Verkaufen mit Herz – Heart-Seller® Denys Scharnweber, Teil 2

Im zweiten Teil des Interviews mit Denys Scharnweber geht es richtig in die Tiefe. Es geht um Energie und wie man aus dem Herzen heraus verkauft. Auch das mit Vorurteilen behaftete NLP wird dabei thematisiert. Denys hat NLP weiterentwickelt, indem er es mit Energie und Herz kombiniert hat und so ist sein Neuroresonanz-Training entstanden.

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Webseite: Denys Scharnweber
Kontakt: silvia@denysscharnweber.com

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Mach Dein Ding Akademie mit Lars Bobach

Transkript

LB = Lars Bobach
DS = Denys Scharnweber

Herzlich willkommen zum Podcast Selbstmanagement. Digital. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Lars Bobach und heute heiße ich Euch ganz herzlich willkommen zum zweiten Teil des Interviews mit Denys Scharnweber. Wenn Ihr den ersten Teil noch nicht gehört habt, würde ich an Eurer Stelle hier kurz abbrechen, eine Woche zurückgehen in der Podcastfolge und mir den ersten Teil anhören. Der war wirklich schon ganz klasse. In diesem Teil geht es noch ein bisschen tiefer, wir gehen richtig rein in das Thema Energie, aus dem Herzen verkaufen. Ganz tolle Inhalte jetzt im zweiten Teil mit Denys.

LB:
Also, Meditation, Yoga, solche Praktiken helfen da, um eher bei sich und aus diesem Wollen herauszukommen und zu dieser Bedingungslosigkeit zu finden?

DS:
Wenn du ehrlich mit dir bist und wahrhaft mal reinfühlst, brauchst du eigentlich auch keine Seminare. Eigentlich brauchst du nur mal hineinfühlen und wahrnehmen, was machst du eigentlich mit dir? Die meisten Leute wissen gar nicht, wie sie Leben machen. Wenn sie zu mir ins Seminar kommen, sagen sie, jetzt weiß ich erst, wie ich überhaupt Leben mache. Und zwar weiß ich, wie ich doof mache und wie ich gut mache. Und das hat etwas mit Bewusstsein zu tun.

Vom bewusst werden ins bewusst sein zu kommen, geht nur, wenn du jemanden hast, der dich begleitet oder du in die Stille gehst, in die Ruhe und wahrhaft über dein Leben nachdenkst. Wenn du dann im Herzen Platz nimmst, kriegst du alle Antworten. Wenn man das nicht alleine kann, sucht man sich Hilfe. Wenn man es kann, kriegst du die Lösung immer in dir selber.

Menschen sind oft so getrieben, das habe ich ja auch alles durch. Ich bin nicht so geboren, dass ich aus dem Hintern leuchte! Ich habe auch viele Fehler gemacht, viel Blödsinn. Leider auch Sachen, wo ich heute sage, das war nicht cool. Aber ohne das wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ohne das hätte ich meine Konzepte und all die Dinge nicht entwickeln können. Ich habe alles selber ausprobiert. Ich würde niemals Blödsinn für gut verkaufen. Für mich ist es wichtig, dass es funktioniert.

Und irgendwann war der Punkt und das muss man sich vorstellen, ich habe ja vier Jahre NLP gemacht. Da ging es immer darum, wie du in deiner Wahrnehmung mit deinem Programm in den Kontakt kommst und wie du es sprachlich nach außen bringst. Neulinguistische Programmierung, da habe ich aber gemerkt, da ist so viel auch im Kopf. Da wird noch so viel gebaut, so viel gebastelt, damit man in dieser Welt, in dieser Realität, klarkommt. Da kann man natürlich Zustände hervorrufen, da kann man Emotionen auflösen.

Was mir aber gefehlt hat in all den Trainingsmethoden, die es auf dem Markt gibt, sind die Aspekte des Herzens. Wenn man die nicht lebt, wird man immer mit der Emotion zu tun haben. Die Emotionen sind dir gegeben worden, damit wir uns in diesem Leben ausdrücken können. Ohne diese Emotionen kein Ausdruck. Wenn sich aber Emotionen in der Vergangenheit verfangen haben, weil die Situation sie nicht loslässt, weil du enttäuscht warst, wütend oder vielleicht weil du irgendeinen Schock erlebt hast, lässt du es nicht los.

