7 Schritte zu einem positiven Mindset

Ist ein Mindset genetisch bedingt oder kann ich es positiv verändern? Du bist selbst verantwortlich für Deine Gedanken! Lars gibt sieben Tipps für ein positives Mindset. Einer davon: Nicht mit Negaholikern umgeben! Wer oder was ist das? Finde es jetzt hier heraus.

Hier das Transkript des gesamten Podcasts:

Transkript

BF = Barbara Fernandez
LB = Lars Bobach

Mach Dein Ding Workshop mit Lars Bobach

BF:
Herzlich willkommen zum Podcast Selbstmanagement.Digital. Wir geben Orientierung im digitalen Dschungel, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Barbara Fernandez und hier, mir gegenüber, sitzt Lars Bobach. Hallo lieber Lars.

LB:
Hallo Barbara.

BF:
Sieben Tipps für ein positives Mindset. Sag mal, wir kommen als Optimist oder als Pessimist auf die Welt oder gehen wir durchs Leben? Ist das genetisch bedingt, ob wir optimistisch sind oder eher pessimistisch veranlagt sind oder lernen wir das im Laufe des Lebens? Was glaubst du?

LB:
Das ist jetzt eine Glaubensfrage, da habe ich jetzt nicht recherchiert zu. Wobei ich familiär da vorbelastet bin. Ich glaube schon, dass es genetisch bedingt ist, dass es in den Genen liegt, ob man eher positiv oder negativ ist. Depressionen sind schon auch genetisch bedingt. Jetzt werden sehr wahrscheinlich viele sagen, Moment, das stimmt nicht. Aber ich meine, so etwas mal gelesen oder gehört zu haben.

BF:
Ich glaube aber auch, dass zum Beispiel Kinder viel von ihren Eltern ablesen, wenn man irgendwo, ich sage jetzt mal, sich ins Restaurant setzt und direkt guckt, was hier nicht stimmt oder ob man sich direkt an irgendwas erfreut, was das ist zum Beispiel. Wir reden jetzt auch nicht von Krankheiten und Depression, sondern eher positives Mindset. Ist das überhaupt veränderbar? Das glaube ich jetzt auf jeden Fall. Von daher macht es Sinn, eine solche Folge zu machen. Das ist die gute Nachricht.

LB:
Absolut, veränderbar ist es hundertprozentig. Ich meine, da gibt es ja tausende von Ratgebern und ich habe mich einfach mal gefragt. Weil, ich meine, das kennt ja jeder. Gehe ich von aus, dass es jeder kennt, dass man mal so einen Durchhänger hat, dass man mal in diesen Grübelmodus kommt. Kennst du das auch, Barbara?

BF:
Du fragst es so, ich habe jetzt schon fast Lust, zu sagen, nein, natürlich nicht! Doch, natürlich! Jeder Mensch hat das. Das ist ganz normal und ich habe das auch und es gehört zum Leben und es lässt sich nicht verändern, auch nicht durch sieben Tipps für ein positives Mindset. Das wäre übrigens auch schrecklich, wenn wir immer nur positiv wären.

LB:
Ja, absolut, es gehört dazu, aber man kann es aktiv verändern und das habe ich auch gelernt. Auch bei mir ist es oft so und bei mir war es gerade morgens ganz schlimm, dass ich morgens aufgestanden bin und alle Probleme der Welt plötzlich dann wieder vor mir hatte.

Da gab es doch dieses Lied: „Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da?“ Das war bei mir auch so. Ich dachte, wieso bist du morgens eigentlich so schlecht drauf? Da musst du was dran tun. Morgenroutine hatten wir schon mal, war ein Thema, aber es gibt auch wirklich andere gute Techniken, wo man es einfach mal ändern kann, wirklich aktiv ändern kann und gar nicht in diese Selbstzweifel, in diese Vergrübelei verfallen muss.

BF:
Okay, gut, dann bin ich gespannt. Tipp Nr. 1?

LB:
Sich erstmal klarmachen, dass man selbst dafür verantwortlich ist, für seine Gedanken.

