Unternehmertum ist wie Skateboard fahren – Titus Dittmann

Herzlich willkommen zum Hallo Fokus! Podcast. Wir sorgen für mehr Fokus in Leben und Beruf, so dass wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben bleibt. Mein Name ist Lars Bobach und ich habe heute einen super interessanten Interviewpartner zu Gast. Es ist Titus Dittmann. Der Titus wird jedem von Euch etwas sagen, wenn Ihr Euch mit dem Thema Skateboardfahren auseinandergesetzt habt. Er ist nämlich die deutsche Skateboard-Legende. Er hat das Skateboardfahren nach Deutschland gebracht und auch hier salonfähig gemacht.

MDD Workshop mit Lars Bobach

Darüber ist er mehr durch Zufall Unternehmer geworden, dass erzählt er auch in dem Interview. Seine ganze Lebensgeschichte ist vor ein paar Jahren in dem Film „Brett vorm Kopp“ verfilmt worden. Er ist ein absolutes Unikum, was Ihr gleich in dem Interview feststellen werdet. Er erzählt wirklich sehr interessant über Erziehung, über Skateboardfahren, über sein Unternehmertum mit allen Auf und Abs und wie er dann auch letztendlich sein Herzensprojekt gefunden hat.

Links

Webseiten:
Titus Online-Shop
Persönliche Seite Titus Dittmann
skate-aid

Buchpublikationen (*):
Brett für die Welt
Lernen muss nicht scheiße sein

Das Interview zum Nachlesen

LB = Lars Bobach
TD = Titus Dittmann

LB:
Schön, dass du da bist, freut mich wirklich sehr! Bist du eigentlich dieses Jahr wieder beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gestartet?

TD:
Da ist leider ein kleines Missgeschick passiert. Ich starte ja beim Nürburgring nicht, um da zu gewinnen. Ich meine, mit meinen 70 Jahren und als einer der letzten Hobbyfahrer in einem riesigen Profizirkus und mit einem Auto, was schon lange nicht mehr in diese Zeit gehört. Unser Slogan ist, wir rollen für skate-aid.



Uns geht es darum, auch in den Medien wahrgenommen zu werden, um dann skate-aid, meine Stiftung bzw. die Marke, die wir dort im Vordergrund haben, um Kinder stark zu machen, um das Alles nach vorne zu bringen, eignet sich das sehr gut in der Kommunikation mit der 24-Stunden-Liveübertragung. Wir haben traditionell immer hinten mit dem Skateboard an den Flügeln dieses Rennwagens und das hat fünf Jahre wunderbar geklappt.

Aber naja, es klappt halt nicht immer und aus welchen Gründen auch immer, ist der Fahrer, der mich gezogen hat, doppelt so schnell gefahren als wie sonst immer. Das Auto war so schnell und dann passiert das, was jeder kennt, wenn man mit einem Anhänger zu schnell fährt. Das schaukelt sich auf, die Skateboarder nennen das Speed Wobble und die habe ich bekommen. Da wusste ich genau, wenn ich jetzt loslasse, dann falle ich fürchterlich auf die Schnauze. Man muss sich vorstellen, ein 70jähriger springt bei 35/40 Kilometer pro Stunde aus dem Auto. Mehr muss ich jetzt nicht dazu sagen!

LB:
Au Mann, du bist also ausgefallen aus gesundheitlichen Gründen dann sozusagen?

TD:
Das Auto ist nicht ausgefallen. Das Rennen war eigentlich ein großer Erfolg. Es ist ins Ziel gekommen, aber ich musste leider zugucken mit einem angebrochenen Brustbein, mit einer Fersenprellung und ich hinke immer noch durch die Gegend. Aber wie auch immer, das ist Schnee von gestern und da sage ich nur zu, da konnte ich meine Skateboard-Mentalität sehr gut gebrauchen und diese Gesinnungsgenossenschaft einfach nutzen, man muss im Leben einmal immer mehr aufstehen als man hinfällt, sonst geht das Leben nicht weiter.

LB:
Wo nimmst du diese Kraft her? In deinem fortgeschrittenen Alter da noch immer wieder an den Start zu gehen und dich mit einem Skateboard hinter dem Auto herziehen zu lassen? Das ist ja Wahnsinn.

TD:
Keine Ahnung. Doch, ich habe schon eine Menge Ahnung davon. Es ist jetzt nicht so, dass ich mich da überwinden muss. Es ist auch nicht, dass ich da mit Selbstdisziplin sage, das muss ich jetzt machen. Ich habe einfach riesig Bock darauf. Und es kommt noch dazu, jeder Mensch hat irgendwo als Individuum doch eine kleine andere chemische Zusammensetzung in seinem Hirn. Und diese Zusammensetzung im Hirn macht halt das Individuum aus. Jeder Jeck ist anders, ich habe halt ein übersteigertes Bedürfnis, mich auch zu bewegen und etwas zu bewegen. Das alles könnte man natürlich auch als Hyperaktivität bezeichnen, ist mir alles scheißegal, mir hat es immer gutgetan und dadurch ist eine Menge passiert.

LB:
Du bist also ein Adrenalinjunkie, das merkt man ja. Jetzt hast du gerade schon die Analogie hergestellt zum Unternehmertum generell. Mit dem Skateboarden, Rennfahren, einmal mehr aufstehen als hinfallen. In dem Buch von Frank Thelen, das ist ja ein Freund von dir oder ein Bekannter, der hat das auch geschrieben. Diese Analogien, Skateboard zum Unternehmertum. Nimm doch mal die Hörer mit, wo siehst du da die Parallelen?

TD:
Es gibt eine Menge Parallelen, aber ich gehe jetzt noch einen Schritt tiefer und beantworte, woher es kommt, dass diese Parallelen so groß sind. Das liegt daran, Skateboarding ist Selbstbestimmung pur. Und Selbstbestimmung ist halt die Voraussetzung auch der meisten Unternehmer, weshalb sie überhaupt Unternehmer geworden sind. Selbstbestimmung pur muss man natürlich auch irgendwie umsetzen können, das ist sowohl beim Skateboarden als auch im Unternehmertum. Es ist halt kein fremdbestimmtes Lernen wie an der Schule, wo man gesagt kriegt, was man machen soll oder wenn man Angestellter ist. Klar, auch als Angestellter kann man natürlich auch sehr verantwortliche Jobs haben, aber im Endeffekt ist doch das Unternehmersein, was Selbstbestimmung im Leben angeht, da ist man schon ganz weit in der Ecke von Selbstbestimmung.

