Morgenroutine: 5 Tipps für den perfekten Start in den Tag [Podcast 107]

Der Wecker klingelt und schon kreisen, bevor man richtig wach ist, die ausstehenden Arbeiten und Termine für den Tag im Kopf?

Mann haut mit Faust auf Wecker

Barbara und Lars geben uns heute verschiedene Routine- und Buchtipps für einen perfekten, erholten Start in den Tag.

Hier das Transkript des gesamten Podcasts und vorab die erwähnten Sponsoren und Links:

Sponsoren

MDD Workshop
Lars Bobach Online-Marketing AG

Links

Bücher
Der TED-Effekt von Florian Mück und John Zimmer
Miracle Morning von Hal Elrod
What the Most Successful People Do Before Breakfast von Laura Vanderkam

BF: Herzlich willkommen zum Podcast „Produktiv in digitalen Zeiten“. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Barbara Fernandez und hier, vor mir, sitzt der bezaubernde Lars Bobach.

LB: Barbara!

BF: Ich wollte Dir das Kompliment doch mal zurückgeben.

LB: Genau, das ist nett, vielen Dank. Ja, hallo Barbara, schön, dass Du hier bist.

BF: Hallo lieber Lars. Heute haben wir eine Folge: Fünf Tipps für den perfekten Start in den Tag – Morgenroutine. Spannendes Thema. Lars, wie sieht Deine Morgenroutine aus? Was ist da morgens los, wenn der Lars Bobach aufsteht?

LB: Och, mmh, relativ wenig am Anfang. Aber das steigere ich dann so bis zum Frühstück so ein bisschen.

BF: Okay, bist Du eher ein Morgenmuffel? Sei ehrlich!

LB: Ich war das ganz lange, also ganz, ganz schlimm. Meine Frau wird sicherlich behaupten, dass ich es immer noch ein Stückweit bin. Aber mit der Morgenroutine habe ich das so ein bisschen abstellen können. Bei mir kam ja der Antrieb zu dieser Morgenroutine, der kam wirklich daher, dass ich so ein schlimmer Morgenmuffel war. Ich bin aufgestanden und habe schon über die ganzen Probleme der Welt meinen Kopf zerbrochen. Was kann an dem Tag alles schiefgehen und welchen Mist muss ich an dem Tag noch erledigen? Ich bin mit sehr vielen negativen Gedanken in den Tag gestartet, was grundsätzlich erstmal nicht gut ist, weil, so, wie du morgens deine Segel setzt, so segelst du komplett durch den Tag. Und das habe ich dann auch irgendwann mal festgestellt, nachdem ich das ein paar Jahrzehnte gemacht habe. Dann habe ich gedacht, ich muss es irgendwie ändern. Ich habe dann angefangen, erstmal morgens zu lesen. Das war für mich und das ist jetzt auch noch so das Allerallerwichtigste, was ich jeden Morgen mache, ich lese.

BF: Also, Du machst die Augen auf und dann schnappst Du dir ein Buch?

LB: Ja, so ungefähr. Ich mache mir einen Kaffee und dann schnappe ich mir ein Buch. Früher habe ich sehr viele Romane gelesen, das mache ich jetzt gar nicht mehr, also, nicht bei der Morgenroutine. Aber, das hat mich dann schon wieder auf ein ganz anderes Mindset gebracht, dass meine Gedanken dann um das Buch, um das Gelesene, kreisen und nicht mehr um die Taten, die ich an dem Tag noch vorhabe oder die Probleme, mit denen ich konfrontiert werde und solche Sachen.

BF: Wie lange nimmst Du Dir dafür Zeit?

LB: Für das Lesen?

BF: Ja.

LB: Eine halbe Stunde.

BF: Okay, und was liest Du aktuell? Was hast Du heute Morgen gelesen?