Dann dreht es sich um, du drückst dich nicht über die Emotion aus, die Emotion fängt an, sich über dich auszudrücken. Das kann man heute auch alles beweisen, nachweisen, dass im limbischen System, im Emotionalhirn drin, es heißt Emotion und Situation hat sich nicht entkoppelt, hat sich verhakt und dann kriegt die Emotion eine eigene Identität und dann lebt die Emotion dich. Nicht mehr du die Emotion, sie lebt dich. Und dann wirst du immer wieder zu diesem Ding. Jetzt guckst du nicht wahrhaft hin, jetzt fängst du natürlich an zu kompensieren. Ich muss viel mehr Sport machen, ich muss viel mehr arbeiten, ich brauche noch dieses Auto, ich brauche noch das. Erst, wenn ich das habe, bin ich entspannt.

Das ist halt die Lüge, das funktioniert nicht. Ich glaube, wenn du dorthin gehst, wo es entstanden ist, es löst, Emotion heißt nichts anderes als Energie in Bewegung und wenn die sich verfangen hat, muss man es lösen. Es ist eigentlich ein schönes Wort für Erlösung, denn du kommst dann wieder im Herzen bei dir an und kannst dich ausrichten.

Wenn du dann aus dem Grundtonus die Dinge machst und ich glaube, man darf alles im Leben haben. Es ist alles Fülle, kannst du in den Kontakt gehen und alles zu dir holen. Dann bist du auch fähig, Menschen wirklich wahrhaft groß zu machen. Ich finde es wichtig, Menschen groß zu machen und es geht nur, wenn du bei dir ankommst und dich groß machst.

LB:
Es hört sich alles sehr gut an. Aber um das Ganze mal so ein bisschen greifbarer zu machen. Es hat ja eine wahnsinns Tiefe, was du jetzt hier alles sagst. Gib unseren Hörern doch mal bitte so ein kleines Beispiel. Wo sich so etwas verhakt hat, wie sich das auflösen kann und was dann entstehen kann.

DS:
Zum Beispiel ein junger Mann, wo ich da im Unternehmen war, er weiß über Verkauf alles, ist sympathisch, ist sehr nett, aber kommt nicht zum Abschluss. Wenn es um Entscheidungen geht, kann er keine treffen. Da habe ich mit ihm gearbeitet, ein Einzelcoaching gemacht. Dann schaue ich und frage ihn, wenn es dazu kommt, dass du Entscheidungen treffen musst, was passiert mit dir? Er sagte, dann hat er einen Druck. Ich frage, wo nimmst du diesen Druck wahr? Er sagt, im Solarplexus. Ich sage, wenn du diesen Druck im Solarplexus spürst, nur mal angenommen, es wäre wie ein Magnet, er würde dich zurücknehmen in eine Zeit, wo du diesen Druck das erste Mal sehr stark gespürt hast. In welchem Alter war das?

Da sagt er zu mir sofort, mit 21. Ich sage, was ist denn dort passiert? Und da sagt er, das kann ich eigentlich gar nicht sagen. Ich sage, was war denn da? Da sagt er, ja, da war ich bei der Bundeswehr. Sag ich, da bist du aber spät eingezogen worden. Sagt er ja, und ich sage, was war denn da genau? Du, da habe ich die dümmste Entscheidung meines Lebens getroffen. Ich sage, das war der Witz, er sagt genau das Gleiche, was sein Problem ist.

Ich sage, was ist denn passiert? Er sagt, damals war ich mit meiner Freundin zusammen und ich habe Schluss gemacht. Ich sage, und dann? Ja, dann habe ich zwei Monate gelebt und nach zwei Monaten habe ich festgestellt, dass ich sie so sehr liebe, ich wollte sie zurückhaben. Und dann hat sie natürlich gesagt, du, ich komme nicht mehr zurück. Du hast diese Entscheidung getroffen.

Und dann ist er in einen Liebeskummer gefallen. Ich weiß nicht, wenn jemand von euch mal wirklich Liebeskummer hatte, weiß jemand, wie groß dieser Schmerz ist. Es ist ein starker Schmerz, richtig starker Liebeskummer kann, von der Stärke nach, gleich kommen wie eine Vergewaltigung, vom Schmerz her.

Deswegen gibt es auch viele Kinder und Jugendliche, die von einer Brücke springen, wenn sie so einen Liebeskummer haben. Der Stress ist so groß, da denkt man nicht mehr klar. Er hatte diesen Stress und hat gesagt, es war so schlimm für ihn, dass er sie nicht mehr zurückbekommen konnte.

