Wie Du an Deinen Zielen dranbleibst

Wie Du an Deinen Zielen dranbleibst. Das ist das heutige Thema, nachdem es bei der letzten Folge zu den Selbstmanagement Basics darum ging, wie Du Deine Aufgabenliste um mindestens 5o Prozent reduzierst. Erfahre in diesem Artikel, wie Du am Ball bleibst, um Deine gesteckten Ziele auch zu erreichen.

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Wie Du Deine Aufgabenliste um mindestens 50% reduzierst
Der Fokus Planer

Der Podcast zum Lesen

WS = Wolfgang Schüttler
LB = Lars Bobach

Meistertask Workshop mit Lars Bobach

WS:
Herzlich willkommen zum „Hallo Fokus!“ Podcast. Wir sorgen für mehr Fokus in Leben und Beruf, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Wolfgang Schüttler und ich sitze auch heute wieder zusammen mit dem lieben Lars. Hallo Lars!

LB:
Hallo Wolfgang.

WS:
Pünktlich zum Jahresbeginn: Wie Du an Deinen Zielen dran bleibst! Ja, Ziele setzen und erreichen, das ist eins deiner Lieblingsthemen, lieber Lars. Wie sieht es denn aus, hast du deine Ziele für 2020 schon fix und fertig gesetzt?

LB:
Aber selbstverständlich.

WS:
Wir fragen gar nicht nach, welche Ziele das sind, weil darum geht es heute gar nicht, sondern es geht darum, wie ich dranbleibe.

LB:
Genau.

WS:
Welche Möglichkeiten zur Zielverfolgung gibt es denn überhaupt so grundsätzlich?

LB:
Dass man sich die Ziele regelmäßig erst mal anguckt, das ist erstmal das A und O. Das ist immer wichtig und das sollte man auch zur Routine machen, das regelmäßig zu tun. Und Reviewtermine, also regelmäßigen Rückblick,  aber auch Vorausschautermine, Vorausplanungstermine sollte man immer einbauen. Genau das nennt Stephen Covey ‚Die Säge schärfen‘, also ’sharpening the saw‘, dass man nämlich dadurch auch wirklich an seinen Zielen dran bleibt. Also, das ist sicherlich so das Wichtigste. Und wir geben heute den einen, ultimativen Tipp, wenn es wirklich mal ein bisschen holprig wird beim Erreichen der Ziele. Wir kennen das alle, wir sind jetzt am Anfang des Jahres, wir sind im Januar 2020, haben uns Ziele  vorgenommen und die hoffentlich alle auch schriftlich formuliert. Das ist wichtig, wenn man sich Ziele setzt.

Jetzt geht es aber darum, wenn wir jetzt mal zwei, drei Monate weiterdenken, wie es dann ist, wenn so eine holprige Phase kommt. Dann verlieren wir unsere Ziele so ein bisschen aus den Augen, verlieren den Fokus, sehen vielleicht plötzlich andere Dinge, das Tagesgeschäft ist hektisch, wir bekommen drei andere neue Baustellen dazu, mit denen wir gar nicht gerechnet haben.

Und dann passiert es! Dann sind wir nicht mehr dran und wundern wir uns Ende des Jahres, warum es passiert ist. Genau dafür haben wir heute den ultimativen Tipp.

WS:
Du sagst auf jeden Fall schon mal, wiederholen ist scheinbar eine Möglichkeit oder ist das der ultimative Tipp? Wiederholen, dass ich mir ständig wiederholt die Sachen angucke?

LB:
Nein, das ist nicht der ultimative Tipp. Das ist aber auch gut. Man kann auch zum Beispiel hingehen und das auch in jeden Tag noch mal  aufschreiben als eine positive Affirmationen, dass ich mir jeden Tag nochmal sage, das ist mein Ziel. Da gibt es welche, da gibt es einen Autor, der macht das jeden Tag. Der schreibt auch darüber wie wichtig das ist. Das kann man natürlich alles tun. Aber das machen viele von uns nicht, ich auch nicht.

WS:
Jeden Tag das nochmal aufschreiben, das stelle ich mir gerade total overplaned vor. Also wenn ich mich jeden Tag nämlich nochmal hinsetzen müsste, alles nochmal aufschreiben, jeden Tag. Ich glaube, da würden viele sagen, da habe ich aber keine Lust zu. Gibt es etwas einfacheres?

LB:
Ja genau, das ist dieser ultimative Tipp, den wir jetzt haben.