BF:
Toll, das ist ja auch noch das Schlimme. Da geht es mir gleich noch beschissener!

LB:
Nein, mir geht es darum, dass du selbst dafür verantwortlich bist, dass du die Dinge so siehst, wie du sie siehst. Du kannst sie auch anders sehen.

BF:
Aah, okay.

LB:
Also, wie oft haben wir dieses Opferdenken? Alle tun mir Böses an. Nein, sicherlich, jeder von uns hat sein Scherflein zu tragen und jeder hat mit Situationen zu kämpfen, wo andere Einfluss nehmen auf das Leben und auch nicht unbedingt immer positiven. Aber, die gute Nachricht ist ja, ich kann selber entscheiden, wie ich damit umgehen, wie ich es sehe. Wie reagiere ich darauf? Fühle ich mich als Opfer oder sag ich, okay, so ist das jetzt, was kann ich daraus machen? Das ist es und das meine ich damit, dass du selbst für deine Gedanken verantwortlich bist.

Viele denken ja, irgendjemand spricht da zu mir oder irgendwas in meinem Kopf findet da statt. Da stelle ich mir grundsätzlich die falschen Fragen. Stellt man sich ja, nein, man kann sich auch die richtigen stellen. Das meine ich, man ist selbst dafür verantwortlich, um aus diesem Loch vielleicht und jetzt rede ich nicht von Manisch-Depressiven! Das ist ganz schlimm und da muss man zum Arzt und mit allem Pipapo. Mir geht es darum, wenn man mal wirklich in so oooh, warum passiert mir das immer?

BF:
Schon wieder ein unzufriedener Kunde, schon wieder der eine Auftrag hat nicht geklappt und jetzt ist ja klar, dass auf der Baustelle auch noch ein Problem entsteht. Und wie es der Teufel will, ruft jetzt noch die Sekretärin an und sagt, ich muss heute noch…

So und das sind so Verkettungen von Problemen und dann bin ich selbst dafür verantwortlich, mal zu überlegen, wie ich damit umgehe. Ob ich das überhaupt als eine Verkettung sehe oder ob ich sage, gut, anscheinend ist gerade eine schlechte Phase. Ich muss mal schauen, wie ich wieder Licht ins Dunkel kriege. Also, meine eigene Einstellung, meine innere Haltung quasi diesbezüglich zu hinterfragen. Die habe ich tatsächlich selbst in der Hand.

LB:
Genau und es ist immer die Frage, wie reagiere ich oder wie denke ich über Dinge? Und das hat man selbst in der Hand, absolut.

BF:
Nicht ganz so einfach, das zu verändern, muss man ja mal sagen. Also, auf Zuruf geht das nicht, aber gibt es da auch noch einen konkreten Tipp? Wie kann ich eine ja doch sehr festgefahrene Struktur im Laufe des Lebens, wie kann ich da ran? Wie kann ich das ändern, mit aufschreiben?

LB:
Kommen wir gleich zu.

BF:
Alles klar, bleiben Sie dran, wir kommen gleich dazu. Punkt Nr. 2: Downer vermeiden.

LB.
Genau. Grundsätzlich mal darüber Gedanken machen, was sind denn die Situationen, die mich runterziehen? Erstmal das Umfeld hat einen wahnsinnigen Einfluss auf einen. Wenn ich natürlich nur von Problemfixierern, Negaholikern und so etwas umgeben bin.

BF:
Habe ich noch nie gehört, das Wort musst du nochmal wiederholen.

LB:
Negaholiker! Das habe ich auch von jemandem aufgeschnappt der Launologe ist, der also für gute Stimmung sorgen will. Hat er selber für sich erfunden, er ist Launologe und sorgt für gute Stimmung. Ich habe ich ein Interview mit ihm gemacht und er hat dieses Wort Negaholiker, das hatte ich davor auch noch nicht gehört.

BF:
Das muss ich unbedingt hören. Wie heißt der Launologe?