Dann hat er irgendwann nach einem Jahr das verarbeitet, dachte er. Er hat eine neue Freundin gehabt und hat mit ihr eine sehr gute Beziehung geführt. Aber durch diesen Schmerz, diesen Stressfaktor, wenn ich eine Entscheidung treffe, dann tut es weh, ist ein Glaubenssatz entstanden. Und dieser Glaubenssatz war geboren und seitdem er ihn hatte, ist er damit durch die Welt gegangen.

Aber nicht mehr bewusst auf Beziehung, sondern es hat sich verschoben auf die Arbeit. Immer dann, wenn er bei der Arbeit oder beim Abschluss eines Verkaufsprozesses die Entscheidung treffen sollte, lieber Kunde, das machen wir, wir gehen diesen Weg, ich entscheide mich, auch mit ihnen diesen Weg zu gehen, konnte er das nicht mehr. Weil er im Unterbewusstsein gedacht hat, wenn ich das tue, tut es weh. Es ist ein Beispiel. Und wenn das nicht gelöst wird, wird er sich immer so verhalten.

LB:
Und lösen tut man es jetzt wie? Indem du ihm das sagst, reicht das dann?

DS:
Nein, das reicht leider nicht. Immer dann, wenn du in der Vergangenheit emotionale Blockaden erlebt hast, die du nicht loslässt, dann musst du mit jemandem arbeiten. Nicht auf der Ebene des Geistes, sondern auf der Ebene mit dem limbischen System. Es gibt unser Gehirn, da gibt es ja ein Stammhirn. Das ist unser Reptilienhirn, da ist ein Angriff-, Flucht- und Starreverhalten drin. Darüber ist das limbische System, darin ist eine Amygdala. Ich versuche das so einfach wie möglich zu erklären. Die Amygdala, das sind zwei Mandelkerne, wenn die aktiv sind und leuchten, sagen sie, es ist Gefahr im Außen.

Bei Gefahr im Außen reagieren wir mit Angriff, Fluchtverhalten oder Starreverhalten. Das bedeutet, wenn wir eine Situation in der Vergangenheit erlebt haben, die wir nicht verkraftet haben, können wir in der Nacht es nicht verarbeiten. Es gibt sogenannte REM-Phasen, Rapid Eye Movement, also bewegende Augen. Da wird Situation und Emotion getrennt. Das heißt, aus dem limbischen System heraus und dann frisch und neu wieder ins limbische System hineingepackt und kann dann im Neokontext, vom Verstand her, verarbeitet, aufgenommen werden.

Wenn du aber einen Überstress hast, das heißt, wenn der Trafo zu weit hinaus pegelt, kannst du in der Nacht es nicht verarbeiten. Dann kann Emotion und Situation nicht gelöst werden. Dann bleibt es im Emotionalhirn genauso hängen und du reagierst, wie du es damals erlebt hast, immer wieder. Und zwar in dem Kontext, in den Bereichen, wo du gerade bist.

Das, was du tun kannst heutzutage, ihr wisst, heute ist man ja viel weiter als früher. Man braucht heute keine Gesprächstherapie mehr dafür, sondern du kannst mit dem limbischen System arbeiten, indem du eine künstliche REM-Phase erzeugst. Das heißt, derjenige geht in den Gedanken, in den Glaubenssatz und in das Gefühl rein. Dann bewinkt man über die Augen, also über EMDR und über Tapping, über die Knie oder andere Möglichkeiten, wo die linke und rechte Gehirnhälfte aktiviert wird und dann machst du das, was damals in der Nacht nicht möglich war, erzeugst du künstlich. Und dann verarbeiten sich Situation und Emotion und rutscht aus dem System raus, dann ist es weg.

LB:
Das klingt jetzt fast schon so ein bisschen spuky…?

DS:
Ja, aber das ist es nicht, es ist wissenschaftlich nachlesbar. EMDR oder Wingwave, darunter findet ihr es, dafür bin ich auch Lehrtrainer und bilde Coaches aus. Ich habe so viele Leute, ob es Allergien sind, bestimmte Ängste, kannst du auch fragen, wo du warst, da waren Leute dabei, die haben Sonnenallergien gehabt, Pollenallergien, das haben die heute nicht mehr.

Die sind zu mir gekommen und dann war das erledigt. Aber nicht, weil das jetzt Hokuspokus ist, es ist einfach erklärbar, alles, was von außen kommt, sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen, muss ja in deinem Gehirn auf eine bestimmte Art und Weise immer verarbeitet werden. Und das wird auch wegsortiert. Wenn etwas wegsortiert wird, was einfach nicht gut in deinem Leben war, muss es trotzdem möglich sein, das wieder zurückzuholen und das zu lösen. Wenn es den einen Weg gibt, muss es auch den anderen Weg geben. Du musst halt nur zu jemandem gehen, der das kann und gut ausgebildet ist.

