3 Schritte zur digitalen Identität

Heute geht es um die ersten drei Schritte zur digitalen Identität. Eine Strategie zu haben gehört dazu. Was meint Lars genau damit? Des Weiteren geht es heute um die wichtigen Themen Aussehen der eigenen Webseite und um das Content Marketing.

Hier das Transkript des gesamten Podcasts:

Transkript

BF = Barbara Fernandez
LB = Lars Bobach

Mach Dein Ding Workshop mit Lars Bobach

BF:
Herzlich willkommen zum Podcast „Selbstmanagement.Digital.“ Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Barbara Fernandez und hier, mir gegenüber, sitzt Lars Bobach. Hallo lieber Lars.

LB:
Hallo Barbara.

BF:
Wir winken uns zu. Ja, wir haben eine neue Podcast-Folge: Drei Schritte zur digitalen Identität. Und vorab, wir reden immer einfach über digitale Identität. Bitte definiere doch mal, was ist eigentlich die digitale Identität?

LB:
Das ist deine Identität im Internet. Wobei ich immer sage, die Grenzen verschwinden. Heutzutage sollte man fast keinen Unterschied mehr machen zwischen der Marke, die du so aufbaust und der Marke im Internet. Ich sage mal, jeder, der dich oder deine Firma wahrnimmt, sich damit beschäftigt, der wird auch im Internet gucken und das muss halt alles irgendwie übereinander passen. Das ist die digitale Identität, wie wir sie hier auch in der Agentur nennen.

Einfach mal als Beispiel, ich habe viel mit Firmen zu tun, die hier anfragen und sagen, kannst du uns mal beraten zum Thema, mal einen Workshop machen, wie wir uns onlinemäßig zum Beispiel aufstellen sollten. Da sage ich, alles klar, mache ich gerne. Dann gucke ich mir die Webseite an, bevor ich überhaupt bei der Firma war. Und wenn ich mir dann die Webseite angeguckt habe und die Firma sehe, da ist meistens oder ganz oft eine große Diskrepanz.

BF:
Aha? Wie darf ich das verstehen, zum Beispiel?

LB:
Wir hatten jetzt zum Beispiel einen großen Versanddienst von technischen Dingen und von technischen Gütern und die Seite wirkte ein bisschen unaufgeräumt. Schon professionell gemacht, aber so ein bisschen unaufgeräumt, hattest du so den Eindruck, so die Seite. Dann kommst du aber in dieses Unternehmen und da ist wirklich alles super akkurat und da merkst du richtig, die legen totalen Wert auf Details und sowas.

Das hast du auf der Seite gar nicht gesehen, sondern das sieht man in der Firma, da lebt das der Chef und auch die ganzen Mitarbeiter. Aber auf der Seite, auf der Webseite im Internet wird es dann oftmals anders gemacht und das ist eine große Diskrepanz. Das muss einem klar werden, dass diese digitale Identität, die wir im Internet haben, die sollte auch das widerspiegeln, was wir in der Firma zeigen wollen, wofür wir stehen, was ist unsere Marke, was sind die Werte und so weiter.

BF:
Okay, und zur digitalen Identität gehört dann die Homepage. Was gehört noch dazu? Facebook-Auftritt?

LB:
Kann sein, ja.

BF:
Muss aber nicht?

LB:
Muss nicht, nein.

BF:
Also, es gibt es kein Must-Have.

LB:
Doch, eine eigene Seite musst du haben. Das ist ein Must-Have.

BF:
Social Media?

LB:
Muss nicht sein, es gibt garantiert Branchen, wo man das gar nicht braucht, wo es vielleicht auch gar nicht so wichtig ist, glaube ich. Da bin mir sicher, das muss nicht jede Firma haben, nein, glaube ich nicht.

BF:
Was könnte es noch geben? Diese Plattformen wie Xing?