Klar gibt es Sachzwänge und wo man sich alles dran halten muss, aber es ist zumindest kein Chef mehr da, der einem jeden Tag sagt, was man zu tun und zu lassen hat. Und man bastelt sich selber die Vision oder Mission und alles, was man braucht, die Positionierung der Marke, für die man steht und so. Das erarbeitet man alles ganz selber und selbstbestimmt. Und so ist es beim Skateboarden und deswegen ist Skateboarden auch so eine gute Voraussetzung für das Unternehmertum. Denn die entscheiden ja selbst, wann sie fahren, wo sie fahren, mit welcher Clique sie fahren wollen, welches Ziel sie sich setzen, welchen Trick sie lernen wollen und was sie verbessern wollen.

Und dann wird mit intrinsischer Motivation, mit brennendem Herzen und mit viel Leidenschaft alles das, was eigentlich einen Unternehmer ausmachen sollte, da arbeitet der Skateboarder an der Erfüllung seines Zieles, an dem Erreichen seines Zieles. Und wenn der Skateboarder sein Ziel erreicht hat und endlich nach drei Monaten harten Trainierens steht er den Trick, dann ist das der überschwänglichste, euphorischste, geilste Moment im Leben eines Skateboarders, jedes Mal wieder. Genau wie für den Unternehmer. Weil es ein wahnsinnig geiler Moment ist, wenn er trotz aller Gefahren, Widerstände und harter Arbeit und mit aller Leidensfähigkeit und Leidenschaft das Ziel erreicht hat.

Dann schießen nämlich die körpereigenen Drogen durch den Kopf, angefangen bei Adrenalin, was wir schon genannt haben, Dopamine und was weiß ich, was da alles frei wird. Das ist ja wirklich wie ein Rausch, solch ein Erfolgserlebnis, was man sich selbst erarbeitet hat. Und das wiederum hat den Vorteil, das ist so ein schönes Gefühl, das möchte man ja immer wieder erleben. Also hat man eine Motivation, mehr Erfolg zu haben und als Pädagoge spreche ich da von einer positiven Spirale.

Der Fachbegriff ist da Selbstwirksamkeit und bei Erwachsenen läuft es nicht viel anders, denn der Mensch bleibt ja Mensch. Nur, in der Pubertät ist noch nicht so diese Ratio über den Menschen gestülpt, sondern da liegt das noch offener, diese Menschlichkeit. Und dieses Erfolgserlebnis, egal ob beim Skateboarden oder beim Unternehmer, das hebt das Selbstkonzept des Menschen. Das Selbstkonzept ist das, was sich ein Mensch zutraut, wo er ganz sicher ist, das schaffe ich.

Jedes Mal, wenn so eine positive Spirale um den Erfolg und man sieht ja, das habe ich leisten können, dann geht das Selbstkonzept ein bisschen hoch und dann startet man die nächste Spirale, sozusagen das nächste Level, auf einem höheren Plateau. Und das Ganze nennt man dann auch Persönlichkeitsbildung.

Ich sage ganz einfach, wir machen Kinder stark mit dem Skateboarden, weil das so gut funktioniert. Und ich kann da nur genau wie Frank Thelen wieder bestätigen, er erwähnt mich ja auch mit meinem Engagement und dass ihm das ja damals auch sehr geholfen hat, auch die Niederlagen zu überstehen. Das heißt, diese Frustrationstoleranz, die der Skateboarder von Anfang an erlebt, nämlich dass, bevor man den großen Erfolg hat, man 100.000 kleine Misserfolge hat, dauernd auf der Fresse liegt, keinen Schmerz spürt, Blut wegwischt, Dreck aus den Klamotten und wieder anfangen. Das sind ja sozusagen ein Unternehmercharakter, der dort gebildet wird beim Skateboardfahren. Und das trifft einfach zu und ist extrem hoch zu beobachten.

LB:
Also Stichwort Beharrlichkeit, kann man lernen, Resilienz natürlich auch gegen die Niederlagen. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Und ich weiß auch, ich habe schon mal auf einem Skateboard gestanden, ich kann das überhaupt nicht. Ich weiß, wie schwer das ist. Da muss man wirklich üben, üben, üben, um überhaupt erstmal drei Meter am Stück fahren zu können.

TD:
Ja und das Ganze, wie soll ich sagen, sowas kann man auch nicht in der Schule lernen. Deswegen bin ich auch der Meinung, dass unser Bildungssystem, das Studium und dass das alles ja im Moment überbewertet wird und die Balance verlorengegangen ist, nämlich zwischen selbstbestimmtem Lernen und fremdbestimmtem Lernen. Schule ist fremdbestimmtes Lernen, Elternförderung der Kinder ist fremdbestimmtes Lernen. Und das geht ja fast rund um die Uhr. Und so blöde das klingt, wenn ich in den 50iger Jahren, ich bin 1948 geboren, in der Volksschule war, da war zwar die Qualität der Pädagogik richtig schön Arsch, das war noch autoritär, ich habe noch Schläge gekriegt, kam mit blauen Flecken nach Hause. Aber ein riesen Vorteil, mittags war der Terror zu Ende.

Jede Familie hatte viel mehr Kinder, also automatisch durch diese Umstände hat jedes Kind zwangsläufig weniger Aufmerksamkeit der Eltern bekommen. Da hieß es nach den Hausaufgaben, jetzt nerv nicht rum, hau endlich ab, geh in den Wald und komm wieder, wenn es dunkel wird. Und das unterschätzt man. Wir wurden gezwungen, sozusagen Unternehmer zu sein. Wir wurden in den Wald geschickt. Dann stand man alleine im Wald und was ist man dann? Unternehmer, man muss etwas unternehmen, hat keine Idee, kriegt Langeweile, muss durch dieses Nadelöhr und dann entsteht Kreativität. Man muss sich selbst organisieren, man muss seine Kumpel selbst organisiert. Plötzlich ist man in der Gruppe auf gleicher Augenhöhe. Man muss Konflikte lösen, da ist keine Mami, die immer zu einem hält, die die anderen wegschickt, damit einem selber nichts passiert.