LB:
Ist das jetzt so eine NLP-Technik? Oder hat das damit gar nichts zu tun?

DS:
Nein, gar nichts.

LB:
Weil die Frage muss ich natürlich auch noch stellen. NLP hat generell nicht unbedingt den besten Ruf, weil es immer etwas Manipulatives hat. Da grenzt du dich jetzt durch diese Herzgeschichte total von ab. Und das, was du jetzt gesagt hast, hat auch nichts damit zu tun?

DS:
Ja, also nicht komplett. NLP ist ein starkes Werkzeug, natürlich, 50 Prozent der Menschen finden es doof, 50 Prozent der Menschen finden es sehr gut, also die ich jetzt kenne oder wenn man über den Ruf spricht. Die meisten haben natürlich Angst vor NLP, weil die Leute, die NLP betreiben, natürlich etwas erlernen und können und verstehen, wie subjektive Realität eines Menschen funktioniert und wie man es umprogrammieren kann.

Und viele große Trainer heute arbeiten mit NLP-Techniken. Der Ursprung des NLPs, der Gedanke, war sehr gut. Richard Bandler und John Grinder haben damals NLP nur entwickelt, dass sie gesagt haben, wir wollen modelling auf excellence machen. Wir wollen uns Menschen anschauen, die etwas gut und hervorragend können und wenn man weiß, wie sie es können und diese Strategie erfährt und weiß, wie jemand das macht, dann kann man das auf andere leicht übertragen. Dann kommen sie auch in dieses Können. Das ist ja ein guter Grundgedanke.

Der Fehler, der einfach nur war, war, dass in den 80er, 90er Jahren es bestimmte Leute entdeckt haben und dann missbraucht haben. Dadurch kommt dieser schlechte Ruf zustande. Es ist wie beim Karate auch, du kannst Karate für dich machen und einfach sagen, um meinen Körper, Geist und Seele zu bewegen. Aber ich kann auch natürlich Menschen auf der Straße wehtun. Es ist immer die Frage der Betrachtung. NLP wird leider von vielen Leuten in die falsche Schublade gesteckt.

Dann haben wir leider auch manchmal nicht so gute Trainer oder Lehrer, wir haben aber auch sehr gute Lehrer. Wenn einige Leute zur NLP-Schule gehen, wo das reine NLP so gelehrt wird, dass du nur Muster erkennen musst, diese Muster löst und du dir die Strategien holst, damit du mehr in die Kraft kommst, aber sich nicht mit dem Herzen auseinandersetzt, dann merkst du, dass es so unecht wirkt.

Das war auch der Grund, warum ich das NLP weiterentwickelt habe, bei uns heißt es ja Neuroresonanz-Training. Also das, was du wahrnimmst, bringst du in die Resonanz von Körper, Geist und Seele, vom Kopf und deinem Herzen und du richtest dich damit aus. Aber alles, was gut ist, haben wir mitgenommen.

Ein Beispiel: Wenn ihr Kinder habt und diese haben keine gute Rechtschreibung, liegt es nur daran, dass sie im Außen von den Lehrern gelernt haben, wie man keine gute Rechtschreibung macht. In meiner Zeit, wo ich acht Jahre alt war, damals war es so, dass man in der Schule den Kindern es über den auditiven Kanal beigebracht hat. Und da hat man Legastheniker produziert, weil die Strategie einfach schlecht war.

Wenn jemand eine schlechte Rechtschreibung hat, brauchst du nur fragen, wie machst du das? Das machen ja NLPler, um die Strategie rauszufinden. Und dann hat man festgestellt, die, die eine schlechte Rechtschreibung haben, haben einfach nur gesagt, ja, ich höre das Wort. Ja und dann? Dann fühle ich nach. Ja und dann? Ja, dann schreibe ich es auf. Und da ist der Fehler.

Wenn das Wort Wahrnehmung kommt und das Kind Wahrnehmung hört, sieht es bestimmte Buchstaben nicht. Nämlich das „h“ kann es nicht sehen, denn im Hören, in der Wahrnehmung, hörst du das „h“ nicht. Und wenn du jetzt jemanden fragst, der eine gute Rechtschreibung hat, der wird immer sagen, er hört das Wort, schaut sich das Wort an, denn er guckt nach oben. Dann fühle ich nach, ob das Wort richtig geschrieben ist. Wenn nicht, schaue ich nochmal nach und verändere die Buchstaben. Dann fühle ich nochmal nach, es geht ja in einer Millisekunde. Dann schreibe ich es auf.