LB: Heute Morgen habe ich gelesen, der TED-Effekt. Weil, wenn das hier ausgestrahlt wird, ist mein erster TED-Talk schon Geschichte. Ich hoffe, nicht positiv, aber ich bereite mich ja gerade darauf vor und genau, da lese ich gerade, es gibt da zwei Bücher, die ich da gerade zu lese und das eine ist jetzt der TED-Effekt, genau.

BF: Super, okay. Also, was gibt es generell zu sagen? Morgens steigert das die Produktivität? Bist Du Dir da sicher oder ist das Dein Gefühl?

LB: Ja, die Routine morgens ist bei mir relativ gleich. Aber ich bin morgens am produktivsten. Wenn ich ganz wichtige Sachen vorhabe, wie zum Beispiel, ein Buch schreiben. Also, ich habe mein kleines Buch geschrieben oder wenn ich unsere Podcast Folgen teilweise vorbereite, dann stehe ich morgens nochmal eine Stunde früher auf. Dann schläft alles, ich lese und setze mich dann direkt an den Schreibtisch. Zu Haus habe ich nur ein Stehpult. Dann geht es direkt zur Sache, dann bin ich richtig produktiv. Alles schläft noch und ich kann richtig voll motiviert und produktiv arbeiten.

BF: Wieviel Uhr ist das?

LB: Also, in der Regel stehe ich um sechs auf und dann um fünf. Heute Morgen halb sechs.

BF: Dann muss man aber auch abends früh ins Bett gehen?

LB: Ja, klar.

BF: Wann gehst Du schlafen?

LB: Zwischen zehn und elf.

BF: Jetzt wissen wir das alle mal, die ganze Community! Ja, finde es super, weil, das wird oft so zur Seite gelassen und eigentlich ist gesunder Schlaf und sich gut für den Tag einrichten natürlich was, was uns alle betrifft, weil es die Basics sind, wie wir eben unser Leben gestalten. Und das fängt genau bei solchen Sachen an.

LB: Aber, wie gesagt, das Arbeiten mache ich nicht jeden Morgen. Das mache ich wirklich nur dann, wenn ich wichtige Sachen habe und wo ich sage, okay, das kriege ich jetzt im Büro nicht geschafft. Obwohl, auch hier habe ich ja morgens meine wichtigste Aufgabe des Tages, wo ich mir dann immer zwei Stunden nehme, dann mache ich meine Tür zu und bin dann erstmal für mich. Aber, das hat immer noch eine andere Qualität, wenn ich das morgens vor dem Frühstück mache. Weil ich da wirklich Sachen mache, wo ich auch mal was aufbrechen muss, wo ich auch mal mich so richtig schwertue, wo ich Schmerzen habe, wenn ich das mache. Dann ist das ganz, ganz, früh morgens immer am allerbesten.

BF: Okay, und bist Du da so alleine draufgekommen? Hast Du Dir Inspirationen geholt?

LB: Ja gut, das sagt ja jeder von den ganzen Selbstmanagementgurus und so, dass das ganz, ganz, wichtig ist. Darüber bin ich natürlich auch irgendwann mal gestolpert. Dann gibt es natürlich auch ein paar Bücher dazu. Der Klassiker ist von Hal Elrod, Miracle Morning. Der hat da so eine komplette Serie darüber aufgebaut. Es gibt dann Miracle Morning für Unternehmer, Miracle Morning für Eltern und ich sage mal, das ganze Buch, ich habe es gelesen. Das hätte man aber auch gut auf ein Zehntel runterkürzen können.

BF: Es geht mir öfter schon mal so bei den Amerikanern, dass ich denke, ooh.

LB: Die blasen das tierisch auf. Da ist dann ganz gut ein anderes Buch von der Laura Vanderkam: „What the Most Successful People Do Before Breakfast“.

BF: Was machen die? Jetzt will ich es sofort wissen!