LB:
Dr. Fuchs, hoffentlich habe ich jetzt nichts Falsches gesagt.

BF:
Der warnt vor Negaholikern?

LB:
Genau, er bringt gute Stimmung ins Unternehmen. Macht er auch total lustig und er sagt auch, wie wichtig es ist, gute Stimmung zu machen. Solche Dinge einfach vermeiden, kennen wir ja alle. Es gibt den, der für jede Lösung das Problem findet, es ist so. Aber das ist eine Sache, wo man sagen kann, mit denen nicht umgeben! Fällt vielleicht schwer, aber auch ich in meinem Bekanntenkreis habe wirklich Leute, wo ich gesagt habe, wenn ich mich mit denen länger beschäftige, danach zweifle ich an allem. Kennst du vielleicht auch, die kommen und wie eine Müllkippe wird alles über dir ausgeschüttet.

BF:
Dann wird man so ganz grau.

LB:
Ja, keinen Bock drauf.

BF:
Das sind Leute, die Kräfte zehren. Genau, meiden, jetzt im Team? Ich habe dazu zwei Sachen zu sagen. Im Team gibt es aber auch immer den Zweifler, immer denjenigen, der nochmal auf ein Problem aufmerksam macht. Das sollte man vielleicht trennen, weil, so einen braucht man auch im Team. Die wachsen in der Regel auch nach, also, wenn ich diesen einen entlasse, dann übernimmt jemand anderes diesen Posten.

Da ist es dann, kommen wir zurück zu Punkt Nr. 1, meine innere Haltung, wie ich dem gegenübertrete. Ich muss das nicht immer als Angriff sehen, sondern ich kann den ja auch nutzen als denjenigen, der immer besonders aufpasst, der Terrier im Team, der schaut, wo sind die Probleme, wo sind die Hürden? Gut, ich glaube, du hast etwas anderes im Kopf? Leute, die runterziehen, weil sie runterziehen wollen!

LB:
Ja, ich sage mal, eine Grundskepsis, okay, aber diese klassischen Problemfixierer, die möchte ich auch nicht in meinem Team haben. Du sagst, die wachsen nach oder die brauchst du, ich glaube es nicht.

BF:
Es wird immer einem im Team geben, das führt vielleicht jetzt zu weit. Aber eine Gruppendynamik im Team, da sind immer verschiedene Positionen besetzt und da gibt es auch immer den Zweifler. Und wenn der nicht ein Downer ist? Vielleicht sollten wir die trennen, dann kann er auch sehr sinnvoll sein. Es ist immer die Frage, wie ich mit dem umgehe.

Und den zweiten Punkt, den ich noch mit anbringen wollte, habe ich den jetzt vergessen? Ach so, wie finde ich denn heraus, wer der Negaholiker ist, wenn ich das nicht – jetzt muss ich das Wort auch mal sagen – wenn es nicht von vornherein klar ist?

Die Frage ist, wer hat eigentlich Interesse, dass das Problem ein Problem bleibt? Da fallen uns dann immer genau die Leute ein, die diese Position besetzen. Wer hat das Interesse, dass das Problem ein Problem bleibt? Weil, dann haben die immer ziemlich viel zu tun, diese Leute.

LB:
Das gibt es auch, klar. Aber es gibt auch Leute, die grundsätzlich hinter jedem Busch irgendwie ein Problem wittern. Das gibt es ja auch, die findest du natürlich ganz schnell. Da musst du nur zwei Sätze mit …

BF:
Da musst du nicht lange überlegen.

LB:
Aber wichtig bei Downern auch, zwei Dinge möchte ich da noch ansprechen. Also klar, diese Menschen, dieses Umfeld vermeiden. Aber es gibt auch Arbeiten, die einem vielleicht nicht so viel Spaß machen, die einen runterholen. Bei mir war das bei ISOTEC zum Beispiel Reklamationsbearbeitung. Das war eine Sache die, das ist ein sehr reklamationsanfälliges Gewerk, oftmals kommen aber auch Reklamationen, die gar keine sind.