LB:
Das ist auch Social Media. Klar, was es dann alles an Online-Marketing Tools gibt, wie Content-Marketing, ein Podcast ist ein Tool oder bloggen, Videos, Webinare, da gibt es alles Mögliche.

BF:
Ja, nur, um das mal so zu beleuchten. Was gehört eigentlich alles zur digitalen Identität? Ich bin mir sicher, es gibt sicherlich Unternehmer auch da draußen, denen ist es gar nicht genau klar, was es alles beinhaltet oder wo die Grenzen sind.

LB:
Ja, für die ist der Podcast heute genau gemacht oder für jeden, der sich darüber Gedanken macht, dass man drei Schritte hat. Die sich nochmal bewusst macht, wie man zur eigenen digitalen Identität kommt und wie sie auch vielleicht dann das widerspiegelt, wofür die Firma dann auch wirklich steht. Barbara, dein Thema, wie sieht es denn mit deiner digitalen Identität aus?

BF:
Ja, ich habe eine Homepage, Facebook habe ich abgeschafft, Xing lungert da noch rum genauso wie LinkedIn, glaube ich. Vielleicht habe ich es auch schon abgemeldet, weiß ich nicht. Ich glaube, Social Media ist für mich nicht so wichtig. Vielleicht bist du da anderer Meinung, aber ich habe den Eindruck, es hat nicht wirklich Mehrwert. Es sei denn, ich möchte irgendwelche Produkte platzieren, die ich versuche zu verkaufen an eine Community, die ich aber nicht aufgebaut habe. Ich habe ja auch reale Kunden und bei denen konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen, dass das von Interesse ist für die.

LB:
Also, ich könnte mir schon vorstellen, du verkaufst dich über deine Persönlichkeit, dass da Social Media schon wichtig wäre, dass die Leute schon wissen wollen, wer ist denn jetzt diese Barbara Fernandes? Wer steckt denn dahinter? Da musst du natürlich auch bereit sein, dann entsprechend auch mal viel von dir preiszugeben. Das kannst du nicht, also, Social Media nur nutzen, um versuchen, auf Kundenakquise zu gehen.

Nein, die Leute, wenn die dir bei Facebook folgen oder auf Instagram folgen, dann wollen die auch ein bisschen von deiner Persönlichkeit. Was sie vielleicht auf der Webseite so nicht finden, denn die ist relativ professionell gehalten, ist ja auch richtig so, aber da wollen sie vielleicht mal wissen, was macht die denn so? Wie sieht denn die Familie aus? Die hat zwei Kinder, ja, du schüttelst mit dem Kopf, aber das ist so!

BF:
Hast DU deine Kinder fotografiert?

LB:
Ich habe meine schon mal fotografiert.

BF:
Ja, gut, hast du die auch bei Facebook eingestellt oder auf der Lars Bobach Selbstmanagement Digitalseite?

LB:
Auf der Seite nicht, aber auf meiner Facebook Seite habe ich die garantiert auch mal. Okay.

BF:
Aber, die ist ja auch privat, deine Facebook Seite…?

LB:
Ich weiß gar nicht, ob ich die auf meiner, ich habe eine professionelle Facebookseite, ich habe ja auch so eine Fanpage. Aber weiß ich gar nicht. Aber genau das interessiert die Leute ja. Wenn sie an einer Person interessiert sind und vielleicht Interesse haben. Die sagen jetzt, die Barbara, die hat interessante Angebote, ja, die Workshops, das interessiert mich und dann wollen die auch mal wissen, wer steckt denn dahinter?

Ich glaube schon, dass das dazu gehört. Du musst, wenn du … Dein Gesichtsausdruck jetzt hier spricht Bände! Schade, dass das kein Video wird! Ja, aber, du musst es ja nicht tun, du kannst es tun und ich glaube, das würde deiner Marke guttun. Aber du musst es nicht tun. Es wird auch so funktionieren.