LB: Alles Mögliche, aber es ist ganz kurz und inspirierend, das gibt direkt konkrete Beispiele und sowas und Hal Erod holt da im Nirvana aus. Also, er fängt bei Adam und Eva an und immer wieder. Aber, es ist wirklich ein gutes Buch, wenn man sich das vornimmt. Auf jeden Fall lesen und wenn man Inspirationen braucht, kurz und knackig, das Buch von der Laura Vanderkam. Werden wir aber verlinken hier.

BF: Okay, wunderbar. Was sind Deine konkreten Routinetipps für uns? Hast du da irgendwie konkrete Anregungen, was man da machen kann?

LB: Sport natürlich, lesen, meditieren, Tagebuch schreiben, Bibellesen, beten, alles Mögliche. Kannst ja alles da morgens reinpacken.

BF: Aber, arbeiten ist schon auch gut, meinst Du?

LB: Auf jeden Fall. Also, ich glaube, man braucht schon so eine Routine, bevor man dann arbeitet, wo man dann sagt, das sind die Dinge, die arbeite ich morgens ab. Das tut jedem gut, Routine. Das klingt zwar immer wahnsinnig spießig. Aber mal ehrlich, eine Routine tut jedem gut. Für mich ist das auch so, ich stehe morgens auf, ich weiß ganz genau, was ich zu tun habe. Ich muss gar nicht groß nachdenken, es passiert einfach und dann ist das schön.

BF: Wunderbar, sehr gut.

LB: Hast Du denn eine Morgenroutine, liebe Barbara?

BF: Nein, ich muss das noch lesen, dieses Buch über die Morgenroutine für Eltern.

LB: Genau.

BF: Ich bin da ehrlich, ich müsste dann tatsächlich auch um fünf aufstehen und ich mache das nicht, weil ich durch die Abendverpflichtungen und Abendveranstaltungen, auch durch Theaterspielen usw. den Schlaf im Moment noch an Prio 1 habe.

LB: Aber, Du gehst ja bestimmt auch später ins Bett?

BF: Ja, genau. Ich gehe gerne spät ins Bett, sowieso, muss mich immer eher zwingen.

LB: Jetzt möchte ich aber wissen, wann Du mal ins Bett gehst?

BF: Ja, also, um elf an normalen Tagen. Aber, wenn ich halt bis 10:00 Uhr zum Beispiel spiele oder auf der Bühne gestanden habe, dann komme ich ja auch oft erst um 11:30 Uhr nach Hause. Und dann kann ich gar nicht sofort einschlafen.

LB: Gut, dann ist man noch so aufgedreht.

BF: Genau. Dann gibt es noch ein Feierabendbierchen bei der Barbara.

LB: Okay, auch das noch.

BF: Und dann gehe ich ins Bett. Du hast total recht mit der Routine. Das muss aber, wie alle Sachen, muss es individuell angepasst sein und ich habe wenig Routine im Job. Umso mehr brauche ich die eigentlich im Leben, aber ich muss auch noch eine Flexibilität behalten, um alles unter einen Hut zu kriegen.

LB: Du wirst auch mal eine Zeit haben, wo Du das vielleicht machst, wo Du dann morgens mal, es kann vielleicht von mir aus sein, wenn Deine Kinder aus dem Haus sind. Die sind jetzt versorgt, sind im Kindergarten oder in der Schule. So, und dann Zeit für Dich zu haben morgens, das ist doch wahnsinnig wichtig
.
BF: Das ist super, genau. Ich gehe sehr gerne joggen, das tut mir dann gut. Und ich kann auch voll bestätigen, ich könnte morgens sofort mit einem Kaffee an den Rechner und in einer Stunde so viel weghauen, das gibt es gar nicht.

LB: Das kriegst du den ganzen Tag nicht geschafft, das ist wirklich so.

BF: Und da bin ich auch frisch und habe auch Bock darauf. Das ist jetzt auch nicht so, dass ich dann denke, jetzt muss ich schon arbeiten, nein. Das sprudelt dann eher.