Dieser eine Unterschied, dass der visuelle Kanal da mit reingenommen wurde, ist er Grund, warum er eine gute Rechtschreibung hat. Wenn du das jetzt änderst, wenn ein Kind eine schlechte Rechtschreibung hat und du fragst, was tust du und kriegst es mit und sagst, stell dir mal vor, du hast da so ein iPad, da schreibst du es drauf. Und da schreibst du es erstmal bunt drauf und dann fühlst du mal nach. Ich verspreche dir, die Rechtschreibung wird sich verbessern.

Und so ist es im Leben auch, wenn es darum geht, wenn du deine Ziele erreichen willst, wenn du dich ausrichtest, wenn du bestimmte Sachen machst, dass es Strategien gibt. Damit hat NLP sich beschäftigt, welche Strategien funktionieren und welche nicht. Und man hat sich damit beschäftigt, jeder Mensch ist individuell, wie macht jemand Leben? Dafür ist NLP wunderbar.

Nur, es fehlten die Aspekte der Liebe. Das heißt, wenn du nicht das Herz drin hast, dass du wieder bedingungslos lieben kannst, dass du wahrhaft sein kannst, in der Freude sein kannst, vergeben kannst, in der Nächstenliebe sein kannst, kannst du ja in der vollen Fülle das Leben gar nicht leben. Das habe ich irgendwann erkannt, wo ich dann ungefähr nach acht Jahren NLP-Lehre jemanden kennengelernt habe im Bereich der Energie und der Herzensarbeit, wo ich gesagt habe, das stimmt.

Ich weiß jetzt, was fehlt. Und das macht ja Lebensfreude. Und wenn du das aber verbindest, deswegen finde ich viele Elemente des NLP gut. Also das, was die geistige Struktur angeht und die Muster und die Strategien. Wenn man das kombiniert mit dem Herzen und mit den Gefühlen, das ist super. Daraus habe ich nachher das Neuroresonanz-Training entwickelt.

LB:
Ich habe jetzt die ganze Zeit im Kopf „manipulativ“ zehnmal gesagt, damit ich es beim nächsten Mal nicht wieder verhaue. Sehr interessant und ich finde auch gut, dass du damit so ein bisschen aufräumst. Dieses Manipulative gehört gar nicht zum NLP, weil es oft falsch gelehrt wird, wie du gesagt hast. Und weil es auch zu eindimensional ist. Du hast es jetzt noch ein bisschen geöffnet. Kannst du noch verraten, wie das genau passiert ist oder welcher Trainer das war, wo du gesagt hast, das mit dem Herzen, genau das fehlte? So dieser Moment, wo das war?

DS:
Ich habe viele gute Trainer in meinem Leben kennengelernt. Ich muss wirklich sagen, egal, wer das war, ich habe wirklich viele gute Sachen mitbekommen. Ich habe damals in Berlin mit Andrea Schmidt, wir sind heute auch befreundet, Meditation gelernt. Und in dieser Meditation hat sie mir auch aufgezeigt, wie man in das Herz kommt, also eine Herzmeditation macht.

Dann habe ich mich lange damit auseinandergesetzt. Ich habe verstanden, was in anderen Bereichen einfach fehlt. Dann habe ich andere Trainer kennengelernt, die mir Chi beigebracht haben. Dann habe ich wieder Kontakt gehabt zu Leuten, die einfach so eine Bedingungslosigkeit irgendwie hatten und trotzdem ein fröhliches Leben.

Es gibt ja ein Seminar, das heißt „360 Grad Du – Wecke den Krieger in Dir“. Da geht es um die Haltung eines Samurais, um die Klarheit, aus dem Herzen heraus. Mein Freund Elefterios zum Beispiel, der hat zu mir mal irgendwann gesagt, Mensch Denys, wenn du Ziele in deinem Leben hast und du bist klar, dann gibt es nichts mehr zu tun. Wenn du dir vornimmst, in einem Jahr etwas zu erreichen, das für dich wichtig ist, was gibt es dann noch zu tun? Dass du natürlich den Prozess machen musst, ist klar.

Aber es gibt nichts mehr zu tun von mache ich das richtig, muss ich das noch machen? Nein, du gehst in diese Klarheit. Wenn du etwas haben willst, machen willst in einem Jahr. Wenn ich zum Beispiel meine Jahresplanung mache, mache ich meine Planung und sage, wir machen dieses Jahr soundso viel Umsatz, wir werden soundso viel Leute in den Raum holen. Es wird genauso passieren. Ich bin so klar und weiß genau, dass es passieren wird, dann gibt es für mich nichts mehr zu tun, es ist eine Haltungssache. Und aus dieser Haltung heraus mache ich es dann. Das hat er mich beigebracht.