BF:
Siehste! Gut, so! Dann kommen wir jetzt zum Hauptteil.

LB:
Okay, direkt hier abgewürgt, aha. Da weiß ich ja, wie das aussehen wird, wenn wir uns darüber unterhalten.

BF:
Also, beim Podcast können wir ja mal nachdenken.

LB:
Ja gut, ein Podcast ist jetzt natürlich ein anderes, da bringst du natürlich etwas anderes mit rüber.

BF:
Ich finde jetzt nicht, ich meine, wir reden ja auch über Arbeit. Aber ja, da bleibt noch einiges drüber nachzudenken und zu besprechen und vielleicht zu klären. Aber ich fände es mal interessant, ob die Community denkt, dass es wichtig ist zu gucken, wie sehen die Kinder von der Trainerin aus, die bei uns ein Körpersprachseminar macht. Ich weiß nicht!

LB:
Diese Frage stellt sich keiner, aber sie wollen ein bisschen mehr von dir und deiner Person sehen.

BF:
Es gibt ein super Video und kann man mich gerne einladen. Ich komme ja auch.

LB:
Das ist auch Werbung. Also, die Persönlichkeit.

BF:
Aber Facebook ist auch Werbung, das ist alles das geschönte Leben!

LB:
Natürlich, aber man kriegt ein bisschen mehr von der Person mit, darum geht es ja. Aber du musst es ja nicht machen. Wir müssen es jetzt hier in dem Podcast.

BF:
Wir haben eine Schleife gedreht. Wir kommen zu dem Punkt, ich muss es ja nicht machen.

So, also, drei Schritte zu digitalen Identität. Wenn Sie ähnliche Schwierigkeiten haben, sind Sie in dieser Folge sehr gut aufgehoben. Es geht darum, die wirklich ersten Schritte zu gehen für alle Unternehmer, die sich da noch nicht so gut aufgestellt fühlen, hier die wichtigsten drei Schritte und weitere Informationen auf dem Weg zur digitalen Identität.

Punkt Nummer 1, wo fange ich an, Lars?

LB:
Ohne Strategie geht gar nichts. Man muss erstmal seine Strategie klar haben. Nur mit einer wirklich glasklaren Strategie kann man überhaupt eine digitale Identität aufbauen, ist meine Überzeugung und wenn man zu breit und zu breiig in den Markt geht, gerade bei kleinen mittelständischen Unternehmen, also KMUs, sehe ich das viel zu häufig. Dann ist man einfach austauschbar, viel zu beliebig, viel zu breit und das funktioniert im Netz nicht. Da draußen ist so ein Lärm, muss uns klar sein. Es ist ein wahnsinniger Lärm und wenn wir da wahrgenommen werden wollen, müssen wir da spitz mit einer richtig guten Strategie reingehen.

BF:
Okay, damit meinst du auch ein Alleinstellungsmerkmal?

LB:
Alleinstellungsmerkmale natürlich, aber das muss wirklich passen zur Strategie. Beispiel: Wir haben Elektriker oder wir haben Küchenstudios als Kunden. Wenn die hier in so einem Workshop sitzen, klar, Küchenstudios machen Küchen. Man kann sagen, was ist denn die Strategie? Aber es gibt welche, die sagen vielleicht, ich bin ganz bewusst sehr hochpreisig. Ich möchte edle Küchen verkaufen. Das ist eine Strategie, damit kannst du arbeiten.

Dann sagst du, okay, wir platzieren dich so, dass, wenn jemand eine edle Küche will und alle, die denken, sie kriegen für 5.000 Euro eine Küche, die fragen gar nicht bei dir an, weil die genau wissen, mit einer Online-Strategie, unter 20.000 kriegst du keine Küche da, als Beispiel.

