Wie Du Deine Mitarbeiter im Homeoffice führst

Auch heute möchten wir Euch wieder mehr Fokus im Leben und Beruf geben, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt.

Führung der Mitarbeiter im Homeoffice. Nicht nur in Corona-Zeiten ein wichtiges Thema. Bevor wir darauf eingehen, starten wir wie gewohnt mit einem Feedback.

Hast auch Du eine Frage oder ein Feedback rund um Unternehmertum und Selbständigkeit, dann schreibe eine E-Mail an fraglars@larsbobach.de oder hinterlasse uns einen Kommentar hier oder auf YouTube mit dem Hashtag #fraglars.

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Feedback

Über YouTube erreichte uns ein Feedback unter dem Pseudonym „stimmviech“. Er schreibt, dass Lars jetzt ansatzweise da angekommen ist, wo er seit den 80ern schon ist. Nämlich beim handschriftlichen Planen. Er hat die digitalen Helfer schon 1994/1995 wieder abgeschaftt, weil der Zugriff länger dauer, es leichter kaputt geht und wenig Bezug zum eigenen Denken hat. Warum nicht alles soweit wie möglich handschriftlich machen? Man braucht keinen persönlichen digitalen Kalender und wenn jeder handschriftlich plant, könnte man auf die ganzen Tools, wie MeisterTask & Co. auch in Teams verzichten.

Seiner Meinung nach ist eine Analyse der eigenen Eigenschaften und der eigenen Stärken viel wichtiger. Schon Gustav Großmann, von dem nach seiner Aussage alle Mangement- und Erfolgsgurus abgekupfert haben, wußte, dass die Ausrichtung dieser Stärken auf ein eng begrenztes soziales Gegenüber dem „Kunden“ Nutzen bieten. „Stimmviech“ versteht es, dass alle ihr System zwecks Verkauf aufmotzen müssen. Das verstelle aber den Blick auf die wenigen wirklich wichtigen, entscheidenden Dinge. Nämlich durch handschriftliches Planen als grundsätzliches Erfolgskonzept, die eigenen Stärken zum Nutzen einer Zielgruppe auszubauen. Statt sich von Moden, Zeitgeist und Gurus ablenken und zum Mainstream verführen zu lassen.

Zunächst vielen Dank für dieses durchdachte Feedback. Das alles auf den Theorien von Großmann beruht, dieser Meinung kann sich Lars voll anschließen. Zu den digitalen Helfern kann Lars berichten, dass auch er zunächst dachte, sie würden helfen. Daher hat er zunächst versucht sich digital zu organisieren. Diejenigen, die Lars schon länger folgen, kennen sicherlich seine Blogbeiträge dazu. Aber es hat für Lars persönlich nicht funktioniert. Er muss sich handschriftlich organisieren, damit er fokussierter ist und kann die Meinung von „stimmviech“ voll bestätigen.

Wo Lars nicht zustimmen kann, ist im Bezug auf die Teamarbeit. Da bietet die digitalen Tools doch aus seiner Sicht hinsichtlich Transparenz, Übersichtlichkeit und Kundennutzen große Vorteile.

Führung der Mitarbeiter im Homeoffice

Die unternehmerische Frage kommt diesmal von Roland. Er ist Steuerberater und hat zehn Mitarbeiter, die zur Zeit vorwiegend im Homeoffice arbeiten. Das ist für die Mitarbeiter und ihn eine ganz neue Situation. Der soziale, menschliche Kontakt fehlt. Wie kann er die fachliche Führung, bezüglich Fragen und Entscheidungen, aber auch die menschliche und persönliche Führung, jetzt umsetzen?

Auch für Lars ist das keine normale Situation und er musste lernen damit umzugehen und lernt immer noch. Das Fachliche ist relativ einfach, wenn man gut digital aufgestellt ist. Da kann man sich mit Hilfe von Tools wie Zoom, Hangout usw. zu Videomeetings treffen.

Wo Lars sich aber selber noch im Lernprozess befindet, ist, wie wichtig auch die persönliche Wertschätzung der Mitarbeiter ist. Gerade wenn man digital kommuniziert muss man darauf achten, dass man freundlich ist, damit es auch nicht falsch ankommt. Daher auch regelmäßig Kontakt suchen und telefonieren, nicht nur in den Videocalls des Teams, sondern auch einzeln.

In Rolands Fall, der mit zehn Personen eine überschaubare Anzahl an Mitarbeitern hat, rät Lars dazu, jede Woche einmal persönlich mit jedem zu sprechen. Das kann ein normales Telefongespräch sein oder auch ein Videocall, dass man die Mitarbeiter auch sieht.

Bei einer größeren Organisation gestaltet es sich schon schwieriger. Hier kann man zumindest mit den „direct reports“, also den direkt unterstellten Mitarbeitern, persönliche Gespräche führen. Aber auch in den unteren Ebenen Mitarbeiter herauspicken und anrufen, um den Kontakt zu halten.

Vielleicht hilft uns die Corona-Zeit, dass sich die Akzeptanz des Arbeitens im Homeoffice allgemein verbessert. Ein weiteres Learning, was Lars aus der Corona-Zeit mitnimmt, ist, dass sich Unternehmer, Selbständige und Führungskräfte als Coach für ihre Mitarbeiter verstehen müssen. Die soziale Distanz muss überbrückt werden, dass die Mitarbeiter sich nicht nur als Befehlsempfänger sehen.