Was die Corona-Krise mit unseren Jahreszielen macht

Was passiert mit Deinen gesteckten Jahreszielen? Als Unternehmer oder Selbständiger hattest Du Dir für dieses Jahr bestimmt einiges vorgenommen, was Du erreichen wolltest. Die Corona-Krise beschert den meisten Branchen heftige Umsatzeinbrüche. Das wichtigste Gebot der Stunde heißt liquide bleiben.

Die Umsatzzahlen werden kaum erreicht werden, die Kundengewinnung gestaltet sich schwierig.

Je nachdem, wie stark man von der Corona-Krise getroffen ist, rät Lars dazu erstmal von Woche zu Woche zu schauen. Wochenziele könnten zum Beispiel sein, einen Liquiditätsplan erstellen, Kurzarbeitergeld und Fördergelder beantragen, Kreditanträge stellen. Also weg von dem, was Du machen solltest, zu dem was Du machen kannst. Sobald Du dann wieder etwas Luft hast, kannst Du Dir Deine Jahresziele anschauen.

4 Möglichkeiten für Deine Jahresziele

Als Vorbereitung für die Korrektur Deiner Jahresziele bietet sich ein vorgezogenes Halbjahres-Review an. Damit kannst Du Dir erstmal einen Überblick der Lage verschaffen und die Situation analysieren. Nimm Dir eine Auszeit und schaue Dir aus der Vogelperspektive an, wie es um Deine Ziele steht. Nach dieser Analyse kannst Du Dich entscheiden, wie Du Deine einzelnen Jahresziele anpasst.

1. Streichen

Setze Deinen Fokus anders. Ein besonders probates Mittel ist es, Jahresziele, die Dich besonders stressen, erstmal komplett zu streichen. Du hast sie aus dem Kopf und kannst Dir nach der Krise immer noch Gedanken dazu machen. Aber so bekommst Du etwas Ruhe und einen freien Kopf.

2. Anpassen

Bist Du sicher, dass Du die Krise einigermaßen gut überstehen wirst, kannst Du die Ziele anpassen. Zum Beispiel, dass Du anstelle von 300 nur 150 neue Kunden gewinnst. Oder Du setzt Dein Umsatzziel nach unten, wobei Umsatzzahlen, nach dem Dafürhalten von Lars, keine guten unternehmerischen Ziele sind.

3. Austauschen

Du kannst Dir auch komplett neue Ziele setzen. Falls Du mit dem Navi für’s Leben von Lars arbeitest, kannst Du im gleichen Lebenskonto bleiben und die Ziele austauschen.

Gerade, weil Digitalisierung im Moment einen hohen Stellenwert hat, kann man sie jetzt gut priorisieren und so könnte Dein neues Ziel sein, ein digitales Produkt auf den Markt zu bringen.

Du kannst aber auch in einem Lebenskonto Dir gar keine Ziele mehr vornehmen und stattdessen in einem anderen neue setzen. So könntest Du Dich beispielsweise statt dem Geschäft mehr dem Sport widmen. Dabei solltest Du aber realistische Ziele wählen, um nicht in Stress und Selbstoptimierungswahn zu verfallen.

4. Verschieben

Die letzte Möglichkeit ist das Verschieben Deiner Jahresziele. Genau wie der mit Lars befreundete Unternehmer, der dabei war einen Hotelbetrieb aufzubauen und sich noch in der Verlustphase befand. Er wird es aber durchstehen können. Sein Ziel aus den Verlusten herauszukommen verschiebt er nun um zwei Jahre.

Zitat

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)