Das ist lebensfähig werden. In der Schule und im Studium wird man nur zivilisationsfähig. As Unternehmer ist die Lebensfähigkeit höchstes Gut, das macht ihn aus, nicht die Zivilisationsfähigkeit. Und über dieses selbstbestimmte Lernen entsteht ja auch eine Reflexion auf sich selber. Und ein Steuern von sich selber, das ist ja sozusagen die Folge auch davon. Sonst kann man die Leistung gar nicht bringen, wenn man sich selber die Ziele setzt. Wenn man die erreichen will, muss man sicher steuern. Das Ganze nennt man auch Selbstführung und das ist auch extrem wichtig für einen Unternehmer. Wenn er nicht gelernt hat, als Kind oder später, sich selbst zu führen, sich selbst zu steuern, intrinsische Motivation zu spüren, für etwas zu brennen, dann kann er später auch keine Mitarbeiter führen. Denn die Selbstführung kommt halt vor der Mitarbeiterführung.

LB:
Jetzt bist du ja auch Lehrer, Pädagoge, das warst du ja ursprünglich. Was mich mal interessiert, jetzt hast du erzählt, was heute fehlläuft. Wie würdest du denn dann als Pädagoge, aber auch als erfolgreicher Unternehmer, sagen, was müsste sich denn ändern am Bildungssystem aus deiner Sicht?

TD:
Wenn die Erwachsenen alle mal wieder ein bisschen lockerer werden, insbesondere fange ich mal bei den Eltern an. Ich will gar keinen Erziehungskatalog entwickeln und Tipps geben, sondern ich möchte die Grundeinstellung ändern. Das ist halt wichtig. Eltern müssen sich mal wieder besinnen, was macht denn das Leben aus, was will ich überhaupt, dass das Kind mal wird?

Heute, wenn man jemanden fragt, dann wird eher gesagt, ja, der muss mal eine Eins plus im Abi haben, damit ihm alles offen steht usw. und sofort. In Wirklichkeit möchten doch alle Eltern, dass ihr Kind mal glücklich wird. Aber mit diesem Druck und nur mit diesem Zwischenziel oder dem falschen Ziel, Eins plus im Abi zu haben, werden die Kinder eher unglücklich.

Und vor allen Dingen, die Statistik beweist es ja, wenn Kinder vorher keine erwachsenenfreien Zeiten haben und damit überhaupt die Möglichkeit, sich selbst zu analysieren, sich mit sich selbst zu beschäftigen, die Stärken, die Schwächen von sich selber, was will ich eigentlich mal werden, worauf habe ich Bock, worauf habe ich keinen Bock und danach zu urteilen, was man wird und wohin man geht, steht nur diese fremdbestimmte Geschichte im Vordergrund, erstmal eine Eins plus und dann kann man weitersehen.

Und was ist? 75 Prozent Abiturienten in Deutschland fallen nach dem Abi in ein tiefes Loch und machen ein Jahr Pause. Die können gar nichts anderes machen. Die müssen erstmal das Jahr nutzen als erwachsenenfreie Zeit und ohne fremdbestimmten Druck, um sich mit sich selber zu beschäftigen und erstmal zu analysieren, wofür habe ich denn jetzt die Eins plus gemacht? Was mache ich denn damit? Wo habe ich eigentlich Bock drauf, wo will ich hin? Wer bin ich eigentlich? Und deswegen sage ich den Eltern schon von Anfang an, legt mal die Hände in den Schoß, was macht ihr so einen Druck, das gibt auch euch nur Stress usw.

LB:
Jetzt würde ich aber gerne mal in Richtung Unternehmertum lenken. Jetzt haben wir viel über Schule und Pädagogik geredet. Da gebe ich dir auch total recht, ich sehe das auch so, wir Eltern wollen das Beste für unsere Kinder und wir denken immer, dass dieser Weg, den viele gehen, wie gesagt, gutes Abitur, dann irgendwo eine gute Ausbildung usw., dass das der richtige ist. Und es ist für viele Kinder nicht der richtige, wir machen viel zu viel Druck, da gebe ich dir absolut recht. Bei deinem Sohn, der ist ja bei dir ins Unternehmen eingestiegen, wie hast du das denn da gemacht?

TD:
Genauso wie ich es jetzt empfohlen habe, damals unbewusst. Ich bin kein idealer Mensch und habe mit Sicherheit auch 100.000 Fehler gemacht. Ich habe mich bemüht, so, wie ich jetzt denke, so ähnlich habe ich schon immer gedacht und ich bin immer schon irgendwie gegen den Strom geschwommen. Von daher habe ich keine Ziele für ihn im Kopf gehabt, wo ich jetzt gesagt habe, da müssen wir hin oder wie auch immer. Sondern ich habe versucht, ihm so viel Freiraum, auch mental, zu geben, dass er da selber irgendwie eine Idee entwickeln kann.

Und er hat am Unternehmertum schon sehr früh viel Interesse und Spaß gehabt. Wahrscheinlich klar, wenn wir am Abendbrottisch sitzen und da ist ja auch noch eine Besonderheit, meine Frau, mit der ich seit 50 Jahren zusammen bin, wir haben gemeinsam vor 40 Jahren das Unternehmen gegründet, klar haben wir andere Funktionen. Ich bin die Frontsau und der „Macher“ und ich habe es so geil bequem, weil meine Frau immer aufräumt, sonst könnte ich nicht so viel vorne wieder umreißen. Geile Kombination, das kriegt er natürlich mit.

Deswegen war für ihn schon sehr früh der Wunsch geboren, ich kann mich gut erinnern, dass, als er vor dem Abi stand, so ein, zwei Jahre, da haben wir ihn mal beim Abendessen gefragt, sag mal, hast du dir eigentlich schon mal Gedanken gemacht, wo du mal hinwillst? Was du mal werden willst? Und da hat er ganz vorsichtig, fragend sozusagen, gesagt, bei euch einsteigen…?

Also, das ist genau das Richtige. Wenn er seinen Weg geht, dann muss er intrinsisch motiviert sicher sein, ja, das will ich, da will ich hin. Und dann unterstützen wir ihn natürlich. Wir sind nie hergegangen und haben gesagt, du musst jetzt hier ins Familienunternehmen, das muss mal von dir übernommen werden. Weil, es geht doch um den Menschen, es geht immer um den Menschen.