Aber grundsätzlich ist das keine schöne Aufgabe, sich mit unzufriedenen Kunden … oder der Kunde denkt, er hat ein Problem. Vielleicht hat er auch gar keins. Ich habe dann irgendwann gesagt, ich mache es nicht mehr. Ich habe es dann delegiert.

Ich konnte es nicht abschaffen, das ist ja klar, sondern das gehört zu einer Kundenbetreuung dazu und muss auch gut sein, aber ich habe gemerkt, wenn ich mich damit beschäftigt habe, funktionierte ich hinterher im Vertrieb gar nicht mehr richtig gut. Weil, du hast das im Hinterkopf und gehst nicht so unbeschwert an den nächsten Kunden ran. Da habe ich gesagt, nein. Dann habe ich mir jemanden gesucht, der sich da für mich drum kümmert.

BF:
Sehr gut, super.

LB:
Ja, und der zweite Punkt noch, Downer sind auch grundsätzlich Vergleiche. Das kann ich auch nur jedem raten, das nicht zu tun. Ein Vergleich mit anderen, mit der Fassade von anderen, muss man eher sagen, führt immer dazu, dass man selber sich ein bisschen minderwertig fühlt. Das auf keinen Fall tun. Ich sage immer, der einzige Vergleich, der zulässig ist: Vergleiche dich mit dir gestern. Damit kannst du dich jederzeit vergleichen, du willst ja jeden Tag besser werden. Aber nicht mit Anderen!

BF:
Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt, aber auch einen total schwierigen. Das ist zum Beispiel ein Punkt, der mir total schwerfällt, weil wir ständig im Vergleich stehen und ständig im Wettbewerb stehen.

LB:
Ja, doof.

BF:
Das ist total doof.

LB:
Aber wo hast du das denn bei dir?

BF:
Wenn ich mir Kollegen angucke, die ähnliche Themenbereiche bearbeiten wie ich und dann vielleicht auf der Website das dann so rüberkommt. Dann denke ich so, oh Gott, okay, da gibt es ja auch schon jemandem, der macht das viel erfolgreicher als ich. Oder ich fange an mich zu ärgern und entweder mache ich mich runter oder den anderen da auf seiner Homepage. Also, das löst viele Gefühle aus und dann ist man eigentlich …

LB:
Nicht mehr nur positiv …

BF:
Das finde ich echt schwer, das abzustellen.

LB:
Aber das sollte man sich angewöhnen. Als unser Podcast gestartet ist, habe ich natürlich jeden Tag in die Charts geguckt. Wo stehe ich denn jetzt oder wo stehen wir jetzt? Totaler Quatsch, die Charts bringen mir vielleicht ein paar Hörer, aber die Produkte, die ich hinten raus verkaufe, die haben ja mit den Charts nichts zu tun. Darauf muss ich mich fokussieren, dass hier mein Team dadurch am Leben bleibt und dass ich da genug Einkünfte habe.

Aber diese Charts dann zu sehen, wie andere an einem vorbeiziehen oder auch nicht oder so. Dann ist es so, du weißt gar nicht, wie diese Charts gebildet werden. Da lässt iTunes einen auch total im Nebel. Ist auch so ein grundsätzlicher Faktor für so eine Unzufriedenheit. Du guckst drauf und denkst, schon wieder drei Plätze weiter unten, ätzend. Totaler Quatsch!

BF:
Okay, was machst du dann?

LB:
Nicht mehr da reingucken!

BF:
Nicht vergleichen?

LB:
Genau. Ich sage mal so, bei ISOTEC war es so, da gab es Umsatzlisten. Alle ISOTEC-Partner, es sind ja mittlerweile 80, stehen in der Rangliste. Wer macht am meisten Umsatz? Da war natürlich immer wichtig, ganz vorne zu stehen, ist ja logisch. Aber totaler Quatsch, bringt mich nicht weiter, bringt keinem in meinem Team weiter.