Oder ein Elektriker. Der macht ja alles, von der Steckdose über Licht, Lampe, Birne wechseln und irgendwie Haus verkabeln. Er kann ja alles machen, aber auch da ist es wichtig, eine Strategie zu haben und für irgendwas ein Spezialgebiet vielleicht zu haben. Das kann wegen mir irgendwas sein mit Home Automation oder Lichtdesign oder was weiß ich was.

Aber da muss man eine Strategie haben. Weil, wenn wir so breit reingehen, ich kann im Prinzip alles, ist die Chance wahrgenommen zu werden, gegen null. Und dieser Workshop, den wir machen, das ist eher wirklich so eine Strategieberatung, um zu gucken, wo können wir jemanden wirklich platzieren und spitz in den Markt bringen.

BF:
Gut, das rund um das Thema Strategie klar haben. Wenn ich bei dir im Workshop bin, kriege ich natürlich Anleitungen und die richtigen Fragen dazu. Wenn ich jetzt gerade den Workshop nicht habe, hast du einen Tipp, womit ich anfange?

LB:
Einfach mal fragen, was macht mir am meisten Spaß? Was in meinem Job, der ist ja nun sehr vielschichtig. Aber normalerweise, was macht mir da am meisten Spaß und wo bringe ich den meisten Kundennutzen? Wo ich mir dann einen Expertenstatus vielleicht aufbauen kann oder die digitale Identität. Ich sage mal, Elektriker gibt es sehr wahrscheinlich 100.000 in Deutschland, wenn nicht sogar noch mehr. Da wirklich mal so ein bisschen aus der Masse herauszustechen, das gelingt nur, wenn ich spitz darangehe.

Die Amerikaner sagen „the riches are in the niches“, also, die Reichen sind in kleinen Nischen und so ist das auch. Wobei es jetzt hier nicht geht, den schönen Mammon nur zur vermehren, aber einfach, um wahrgenommen zu werden und dann auch wirklich darüber Interessenten und Kunden zu gewinnen.

BF:
Okay, gut, vieles zum Thema Strategie klar haben. Sowohl erstmal zu Hause zur Vorbereitung, als auch hier gibt es einen Workshop, den es zu belegen gilt zum Thema Online-Marketing. Was ist der zweite Punkt?

LB:
Ja, da geht es dann um die Homebase. Das ist das, was wir eben die Webseite genannt haben, das nenne ich immer Homebase. Das ist das, wo du die Inhalte bestimmst. Das ist das, wo die Leute hin surfen, wenn sie dich kennengelernt haben, wenn du empfohlen worden bist, wenn sie sich informieren wollen über dich. Das muss natürlich wirklich einen 1A-Eindruck machen.

Ich hatte das eben gesagt, wie oft erlebe ich das, dass die eigene Firma und die Seite nicht vom Image übereinstimmen, dass die Seiten schlecht designt sind. Also, ich meine, da sieht man ja wirklich alles und wir müssen uns hundertprozentig klar werden, dass diese Webseite wirklich professionell und gut sein muss.

Weil das ist, was die Leute meistens als erstes von uns sehen, wenn sie über eine Empfehlung stolpern, wenn sie uns googlen usw. Das sehen sie als erstes und das muss wirklich 1A sein. Ich zeige immer, wenn ich Vorträge mache zu Online-Marketing, mache ich ja einige, um das mal bewusst zu machen, zeige ich immer wirklich ein uraltes Schaufenster. Also wirklich, aber aktuell, jetzt, wie es jetzt aufgenommen wird, aber wirklich dekoriert wie vor 30 Jahren.

Dann frage ich immer, was glauben sie, warum zeige ich ihnen das? Dann fällt meistens den Leuten gar nichts sein. Aber es ist wirklich so, ich sage immer, macht euch bewusst, das ist eure Webseite. Wenn das euer Shop wäre, euer Geschäft und ihr würdet jeden Tag an diesem Schaufenster vorbeigehen, würde das nie so aussehen.

