Wie Du beim Unternehmensaufbau den Fokus behältst

Es ist wieder Zeit für Eure Fragen rund um das Unternehmertum, um Apps, um Prozesse, um Digitalisierung und das papierloses Büro. Genau wie die Frage, wie man beim Unternehmensaufbau den Fokus behält. Alles Themen mit denen Lars sich gut auskennt. Aber auch Euer Feedback ist willkommen. Schickt alles an fraglars@larsbobach.de oder hinterlasst auf YouTube einen Kommentar mit #fraglars.

Links

Teleprompter
https://TeleprompterPad.com

Fokus Planer
https://fokusplaner.de

Meistertask Workshop mit Lars Bobach

Evernote
https://www.evernote.com

Die heutigen Themen

1. Rezession oder Rezension?

Los geht es mit einem Feedback bzw. einer Frage, die mit einer Kritik verbunden ist. Paul Martin fragt mit einem zwinkernden Auge, ob Lars den Unterschied zwischen Rezession und Rezension kennt, da Lars sich im Video vom 8. Januar gleich zweimal versprochen hat.

Lars kennt natürlich den Unterschied zwischen einer wirtschaftlichen Rezession, in der wir uns zur Zeit befinden und einer Rezension, einer Art Feedback, einer Beurteilung. Da verspricht er sich leider immer wieder mal. Wir bitten natürlich um Rezensionen. 🙂 Aber wir denken, das wisst Ihr sicherlich.

2. App für Teleprompter-Funktion

Markus sieht gerne die gut gemachten Videoclips von Lars zum Thema GoodNotes, schreibt er uns. In diesem Zusammenhang möchte er wissen, welche iOS-App denn empfehlenswert ist, um vernünftig (gerne auch mit Ansteckmikro ), wie ein Teleprompter, Informationen anzeigen zu lassen und dabei quasi eine Art „Selfie bzw. brauchbaren Videcolip“ zu machen.

Für alle, die nicht genau wissen, was mit Teleprompter gemeint ist, das ist eine Hilfe mit der man dann den Text, den man sagen will, ablesen kann. Es läuft dann während der Aufnahme vor dem Objektiv der Kamera mit, ist aber später im Video nicht sichtbar. Markus möchte also eine iOS-App, die das alles abdeckt: Aufnahme, Teleprompter-Funktion und Unterstützung für das Ansteckmikrofon.

Da muss man ein bißchen tüfteln. Lars hat einen Teleprompter für das iPad, eine Vorrichtung, die das iPad Display spiegelt und vor die Kamera projiziert. Teleprompter haben sich für Lars allerdings nicht bewährt, da diese grundsätzlich in der falschen Geschwindigkeit gelaufen sind. So benutzt er es nur noch für Stichworte, um nicht den Faden zu verlieren.

Dann stellt sich die Frage, ob man überhaupt für professionelle Aufnahmen ein iPad benutzen sollte. Gewisse Einstellungen, wie man sie in unseren Aufnahmen sehen kann (gewollte Unschärfe im Hintergrund etc.) gelingen damit nicht.

Fazit: So eine All-in-One Lösung hört sich erstmal gut an, Lars hat aber bisher keine gefunden, die funktioniert. Den Teleprompter, den er benutzt, ist gut einstellbar, kann gut vor die Kamera spiegeln, lässt sich aber nicht im Splitscreen oder Overlay-Screen nutzen.

3. Mehr Fokus beim Unternehmensaufbau

Diana baut ihr erstes, eigenes Unternehmen neben ihrem Angestelltenverhältnis auf. Ihr fällt es aber schwer, mit echtem Fokus an die Sache ranzugehen. Sie arbeitet mit dem Fokus Planer von Lars, aber durch die ganzen Auflagen, Gesetze, Regelungen usw. reichen die fünf Aufgaben plus die FOKUS-Aufgabe des Konzept nicht aus. Für sie müssten es eher 50 Aufgaben am Tag sein.  Daher ihre Frage, ob sie da etwas falsch macht oder ob es einen Unterschied macht, ob man bereits Unternehmer ist oder sich noch in der Gründungsphase befindet?  