Und das ist das Problem, dass viele Unternehmer, weil sie oft eine andere Sozialisation haben, die mit sehr vielem, fremdbestimmtem Lernen zu tun hatte, dass dann Startups auch irgendwie eine nicht so reale Vorstellung vom Business haben und auch von Märkten. Ich versuche allen klarzumachen, solange es um den Menschen geht und im Business geht es um den Menschen und man als Beispiel jetzt über den Markt nachdenkt, dann warne ich davor, seid sehr vorsichtig mit dem anderen, was ihr hier in der Betriebswirtschaft lernt und so weiter und so fort.

Die Wissenschaft entwickelt sich weiter. In fünf Jahren habt ihr dann vielleicht etwas Altes und etwas Falsches gelernt nach den neuen Gesichtspunkten. Deswegen immer ganz vorsichtig. Ist schön, wenn man das alles weiß, aber es geht ohne und es ist viel wichtiger, zu wissen, das ist alles nur angelerntes Lernen. Wenn man sich mit dem Markt beschäftigt, gebe ich dann die Empfehlung, denkt dran, der Markt besteht aus Menschen.

Und wenn ihr den Menschen kennt und euer Produkt kennt, dann habt ihr die besten Voraussetzungen, im Markt richtig rüberzukommen und sich auf die Menschen, die ihr erreichen wollt, einzustellen. Deswegen sage ich immer, beschränkt eure Bemühungen nicht nur auf diese rein technische Lernerei von betriebswirtschaftlichen Formeln und solchen Dingen, sondern beschäftigt euch mit dem Menschen. Ein bisschen Pädagogik, ein bisschen Soziologie, ein bisschen Psychologie und ich finde, das ist eine größere Voraussetzung erfolgreich im Markt zu sein, wenn man sich damit beschäftigt als irgendwelche Techniken auswendig zu lernen.

LB:
Absolut, wenn ich mir jetzt so deinen Lebenslauf angucke, wirst du auch so gehandelt haben.

TD:
Ich habe doch immer noch keine kaufmännische Ausbildung, geschweige denn Betriebswirtschaft studiert.

LB:
Wenn ich das alles so sehe, es ist wirklich eine sehr bewegte Vergangenheit im Unternehmerbereich auch, dass sehr viel aus emotionalen Bauchentscheidungen viele Entscheidungen getroffen wurden oder sehe ich das falsch?

TD:
Es sieht nach außen so aus, aber auch da muss ich wieder sagen, es kommt auf die Balance an. Ich bin kein Mensch, der sagt, alles weg, nur die Emotionen zählen. Deswegen bezeichne ich mich provokativ als rationalen Bauchmenschen mit emotionalen Kopfentscheidungen. Der Spruch ist sozusagen auf meinem Mist gewachsen und ich bin richtig stolz darauf, das beschreibt mich zu 100 Prozent.

LB:
Den könnte ich 1 zu 1 für mich übernehmen.

TD:
Ich bin begeisterungsfähig ohne Ende. Klar, man kann dann einfach loslegen und einfach machen. Man kann sich dann aber auch nochmal hinsetzen und jetzt wieder alles nochmal hinterfragen, mit der Ratio sozusagen die Emotion hinterfragen. Und wenn die Ratio es nicht schafft, die Emotion kaputtzukriegen und die Entscheidung bleibt weiter stehen, ist das immer die richtige Entscheidung.

LB:
Jetzt hast du ja wirklich ein bewegtes Unternehmerleben, viele Höhen, aber da waren auch ein paar Tiefen dabei. Wir haben eben darüber gesprochen, du hast gesagt, dass man großes Selbstbewusstsein auch über das Skaten aufbaut, aber natürlich auch als Unternehmer, wenn etwas gelingt, dass das ein geiles Gefühl ist, dass man dann mehr an sich glaubt. Hast du jemals an dir als Unternehmer gezweifelt?

TD:
Die Frage ist von daher nicht passend, wie soll ich an mir als Unternehmer zweifeln, wenn ich mich eigentlich bis vor ein paar Jahren gar nicht als Unternehmer gefühlt habe? Vielleicht ist das auch das Geheimnis. Ich hatte halt nie das Ziel, Unternehmer zu werden. Das liegt an vielen Dingen, wie ich überhaupt mit allem umgehe und daran, dass ich 1968 Abitur gemacht habe. Und ein Zeitgeist prägt ja nun mal. Und ein 68er, da muss ich nicht viel erzählen, gerade das Unternehmerimage war da ungefähr auf dem Tiefpunkt. Ich wollte auch nicht so ein rücksichtsloser Ausbeuter werden, wie Unternehmer immer dargestellt wurden.

Da wird man doch als Kind nicht Unternehmer, wenn man nur so negative Darstellungen von Unternehmern überhaupt kriegt und von daher wollte ich auch nie einer werden. Deswegen oder nicht nur deswegen ist es schon eine gewisse Stringenz auch in meinem Leben, denn es ging immer darum, Kinder stark zu machen und zwar Kinder in der Orientierungsphase. Also, pubertierende Rotzlöffel, die haben mich immer fasziniert. Wahrscheinlich deswegen, weil ich mich noch bis ins hohe Alter immer als pubertierend empfunden habe und immer noch in der Orientierungsphase war und immer gedacht habe, wann werde ich endlich mal groß.

In meinem ganzes fünfziger, sechziger Jahre Kinderleben kann ich mich nur an die Sätze von Erwachsenen erinnern, die hießen, halt den Mund, wenn die Erwachsenen reden oder werde doch erstmal groß. Das prägt natürlich. Es ist anders als heute, von daher habe ich immer hart daran gearbeitet, dass ich endlich mal groß werde. Vielleicht ist das auch der Grund, dass ich nie darüber nachgedacht habe, bin ich jetzt ein guter Unternehmer oder nicht? Mein Ziel war ja nie, Unternehmer zu werden. Mein Ziel war, etwas zu unternehmen, mein Ziel war, sich um diese bewegungsorientierte Jugendkultur im Skateboarding zu kümmern.