Aber die eigene Webseite unter dem Gesichtspunkt anzugucken, das machen die wenigsten und das muss einem klar sein. Guckt euch eure Webseite an. Überlegt, ist das das Image, was ich von mir selber oder was ich haben möchte, was ich weitergeben möchte? Und das ist super wichtig.

BF:
Okay und das heißt, ich muss also Geld in die Hand nehmen, ich muss einen Experten dran lassen?

LB:
Hundertprozentig, also, das selber zusammenzubasteln, funktioniert in den seltensten Fällen. Da muss man wirklich sehr viel Geschmack und auch Designgespür haben. Haben die wenigsten, da muss man wirklich Geld …, da muss man einen Profi dranlassen. Ich glaube, das geht gar nicht anders. Wenn ich dann denke, hier, so meine Landingpage, z. B. nur für den MDD-Workshop, nur mal, um eine Hausnummer zu nennen, die hat mich über 10.000 Euro gekostet. Da habe ich ein Video machen lassen, dass Design wirklich von Profis, einen Texter drangesetzt, der da drei Tage beschäftigt war usw. Das ist halt super wichtig und es ist ja auch ein Produkt, das man online kauft, das ist ja super wichtig, dass das wirklich 1A ist.

BF:
Okay, ein weiterer Punkt rund um das Thema Website ist auch die CEO, also die Suchmaschinenoptimierung?

LB:
SEO, genau.

BF:
SEO? Sagen wir im deutschen SEO?

LB:
SEO sagt man.

BF:
Alles klar, siehst du.

LB:
Ja, ist ja nicht schlimm.

BF:
Ach so, nee.

LB:
Search Engine Optimizing. Suchmaschinenoptimierung, das ist natürlich auch wichtig. Ich meine, wenn ich eine super schöne Website habe, ist schon mal viel geholfen, gut designt, passt zum Image meines Unternehmens, zu meiner Marke. Dann natürlich das Ganze noch Suchmaschinen optimieren. Google soll das Ganze ja auch finden und das ist jetzt natürlich wieder die Strategie. Wichtig, wann will ich gefunden werden? Will ich gefunden werden bei billige Küchen? Will ich gefunden werden bei Designerküche? Und das muss man natürlich dann auch googlemäßig von der Suchmaschine so anpassen, die Seite so designen, die Inhalte so erstellen, dass man dann auch bei den wichtigen Keywords bei Google gefunden wird.

BF:
Was kostet sowas, wenn ich das machen lasse? Hast du ja jetzt für unsere.

LB:
Machst du da jetzt ein Vertriebsgespräch draus? Wunderbar, kommst mit einem Auftrag hier nach Hause.

BF.
Nein, ich meine, für alle unsere Unternehmer, die gerade zuhören. Das kann man ja wirklich auch an Experten abgeben?

LB:
Ja, muss man auch.

BF:
Genau, ja. Aber man kann auch seine Homepage, die schon fertig ist, kann man einfach noch mal jemanden anderen damit beauftragen, das optimieren zu lassen. Was muss man da in der Regel für ausgeben? Jetzt nicht zwangsläufig, wenn ich es bei euch mache, einfach so, mal eine Hausnummer?

LB:
Das kannst du so nicht sagen. Es hängt natürlich davon ab, was da schon richtig ist. Kann ja sein, dass sehr viele Sachen schon gut sind. Dann ist natürlich wenig zu tun. Es kann sein, dass natürlich nichts gut ist, dann ist da viel zu tun. Kann man nicht sagen.

Generell ist es aber so, dass natürlich, wenn du zu einer richtigen Suchmaschinenagentur, gibt’s ja, es gibt ja reine SEO-Agenturen, da, ich sage mal, die rühren unter 5.000 Euro sehr wahrscheinlich keinen kleinen Finger. Ich meine, die sind erstmal wahnsinnig teuer, Suchmaschinen-Experten, so SEO-Experten, aber es gibt natürlich auch Agenturen wie unsere, die so auf kleine mittelständische Unternehmen spezialisiert sind, da ist es natürlich dann schon deutlich günstiger.