WS:
Ah, jetzt kommen wir da hin genau!

LB:
Genau und das sind nämlich und das ist wirklich relativ einfach, aber doch so mächtig. Das sind die drei Wochenaufgaben.

WS:
Drei? Moment, also meine Woche hat so fünf Arbeitstage und insgesamt sieben. Wie kommst du jetzt auf drei Aufgaben? Passt das in eine Woche gut rein?

LB:
Ja, das ist meine Erfahrung, dass man sich drei Aufgaben pro Woche nehmen sollte. Wir haben immer eine wichtige Aufgabe, die wichtigste Aufgabe des Tages, diese Fokusaufgabe pro Tag. Dann war auch die Überlegung, wie viele Aufgaben soll ich mir denn für die Woche vornehmen? Da bin ich zu dem Schluss gekommen, dass drei ganz gut sind, also nicht fünf oder zehn und nicht nur eine, sondern drei ist da wirklich ein gutes Mittel. Drei am Tag, da bin ich kein Freund von. Der Tag sollte eine Aufgabe haben, aber die Woche drei.

Jetzt nochmal zurück, warum das der ultimative Tipp ist, wenn es mal rau wird in Richtung Ziele. Es ist einfach, dass, wenn ich im Wochenrückblick und in der Wochenplanung, da gehört es ja dazu, dass man seine Ziele noch einmal verinnerlicht und dass man dann sagt, ok, welche drei Wochenziele will ich erreichen. Dass man sich da nochmal Gedanken macht und die müssen immer, wirklich immer, was mit deinen Zielen zu tun haben. Auch in dieser hektischen Phase sich nochmal besinnen darauf, Moment mal, das waren ja meine Ziele, die sind mir wichtig und diese drei Aufgaben da einfach nochmal reinschreiben und dann natürlich die Woche planen.

Wir haben im Fokusplaner extra in diesem Wochenreview, der Wochenplanung, die kommt alle sieben Tage die Woche, logisch, einmal die Woche. Da gibt es eine Checkliste etc. und da lege ich mir die drei wichtigen Aufgaben fest, da mache ich meine drei Wochenziele.

Ich sage immer, wenn ich die drei Wochenziele nicht habe, eine ungeplante Woche ist immer eine Scheiß-Woche. Das klingt jetzt krass, aber es ist so, wenn ich ungeplant in die Woche starte, ist die vergeudet, weil ich nicht an meinen Zielen arbeite.

WS:
Das heißt doch jetzt aber im Klartext, dass die drei Wochenziele immer mindestens Teilziele der großen Ziele sind, die du dir für das Jahr gesetzt hast oder darf das auch etwas anderes sein?

LB:
Ja, genau. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, aber in der Regel sollte es so sein. Und aus den drei Wochenzielen breche ich dann herunter und dann plane ich und da gibt’s auch extra einen Checkpunkt in der Wochenplanung im Fokus Planer, dass ich sage, jetzt plane ich meine Fokusaufgaben entsprechend. Das müssen Sachen sein, die als Fokusaufgabe dienen oder wo ich vielleicht einen Teilbereich daraus machen kann. Das können wirklich Dinge sein, wie ein Konzept erstellen für irgendein ganz wichtiges Projekt oder einen Auftrag vergeben oder die Facebook-Kampagne für irgendwas starten.

Das sind so Dinge, die mich meinem Ziel näher bringen. Und das muss so eine Sache sein, wenn ich mir einmal die Woche darüber Gedanken mache, auch in den Zeiten, wo ich mich schwer tue an meinem Ziel dran zu bleiben, so kann ich mich jede Woche ein kleines Stück meinen Zielen nähern.

WS:
Jetzt hast du dir große Ziele vorgenommen für dieses Jahr und sagst, jetzt nochmal Revue passieren lassen, dass du daraus immer drei Teilaufgaben in der Woche hast und daraus deine Fokusaufgaben generierst. Aber jetzt mach‘ es doch mal ganz praktisch. Aus deinen großen Zielen, was sind denn dann zum Beispiel drei Wochenziele, die man in einer Woche auch wirklich realistisch erreichen kann?

LB:
Also ganz einfach, ich nehme mir Ziele für verschiedene Bereiche in meinem Leben vor. Fangen wir mal an mit einem Ziel, was ich geschäftlich habe. Da stehen vielleicht Umsatzzahlen, aber hier bei larsbobach.de haben wir zum Beispiel Zahlen, wie oft wir gewisse Kurse verkaufen wollen, wie viele Teilnehmer wir gerne hätten und daran orientieren wir uns. Die haben uns ja vorgenommen.