Ich habe sehr früh gespürt, das ist eine ästhetische Gesinnungsgenossenschaft und wenn man das aus soziologielogischer Sicht betrachtet, dann funktioniert ja auch solch eine Skateboardgemeinschaft wie auch jede Gesinnungsgenossenschaft. Jetzt nicht, dass skateboarden religiös ist, aber so, wie sich die Skateboarder verhalten, das sind teilweise ähnliche Mechanismen wie in einer Religionsgemeinschaft. Der Skateboarder trennt die Menschheit auch nur in zwei Gruppen. Das eine sind die Skateboarder, das andere sind die Nicht-Skateboarder.

Das hat mich natürlich geprägt, also das war schon alles ein bisschen anders. Deswegen habe ich dann Probleme, so ganz normale Fragen, die heute aufkommen, so richtig zu beantworten und muss das auch wieder ein bisschen zurückführen und pädagogisch, soziologisch und psychologisch versuchen zu erklären.

LB:
Wenn ich auf deine Vita gucke, 2002 hattest du 30 Geschäfte, 500 Mitarbeiter, und dann ist auch Richtung Börsengang gedacht worden, spätestens da musst du dich doch als Unternehmer gefühlt haben?

TD:
Ja, das ist richtig, da habe ich mich auch als Unternehmer schon gefühlt. Ich habe jetzt von den 40 Jahren von den ersten zehn Jahren geredet. Und da ich aus der sportlichen Ecke komme und auch Sport studiert habe, habe ich Unternehmertum teilweise als Sportdisziplin gesehen und es hat mich auch sehr motiviert, was man normal für unmöglich hält, ohne Ausbildung, ohne kaufmännische Ausbildung, ohne Betriebswirtschaftsstudium. Das ich auf einmal in der Lage bin, womit keiner irgendwie einem was zugetraut hat und dann so etwas auf die Beine zu stellen. Ja, da bin ich wieder bei diesem euphorischen Erfolgserlebnis, was ich eben beschrieben habe, was im Kopf abgeht, wenn man das erste Mal einen Skateboardtrick steht, an dem man hart gearbeitet hat.

LB:
Bei deiner ganzen intrinsischen Motivation, setzt du dir Ziele, hast du Ziele oder ist das einfach so, ich mache das jetzt und gucke mal, was dabei rauskommt?

TD:
Ich habe Ziele, aber das sind andere Ziele als wie man in unserer Gesellschaft, in der Schule und an der Uni lernt, wie man sich Ziele setzen sollte. Bei mir ist das auch wieder ganz einfach und vielleicht auch aus einem Selbsterhaltungstrieb. Eigentlich bin ich ein sehr ängstlicher Mensch und eigentlich war ich auch als Kind, wenn ich jetzt so reflektiere, ein Kind mit sehr viel Versagensängsten. Deswegen bin ich nie auf die Idee gekommen, mir als Ziel zu setzen, ich will mal der größte Unternehmer werden, ich will irgendwie einen Konzern aufbauen oder ich will das und das, wäre ich nie auf die Idee gekommen.

Ich hatte schon so einen Wunsch immer im Hinterkopf, nur das habe ich keinem erzählt. Wenn man so eine Vision, die man vielleicht hat oder was möglich ist, einem erzählt, steht man doch gleich wieder unter Druck. In der Realität habe ich mir immer ganz naheliegende Ziele gesucht, wo ich eigentlich genau wusste, das kann ich doch eigentlich mit links schaffen. Und immer, wenn ich kurz vor dem Ziel war, dann bin ich hergegangen und habe die Latte schnell etwas höher gelegt. Genau wie der Esel, der immer die Möhre vor der Nase gehalten kriegt und das hat mich durch das ganze Leben motiviert laufen lassen. Ich war immer kurz vor der Zielerreichung und habe dann schnell höher gelegt.

Da kann ich auch einen schönen Satz zitieren. Ich weiß gar nicht mehr, wer den ursprünglich geprägt hat: Wer sein Ziel im Leben erreicht hat, hat es nicht hoch genug gesteckt. Und das hat noch einen zweiten Vorteil. Genau wie ich eben gesagt habe, bei den Kindern, wenn man denen das Ziel eins plus im Abi zu stark hingibt, dann kommt nach dem Zielerreichen die Leere. Die Bergsteiger, die umkommen, alle auf dem Rückweg, warum? So lange sie auf dem Hinweg sind, sind sie dabei ein Ziel zu erreichen. Dann sind sie plötzlich oben auf dem Gipfel und sie haben sich vorher überhaupt keine Gedanken gemacht, was mache ich denn danach? Sie haben nur das eine Ziel. Sind sie oben, kommt die große Leere, die Unaufmerksamkeit, man hat ja alles erreicht, geht runter, tot.

So ist es im Unternehmertum auch. Das ist menschlich, das ist immer so, das ist ja die Message, die ich überbringen will. Liebe Startups, liebe Unternehmer, was ihr macht, ist ganz normales Leben, es ist nicht anders als alles andere. Alles, was mit dem Menschen zu tun hat, funktioniert so unlogisch teilweise und so wahnsinnig. Jeder Mensch hat eine andere Macke und deswegen sage ich immer, beschäftigt euch mit euch selber und zwar selbstkritisch, steht zu euren Schwächen und stärkt eure Stärken. Das ist eigentlich das, wie man am besten durchs Leben kommt.

LB:
Jetzt hast du eben etwas ganz Interessantes gesagt, da musste ich auch schmunzeln. Als du gesagt hast, du bist ängstlich. Wenn ich eines nicht mit dir nicht in Verbindung bringen würde, dann ist es ängstlich. Du fährst Autorennen, lässt sich jetzt mit 70 noch auf einem Skateboard hinter einem Auto herziehen. Also, das kann ich dir irgendwie nicht abnehmen.

TD:
Es ist aber so. Ich kann dir das auch erklären, warum das so ist. Ich bin froh, dass ich so ängstlich bin. Da ich so ängstlich bin, musste ich sehr früh anfangen mich zu fragen, wie kannst du diese scheiß Angst loswerden? Sonst kommst du gar nicht im Leben vorwärts, Angst ist die größte Handbremse. Und wenn man merkt, da ist die Handbremse Angst, gibt es nur zwei Möglichkeiten, wenn man es mit einem Auto vergleicht. Entweder man stellt das Auto ab, weil die Handbremse blockiert und man geht zu Fuß weiter oder man überlegt, warum blockiert die scheiß Handbremse, wie kriege ich die wieder los. Das ist auch in meinen Augen, wenn ich von Mut rede, Mut ist nicht einfach die Angst zu ignorieren, sondern Mut ist, sich damit zu beschäftigen, was einem Angst macht. Das Unbekannte, vor dem man Angst hat, zu etwas Bekanntem zu machen.

