Papierloses Büro: Test des Stylus Adonit Jot Touch

Die Auswahl an aktiven Eingabestiften für das iPad ist riesig. Adonit, einer der führenden Hersteller von Smartpens, hat mit dem Smart Stylus Jot Touch sein neues Flaggschiff ins Rennen geführt.

Meine Erfahrungen aus dem Video kurz zusammengefasst:

Mach Dein Ding Workshop mit Lars Bobach

Die Vorteile

+ Wertig

Wie von Adonit nicht anders gewohnt, ist auch der Jot Touch hervorragend verarbeitet. Hier gibt es überhaupt nichts auszusetzen.

+ Haptik

Der Jot Touch liegt aufgrund des Gewichts satt in der Hand und fühlt sich einfach gut an. Die im Griffbereich gummierte Spitze vermittelt ein angenehmes Gefühl beim Anfassen.

+ Taster zur freien Programmierung

Direkt auf dem Stift sind zwei Taster. Sie sind beim Schreiben gut mit dem Zeigefinger erreichbar, haben einen definierten Druckpunkt und sind frei programmierbar. Ich hatte mir ‚Rückgängig‘ und ‚Wiederherstellen‘ auf die Taster gelegt. Ein tolles Feature für mehr Produktivität.

+ Schmale Spitze, kein Lag

Die Spitze ist schmal und das Geschriebene ist immer sichtbar. Auch hat der Stylus nicht die leider häufig üblichen Lags, d. h. die Spitze ist wirklich dort, wo auch geschrieben wird und nicht mehrere Millimeter daneben.

Die Nachteile

– Schreibgefühl

Auch wenn Adonit hier gegenüber den Vorgängermodellen nachgebessert hat, ist das Schreibgefühl für mich immer noch unbefriedigend. Der Stift bietet kaum Schreibwiderstand. Es ist das bekannte Gefühl des Schreibens auf Glas.

– Geräusch

Wie alle bisher getesteten Adonit Stifte klappert auch der Jot Touch beim Schreiben. Das ist nervig und macht den Stift in Besprechungen unbrauchbar.

– Schriftbild

Bei GoodNotes hat der Stift ein schreckliches Schriftbild. Meine Handschrift wird total verfremdet und ist nur noch schwer zu lesen.

– Abhängig von der Implementierung

Das Problem mit dem Schriftbild gibt es erstaunlicherweise bei der App NoteShelf nicht. Da wird meine Handschrift normal dargestellt. Dafür ist der Jot Touch bei Noteshelf nicht in der Lage, schräge Linien zu zeichnen. Diese werden als Wellenlinien dargestellt. GoodNotes bekommt dagegen schräge Linien gerade hin.

Fazit

Auch dieses Mal hat Adonit mich nicht überzeugt. Der Jot Touch hat viele gute Ansätze, leider hapert es aber an den Details.

Das Schreibgefühl ist nach wie vor nicht mein Ding und das Geklapper macht ihn für den Einsatz bei Besprechungen unbrauchbar.

Das größte Manko ist aber die Abhängigkeit von der Implementierung in der jeweiligen App. Bei GoodNotes wird die Handschrift derart geglättet, dass ein unansehnliches Schriftbild entsteht. Noteshelf hat diese Glättung nicht, kann dafür schräge Linien nur mit Wellen darstellen.

Also eine klare Nicht-Kauf-Empfehlung.

Spart Euch die knapp 100 Euro und kauft Euch lieber meinen derzeitigen Lieblings-Stylus, den Bamboo CS-160 von Wacom.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Adonit Jot Touch gemacht? Ich freue mich auf den Austausch mit Euch in den Kommentaren.