Sondern auf sich gucken und lass die anderen machen! Das kann ich dir auch nur raten. Wir haben uns ja gerade am Anfang hier unterhalten, dass dieses Jahr gut gestartet ist für dich, 2018, dass du viele Freiheiten jetzt hast, weil du dich von vielen anderen Sachen getrennt hast. Freu dich daran!

BF:
Ja, und was macht man dann in der neu gewonnenen freien Zeit? Man guckt sich mal die eigene Branche etwas mehr an und dann geht es halt los.

LB:
Um sich mal richtig runterzuholen? Ja ja.

BF:
Okay, das führt doch wunderbar zu Punkt Nr. 3: Stimmungswandler finden.

LB:
Genau, also, wenn man merkt, ich bin in so einer Negativspirale oder in so einer negativen Stimmung, irgendwann merkt man das ja. Oh Gott, was mache ich jetzt? Dann einfach mal Stimmungswandler finden und Tony Robbins, der sagt dazu, man braucht mindestens 25, die soll man einfach mal aufschreiben.

Das sind ganz profane Dinge, die man nämlich sofort machen kann und man kriegt gute Laune. Bei mir ist das, was immer funktioniert, Musik hören. Musik anmachen, zack, Laune viel besser, singen dabei oder was weiß ich was. Lesen, Sport machen, bei mir ist es zum Beispiel, ich merke immer in den Wintermonaten, da habe ich grundsätzlich negativere Gedanken als in den Sommermonaten.

Im Sommer bewege ich mich viel mehr und ich merke, mir fehlt das im Winter total. Da gibt es dann andere Dinge, die man machen kann oder Aktivitäten mit der Familie. Was ich zum Beispiel total gerne mache, wenn ich abends so denke, ich hatte einen anstrengenden Tag und Probleme noch vor mir hergeschiebe, die ich hätte lösen oder die ich lösen muss.

Ja, dann plane ich abends mal einen Bike-Urlaub. Also, wie ich mit meinem Mountainbike fahre. Das macht mir so einen Spaß und danach bin ich so beschwingt, weil ich mich so darauf freue. Ich mache vielleicht von den hundert Touren, die ich plane, eine. Solche Sachen einfach mal klarmachen, was bringt mich in dem Moment in positive Stimmung? Und das einfach aufschreiben.

BF:
Sehr schön, sehr gut.

LB:
Was macht es denn bei Dir? Was fällt Dir da spontan ein?

BF:
Musik hören auf jeden Fall auch. Dann mache ich zum Beispiel gern so Filmschnittgeschichten, dass ich so Filmchen von einem Urlaub zusammenschneide oder aber auch ein Familienalbum erstelle.

Ich kann mich auch mal an einem Bier erfreuen oder einfach mit Freunden treffen. Spazieren ist auch etwas, nach draußen gehen und in Bewegung kommen. Ich glaube, heute ist der 2. März. Wir nehmen die Folge am 2. März auf und der Winter war lang und wir alle drängen nach Wärme und Sonnenstrahlen. Es ist jetzt nochmal so richtig knackig kalt geworden und so langsam wird es uns allen lang.

Klar, so etwas wie draußen sein und in der Sonne sein und in der Wärme. Ich habe mal eine Liste gelesen, was Stress mindert. Da fand ich so süß irgendwie ein Baby kitzeln oder sowas, also, sich auch so verrückte Sachen vorzunehmen oder nochmal einen handschriftlichen Brief schreiben. Es gibt viele schöne inspirierte Ideen dazu.

LB:
Bei mir, klar, Schreiben hilft auch oder generell arbeiten, Konzepte ausarbeiten. Also, wenn man merkt, einfach mal hinsetzen und sagen, jetzt arbeite ich mal an dem Konzept, was ich mir schon länger vorgenommen habe für keine Ahnung was. Etwas, was dann passt. Also, das hilft auch, die Gedanken dann da in positive Richtung zu lenken.

BF:
Hast du schon angefangen, dein Buch zu schreiben?

LB:
Nein.