Und dann ist man plötzlich in der Lage, selbst zu beurteilen, wenn man sich vorher mit sich selbst und mit seiner Leistungsfähigkeit beschäftigt hat, ist man ja dann, wenn man das entdeckt hat, was einem Angst macht, in der Lage zu entscheiden, habe ich das drauf oder habe ich es nicht drauf. Wenn man zu der Überzeugung kommt, man hat es nicht drauf, ja, dann macht man es einfach nicht. Kommt man dann zu der Entscheidung, man hat es drauf, dann macht man es und zwar mit voller Überzeugung.

Nach außen sieht es natürlich aus, als wäre man da unglaublich mutig. Aber ich habe das im sportlichen Bereich gelernt, weil ich Sport studiert habe und ich sehr viel Extremsport gemacht habe. Ich habe diesen ganzen Extremsport gemacht, um mir selber immer wieder klar zu werden, wo ist denn deine Leistungsfähigkeit, warum hast du denn so einen schiss. Ich kann doch nicht mein Leben lang mit so einer blöden Angst durch die Gegend laufen. Und dann beschäftige ich mich mit diesen Dingen, meinetwegen beim Fallschirmspringen. Bevor ich das erste Mal aus dem Flieger gesprungen bin, hatte ich das Gefühl, ich habe schon 2.000 Sprünge, ich habe das alles versucht vorher mental zu trainieren. Bei Tempo 200 die Hand aus dem Auto gehalten, da merkt man, wie man mit der Hand steuern kann und alles so Sachen.

Das alles komprimiert die ganze Theorie, die man dann durch selbstbestimmtes Lernen, was ich alles da zusammen gekriegt habe mit meinen Physikkenntnissen usw. Da hatte ich eine gewisse Vorstellung und da bin ich schon in Gedanken 1.000 Mal aus dem Flieger gesprungen. Und schon springe ich beim ersten Mal, zwei Fallschirmlehrer links und rechts, mit und die halten einen an den Griffen, an diesem Anzug, fest.

Wir kamen unten an und die haben gefragt, und? Kannst du dich an etwas erinnern? Da habe ich denen haarklein erzählt, was ich in welcher Situation falsch gemacht habe, was wo wie passiert ist. Die wollten das überhaupt nicht glauben. Normal hat man Tunnelblick. Das ist einfach bei mir aus der Ängstlichkeit, dieses vielleicht sogar übertriebene Bedürfnis, sich so lange mit der Sache zu beschäftigen, bis ich das Gefühl habe, es kann nichts passieren, hundertprozentig drauf. Und schon braucht man diesen blöden Mut, die Angst zu überwinden, nicht mehr.

LB:
Gibt‘s heute noch etwas, das dir Angst machen könnte?

TD:
Mir macht alles Angst, genau wie jeder Mensch habe ich vor allem Angst, was ich nicht kenne oder wo ich mich nicht richtig mit beschäftigt habe, um dann zu beurteilen, bin ich dem gewachsen oder nicht. Da gehe ich genauso vor. Als ich das erste Mal nach Afghanistan geflogen bin, um dort eine Skateboardbahn mit Robert Neudeck zu bauen an einer seiner Schulen, da hatte ich keine Angst. Für mich war das ganz normal, ich bin schon Ende der 70er Jahre durch Zufall, als wir mit meiner Freundin, jetzt Frau, da Anfang der 70er Jahre eine Saharatour gemacht haben, da sind wir in dem Polisario Konflikt ohne Benzin gewesen, nur Panzer links und rechts, wir sind in den Krieg zwischen Türkei und Griechenland reingeraten. Wir sind in den Libanonkrieg reingeraten, als wir einen Lkw nach Syrien überführen wollten.

Das haben wir nicht absichtlich gemacht, sondern man gerät ja in solche Geschichten. Aus dieser Erfahrung und nicht nur aus Medien irgendwie sich seine Meinungen holen. Da konnte ich dann natürlich super schöpfen und dann habe ich einfach mich damit beruhigt, als alle Leute sagten, ich wäre doch wohl lebensmüde und das wäre doch wahnsinnig und ich wäre nicht mehr ganz normal. Da habe ich einfach Statistiken mir errechnet und da habe ich festgestellt, das Risiko, wenn ich in Deutschland Fahrrad fahre, ist prozentual zur Gesamtbevölkerung, das Risiko höher, hier mit dem Fahrrad tödlich zu verunglücken als durch einen Bombenanschlag in Afghanistan. Und da war ich wieder beruhigt.

LB:
Da kommt der emotionale Kopfmensch dann bei dir durch.

TD:
Ja, da muss man sozusagen die Emotion mit seiner Ratio in den Griff kriegen.

LB:
Okay, ja, jetzt würde ich gern noch einen Schwenk machen und zwar haben wir da eben schon kurz drüber gesprochen, dass du das Unternehmen ja an deinen Sohn übergeben hast.

TD:
Das ist nicht ganz richtig. Dieser Prozess, der ist vielleicht eingeläutet. Also, was wir gemacht haben, ich bin aus der Geschäftsführung zurückgetreten. Meine Frau ist dringeblieben und mein Sohn hat sozusagen die Positionen von mir übernommen. Aber die Gesellschaftsanteile usw. sind noch genau wie vorher. Das muss natürlich auch noch irgendwann geklärt werden.

LB:
Okay, also ihr seid im Übergabeprozess, okay. Ist ja auch in Ordnung. Aber jetzt würde mich mal interessieren, das ist ja auch eine Geschichte, gerade Übergabe an die nächste Generation, die ja oft scheitert, wo es viel Schwierigkeiten gibt. Wie meistert man sowas denn im Titus Dittmann Style?