LB: Es ist oftmals so und das habe ich auch, ich habe da auch mal einen Blogartikel geschrieben zu dem Thema, schon ein paar Jahre her, da hatte ich dann auch Kommentare wie „gegen seinen eigenen Bio Rhythmus“ und so. Also, wenn du mich gefragt hättest als Student oder auch noch zehn Jahre danach, ich hätte nie gesagt, ich bin eine Morgen-Person. Ich war immer nachts aktiv. Ich kann mich erinnern, als Student, da hat meine Mutter mich mal um 16:00 Uhr nachmittags aus dem Bett geschmissen. Als sie mich angerufen hat, da habeich die noch total angemacht, das hält sie mir jetzt noch vor. Ich war wirklich eine Nachteule sondergleichen, aber, sich dazu mal zu zwingen und dann etwas zu erleben, was da wirklich möglich ist und dann will man das gar nicht mehr anders.

BF: Und dann ist es nicht mehr weit bis zur senilen Bettflucht. Also, genießen wir den Moment der Morgenroutine.

LB: Okay.

BF: Gut, das war doch ein wunderbarer Schwenk zum Hauptteil. Was sind Deine fünf konkreten Tipps für den perfekten Start in den Tag?

LB: Also als erstes, einfach mal früher aufstehen und das ist wirklich so, keine Hektik vor dem Frühstück. Man kennt das, gerade, wenn man Kinder hat. Man steht auf, hat sofort die 30 Dinge im Kopf, die man an dem Morgen machen muss: Brote schmieren, sehen, dass die aufstehen, Zähneputzen und so weiter. Und Gelassenheit morgens, wo du sagst, ich nehme mir jetzt die Zeit, ich mache es alles in Ruhe. Du startest ganz anders in den Tag. Wenn du morgens schon gestresst in den Tag startest, was soll der Tag denn dann noch bringen? Der wird ja nicht ruhiger. Hast ja nicht plötzlich, jetzt bin ich aber ruhig. Das geht ja nicht, sondern, wenn man morgens schon gelassen starten, indem man einfach mal ein bisschen früher aufsteht, kann schon Gold wert sein.

BF: Super Tipp, ja! Man ahnt es kaum, aber, was passiert eigentlich, wenn man vor allen anderen aufsteht? Also, das richtet sich jetzt natürlich an Familienmitglieder. Andere Menschen, die alleine leben und auch Stress haben morgens, die könnten sich auch mal den Wecker ein bisschen früher stellen und dann einfach mal gucken, was man mit den paar Minuten mehr so anfangen kann.

LB: Ja, genau. Auch, wenn man alleine ist oder so, morgens wird auf dem Weg zur Arbeit noch bei der Bäckerei ein Brötchen geholt, weil man ja keine Zeit hatte zum Frühstücken. Aber, einfach mal morgens ruhiger zu starten. Vielleicht mal sich die Zeit nehmen, die Zeitung zu lesen oder auf dem iPad die News, aber nicht jetzt unbedingt E-Mails nachgucken, aber, dass man sich ein bisschen Zeit nimmt morgens und ein bisschen gelassener in den Tag startet.

BF: Gut, das war der erste Tipp. Tipp Nummer zwei?

LB: Ja, das ist eine Sache, die habe ich auch irgendwo gelesen und zwar von diesem Strunz da, diesem deutschen, kennst Du den? Nicht den Fußballer?

BF: Heinz Strunk meinst Du, nee, den meinst Du auch nicht? Welchen Strunz denn? Nein, den kenne ich nicht.

LB: Nee, dann lag ich, glaube ich, mit dem Namen nicht daneben, aber der sagt halt, hydrieren ist halt wahnsinnig wichtig. Das ist halt, genug Wasser aufzunehmen und morgens schon als erstes Wasser trinken. Hast Du schon mal ein bisschen direkt dazu beigetragen, dass du genug Wasser trinkst am Tag. Ich trinke vor dem Frühstück erstmal ein Riesenglas Wasser. Einfach, um schon mal zu hydrieren für den Tag. Man weiß ja, wenn man wenig Wasser trinkt, dass die Gehirnmasse sich verkleinert. Man ist nicht so geistig rege, man wird ein bisschen träger, das Blut wird dicker und fließt dann wie so ein Sirup durch deine Adern. Das macht alles so ein bisschen langsamer, deshalb schön viel trinken. Barbara greift gerade zum Wasserglas.