Da kann ich zum Beispiel sagen, in dieser Woche startet die Facebook-Kampagne. Ich mache mir Gedanken darüber, vielleicht mit einem Experten, den wir dazuholen, wie so eine Facebook-Kampagne aussieht. Parallel habe ich vielleicht noch vor dieses Jahr als großes Ziel mit meiner jüngsten Tochter, weil ich das letztes Jahr nicht geschafft habe,  einen schönen Urlaub zu machen, alleine. Das habe ich letztes Jahr nicht geschafft, ist im Hausbau untergegangen, war auch echt doof.

So kann ich mir sagen als Fokusaufgabe, als Wochenziel, mit meiner Tochter planen, welchen Urlaub wir dieses Jahr machen und den schon buchen. Das wäre auch eine Sache, die ist mir wichtig und das ist ein Wochenziel. So kann man aus den Bereichen diese Sachen dann zusammenbauen.

WS:
Das klingt machbar. Wie bleibe ich jetzt aber auch wirklich zuverlässig dran, das ist jetzt alles schön und gut, aber wir kennen das ja alle, das wahre Leben spielt mit rein. Jetzt mache ich diese Methode zwei, drei, vier Wochen und irgendwann versiegt das dann wieder. Wie stelle ich wirklich sicher, dass ich auch wirklich jede Woche an diese drei Wochen aufgaben denke und dass ich sie auch wirklich in meinem Planer berücksichtige? Wie mache ich das?

LB:
Ja, indem du einfach den Fokus Planer nutzt. Da kannst du gar nicht drum herum, weil du musst den sonst überblättern und dann hast du schon mal ein schlechtes Gewissen. Dieses Wochenreview gibt’s ja als festes Blatt. Also wenn du jetzt auf den nächstenTag umschlägst, zu dem Montag, überblättert du diese Wochenplanung, also das Wochenreview.

Seitdem ich den Fokus Planer nutze, das ist jetzt schon etliche Monate mit Prototyp, habe ich noch kein Wochenreview geschlabbert. Das ist mir vorher immer mal wieder passiert. Ist ja auch nicht schlimm, wenn es mal passiert. Im Fokus Planer wird mir das dieses Jahr vielleicht auch ein-, zweimal passieren. Das ist auch alles okay, wenn es einfach wirklich mal total hektisch ist, man nur unterwegs ist.

Aber es passiert deutlich seltener, weil ich wirklich immer wieder daran erinnert werde. Ich blätter um, ich muss die Woche planen, ich muss mir meine Termine händisch eintragen und in dem Moment habe ich diesen Wochenreview mit meinen Checklisten, ich muss mir die Wochenziele nehmen und dann tue ich das einfach. Es ist einfach so eine Abfolge und dann macht man es auch.

WS:
Sind denn die drei Wochenziele, die ich mir setze, eine Garantie dafür, dass ich meine großen Ziele erreiche?

LB:
Eine Garantie gibt es natürlich nie, aber es ist auf jeden Fall eine Garantie, dass du sie eher erreichst. Ziele sind nicht immer dafür da erreicht zu werden, also ich bin kein Freund davon, dass man alle Ziele erreichen muss. Man setzt sich Ziele, das ist wichtig. Viele scheuen davor zurück, weil sie sagen, dann werde ich nicht enttäuscht.

Ich sehe es anders. Man kann auch Ziele setzen, sie nicht erreichen und es ist trotzdem gut gewesen, weil viele positive Dinge auf dem Weg dahin passiert sind. Also, Ziele sind nicht immer zum Erreichen da, Ziele sind dafür da, dass man sich auf den Weg macht. Das ist das Allerwichtigste bei den Zielen. Und diese drei Wochenziele, die ich habe, die bringen mich auf den Weg. Selbst wenn ich ein Ziel nicht erreiche, habe ich so viele kleine Erfolge dann oftmals in den Wochen gehabt, dass es trotzdem super war.

WS:
Was beachtest du denn selber bei der Formulierung dieser Ziele? Ich kann ja, ich sag mal, verschiedenste Formulierungen, Wörter, Parameter nutzen, die ich dann in so eine Zielformulierung reinpacke, im Sinne von wie genau ist es beschrieben oder wie groß oder wie klein ist es, von der Wortwahl her, wie ich das formuliere. Achtest du da auf bestimmte Dinge bei der Formulierung deiner Wochenziele?