TD:
Da kann ich nur sagen, das ist eine der schwierigsten Aufgaben, die ich mir wirklich vorstellen kann. Denn es ist ja auch zwischenmenschliche Problematik und da ist auch noch eine Vater-Sohn-Beziehung da. Da kann ich leider auch keinen Tipp geben und es ist nicht so, dass ich da Übermensch bin und so mit links einfach mal sagen kann, ich bin doch Pädagoge und was weiß ich, das läuft jetzt viel besser. Kinder haben ihren eigenen Kopf und Söhne von einem Titus, die haben einen ganz eigenen Kopf, denn ich bin schon ein schmerzfreier Dickkopf, wenn ich entschlossen bin und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

LB:
Okay, ich kann mir aber auch vorstellen, mit so einem Alphatier wie dir als Vater, das kann auch nicht leicht sein?

TD:
Nein, das ist ja auch nicht leicht und dann nicht nur ein Alphatier, sondern auch noch eine Rampensau, die sehr präsent in der Öffentlichkeit ist. Da gebe ich dir vollkommen recht, unbewusst habe ich und mache es meinem Sohn immer noch extrem schwer. Wie das immer so ist bei bekannten Vätern, da können ja dann die Kinder nix dafür und man kann ja auch nicht von den Eltern erwarten, dass sie auf einmal auf eine einsame Insel auswandern, damit die Kinder sich entfalten können. Es ist eine Problematik, an der muss man arbeiten und dafür braucht man auch sehr viel Reflexion, sehr viel Selbstführung und vor allen Dingen muss man da tatsächlich dieses Spiel mit Ratio und Emotion im Griff haben.

LB:
Wie alt ist dein Sohn jetzt?

TD:
36.

LB:
Gut, er hat noch ein bisschen was vor sich.

TD:
Ja, jetzt muss ich auch mal sagen, dass es nicht falsch verstanden wird, er ist ein erfahrener Unternehmer. Er hat ganz früh nach dem Abi direkt ein Unternehmen gegründet, aber die Inhalte mehr oder weniger in der Krise von uns übernommen. Er hat einen Großhandel für Skateboardprodukte gegründet. In der Krise und unsere Krise war wirklich sowas von hart und da hatten die Berater noch das Sagen und die Shareholder, also die Investoren und es wurde mir empfohlen, dass wir, die gehen ja nur nach Zahlen vor und nicht so, wie ich als Unternehmer vorgehe, dass ich viel inhaltlicher entscheide, wie das Paket sein muss und wie nicht. Die hatten mir empfohlen, dass ich so schnell wie möglich aus allen Großhandelsaktivitäten austrete.

Ich fand das aber zu schade, das alles einfach wegzuschmeißen, was ich über Jahrzehnte aufgebaut habe. Da habe ich meinem Sohn empfohlen, doch seine Ausbildung, die er gerade bei uns im Konzern gemacht hat, zu beenden und Unternehmer zu werden und habe ihm angeboten, dass er dann gleich eingearbeitete Mitarbeiter übernehmen kann und auch den Warenbestand und die Exklusivitätsrechte. Das mussten wir ein bisschen konstruieren, er war dann in den USA gerade auf Einkaufstour, weil er schon für den ganzen Skateboardeinkauf verantwortlich war. Da haben wir halt abgesprochen, ich kündige immer einen Tag vorher, wie er zu der Firma fährt. Dann kann er sagen, ja, ich habe gehört, ihr habt keinen mehr in Deutschland, ich kenne da einen.

So ist dann sein Business entstanden und das hat er extrem erfolgreich auch nach vorne gebracht, klar, er hat eine riesen Starthilfe gehabt, hat eigentlich ein fertiges, inhaltliches Business übernommen. Aber das kam ja auch aus einer Krise und das hat er wirklich sehr erfolgreich und geschickt gemacht. Die Problematik liegt ja eigentlich nie im Fachlichen und Sachlichen. Die Problematik Generationswechsel liegt immer in der Gesinnung, dass der eine meint, das muss jetzt in die Richtung gehen und der andere sagt, ich habe es ein Leben lang in die Richtung gemacht usw. Das ist ja der einzige Konflikt.

LB:
Genau, bevor wir zu den Schlussfragen kommen, müssen wir natürlich noch den einen Schwenk machen zu deinem Herzensprojekt und das ist auch das, was dich antreibt, Kindern zu helfen. Du sagtest, die Rotzlöffel, die pubertierenden Rotzlöffel, denen möchtest du helfen. Das stand immer im Fokus bei dir und da hast du ja jetzt auch, das ist mittlerweile über zehn Jahre her, Skate-Aid gegründet. Erzähle doch mal kurz etwas zu diesem Herzensprojekt von dir.

TD:
Also, ja, es macht Spaß, Kindern zu helfen. Es hört sich aber so altruistisch an. Dann stehe ich immer dazu, man kann sowohl als Unternehmer aber auch in der Gemeinnützigkeit doch viel mehr leisten, wenn die intrinsische Motivation vorhanden ist. Das heißt mit anderen Worten, je mehr man selbst auch von diesem Tun hat, je mehr Sinnstiftung man spürt, desto motivierter ist man wieder. Und das ist natürlich jetzt mit der Arbeit mit Skate-Aid, da steht es ganz im Vordergrund.

Ich bin ehrlich, für mich gibt es momentan wirklich nichts Schöneres. Entweder Afghanistan oder dieses Jahr ist Syrien dran, in anderthalb Wochen, zwei Wochen, bin ich wieder in Damaskus und eröffne dann den ersten Skateboardpark in Damaskus, in Syrien, zusammen mit SOS-Kinderdörfer. Aber das haben wir im öffentlichen Raum gebaut, damit auch die Kinder, die in Damaskus sozusagen Zuhause sind, mit den Flüchtlingskindern und den SOS Kindern und Problemkindern, was weiß ich, dass da Integration stattfindet.

Und es hat super geklappt und es läuft gut durch diese Selbstbestimmung. Wenn man dann wirklich bei den Kindern merkt, wie die auf einmal stärker werden, wie die selbstbewusster werden und das über Monate, ohne dass man wie so ein Lehrer dasteht und immer nur wieder fremdbestimmt sagt und so geht das Leben, so geht das Leben, sondern nur die Voraussetzungen schafft und den Kindern die Möglichkeit gibt, nämlich das, was ich jetzt immer wieder erklärt habe, nämlich diese eine Begeisterung zu spüren, das Herz zum Brennen zu bringen. Und was dann passiert, wenn die intrinsische Motivation haben, wie schnell die lernen, wie schnell die Leben lernen und wie dann die Augen leuchten und wie dankbar die auf einen zukommen. Hey, das tut so gut, dafür mache ich bis an mein Lebensende weiter, diese geile Scheiße.