BF: Ja, die perfekte Werbung!

LB: Genau, also, das sollte man morgens routinemäßig tun, als allererstes ein großes Glas Wasser trinken.

BF: Und man wird auch nicht so oft krank.

LB: Das stimmt.

BF: Wollte ich dem noch hinzufügen. Tipp Nummer drei: lesen. Das hast Du ja eben schon gesagt.

LB: Genau und das ist einfach auch eine Sache. Ich hatte ja gesagt, wegen der negativen Gedanken morgens, aber auch, wie oft kriege ich das mit und mir geht es ja genauso, abends bin ich zu müde zum Lesen. Ich habe den ganzen Tag Vollgas gegeben, war mit Begeisterung bei der Sache und abends komme ich nach Hause und dann kann ich mich nicht konzentrieren auf ein Buch. Dann lese ich jeden Satz dreimal und habe ihn immer noch nicht wirklich verstanden. Ich lese dann abends oft Zeitschriften, mit meinen Mountainbikes beschäftige ich mich, solche Sachen halt, die so ein bisschen leichter sind. Aber Sachen, wo ich richtig Tiefgang habe, wo ich lesen will, da bin ich abends immer zu müde für. Und das kann man wirklich ganz, ganz toll morgens machen. Und man startet in den Tag und hat vielleicht wieder etwas gelernt! Ist ja auch ein toller Start.

BF: Genau, man hat was gelernt oder ist up to date. Ich bin gespannt, was meine Familie sagt, wenn ich demnächst morgens lese.

LB: Ja, aber dann sind die ja noch nicht wach. Wenn die um Dich rumspringen.

BF: Ich habe heute Morgen ein Piratenschiff gemalt, das kann man auch. Das kann auch schön sein, ist meditativ. So, das waren die ersten drei Punkte und jetzt wollen wir uns noch bei unseren Sponsoren bedanken.

Da sind wir wieder, zurück in der Morgenroutine, fünf Tipps für den perfekten Start in den Tag. Die ersten drei haben wir schon und jetzt kommt Punkt Nummer vier, Lars?

LB: Ja, das hast Du ja eben schon gesagt. Du gehst gerne joggen, Sport machen morgens, einfach mal bewegen. Schon mal das Blut ein bisschen durch die Adern pumpen lassen, Puls schon mal auf …

BF: Dickflüssigen Sirup.

LB: Ja, man hat ja auch ein Glas Wasser getrunken. Also, ich variiere das nach Lust und Laune. Zurzeit habe ich mir so ein Kettleboard, so eine Kugelhantel, gekauft und mache so Schwingerübungen durch die Beine, soll gut für den Rücken sein. Aber, kann man ja tun und lassen, was man will. Aber, morgens schon mal so ein bisschen bewegen, bisschen Yoga, den Morgengruß zum Beispiel. Oder, wie Du sagst, joggen. Da braucht man natürlich ein bisschen mehr Zeit für. Aber, mir reichen da fünf Minuten oftmals und klar, ich baue da keine riesen Muskelmasse für auf, ist ja auch gar nicht mein Ziel. Aber, einfach ein bisschen in Bewegung kommen.

BF: Genau, einmal das System hochfahren und den Kreislauf anregen, dann ja, ist der Sauerstoff überall wieder vorhanden und dann kann es losgehen, guter Tipp!

LB: Genau.

BF: Tipp Nummer fünf?

