Warum Selbstmanagement ohne Minimalismus nicht funktioniert (Merlin Mechler)

Die Überschrift mag provokant sein, ich weiß. Manchmal muss man aber provokante Thesen aufstellen, damit ein generelles Umdenken angeregt wird. Ich denke in dieser Nische, die sich mit Selbst- und Zeitmanagement beschäftigt und damit ein produktives Leben zu führen, hat sich einiges schon zu sehr festgefahren. Zum Glück gibt es Leute, die sich auf die Fahne schreiben, dass Entspannung immer noch ein sehr wichtiger Punkt ist, der oft vergessen wird.

Mönch in einem minimalistischen Umfeld

Wenn man sich die Branche so anguckt, immer mehr Tools überschwemmen den Markt. Alle versprechen immer mehr und tollere Features. Zudem entstehen immer wieder neue, tolle Methoden mit fantastischen Namen. Am besten und effektivsten funktionieren sie, wenn wir alle zusammen nutzen und mit noch weiteren Programmen verbinden, sodass man am Ende ein riesiges, stark verflochtenes Netz an Tools hat. Leider bleibt der Mensch dabei etwas auf der Strecke.

Weniger ist mehr!

Ich habe von Anfang an für mich entschieden, dass ich die Sachen einfach angehen möchte. Es gibt natürlich ein paar Tools die ich nutze. Der übergeordnete Sinn liegt für mich aber darin, dass die Tools, die ich nutze, so viele Bereiche wie möglich abdecken.

Das führt dazu, dass ich zwei Apps oder Tools habe, auf die ich absolut nicht verzichten kann und möchte. Das sind Todoist und Evernote. Für mich ist dabei vor allem wichtig, dass ich meine Vision nur damit erreiche.

Ich möchte nicht noch ‚zig Automatisierungsprogramme im Hintergrund laufen haben. Das, was ich mache, möchte ich bewusst und selbstständig machen. Ohne das ich einen Knopf drücke und dadurch schreiben, korrigieren und archivieren sich alle meine Artikel von jetzt bis in die Ewigkeit von alleine. Am besten wird mein Essverhalten noch getrackt, damit im Hintergrund bei Amazon Fresh direkt Nachschub bestellt werden kann.

Nein, danke!

Das Ganze soll bisher allerdings nicht heißen, dass ich ein minimalistischer Extremist bin. Ich brauche mehr als nur 100 Sachen in meinem Leben, um glücklich und zufrieden zu sein. Der Grundgedanke hinter dem Minimalismus ist allerdings, das was wichtig für mich ist.

Durch was der Minimalismus den Unterschied bringt

Es ist, wie ich oben schon geschrieben habe, nicht sinnvoll 1.000 Apps gleichzeitig zu nutzen.

Versuche lieber so wenige wie möglich zu finden, die dir dafür aber all das bieten wie zuvor 1.000 Apps und Tools.

Das Gleiche gilt auch für Selbstmanagement-Methoden. Baller dich und dein Mindset nicht mit unendlich vielen verschiedenen Mustern zu. Überlege dir vorher was du möchtest und schaue dann was du brauchst, um das zu erreichen. Versuche dir ein Mindset einzuprägen und danach zu leben und nicht mehrere.

Das ist genau das Gleiche wie sonst beim Multitasking. Mehrere Sachen gleichzeitig funktionieren auf Dauer nicht.
Du wirst von Anfang an weniger Leistung bringen, weil du damit beschäftigt bist mehrere Dinge gleichzeitig zu erfüllen.

Du kannst dem Ganzen vorbeugen, indem du dich für ein Mindset entscheidest. Wenn du das für dich gesetzte Ziel erreicht hast oder du auf dem Weg dahin der Meinung bist, dein bisher erreichtes reicht aus. Dann schau zu, dass du dein Mindset anpasst und langsam änderst. So hast du die Möglichkeit dich voll und ganz auf dein neues Ziel zu fokussieren.

Bleibe fokussiert auf das Essentielle

Wie oben bereits geschrieben, gibt es mittlerweile eine Unzahl an Apps, Tools und Programme mit denen du effizienter arbeiten sollst und kannst. Genauso sieht es bei den Methoden aus. Es gibt viele Methoden und Praktiken für ein entspannteres Leben, sodass man schnell den Überblick verliert.

Ist nicht der Sinn hinter dem allem, dass wir entspannter, fokussierter und effizienter sind? Und nicht Tag für Tag damit verbringen unser Leben immer effizienter zu gestalten.

Das Ganze ist ein Strudel in den jeder schnell gelangt und dann nur schwer wieder raus kommt. Aus diesem Grund rate ich dir am Anfang deiner Reise einen ungefähren Plan zu machen.
Frage dich folgendes:

Was möchte ich erreichen? Was ist mir wichtig?

Schreib es auf und häng dir deine Antworten irgendwohin, wo du sie immer sehen kannst. Sie müssen in deinem Kopf sein, sich einbrennen. Nur so schaffst du es nachhaltig etwas zu ändern und zu rocken!

Fazit

Kurz zusammengefasst:

Nimm dir Stift und Zettel. Schreibe dir auf was du gerne erreichen möchtest und was dir wichtig ist.
Baue darauf alles weitere auf. Wo möchtest du dich verbessern, welche Methoden und Tools können dich unterstützen, deinem Ziel näher zu kommen?

Probiere so wenig Tools wie möglich zu nutzen. Die Tools die du nutzt, sollen dafür so viele Bereiche wie möglich abdecken.

Ist dir etwas unklar? Weißt du nicht wo du starten sollst? Zögere nicht und frag mich. Ich werde dir dabei helfen den ersten Schritt zu machen.

Bis dahin keep going!

Merlin

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.