LB:
Das Schöne ist, sie müssen erstmal nicht zeitbasiert sein, weil es ist für die Woche. Es ist ja ganz klar, ich will sie diese Woche erreichen. Das ist das Schöne, ich muss also nicht irgendein Datum dazu schreiben. Sie sind einfach für diese Woche da. Und dann sind das meistens so kleine Dinge, da muss ich mir nicht großartig Gedanken über die Formulierung machen. Sondern es ist wirklich so etwas wie Facebook-Kampagne starten oder Urlaub mit Tochter planen. Das reicht dann vollkommen.

Bei mir ist es dann auch so, gerade wenn ich den Sport aus den Augen verlieren, trotz perfektem Kalender, dann sage ich mir, diese Woche zweimal auf’s Rad setzen. Das kann auch ein Wochenziel sein.

WS:
Hand auf’s Herz! Gibt es Wochen, wo du nur zwei oder mehr als drei Wochenziele dir mal aufgeschrieben hast?

LB:
Zwei? Mehr als drei noch nie! Also wirklich noch gar nicht, das kann ich sagen. Das ich mal nur zwei habe, das passiert eigentlich auch nicht.

WS:
Auch nicht in kurzen Wochen oder so?

LB:
Ich neige eher dazu mir dann die Ziele was kleiner zu packen. Also nein, ich kann mich nicht an eine Woche erinnern, müsste ich jetzt mal in einen alten Planer gucken, war ich jetzt nicht vorbereitet auf die Frage. Ich meine, dass ich immer die drei genommen habe. Mehr auf gar keinen Fall, da bin ich hundertprozentig sicher und dann kann man sie ruhig auch ein bisschen kleinteiliger packen.

WS:
Wie gehst du mit deiner Wochenplanung um, wenn du Urlaub hast? Planst du in deiner Urlaubswoche auch in deinem Fokus Planer Dinge oder sagst du, ich habe Urlaub, da streiche ich durch, das kippe ich?

LB:
Im Urlaub manche ich mit dem Fokus Planer gar nichts.

WS:
Die Seiten sind dann leer?

LB:
Die sind leer. Genau wie mein Kalender leer ist in der Zeit, mein Fokus Planer, meine ToDo-Liste, alles ist leer.

WS:
Das klingt so erholsam. Diesen Zustand möchte ich bald auch erreichen. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Urlaub, ich glaube, dann würde ich da auch nichts reinschreiben. Mal gucken, ob das klappt.

LB:
Ja hier im Team wird das klappen, da bin ich mir ganz sicher.

WS:
Aber das geht doch nur, wenn ich den Fokus Planer ausschließlich beruflich nutzen, oder?

LB:
Nein, ich mache da auch private Sachen drin. Also wenn ich jetzt in Urlaub fahre und ich arbeite ja auch im Urlaub, schreibe an meinem Buch oder so etwas. Aber das sind jetzt nicht Sachen, die ich plane. Dann weiß ich einfach, wenn ich jetzt mit meiner Frau drei Wochen im Urlaub bin, dann arbeite ich in der Zeit an meinem Buch, versuche jeden Tag ein bisschen was dran zu schreiben. Aber das ist jetzt nicht so, dass das dann Ziele sind, die ich dann abhaken muss. Dann habe ich mir das vorgenommen und dann tue ich das.

Ich gucke auch nicht in meine E-Mails in der Zeit. Sondern ich nehme mir eine Sache vor für den Urlaub und die mache ich dann.

WS:
Dann fassen wir nochmal ein bisschen zusammen: Also, wie bleibe ich an meinen Zielen dran? Ganz wichtig ist, dass ich sie mir regelmäßig angucke. Das ist das Oberwichtigste und das am besten wöchentlich im Weekly Review. Und um das sicherzustellen, nutzt du natürlich deinen Fokus Planer, wo immer nach jeder Woche das Weekly Review drin ist mit der Wochenplanung. Da werden dann die drei Ziele festgehalten, aus deinen großen Zielen abgeleitet und daraus kommt im nächsten Step dann die Fokusaufgabe und dann bleibst du garantiert an deinen Zielen dran.

LB:
Genau. Das Wichtigste ist, sich wirklich drei Wochenziele jede Woche vornehmen!

WS:
In diesem Sinne wünschen wir Euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.