Wie sich das Selbstmanagement für Unternehmer und Freelancer unterscheidet

Die heutige Frag Lars Folge geht auf die Unterschiede im Selbstmanagement für Unternehmer und Freelancer ein. Viele Community-Mitglieder sind etwas unklar darin, für wen die Beiträge von Lars gedacht sind. Das zeigt das Feedback und das zeigen auch die Kommentare, die wir im YouTube Kanal erhalten haben.

Links

Fokus Woche
Aufgezeichneter Livestream von Lars auf YouTube

Die Themen

1. Feedback

Wie immer starten wir mit einem Feedback. Es kommt von Jörg und bezieht sich auf das Live-Video von Lars, das im Rahmen der Fokus Woche gesendet wurde. Das Thema war, wie man sich selbst am besten organisiert.

Jörg kritisiert die Präsentationsform, den Gesichtsausdruck, die nervösen Blicke und hastigen Gesten von Lars. Daran sollte Lars seiner Meinung nach unbedingt noch arbeiten. Die bisherigen Beiträge schätzt er sehr, weil sie ruhig, überlegt und passend für die eigene Meinungsbildung waren.

Jörg ist seit 31 Jahren in unterschiedlichen Branchen selbständig und hat eine größere Beratungsfirma als Franchisemodell in der Schweiz aufgebaut. Er findet, Wichtigkeit mal Dringlichkeit ist auch eine Möglichkeit für die passende Reihenfolge im Tagesgeschäft. Es gibt auch andere Wege wie Delegation, Einbinden, Absagen, Loslösen und mehr. Er freut sich aber trotzdem auf die Fokusbeiträge von Lars und die Frag Lars Folgen.

Es ging dabei wohl um die von Lars im Video vorgestellte Eisenhower-Matrix, bei der es um das Thema was ist dringend, was ist wichtig geht.

Zunächst erstmal vielen Dank für dieses Feedback. Lars hat zu seinem Live-Video einiges an negativem Feedback bekommen. Es war für ihn das erste Mal, dass er ein Live-Video gedreht hat und er war auch nicht mit seiner Präsentation zufrieden. Das gleichzeitige Handling von Technik und die Präsentation der Inhalte war dann doch eine Herausforderung für ihn. Das hat man dann leider auch gemerkt. Generell hat es ihm aber Spaß gemacht.

Zur inhaltlichen Kritik, es ging wohl hauptsächlich darum, dass Lars gesagt hat, man sollte den Taskmanager löschen. Natürlich gibt es da unterschiedliche Meinungen zu. Die Intention dahinter ist, es soll zum Nachdenken anregen. Ob man sich nicht vielleicht vom Taskmanager zu sehr versklaven lässt. Wieviel man dann von Lars Vorschlägen für sich selber adaptiert, sei jedem selbst überlassen.

2. Wie sich das Selbstmanagement für Unternehmer und Freelancer unterscheidet

Der Taskmanager ist mittlerweise Standard geworden, wenn man in der Geschäftswelt unterwegs ist. Lars vertritt in seinen Beiträgen die Meinung, weg mit Todolisten und Taskmanagern.

Dazu meint Carsten, dass die Verbannung von Todolisten und Taskmanagern eher den Personen vorbehalten ist, die aufgrund ihrer Tätigkeit als Macher, also als Unternehmer und Unternehmerinnen unterwegs sind. Die, die im operativen, schnelllebigen Tagesgeschäft den Überblick behalten müssen, für den greifen von langer Hand geplanteTermine nicht. Ihm persönlich bringt eine gechillt geplante Wochenplanung nur bis spätestens Montagmittag etwas, weil danach alle Folgetermine obsolet sind.

Daher hatte er auch im Livestream die Frage nach der Inbox Zero gestellt, da das genau das Problem beschreibt. Externe, nicht vermeidbare Tagesaufgaben aus dem Posteingang klug zu verteilen, so dass der Überblick nicht verloren geht. Dabei aber terminlich unverbindlich, weil der Tagesablauf im operativen Geschäft selten planbar ist und sich Prioritäten spontan verschieben können. Er glaubt nicht, dass Freelancer ohne weiteres auf so etwas wie Todolisten oder Taskmanager verzichten können, auch wenn sie es gerne tun würden.

In Summe kann er folgen, die Liste belastet umso mehr, wenn sie unkontrolliert voll läuft. Hier kann nur eine regelmäßige Pflege insbesondere der toten Aufgaben Erleichterung bringen: Erledigen oder löschen. Eben so schlank wie möglich halten und nicht generell als Ablage verwenden, dann ist die Liste durchaus hilfreich und hilft den Kopf freizuhalten. Soweit Carstens Meinung.

Vielen Dank Carsten für dieses konstruktive Feedback, dass sehr differenziert und durchdacht ist.

Das ist das Dilemma, in dem viele stecken. Auf der einen Seite das klassische Unternehmerbild, auf das sich Lars vorrangig bezieht. Nämlich der Unternehmer, der nicht als Fachkraft im eigenen Unternehmen tätig ist, sondern sich rein auf das Unternehmertum konzentriert. Auf der anderen Seite haben wir den Freelancer, der sagt, dass er das so nicht umsetzen kann, wie Lars es vorschlägt.

Carsten scheint im Support tätig zu sein. Man kann da zum Beispiel mit Ticketsystemen arbeiten oder auch MeisterTask als einfaches, kleines Ticketsystem aufsetzen. So hat man seine Todoss nicht im E-Mail Eingangskorb, sondern strukturiert in einem Board oder Ticketsystem. Von dort aus kann man dann auch gut zuweisen und besser kommunizieren.

Aber, zurück zu den Todolisten. Grundsätzlich sollte man sich fragen, was man als Selbständiger sein möchte. Also, ist man der Selbständige, der gerne Fachkraftarbeiten macht? Wenn dem so ist, dann ist es auch vollkommen in Ordnung diese Arbeiten, die einem Freude machen, auszuüben.

Zu Lars kommen aber meistens die Unternehmer, die nicht damit zufrieden sind und sich im Hamsterrad gefangen fühlen. Also die, die in der Fachkraftarbeit festhängen, aber eigentlich zum Unternehmer werden möchten.

Genau für diese Gruppe sind die Tipps von Lars gedacht. Sobald man sich vom Tagesgeschäft gelöst hat, braucht man keine Todolisten oder Taskmanager mehr.

Der Appell von Lars: Wenn Ihr Euer Hamsterradgefühl auf einer Skala von 1 bis 10 einordnet und über 7 liegt, zweifelt nicht daran, dass Ihr Unternehmer oder Unternehmerin seid. Unternehmer sein ist einfach der tollste Job. Es gilt jetzt nur die richtigen Hebel zu finden, um raus aus dem Hamsterrad zu kommen und wieder Freude am Unternehmertum zu finden.

Gerne kannst auch Du Dein Feedback und Deine Fragen rund ums Unternehmertum mit dem Hashtag #fraglars posten oder per E-Mail an fraglars@larsbobach.de schicken.

Wir wünschen Euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.