Erfahrungsbericht: 6 Monate mit dem iPhone X

Heute geht es um den Smartphone Dschungel, in dem ich Euch Orientierung geben möchte. Welches Smartphone macht Sinn und welches Smartphone soll ich mir kaufen?

MDD Workshop mit Lars Bobach

Ich habe mir vor sechs Monaten das iPhone X gekauft. Ich habe damals schon zum ersten Eindruck ein Video gemacht, wie es mir so gefällt. Jetzt nach sechs Monaten ist es Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.

Hier der Inhalt des Videos in Textform:

The Good

Die Verarbeitung ist Apple typisch perfekt, da gibt es wirklich nichts zu meckern. Es macht einen wahnsinnig wertigen Eindruck, sieht sexy aus und das Display ist einfach hammer scharf. Ich muss sagen, das ist wirklich der Hammer, das ist so perfekt, dass es fast schon langweilig ist.

Die Kamera ist natürlich wirklich der absolute Knaller, was die für Fotos
macht, es sind jetzt zwei Kameras im iPhone 10 drin. Muss man auch sagen, es ist genial was damit möglich ist. Also dieser Tiefenschärfe-Effekt und auch mit wenig Licht fotografieren geht hiermit wirklich super gut.

Dann ist da noch die Face ID des iPhone 10. Sie erkennt mich, wenn ich auf das iPhone drauf gucke und entsperrt es sofort. Ich muss nicht den Fingersensor nutzen oder ein Passwort oder eine Pin eingeben. Das funktioniert auch in der Regel recht gut, also das ist hier zumindest ein Teil von „the Good“.

The Bad

Da kommt auch leider Face ID wieder mit ins Spiel. Wenn ich nämlich mein iPhone entsperren will und da musste ich mich wirklich daran gewöhnen, ich habe es oft im Regal liegen oder auf dem Schreibtisch und wollte mal eben so drauf gucken und mal eben drauftippen, es hat ja keine Tasten, also man muss so swipen und das geht dann nicht.

Das iPhone X muss einen ja sehen, also muss man da seinen Kopf drüber halten und gerade im Regal hab ich mir schon mal übel den Kopf gestoßen. Aber auch beim Schreibtisch muss man da drauf gucken.

Das ist alles nicht so schlimm, da kann man sich dran gewöhnen, aber ich fahre viel Fahrrad und beim Fahrradfahren erkennt mich Face ID gar nicht. Da habe ich einen Helm auf, Sonnenbrille in der Regel auch und da ist es vorbei.

Lars_Fahrradhelm_Sonnenbrille.jpg

Ok, es wird technisch nicht gehen, ich bin da hauptsächlich dann verdeckt im Gesicht, aber es ist ärgerlich. Da ging der Fingersensor natürlich besser. Jetzt muss ich da immer die sechsstellige Pin eingeben.

The Ugly

Mit 1.000 Euro ist das iPhone X wirklich richtig, richtig teuer. Da muss man sich wirklich fragen, ob man bereit ist so viel Geld für ein Smartphone auszugeben.

Fazit

Ein durchweg tolles Gerät, top verarbeitet, super Display und eine herausragende Kamera, keine Frage. Wenn man sich überlegt, dass die ganzen Smartphone-Hersteller nur noch mit den Kameras Werbung machen, hat Apple hier alles richtig gemacht.

Für mich die entscheidende Frage ist aber nach sechs Monaten, würde ich mir das iPhone 10 nochmal kaufen?

Da kann ich nur sagen, nein, würde ich nicht. Ich versuche mich doch immer weiter von meinen Smartphones fernzuhalten. Ich will fokussiert arbeiten, ja ich versuche wirklich so wenig wie möglich mein Smartphone in die Hand zu nehmen. Ich habe mir extra die Apple Watch gekauft, damit ich meine Nachrichten, die mir wichtig sind, da drauf bekomme und ich nicht immer das Smartphone in die Hand nehme.

Ich habe alle Apps runtergeschmissen, die mir unwichtig sind, meine E-Mail App, die ganzen Social Media Apps und dann gebe ich 1.000 Euro aus für ein Smartphone?

Das macht wirklich keinen Sinn. Wenn ich jetzt noch mal die Entscheidung treffen müsste, ich würde mir ein iPhone SE kaufen, schön, klein, handlich und günstig. Es hat auch eine gute Kamera und wäre vollkommen ausreichend.

Wenn Ihr Fragen dazu habt, könnt Ihr mir gerne eine E-Mail schreiben an fraglars@larsbobach.de oder natürlich hier in die Kommentare.

Ich freue mich drauf und wünsche Euch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.