BF:
Gut, Punkt Nr. 4. Der vierte Tipp für ein positives Mindset, einen Anker-Gedanken.

LB:
Ja, das habe ich auch lernen müssen, dass, wenn man … Im Prinzip baut es so ein bisschen auf Punkt 3 auf, diese Stimmungswandler. Also, was mir dann manchmal passiert, ist, dass abends im Bett oder wenn man nachts aufwacht oder morgens früh, dass man dann so grübelt. Gerade, wenn man unschöne Dinge erlebt hat und da einfach einen Gedanken haben, der sofort einen da rausholt.

Da habe ich lange dran rumgebastelt, ist auch eine Übungssache, dass man sich dann wirklich da wegholt, seine Gedanken, von dem Negativen oder diesem Problem oder diesen Sorgen, die man vielleicht hat. Und einfach über schöne Sachen Gedanken macht.

BF:
Und was machst du da jetzt? An was denkst du dann Schönes?

LB:
Jetzt denke ich an Mountainbike-Touren. Wichtig ist bei mir zumindest, dass ich mich konzentrieren muss. Es ist nicht so eine Sache, wo ich denke, dann denke ich mal daran. Nein, ich versuche mich dann wirklich in diese Stimmung reinzuholen und zu konzentrieren. Wie war das da an dem Tag? Wo sind wir da hergefahren? Was war die Besonderheit von dem Trail?

Oder irgendwie sowas und ich habe früher sehr viel Golf gespielt auch eine Zeitlang, mache ich gar nicht mehr, also, so gut wie gar nicht mehr. Da habe ich mir zum Beispiel solche Golfrunden dann auch vorgestellt. Wo ich mich wirklich konzentrieren musste, weil, 18-Loch hintereinander weg, von einem Platz, den man vielleicht gar nicht so oft macht, da muss man sich auch mal, ist wirklich so.

BF:
Muss man erstmal machen.

LB:
Auch mal konzentrieren. Aber das hat auf jeden Fall meine Gedanken von den Sorgen total weggeholt.

BF:
Sehr gut.

LB:
Hast du sowas auch?

BF:
Früher habe ich Badminton gespielt im Kopf, als ich noch aktiv Badminton gespielt habe. Mache ich aber jetzt heute gar nicht mehr. Ich lese dann.

LB:
Ja, genau. Auch dann, wenn du nachts aufwachst, dann lesen?

BF:
Ich habe das nicht so schlimm. Es passiert schon mal, aber dann ist es eher so, es kann sein, dass ich mal aufgeregt bin, weil ich am nächsten Tag einen besonderen Vortrag halte. Ich muss ganz oft wohin, wo ich weder den Raum kenne noch die Menschen, die ich treffe. Ich habe auch dann den Erfolgsdruck in den sieben Stunden, dass was passiert und das einfach am Ende alle begeistert sein müssen.

Und dann nehme ich das einfach an, als Teil des Ganzen. Also, wenn ich dann nachts aufwache und dann daran denke, dann denke ich so, ja siehst du mal, bist ganz schön aufgeregt. Also, dann ist das so, dann liege ich halt eine Stunde wach, ja, keine Ahnung. Also, es gibt immer Möglichkeiten, auch über Atem oder so was. Ich mache dann schon mal so Gedankenreisen oder so Körperreisen im Kopf und Atemübungen. Aber, ja, manchmal ist es auch einfach so, dass es zu akzeptieren ist, dass es so ist und das nimmt den Druck da raus.

LB:
Aber, ist ja etwas Ähnliches, Deine Gedankenreisen.

BF:
Ja, Punkt Nr. 5: Dankbar sein?

LB:
Ja, das führt natürlich generell zu positiven Gedanken, dass man sich einfach mal bewusst macht, was an diesem Tag alles für tolle Dinge passiert sind. Und es passieren so viele Kleinigkeiten jeden Tag, für die man so dankbar sein könnte. Das ist eigentlich mal eine gute Sache, seine Gedanken grundsätzlich ins Positive damit zu drehen.