Grundsätzlich ist das natürlich schon ein großer Unterschied. Wenn man Lars bei der Gründung seines ersten Unternehmens gesagt hätte, er solle mit fünf Aufgaben am Tag auskommen, das wäre schon schwer geworden. Nichtsdestotrotz glaubt Lars, dass der Fokus Planer ein Konzept für Diana ist, weil man sich dadurch auf die wichtigsten Dinge fokussierst. Nimmt man zum Beispiel die Webseitenerstellung für das Unternehmen, dann wäre die Fokusaufgabe Webseite erstellen, die kleinen Unteraufgaben dafür, wie Rechtschreibkorrektur im Footer vornehmen oder Datenschutzerklärung einbinden, für die sollte man dann eine separate Liste führen. Im Fokus Planer kann man beispielsweise hinten noch ein Heft für diese kleinen Aufgaben hineinpacken. So kann man dann die vier, fünf Aufgaben, die man im Fokus Planer hat, als Überschriften oder Themen des Tages nutzen.

4. Firefighting im Arbeitsalltag verhindern

Uwe arbeitet bei einem metallverarbeitenden Unternehmen. Sie sind insgesamt 1.000 Mitarbeiter, davon 60 Schlosser und 30 Elektriker. Er hat das Gefühl, dass Handwerker und Vorgesetzte immer mehr in das tägliche Firefighting hineinzurutschen. Er schreibt, dass er sich oft Gedanken gemacht hat, wie sie sich effektiver aufstellen könnten. Alle bisherigen Ansätze von Lars und anderen, die er gelernt und ausprobiert hat, sind bisher immer im täglichen Firefighting mit Reparaturanfragen oder Störungen untergegangen. Lars hatte in einem Beitrag erwähnt, dass es dafür noch andere Ansätze gibt, um das Ganze zu meistern. Nun fragt Uwe nach Tipps, wo er sich da informieren kann, wie man einen so dynamischen Arbeitsalltag organisieren kann.

Das ist natürlich mit 90 Personen eine recht große Truppe, die da zu organisieren ist. Zwei Lösungsansätze fallen Lars spontan dazu ein. Wenn langfrisitig Reparaturen geplant sind und dringende Fälle immer wieder dazwischen kommen, könnte man das Team aufteilen. Einmal das „Notfallteam“ und die anderen für die langfristigen geplanten Aufgaben. Die zweite Möglichkeit wäre ein Ansatz über die Zeit. Es werden also Zeiten festgelegt, in denen unvorhersehbaren Fälle erledigt werden. Das kann für manche Bereiche gut funktionieren.

5. Datenorganisation im papierlosen Büro

Florian ist dabei sich zu Hause papierlos zu organisieren. Dazu hat er sich einen Fujitsu ScanSnap IX1500 zugelegt und erstmal alle seine persönlichen Unterlagen digitalisiert und erstmal in einem Ordnersystem in der iCloud gespeichert. Er arbeitet mit MacBook, iPad und iPhone. Auf dem iPad nutzt er Notability für handschriftliche Notizen.

Seine Frage ist, ob es Sinn macht alles noch in Evernote zu integrieren, um ein einheitliches System zu erhalten und kann Evernote mit dieser Datenmenge sinnvoll und strukturiert umgehen? Florian liebt auch die Spotlight-Funktion vom MacOS, mit der man Dokumente nach Schlagwörtern durchsuchen kann. Obwohl er schon soweit digitalisiert ist, fühlt er sich durch die Unmenge an möglichen Apps und den unterschiedlichen Funktionen unorganisiert.

Evernote kann gut mit großen Datenmengen umgehen, dass ist gar keine Frage. Ob Du da jetzt wechseln solltest, kommt ein bisschen darauf an, was man ablegt. Vom Gefühl her, würde Lars zu Evernote raten, weil im Gegensatz zu der iCloud, dort auch andere Dinge abgelegt werden können. Als Beispiele sind da E-Mails zu nennen, aber auch Webclipping ist mit Evernote möglich. Die Dinge sind mit Evernote, aber auch mit Spotlight durchsuchbar. Evernote ist in der Spotlight-Suche enthalten. Es spricht also nichts gegen Evernote.

Wichtiger ist jedoch der zweite Teil von Florians Frage. Wir sind alle von den vielen Möglichkeiten, die es gibt, etwas überfordert. Umso wichtiger ist es, dass man sich ein Tool aussucht und dann dabei bleibt, auch wenn es nicht perfekt ist. Also durchaus auch eine gewisse Unordnung zulassen. Gerade da ist Evernote prädestiniert, man legt alles dort hinein, überlegt sich ein paar Schlagwörter und es ist später wieder auffindbar. Die Struktur ist bei Evernote nicht so wichtig und das entlastet.

Wir wünschen Euch zum Abschluss wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.