LB:
Kann ich total bestätigen. Im Selbstmanagement, in meinem Thema, ist es auch so. Wenn die Ziele klar sind und du dir da wirklich hundertprozentig klar bist, dann ist Selbstmanagement ein Selbstläufer. Du musst dir gar keine Gedanken mehr darüber machen, wie du dich selbst managst. Du wirst einfach dafür sorgen, dass es passiert. Es ist genau das Thema, was ich sage. Werde dir deiner Ziele, deiner Werte, bewusst und dann ist der Rest eigentlich …, da musst du gar kein Selbstmanagement-Seminar mehr machen bei mir. Dann funktioniert es.

DS:
Ich sage immer zu den Leuten, mach das Ergebnis klar. Ziele machen den meisten Leuten Druck. Wenn sie aber ins Ergebnis kommen, was sind die positiven Auswirkungen dieses Ziels, wenn sie das dann wirklich wahrhaft fühlen. 15 Kilo oder 10 Kilo abnehmen, macht den meisten Leuten Stress.

Wenn sie aber sagen, ich will 10 Kilo abnehmen und ich sage, was ist der Grund dahinter? Damit ich mich wieder gut mit mir fühle und beweglich. Dann sage ich, wenn du dich gut und beweglich fühlst, was macht es mit dir? Ja, dann bin ich irgendwie freier. Ich sage, und wenn du freier bist, was macht das mit dir? Dann bin ich glücklich.

Und wenn du glücklich bist, bist du bei dir angekommen. Ich sage, also geht es doch darum, dass du bei dir ankommen willst und nicht um die 15 Kilo? Dann sagt der, ja. Ich sage, dann arbeite daran, wie du glücklicher bist und wie du wieder bei dir ankommst. Wenn es da Blockaden gibt, löse diese. Wenn du dann bei dir ankommst, wirst du automatisch diese 15 Kilo verlieren.

LB:
Genau, das „Warum“ klar haben.

DS:
Ja. Und am besten das höhere „Warum“.

LB:
Wie hoch?

DS:
Viele gehen auf Seminare und sagen, ich suche mein „Warum“. Und dann haben sie es, aber sie fühlen es nicht. Dann wird es nichts.

LB:
Das gefühlte Warum ist das höhere?

DS:
Ja, ein Beispiel, du hast immer ein Warum für Doof und auch für Gut. Wenn du einen Raucher nimmst, hat er immer ein Warum, warum er aufhören will. Mehr Kondition, ich rieche besser. Ich glaube, für die Gesundheit ist es auch gut. Aber er hört nicht auf. Und du fragst warum? Und wenn du dahinterguckst, sagt er, ja, dadurch kann ich mich entspannen, ich fühle mich zugehörig, wenn ich mit anderen da bin, habe dieses Freiheitsgefühl. Dann hat man ein Warum für Doof und ein Warum für Gut. Wenn du beides hast, was gleich ist als Warum, wirst du nichts verändern.

Also suche dann ein höheres Warum, was ist wichtiger als Doof und was ist noch wichtiger als das Gute, was du haben willst. Dann sagt er vielleicht, das höhere Warum ist meine Familie. Werde dir das mal so bewusst, was ist da so wichtig mit deiner Familie? Meine Frau, meine Kinder. Ich möchte mit denen alt werden, ich möchte das machen. Wenn du das alles hast, was hast du dann? Dann bin ich sehr glücklich. Und wenn du glücklich bist, was ist dann? Dann gibt es Sinn in diesem Leben. Dann richte dich nach deinem Sinn aus in deinem Leben. Suche dir Sinn in deinem Leben, mach das, wo du für dich sagst, da bist du angekommen. Dann lösen sich all die anderen Sachen auf.

LB:
Das wusste ich auch noch nicht, dass es ein Warum für Gut und für Doof gibt. Das ist auch sehr interessant. Jetzt weiß ich auch, was ein höheres Warum ist. Toll, hat auch viel mit Fragetechnik zu tun. Das schließt den Kreis zu NLP jetzt auch ein bisschen.

DS:
Ja, NLP hat einfach, wenn du eine gute Ausbildung hast, den Vorteil, dass sie sehr gut fragen können und dadurch herausfinden, was ist die Strategie für dein Leben. Wie machst du die. Deswegen möchte ich es auch nie missen und habe es viele Jahre studiert, weil es wirklich ein Handwerkszeug ist, was dir hilft, bewusster zu werden.