Da wird erstmal so eine kleine Analyse gemacht. Dann wird geguckt, was passt, was passt nicht. Was könnte man vielleicht verändern, da geht das dann auch schon mit kleinerem Budget. So, Suchmaschinenoptimierung ist grundsätzlich nicht günstig, es ist auch langfristig nur. Es gibt keinen schnellen Effekt, mal eben was ändern, zack, bin ich bei der Suchmaschine da, aber es ist super wichtig.

BF:
Und muss ich das dann jedes Jahr ausgeben oder ist das einmal gemacht und dann ist fertig?

LB:
Immer.

BF:
Immer wieder neu?

LB:
Also, Suchmaschinenoptimierung ist ein ständiger Prozess. Zum einen erstmal du musst ja. Du kannst jetzt deine Seite einmal anpassen, aber Google liebt erstmal grundsätzlich frische Inhalte. Man muss dann auch mal immer wieder was Neues bringen, das muss immer wieder optimiert werden.

Und vor allen Dingen ist ja, wenn man sich jetzt sagt, man will einen gewissen Suchbegriff nach vorne bringen, da muss man gucken, funktionieren die Maßnahmen, die ich jetzt eingeleitet habe? Passt das oder muss ich vielleicht noch anpassen. Also, das macht man nicht einmal, sondern das muss man kontinuierlich machen.

BF:
Okay, gut, Punkt Nummer 3: Content Marketing starten. Was darf ich darunter verstehen?

LB:
Ja, Content Marketing ist also eine Art des Online-Marketings und das ist aber das Wichtigste am Online-Marketing. Content Marketing ist ja Inhalts-Marketing. Das heißt, ich muss Inhalte bringen und Seth Godin, das ist der amerikanische Marketing-Papst, hat X Bücher geschrieben zu dem Thema, der hat schon vor acht Jahren, glaube ich, gesagt: Content Marketing‘ is the only Marketing that’s left. Also, das einzige, was vom Marketing zurzeit noch übriggeblieben ist, ist Content Marketing.

Was ist Content Marketing? Es ist einfach Mehrwert bieten, kostenlosen Mehrwert. So wie ich das hier auf meinem Blog mache oder wie wir hier in dem Podcast, wir bieten Mehrwert. Warum machen wir das? Wir helfen unseren Hörern und das ist klassisches Content Marketing. Sie zahlen nichts dafür, sie kriegen Hilfe, sie kriegen einen Mehrwert. Das muss man machen und ohne das geht es heutzutage aus meiner Sicht gar nicht mehr. Denn es zahlt auf der einen Seite ein in die Suchmaschine.

Wenn ich ein Thema, was ich gerne belegen möchte, Selbstmanagement, was auch immer, wenn ich oft darüber schreibe, darüber blogge, darüber Videos machen, darüber podcaste, wird irgendwann Google vielleicht auch mitkriegen, dass ich zum Thema Selbstmanagement was zu sagen habe. Genau wie papierloses Büro oder so. Schreibst du viel darüber, irgendwann kommt Google vielleicht gar nicht mehr drumherum, deine Seite da nicht zu ignorieren. Dann wanderst du automatisch nach oben und das ist es einfach.

Dieses marktschreierische, ich bin der Größte, der Beste und hier, kommt alle zu mir, weil ich so toll bin, das will ja keiner hören. Sondern die Leute suchen nach Mehrwert. Wir sagen in unserem Online-Marketing Workshop immer, was fragen euch eure Kunden? Und genau diese Fragen, die muss man in seinem Content Marketing, auf seinem Blog, in seinem Podcast oder in seinen Videos beantworten.

