‚Mein Setup‘ von Merlin Mechler

Es ist toll, dass ich mein Setup jetzt auch vorstellen kann. Mein Name ist Merlin Mechler, 24 Jahre jung und Vater von zwei wunderbaren Jungs.

Mein Setup von Merlin Mechler

Ich komme beruflich aus dem Kundenservice oder wie man es auch anders sagen kann, aus dem Call Center. Es ist zwar kein sonderlich toller Beruf und dennoch konnte ich so eine Menge Erfahrungen sammeln. Tätig bin ich meistens für Unternehmen aus der Tech-Branche gewesen.

In meiner letzten Tätigkeit als Sachbearbeiter in einer Rechtsanwaltskanzlei wurde ich leider entlassen aufgrund meiner Grunderkrankung. Der Multiplen Sklerose. Die Diagnose 2015 und die damit verbundenen Hürden, die sowohl körperlich, als auch kognitiv auf mich zu kamen, brachten mich damals zum ersten mal in Kontakt mit Blogs und Selbstmanagement.

Ich wollte einfach wissen und lernen wie ich effizienter leben kann. In Bezug auf meine Krankheit habe ich leider das Pech, dass die Fatigue bei mir sehr stark ausfällt.

Fatique ist ein Status beziehungsweise ein Gefühl der Erschöpfung, welches langsam kommt und auch nur selten weggeht. Im Selbst- und Zeitmanagement sagt man immer so schön, dass wir alle die gleichen 24 Stunden am Tag haben um effektiv zu arbeiten. Aufgrund der Fatique ist es nur leider sehr schwer diese 24 Stunden sehr effektiv zu nutzen.

Wie ich lernte mich selbst zu managen

Stunden, Tage und Wochen habe ich verschiedenste Blogs und Artikel gelesen. Habe Wissen aufgenommen aber immer Schwierigkeiten gehabt, dieses umzusetzen.
Mit Hilfe von Lars und seinen Anleitungen für das papierlose Büro, schaffte ich den Durchbruch. Der Wandel, weg vom Papier, war für mich der Stein der ins Rollen gebracht wurde. Danke dafür Lars!

Ich versuchte von nun an bei meinen folgenden Jobs diverse Methoden aus dem Zeitmanagement in meine täglichen Arbeiten einzubringen.
Das hat zu einigen Kündigungen geführt. Ist scheinbar besser sich in vielen Bereichen ineffizient kaputt zu machen und die Klappe zu halten, anstatt effizienter zu arbeiten und helfen zu wollen Prozesse zu optimieren.

Im laufe des Jahres 2016 habe ich mich immer mehr mit dem Paretoprinzip angefreundet. So habe ich mein Mindset geändert um immer effizienter arbeiten zu können. Zum Ende des Jahres habe ich mich nach meiner letzten Kündigung dazu entschieden meinen Blog zu starten. So war das das produktive Leben und arbeiten immer mehr zu einer Leidenschaft geworden.

Mein Gesundheitszustand erlaubt es mir momentan, etwa 2-3 Stunden zu arbeiten. Länger macht mein Kopf aufgrund Kognitiver Störungen nicht wirklich mit.

Mit Hilfe der Produktivitätshacks die ich auch auf meinem Blog erkläre, komme ich allerdings gut klar. Ich manage meinen Blog, habe es geschafft André und Enrico, von den Paperless Pioneers, von mir und meinen Fähigkeiten zu überzeugen. Ich bin mittlerweile auch als Community Blogger und Partner an der Seite der beiden tätig. Allerdings bringe ich dafür eben keine 60 Stunden Woche auf.

Ein essentieller Bestandteil meiner Produktivität wird allerdings auch durch meine Gadgets bestimmt. Deshalb stelle ich dir diese jetzt vor.

Meine kleinen, angebissenen Helferlein

Es geht mir, was Technik angeht, genauso wie Lars. Ich setze auf Apple und bin absolut überzeugt davon. Neben meinem iPhone, besitze ich noch ein iPad Air und ein Macbook Air.

Damit du jetzt aber nicht denkst, dass ich einfach nur der Masse oder dem Trend folge. Ich habe auch alle anderen Betriebssysteme durch. Sowohl auf Computer als auch Mobile Betriebssysteme. Wenn Blackberry nicht mit Android laufen würde und das UI mehr nach meinem Geschmack wäre, würde ich Blackberry definitiv einem iPhone vorziehen.

Ich erwische mich immer wieder dabei mir Enricos Setup auf Instagram oder Twitter anzugucken und ihn um sein Blackberry Passport zu beneiden. Dann denke ich aber daran, dass ich alle meine Texte in Ulysses schreibe, welches es ausschließlich für Apple gibt und bin wieder glücklich mit meinem iPhone.

Das iPhone

Meine absolute Schaltzentrale. Mittlerweile mache ich gut 60% meiner Arbeiten am iPhone. Auch der Multimedia Faktor stimmt hier total.

Setup von Merlin Mechler

Ich habe mich bewusst dafür entschieden nur zwei Screens zu nutzen. Da ich die meisten Apps eh über die Suchfunktion öffne ist das auch kein Problem. Im Dock finden sich meine wichtigsten Apps. Die tagtäglich im Einsatz sind. Todoist ist mein Taskmanager, indem ich jedoch nicht nur meine Aufgaben führe sondern auch mein Redaktionsplan. Bear habe ich momentan im Test. Kann also noch nicht viel dazu sagen.

