Wie das Unternehmen Town & Country durch die Corona-Krise kommt

Heute erwartet Euch ein kleines Interview-Special. Jürgen Dawo, der Gründer und Inhaber von Town & Country Haus, ist zu Gast bei Lars Bobach. Town & Country Haus ist ein Franchisesystem mit über 300 Niederlassungen. Sie haben 200 verkaufende Franchisepartner, wobei die bauende Partner teilweise auch mit verkaufen. Dazu kommen noch ungefähr 100 angestellte Verkäuferinnen und Verkäufer, sowie Handelsvertreter, die zusätzlich im Vertrieb sind.

Dieses Interview ist anlässlich der Corona-Krise entstanden. Und Jürgen Dawo erzählt uns, was er in seinem großen Unternehmen, in seiner Unternehmensstruktur, für Maßnahmen ergriffen hat, um die Firma durch die Krise zu manövrieren.

Wie sie jetzt intern kommunizieren und wie sie den Vertrieb komplett neu aufgestellt haben, könnt Ihr in diesem Podcast-Interview erfahren.

Links

Webseite Town & Country Haus

Inhalt

Den Medien kann man entnehmen, dass die Baubranche relativ von der Corona-Krise verschont geblieben ist. Das kann Jürgen Dawo von Town & Country Haus für den Monat März bestätigen. Die Baustellen laufen, wobei es Unterschiede in den einzelnen Bundesländern gibt, wie mit Baustellen umgegangen wird.

Das Unternehmen erhält immer noch Anfragen und man hat ein zusätzliches Rücktrittsrecht eingeräumt für den Fall, dass der Bauherr arbeitslos werden sollte.

Schulung der Verkäufer

In dem Moment, wo klar war, dass die Geschäfte schließen müssen und keine öffentlichen Besichtungen mehr angeboten werden dürfen, hat Town & Country die Digitalisierung ganz nach vorne gerückt.

In täglichen Webinaren werden die Franchisepartnerinnen und -partner informiert und geschult. Jeden Tag wird ein anderes Fachthema behandelt. Zum Beispiel, wie man die Software bedient, um die Beratungen der Interessenten online durchführen zu können.

Mittlerweile sind rein online schon 80 Verträge abgeschlossen worden, also ohne das ein persönliches Treffen stattgefunden hat.

Interne Kommunikation

Durch die täglichen Webinare mit regelmäßigen Informationen soll sichergestellt werden, dass die Franchisepartner und -partnerinnen sich nicht allein gelassen fühlen. Sondern, dass sie mit Rat und Tat oder auch mit neuen Werbeideen unterstützt werden. Die Webinare werden auch sehr gut angenommen.

Marketingmaßnahmen zur Kundengewinnung finden nun online und nicht mehr offline statt. So werden auch online Webinare für Interessenten durchgeführt.

Kommunikation mit Bestandskunden

An die Bestandskunden wurden Schreiben geschickt, dass die Baustellen wie bisher weiterlaufen und eventuell Lieferverzögerungen durch die Krise auftreten können.

Abschlussfragen

Was hat Town & Country unternommen, damit ihre Partner zuversichtlich durch die Krise gehen?

Durch den täglichen Kontakt, mit mehr Newslettern und Webinaren, mit vielen Links zu Aktuellem, sowie einer Hotline für alle Arten von Fragen unterstützt Town & Country seine Partner. Diese sollen merken, sie haben mit dem Backoffice jemanden, der für sie da ist und man gut durch die Krise kommen wird.

Wie hat es Town & Country geschafft, so agil handeln zu können?

Town & Country besteht aus einer achtköpfigen Führungsriege, die einmal wöchentlich zusammenkommt und sich jetzt natürlich auch öfter untereinander austauscht. Wichtig ist es in dieser Krisenzeit, nicht nur zu reden, sondern die Ideen auch umzusetzen, auch wenn sie erst zu 80 Prozent fertig sind. Auch jetzt werden schon Projekte für die Zeit nach der Corona-Krise geplant. Wichtig ist es zu agieren und nicht nur zu reagieren.

Welche Chancen gibt es für das Unternehmen in dieser Krise?

Viele Zögerer und Zauderer denken in der Corona-Krise jetzt wahrscheinlich, hätte ich doch vor zwei, drei Jahren gebaut, dann hätte ich jetzt einen Garten. Insofern sieht Jürgen Dawo die gegenwärtige Lage durchaus als positiven Impulsgeber, sich jetzt doch ein Einfamilienhaus anzuschaffen.

Eine weitere Chance sieht er darin sein Team zu verstärken. Viele Verkäufer und Verkäuferinnen, die in anderen Branchen alleine arbeiten, wie zum Beispiel Versicherungen, merken gerade, dass es doch von Vorteil ist, innerhalb einer Gruppe zu arbeiten, auf die man sich auch in Krisenzeiten verlassen kann.

Bereits jetzt werden einmal wöchentlich Schnupperseminare für Interessenten durchgeführt. Das wurde bisher noch nie gemacht.

Wir wünschen Euch und Jürgen mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Bleibt gesund.

Unsere Corona-Hilfeseite findest Du unter larsbobach.de/corona/