BF:
Okay und das machst du, indem auch die ganzen Fragen, die eingeschickt werden, zum Beispiel auf deinem YouTube Kanal, beantwortet werden. Du gehst ja auf alles ein, was da draußen angefragt wird. Das ist klassisches Content Marketing und damit bin ich automatisch vielleicht der erste am Platz, wenn es um mein Thema geht?

LB:
Genau.

BF:
Weil ich mir eigentlich diesen Vorsprung selber erarbeitet habe?

LB:
Auf der einen Seite bei Google, aber auch, wenn Leute dich suchen. Sie kennen dich noch nicht. Das zahlt auch auf deine digitale Identität ein, du baust damit einen Expertenstatus auf. Wenn jetzt jemand was zum Haltungsthema, was ja dein Thema ist oder Teamkommunikation. Du siehst, da ist es schon relativ breit.

Aber wenn irgendjemand dazu was wissen will und du wirst empfohlen oder sie googlen danach und kommen auf deine Seite, sie sind das erste Mal auf deiner Seite und dann surfen sie ein bisschen rum und gucken, aha, ach, hier, die hat etwas dazu geschrieben. Dadurch kannst du ja auch Expertenstatus aufbauen. Du zeigst damit auch Leuten, die du nicht kennst, dass du von dem Thema vielleicht Ahnung hast. Das ist auch nochmal, was im Content Marketing wichtig ist. Es wirkt dadurch sympathisch und wie gesagt, für die Google Suche ist es eigentlich unumgänglich, wenn man da nach oben will.

BF:
Okay, gut, dann fasse ich zusammen. Drei Schritte zur digitalen Identität.

Punkt Nummer 1: Strategie klarhaben, nur eine glasklare Strategie kann die eigene digitale Identität erkennbar machen.

Punkt Nummer 2: Die Home Base, unserer Home Base ist unsere Website und die muss mit unserer Identität übereinstimmen.

Punkt Nummer 3: Content Marketing starten, damit meinen wir, Blogs schreiben, Podcasts aufnehmen, YouTube Kanal befüllen, Videos machen, also selber den eigenen Expertenstatus dadurch erarbeiten und wir geben einen Mehrwert an unsere Kunden weiter.

Meine Abschlussfrage an dich, wenn ich das jetzt höre, wo fange ich an, muss ich einen Experten haben, muss ich euren Workshop besuchen? Was kann ich schon alleine machen?

LB:
Was würdest du denn sagen? Was würdest du denn alleine machen, liebe Barbara?

BF:
Ich könnte jetzt zum Beispiel einen Podcast machen oder einen Blog schreiben oder aber auch einen YouTube Kanal eröffnen.

LB:
Ja, kannst du alles machen.

BF:
Genau.

LB:
Da müsstest du nicht erstmal eine Strategie klarhaben?

BF:
Ja, das stimmt.

LB:
Hast du die denn klar?

BF:
Och, spitzer geht, glaube ich, immer.

LB:
Ja. Also ich glaube schon, dass man jemand von außen mal auf seine Marke draufgucken lassen sollte und das ist auch nicht mit wahnsinnig viel Geld verbunden, dass man mal da vielleicht Impulse kriegt. Dann hängt es natürlich von der eigenen Expertise ab, ob man das dann selber kann, ob man dann Content erzeugt, ob man seine Webseite selber machen kann, ob man selber Suchmaschinenoptimierung kann und solche Sachen. Da würde ich auf jeden Fall immer einen Profi auch mal drübergucken lassen, weil gerade Suchmaschinenoptimierung, da kann man wirklich viel falsch machen.

BF:
Okay, gut, das war unsere Folge „3 Schritte zur digitalen Identität“. Und weil ich eben schon CEO hatte, kommt jetzt der ehemalige CEO von Google zum Tragen: Eric Schmidt sagte mal über das Internet: „Das Internet ist das erste von Menschenhand erschaffene Ding, dass der Mensch nicht versteht. Es ist das größte Experiment in Anarchie, das es jemals gab.“

In diesem Sinne wünschen wir euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.