Mein Setup von Merlin Mechler

Alle meine Texte entstehen in Ulysses, wodurch die App quasi die wichtigste auf meinem Telefon geworden ist. Ich habe zwar eine Weile gebraucht bis ich zu Ulysses gefunden habe, bin dafür aber umso zufriedener.

Evernote. Für mich persönlich reicht der Name schon als Statement. Du kannst nahezu alles erdenkliche mit Evernote machen. Vom papierlosen Büro über Projektmanagement bis hin zu Eventmanagement. Wenn du mehr darüber erfahren willst guck hier bei Lars auf dem Blog nach seinen überaus tollen Artikeln oder schau bei meinen Evernote 101 Artikeln vorbei.

Das iPad

Ich habe immer wieder Phasen in denen ich unglaublich viel am iPad erledige. Es ist eben praktisch aufgrund des größeren Bildschirms. Die Auswahl an Apps ist bei mir allerdings die gleiche. Aus diesem Grund gehe ich immer wieder zum iPhone zurück und arbeite lieber damit. Sowohl die Handlichkeit als auch die Gewohnheit machen mir das arbeiten am iPhone wesentlich einfacher.

Lediglich der Multimedia Faktor ist entscheidend. Ich gucke mir lieber Filme oder Serien am iPad an.

Das Macbook

Das Macbook. Ich nutze es mittlerweile nur noch für eine Sache. Ich schreibe mit Hilfe von iBooks Author an meinem Evernote eBook. Alles weitere kann ich schneller, besser und mobiler am iPhone oder iPad. Es kommt hin und wieder mal vor, dass WordPress am iPhone oder iPad nicht so möchte wie ich. In diesen Augenblicken muss ich dann auch aufs Macbook umswitchen.

Dein Merlin 

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Oliver Giertz

    Hallo Merlin,
    vielen Dank für Deinen Gastbeitrag. Ich finde es klasse, dass du so offen mit der Erkrankung umgehen kannst und dass du dich niemals unterkriegen lässt! Mach weiter so!
    Ich finde es absolut spannend, dass du die ganzen Texte am iPhone schreibst… gehört bestimmt eine Menge Übung zu, bin ja schon froh das ich meine eMails am iPad schreiben kann ,-)

    • Danke für deine netten Worte.

      Für mich ist es tatsächlich viel einfacher alles über das iPhone zu erledigen. Ich habe eher mit der Überwindung zu kämpfen wenn ich mal an Macbook muss. ^^

  • Markus van der Bijl

    Hallo Merlin,
    sehr schönes und ungewöhnliches Setup. Damit meine ich das Schreiben von Texten auf dem iPhone.
    Mich würde interessieren welches iPhone Du einsetzt: das „normale“ oder die Plus-Variante.
    LG aus Köln
    Markus

    • Danke dir!

      Ich nutze das normale iPhone. Habe mich mal am Plus Modell versucht. Allerdings war mir das dann doch wieder zu groß. Aber vielleicht ändert sich das ja noch 😉

  • Manu B.

    Hallo Merlin
    danke für deinen Beitrag.
    Ja, spannedes Setup. Ich mag es, wenn die hier vorgestellten Setups vom Bekanntem abweichen. Krass, dass du soviel mit deinem iPhone erledigst. Obwohl das hier wahrscheindlich allen klar ist, finde ich es stehts spannend – und ich werde nicht müde dies in meinem Umfeld immer wider zu betonen – wie wenig Potential unserer Smartphones wir nutzen. Klar, hier auf den Seiten von Lars, würden wenige zu finden sein, die ihr Handy nicht auch produktiv nutzen. Wenn nicht sogar absichtlich einschränken um nicht immer und überall produktiv sein zu müssen.

    Dein offener Umgang mit deiner Grunderkrankung berührt mich.
    Danke dafür.
    Ich finde das Wort Grunderkrankung sehr gut gewählt und werde dies in Zukunft in mein Vokabular aufnehemn. Bei mir wahren- und sind die Gründe mich mit Protuktivität und dem papierlosen Büro zu befassen auch haubtsächlich krankheitlicher Natur.
    Ich habe seit meiner Kindheit ein ADS und leide unter immer wiederkehrenden Depressionen -auch dies seit der Kindheit. Ist also nicht mit einem; „reiss dich mal am Riemen“, wegzumachen.

    Das digitalisieren meiner Arbeiten, Dokumente ect.p.p. hat mir jedoch sehr viel erleichterung gebracht. Ich habe mir ein Setup für AD(H)Sler und und sonstige Chaoten zusammengestelt (natürluch laufend weiterentwikelt), dass ich auch rege meinem, vorwiedgend gesunden 🙂 Umfeld näher bringe. Auch ist ein Kozept am enstehen, dass ich gerne auf professionellere Weise für AD(H)Sler und sonstige Chaoten weiter geben würde.

    Von deinem Beitrag angeregt, liebäugle ich damit, hier auch mal mein Setup vorzustellen.
    Gerne sehe ich mir auch noch deinen Blog an.
    Frievolle Grüsse aus Bern
    Manu

    • Nicht liebäugeln, machen! 😉
      Wäre bestimmt für viele hier von Interesse und würde mich persönlich sehr freuen!

  • Hallo Merlin

    vielen Dank für Deinen Beitrag und die tiefgründigen Einblicke in Dein Leben und Setup. Auch den Link zu den Paperless Pioneers finde ich super und das Du dort auch Artikel schreibst – die werde ich mir einmal ansehen.

    Viele Grüße,

    Steffi