BF:
Also, wir sind ziemlich defizitär orientiert hier in Deutschland. Es geht immer darum, oh, das habe ich heute nicht geschafft. Aah, das kann ich in der Regel eh nicht so gut und beim ganzen Feedback, was ich gehört habe, ist ganz viel Positives meinetwegen vorher gewesen. Aber am Ende kam noch was und ich denke nur darüber nach. Und das ist auch typisch deutsch, darüber können wir auch mal nachdenken. Das ist nicht in allen Ländern so.

LB:
Nee, in Argentinien nicht?

BF:
Das ist in Argentinien nicht so. Also, wir sind schon immer in dieser Leistungsoptimierung und es ist auch gesellschaftlich anerkannt, etwas nicht so gut zu können. Das finden wir sympathisch, weil wir Angeben unsympathisch finden. Und Angeben ist schon, wenn wir sagen, das ist mir aber echt richtig gut gelungen, weil, das kann ich auch einfach gut. Das ist so voll mein Ding. Das stört dann den einen oder anderen schon sehr und er findet das recht angeberisch. So werden wir groß und das ist tatsächlich in anderen Ländern anders. Also, da freuen sich auch die Leute öfter am Erfolg des Anderen. Das ist, glaube ich, in den USA auch so.

LB:
Total.

BF:
Da haben es Selbständige viel einfacher. Wenn du dich hier selbständig machst, dann heißt es immer, ja, okay, ob der oder die das kann? Wollen wir doch mal gucken und kaum kommt der erste Misserfolg, dann heißt es, siehst du, habe ich ja gesagt.

LB:
Ja, das ist ganz oft so, ja.

BF:
Das ist ganz einfach echt eine kulturelle Sache und da können wir auch einen Unterschied machen, indem wir uns dessen bewusst sind und öfter darüber bewusst reden, was gut läuft und auch, wofür wir dankbar sind. Das finde ich einen super Punkt. Das berührt die Leute viel mehr und dann ist man nicht so schnell der Angeber, wenn man sagt, ich bin echt dankbar, dass es so schön läuft.

LB:
Ja, das muss man gar nicht Anderen erzählen. Reicht ja auch, wenn man sich selber das schonmal sagt, um das Mindset zu ändern. Ich kann da nur sagen, Dankbarkeits-Tagebücher sind natürlich die Möglichkeit oder generell vielleicht im Tagebuch zu sagen, wofür bin ich denn dankbar gerade heute gewesen oder was jetzt passiert?

Auch Erfolgslisten führen halte ich für super wichtig. Wie du sagst, wir fokussieren die Defizite und uns werden die Erfolge, die wir jeden Tag feiern können und für die wir dankbar sein können, oft nicht bewusst. Da einfach mal eine Liste führen. Ich habe jede Woche freitags einen Termin bei mir in meinen ToDos, meine Aufgabenliste, Erfolge der Woche nochmal bewusst machen und aufschreiben. Das fällt einem wirklich anfangs nicht leicht.

BF:
Sehr guter Tipp. Ich habe das Gefühl, wir sind ganz schön lang, aber bleibt noch mit der Aufmerksamkeit bei uns, denn wir haben noch zwei Punkte für ein positives Mindset. Die klingen sehr schön, finde ich. Punkt Nr. 6 ist: Geschenke machen.

LB:
Ja, genau, also, wir können die letzten Punkte auch ein bisschen schneller machen. Es gibt eine Studie der Uni Lübeck, die haben Probanden Geld gegeben einmal die Woche und die eine Hälfte sollte damit Geschenke machen. Die andere Hälfte durfte sich selber etwas kaufen.

Das haben die über einen gewissen Zeitraum gemacht und nochmal geguckt, wer ist hinterher glücklicher? Und die, die Geschenke gemacht haben, waren hinterher viel glücklicher. Wie auch immer die das dann testen. Und es ist erwiesen, wenn man anderen Leuten Geschenke macht oder auch ehrenamtliche Tätigkeit, solche Sachen, dass das einfach zu einem erhöhten Glücksgefühl führt.