LB:
Ich würde sagen, da waren wahnsinnig viel Input und sehr viel Tiefe da. Da möchte ich mich jetzt ganz herzlich bedanken bei dir, Denys, war wirklich super. Aber um die Schlussfragen kommst du nicht herum.

DS:
Ja, okay.

LB:
Ich bin jetzt wirklich auf die Beantwortung der ersten Frage nach dem ganzen Warum und Herz super gespannt. Welcher ist dein wichtigster Produktivitätstipp?

DS:
Dass ich morgens und abends Danke sage. Ich bedanke mich jeden Abend für den Tag, was ich so erlebt habe und was so war. Selbst, wenn ich nicht weiß, wofür ich danken soll, danke ich dafür, dass Klopapier da war. Wenn ich morgens aufstehe, bedanke ich mich für den Tag, wie gut er schon wird. Das richtet mich aus, das fühlt sich für mich gut an. Das mache ich jetzt bestimmt schon zwei, drei Jahre. Es bringt mich voll in die Produktivität.

LB:
Machst du es schriftlich?

DS:
Nein, gar nicht, ist mir zu anstrengend. Alles, was für mich anstrengend ist, lasse ich weg. Ich richte mich aus in meiner Klarheit, im Kontakt. Wenn etwas sehr anstrengend ist, gucke ich, was steckt dahinter und löse es auf. Nur dann wird es für mich leichter, aus meiner Klarheit diese Ziele zu erreichen.

LB:
Was machst du als Unternehmer, um abzuschalten?

DS:
Ich gehe zum Crossfit, mache gern Sport. Dann fahre ich mit meinem Schatz gern in Urlaub, dann gehen wir kiten. Dann verbringe ich sehr gern Zeit mit meinem Schatz, diese Freizeit. Ich genieße es, mit Freunden zusammen zu sitzen und Wein zu trinken. Ich liebe Rotwein.

LB:
Noch eine spannende Frage, welche Apps oder welchen Internetdienst kannst du der Selbstmanagement. Digital.-Community empfehlen?

DS:
Ehrlich?

LB:
Ja.

DS:
Keine Ahnung, habe ich nicht.

LB:
Das dachte ich. Wenn du jetzt etwas gesagt hättest, das hätte überhaupt nicht gepasst.

DS:
Habe ich nicht. Ich habe letztens mit jemandem gesprochen, es ging um Wachstum, wie man als Trainer größer werden kann und dies und das. Und online, hast du das? Dann sage ich immer, nein, habe ich gar nicht so. Wir fangen jetzt an, ein bisschen mehr zu machen. Aber wir sind so gut gebucht, dass fast alle Seminare ausgebucht sind oder wir Wartelisten haben.

Dann fragen die, wie machst du das? Ich sage, Freude an der Arbeit, dranbleiben, dranbleiben und einen guten Ruf aufbauen. Dann gibt es gute Empfehlungen. Dann sagen sie: wirklich? Ich sage, ja, dauert nur länger, aber stell dir mal vor, es gibt so viele Handwerker auf dem Markt, die haben auch kein Onlineprodukt und trotzdem viel zu tun. Warum? Weil sie mit ihrem Handwerk angefangen haben, gute Arbeit gemacht haben und haben viele Empfehlungen bekommen. So arbeiten wir halt.

LB:
Ist auch so, die Leute, die bei dir waren, kommen alle wirklich total begeistert zurück. Welches Buch hat dich denn als Unternehmer und als Mensch am meisten geprägt?

DS:
Gute Frage. Mein erstes Buch damals, als ich ganz jung war, war Dale Carnegie, „Wie man Freunde gewinnt“. Im Verkauf war es „Der Minutenmanager“, ich glaube, Closer hieß das. Mit der Zeit habe ich so viele Bücher gelesen. Wirklich schön finde ich von Donald Walsch „Gespräch mit Gott“. Das erste Buch von Edgar Tolle jetzt fand ich auch gut. Und sonst, aber nicht lachen, lese ich unheimlich gern Comics. Ich lese so gut wie gar keine Psychobücher mehr und andere Sachen, sondern ich kaufe mir Comics, Superman, Badman und solche Sachen. Das ist spannend.

LB:
Der Übervater der Persönlichkeitsentwickler ist ja Tony Robbins. Davon hast du jetzt kein Buch genannt, warum?

