn Kern unter gelingendem Nichtstun versteht,
  • wie wir das persönlich und als Gesellschaft umsetzen können,
  • warum Du mit Nichtstun Freiheit gewinnen kannst und
  • wie Du, gemäß meines Slogans, auch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge bekommst

Gelingendes Nichtstun?
Beim gelingenden Nichtstun geht es nicht um Verzicht oder darum gar nichts zu tun. Sondern ein zentraler Punkt ist das Wiedererlangen von Freiheiten, die uns im alltäglichen Leben doch sehr oft genommen werden.

Gelingendes Nichtstun bedeutet, dass es, im Gegensatz zum gar nichts tun, mit sehr viel Tätigkeit einhergehen kann. Das klingt zunächst paradox. Es geht dabei eben nicht um Entspannung, Faulheit oder um Egoismus, ich lasse andere für mich arbeiten, sondern gelingendes Nichtstun versteht sich als ein sozialer Begriff. Es kann auch das wirklich gar nichts tun umfassen, wobei sich das nicht einfach gestaltet.

Im Buch „Das Beste, was wir tun können, ist nichts“ geht es jedoch mehr um die gesellschaftlichen Aspekte. Einfach gesagt geht es um den Traum, dass wir unsere Bedürfnisse wieder befriedigen, ohne alles kaputt zu machen.

Wie werde ich zu einem Nichtstuer?
Es geht nicht allein. Nichtstun geht nur im Verbund, indem man sich ein Netzwerk aufbaut. In dem man sich beispielsweise mit Nachbarn abspricht und in dem auch alles unentgeltlich stattfinden kann.

Abschlussfragen

Wichtigster Tipp für mehr Fokus

Björns wichtigster Tipp für mehr Fokus lautet: Sich einzugestehen, was man wirklich braucht und sich dann davon zu befreien was andere bzw. die Gesellschaft von einem erwartet.

Was war die größte Herausforderung beim Nichtstun und was war das Learning daraus?

Die größte Herausforderung beim Nichtstun war für Björn, dass es immer einen Kampfmodus bedeutet. Es ist einfacher „mitzuspielen“, als gegen das allgemein Übliche anzukämpfen. Man muss schon sehr aufpassen, sich nicht unbeliebt zu machen und man muss sich ständig rechtfertigen. Er hatte es sich weniger anstrengend vorgestellt.

Buchempfehlung

Eine Empfehlung sind alle Bücher von Naomi Klein, wie die „Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima“ oder ihr neuestes Buch „Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann„. Diese Bücher haben seinen Blick sehr geweitet.

Der beste erhaltene Ratschlag

Höre ab einem gewissen Alter nicht mehr auf Deine Eltern. Sie formen Dein Leben in eine Richtung, in der Du es nicht leben willst.


Foto: Suskia

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