LB: Ja, und das habe ich mir in letzter Zeit angewöhnt, das war vor einem halben Jahr, da habe ich damit mal angefangen, das morgens einzubauen, mein Tagebuch zu führen. Ich habe das früher immer abends gemacht, aber auch da immer Müdigkeit, oftmals dann vergessen oder keinen Bock mehr gehabt, den Rechner hochzufahren oder nochmal an den Rechner zu gehen, weil ich gesagt habe, komm, machst du nicht. Und dann wieder vergessen am nächsten Tag. Und so kamen dann auch immer Riesenlücken in mein Tagebuch. Jetzt ist es so, morgens mal eben zwei, drei Minuten etwas ins Tagebuch schreiben. Wofür bin ich dankbar gewesen am Vortag? Was waren die besten Dinge vom Vortag? Solche Sachen einfach, nochmal sich positiv zu konditionieren mit dem Tagebuch, wenn man das morgens führt.

BF: Wunderbar, Morgenroutine, fünf Tipps für den perfekten Start in den Tag. Ich fasse zusammen:

Tipp Nr. 1: Früher aufstehen, keine Hektik vor dem Frühstück, mit Gelassenheit in den Tag starten.
Tipp Nr. 2: Hydrieren! Also, zwei große Gläser Wasser trinken. Eins direkt nach dem Aufstehen und das andere dann zum Frühstück.
Tipp Nr. 3: Lesen! Der Vorteil ist, abends ist man vielleicht zu müde, morgens kann man sich auch tiefer versenken und hat sein Mindset für den Tag eingestellt.
Tipp Nr. 4: Sport. Ob fünf Minuten Yoga oder Joggen, auf jeden Fall ein guter Tipp gegen die körperliche Lethargie.
Tipp Nr. 5: Tagebuch führen. Auch etwas, was jetzt Lars nicht mehr abends macht, sondern morgens. Hat damit zu tun, auch glücklich in den Tag zu starten. Was waren die besten Dinge vom Vortag, wofür bin ich dankbar?

Ja, Lars, was würdest Du sagen, was ist der größte Gewinn für Dich, seitdem Du Deine Morgenroutine eingeführt hast?

LB: Dass ich einfach mit positiven Gedanken in den Tag starte. Das ist für mich wirklich so, ich habe Zeit zum Lesen, für meine Persönlichkeitsentwicklung, aber, für mich gerade, wo ich ja wirklich Morgenmuffel war, ist es, dieses mit positiven Gedanken einfach zu starten, sich positiv zu konditionieren. Und ich möchte wirklich jeden anhalten von den Zuhörern, die noch keine Morgenroutine haben, einfach jetzt direkt zum Wecker rennen, mal auf 10 Minuten früher stellen morgen früh und einfach mal gucken, was man mit den 10 Minuten so alles anstellen kann. 10 Minuten reichen erstmal, um auf den Geschmack zu kommen.

BF: Gut, der Aufruf zum Experiment. Die alten Römer wussten es schon, die erste Morgenstunde ist das Steuerruder des Tages, Augustinus Aurelius sagte das. In diesem Sinne wünschen wir euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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  • Hermann

    Also, ich lese oder höre die Beiträge dieses Blogs ja gerne, aber…bei dieser Folge suche ich echt noch nach den Tipps. Nichts was man nicht schon so wußte.

  • Nicole

    Ich lese morgens schon auch etwas – da ich mit einem Kaffee und der Zeitung wach werde. Ich schaue auf jeden Fall, dass ich mind. 15 Minuten vor den Kindern aufstehe, damit ich selber in Ruhe wach werden kann.
    Aber in Ruhe was fertig arbeiten, den nächsten Tag planen, einen Fachartikel lesen. etc. – das mache ich so viel lieber abends. Ich bin eine Nachteule – und das ist genauso ok. Ich frage mich bei Beiträgen wie diesen, warum es als Tugend gilt, früh aufzustehen und zu arbeiten und nicht, abends noch zu lange zu arbeiten. Ich bin abends eigentlich kaum je müde und gehe nur aus Vernunftsgründen ins Bett, weil ich ja eben am anderen Tag aufstehen muss.