DS:
Power ist schon gut, weil ich so viele Bücher gelesen habe. Aber ich habe eigentlich, ich muss dazu sagen, keinen Übervater. Ich habe auch mit den Jahren leider nie so den Mentor gehabt. Weil ich mir wirklich alles selber aneignen und erarbeiten musste. Ich bin wirklich zu so vielen Leuten hingefahren, habe auch jahrelang Trainings besucht, aber leider gab es nie jemanden, der sagte, komm, ich nehme dich an die Seite.

Wenn ich heute Jungtrainer ausbilde, die nehme ich an die Seite und begleite die gerne im Bereich Mentorship. Ich hatte das leider nicht. Ich finde, es gibt tausend tolle Leute und so viele gute Leute, die man gar nicht kennt, die gar nicht den Fokus haben, so groß zu sein. Diese Leute sind unglaublich stark und gut in ihrer Arbeit. Aber Robbins, natürlich, wenn es um Power und Motivation geht, ein guter Typ, auf jeden Fall.

LB:
Du warst mal auf einem Seminar von ihm?

DS:
War ich auch mal, ja, es gibt auch ein gutes Buch mit Fitzpatrick, den mag ich sehr, ist ein Meisterschüler von Richard Bandler. Ich glaube, es heißt Gespräche. Da hat er Richard Bandler interviewt. Für Unternehmer finde ich gut den Stefan Merath. Den kann ich sehr empfehlen. Die Bücher von ihm sind wirklich gut.

LB:
Den hatte ich hier schon mal im Interview, ist allerdings jetzt anderthalb Jahre schon her. Wer da Interesse an dem Interview hat, es war ein super Interview, einfach mal hier auf meinem Blog suchen unter Stefan Merath, da findet ihr auch das Interview. Die Bücher kann ich natürlich klar auch empfehlen, habe ich auch alle gelesen, ist auch ein großes Vorbild. Aber die ganzen Bücher, die du jetzt genannt hast, packen wir natürlich hier mit in den Artikel zu dem Interview und natürlich auch in die Shownotes. Jetzt aber noch, welches ist der beste Ratschlag, den du jemals erhalten hast?

DS:
Mach das Ergebnis klar und es gibt nichts mehr zu tun.

LB:
Okay, das knüpft ja an dem an, was wir eben gesagt haben und ist auch wirklich ein ganz toller Ratschlag. Letzte Frage, bevor wir uns verabschieden: Lieber Denys, wie kann denn jetzt die Selbstmanagement. Digital.-Community mit dir in Kontakt treten? Wo finden wir dich? Du hast ja ordentlich „Werbung“ für deine Produkte gemacht. Aber wirklich auch, die ich alle empfehlen kann. Ich selber werden den Heart-Seller machen, das hundertprozentig. Wo können wir dich finden?

DS:
www.denysscharnweber.com. Einfach auf die Homepage gehen, dort ein bisschen herumstöbern, ruhig Silvia mal anschreiben unter silvia@denysscharnweber.com. Sie betreut unheimlich gern die Leute, die anrufen. Das ist ja mein Schatz. Dann könnt ihr mich bei Facebook finden und ich mache viermal jährlich ein Seminar, das heißt „geiles Leben“. Das geht zwei Tage und da kann man mich kennenlernen oder K.I. versus Ziele und einen Eindruck von mir bekommen. Oder mal bei Gedankentanken gucken, da gibt es ein Interview von mir, mit denen ich auch sehr eng zusammenarbeite, ein bisschen im Netz schauen oder einfach mich mal anschreiben.

LB:
Sehr schön, Gedanken tanken, Alexander Müller ist jetzt auch bald im Interview.

DS:
Ja, den kenne ich gut. Netter Kerl.

LB:
Ja, absolut. Ich habe ein TEDx-Talk von dem gesehen, den hat er richtig gut gemacht. Wir waren zusammen auf dem Event. Richtig klasse, muss ich sagen. Und der Stefan Frädrich war auch im Interview hier schon, ist ungefähr ein Jahr her. Wenn Ihr das hören wollt.

DS:
Der ist auch toll.

LB:
Ja, das war wirklich klasse. Denys, vielen Dank, hat totalen Spaß gemacht mit dir.

DS:
Danke sehr.

LB:
Es ist auch wirklich mit Abstand das längste Interview geworden, was ich jemals geführt habe bei über 200 Folgen. Ich konnte einfach nicht, es war alles so spannend und ich hätte noch eine Stunde weiterreden können, aber es ist wirklich so interessant gewesen, wir hätten gern noch weiterreden können. Vielen Dank dafür und ich wünsche euch und Denys, dir natürlich auch, wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

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