BF:
Ja, es gibt Sinn und Sinn macht uns glücklich.

LB:
Also, klarer Zusammenhang zwischen Großzügigkeit und glücklich sein. Deshalb sind diese ganzen Korinthenkacker, Pfennigfuchser, Geizkragen …

BF:
… dieser Welt zurecht unglücklich!

LB:
Die sind auch unglücklich, denn die haben meistens einen sehr unentspannten Gesichtsausdruck. Ja, kein Wunder.

BF:
Selber schuld. Punkt Nr. 7: die richtigen Fragen stellen.

LB:
Ja, hatte ich am Anfang schon mal gesagt. Wir stellen uns immer Fragen, wie du eben gesagt hast. Warum mir? Warum alles auf einmal? Solche Sachen und wenn wir uns sowieso Fragen stellen, dann können wir uns auch direkt die richtigen Fragen stellen.

Tony Robbins, der ist ja hier, gerade was so Persönlichkeitsentwicklung angeht, ich sage mal so, der Guru. Obwohl, er hat so einen Film gemacht, I’m not your guru. Also, er ist ja so der Papst, wenn man will, der das ganze Thema wirklich sehr salonfähig gemacht hat. Der sagt einfach, fünf Fragen stellen bei Rückschlägen und dann ist alles gut.

BF:
Und die verraten wir?

LB:
Ja.

BF:
Gut.

LB:
Im Schnelldurchlauf. Also, wenn man einen Rückschlag erlitten hat, grundsätzlich die fünf Fragen stellen und nicht die falschen Fragen stellen. Also, die richtigen Fragen, das sind die folgenden fünf nach Tony Robbins und ich kann wirklich sagen, kann ich nur mit d’accord gehen.

Also:
Was ist an dem Problem positiv?

BF:
Frage Nr. 1.

LB:
Ja, Frage Nr. 2: Was ließe sich noch verbessern?

BF:
Sehr gut, Frage Nr. 3?

LB:
Was wäre ich bereit zu tun, um die Situation nach meinen Wünschen zu verbessern? Also, was würde ich wirklich machen, damit es besser wird?

BF:
Frage Nr. 4?

LB:
Worauf würde ich verzichten, um die Situation nach meinen Wünschen zu verbessern?

BF:
Frage Nr. 5?

LB: Wie kann ich den Veränderungsprozess genießen, während ich das Notwendige tue, um die Situation nach meinen Wünschen zu verbessern.

BF:
Sehr gut, ihr holt damit die Selbstverantwortung ins Boot.

LB:
Absolut!

BF:
Das heißt, raus aus der Opferhaltung.

LB:
Genau, was wir gesagt haben und vor allen Dingen, es ist an allem irgendetwas dran, was ich positiv sehen kann, wirklich. Da bin ich mir hundertprozentig sicher.

BF:
Das war unsere Folge: Sieben Tipps für ein positives Mindset. Ich fasse zusammen.

Punkt Nr. 1: Ich bin selbst verantwortlich.
Punkt Nr. 2: Downer meiden.
Punkt Nr. 3: Stimmungswandler finden.
Punkt Nr. 4: Ein Anker-Gedanken.
Punkt Nr. 5: Dankbar sein.
Punkt Nr. 6: Geschenke machen.
Punkt Nr. 7: Die richtigen Fragen stellen.

Hier hatten wir die fünf Beispielfragen von Tony Robbins, die Lars hier nochmal für euch zusammengefasst hat. Meine Abschlussfrage an dich heute ist, gib doch mal ein Dankbarkeitsbeispiel für unsere Community von dir heute.

LB:
Heute bin ich erstmal froh, ich war ja erkältet. Wir haben den Termin verschieben müssen und ich habe wirklich die Männergrippe überlebt. ☺

BF:
Das freut uns alle mit und an der Stelle einen herzlichen Glückwunsch, dass du wieder da bist, wir freuen uns! Zitat von Francis Bacon: „Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

In diesem Sinne wünschen wir euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.