LB:
Okay. Ja, was ist denn zukünftig noch von dir zu erwarten, hast du noch große Projekte vor dir oder sagst du, skate-aid ist jetzt das Ding, das mache ich jetzt weiter.

TD:
Ich bin ja nicht dieser traditionelle Planer. Ich habe auch immer Businesspläne nur für die Bank gemacht und ich kann auch jedem Unternehmer empfehlen, Businesspläne nicht ernst zu nehmen. Wenn man die wirklich ernst nimmt, dann ist man doch unflexibel, da braucht man nicht mehr Unternehmer zu sein. Ich sehe einen Businessplan nur wie ein mentales Training. Das ich mal überlege, wie kann es denn schlechtestens laufen, wie kann es am besten laufen. Okay, es kann alles passieren, wie kann ich mich davor schützen?

Aber kein Mensch kommt auf die Idee, ein Schachspiel länger als drei bis vier Züge durchzudenken. Dann denkt jeder Mensch, das ist aber so kompliziert, das schaffe ich doch nie mit meinem Gehirn. Also macht man erstmal den ersten Zug, damit man dann den vierten planen kann, weil man dann schon wieder mehr weiß. Genauso, finde ich, muss man Business machen. Business ist auch Leben, komischerweise und jetzt sind wir wieder bei eins plus im Abitur, da meinen die Eltern, dass sie das Leben der Kinder planen helfen können bis ans Lebensende und gewisse Voraussetzungen.

Nein, das ist ein Trugschluss, damit will der Mensch sich auf die falsche Art und Weise die Angst vor der Zukunft nehmen und vor der Ungewissheit. Da muss man realistisch sein und dann muss man einfach dazu stehen, wie der Kölner sagt, et is, wie et is und kütt, wie et kütt und hätt immer noch jot gegangen. Und wenn man das positiv sieht, für die Zukunft muss man sich dann immer fragen, ich habe ein Problem, kann ich das Problem lösen? Ja, dann löse ich es und werde wieder glücklich. Kann ich das Problem nicht lösen? Okay, da kann ich nichts lösen und bin wieder glücklich und kümmere mich um das nächste Problem.

Diese Flexibilität und dieses Bewusstsein, dass ich als Mensch nicht alles regeln kann und diese Adaptionsfähigkeit und die Fähigkeit, Chancen zu nutzen. Chancen, das sind Zeitfenster und da muss man sich das vorstellen wie ein richtiges Fenster. Wenn es offen ist für eine Zeit, muss man da durch springen. Wenn das Fenster schon wieder zu ist, gibt es Scherben. Deswegen ist es besser, Pläne so zu machen, dass man bereit ist, den jeden Monat wieder in die Tonne zu kloppen, wenn sich die Voraussetzungen geändert haben und einfach mal neu zu planen. Dann funktioniert es mit den Plänen.

Und so ist es bei skate-aid bei mir auch. Ich gucke immer, was kommt auf uns zu? Wo habe ich die größte Effizienz, um mit dem wenigsten Aufwand den größten Erfolg zu haben? Ich gehe sehr unternehmerisch ran an diese Gemeinnützigkeit. Deswegen habe ich auch eine Tochterfirma gegründet von der Stiftung. Das ist eine GmbH, die nennt sich skate-aid Support GmbH. Die habe ich gegründet, um nicht so viel Ärger mit dem Finanzamt zu haben, jede Gemeinnützigkeit hat ja dann auch Geschäftsbereiche usw.

Das ist alles kompliziert, also habe ich mir gedacht, ich bin Unternehmer und ich will auch unternehmerisch mit Skate-Aid Erfolg haben und zwar im positiven Sinne. Und wenn das Unternehmen eine Tochter der Stiftung ist, dann ist es doppelt gemeinnützig. Wir zahlen Steuern und die Gewinne gehen doch hoch und dann wieder in die Projekte. Dann hat man beides kombiniert und das fasziniert mich momentan. Meine ganze 40jährige Unternehmererfahrung, ich nenne es so schön Entrepreneurchen, aber ein echtes Social Entrepreneurchen. Es hat für mich auch ein Social Brand, den man professionell nach vorne bringen kann.

LB:
Wie seid ihr da finanziert, ist das alles dein Geld, was da reinfließt oder nehmt ihr auch Geld von Gönnern, von Mentoren, sie dann auch investieren?

TD:
Ich wünschte, das wäre alles mein Geld gewesen, dann wäre alles gutgegangen. Diese Stiftung habe ich gegründet mitten in der Krise. Ich hatte noch nicht mal 50.000 Euro, was das Minimum von einem Stiftungskapital ist. Was habe ich gemacht? Ich habe T-Shirts gedruckt, wir hatten 40 Franchiseläden oder eigene Läden und dann war noch der Titus Wheel Order. So, ich brauchte 50.000 und dann habe ich jedem gesagt, ich möchte gerne, dass ihr 1.000 Euro spendet. Ich brauche das Stiftungskapital und im Gegenzug kriegt ihr von mir ein paar T-Shirts privat geschenkt und die könnt ihr verkaufen, dann habt ihr die 1.000 Euro wieder drin. Ja, haben alle gemacht, da hatte ich die 50.000, da hatte ich eine Stiftung.

Einfach kreativ sein und dann habe ich natürlich angefangen, Gönner zu suchen und weil wir Gemeinnützigkeit haben, dann funktioniert es genauso wie im normalen Business. Ich muss die Marke skate-aid belegen, sozial belegen, Glaubwürdigkeit erarbeiten, erfolgreich sein, viel Kommunikation betreiben, dass alle sagen, was ist das denn für eine geile Sau, was macht der denn für geile Sachen. Dafür spende ich mal etwas.

Funktioniert genauso wie Markenaufbau im kommerziellen Bereich. Und dann kann man damit Spenden generieren auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit der Tochterfirma Lizenzgebühren generieren. Die Stiftung hat eine Masterlizenz gegeben an die Tochterfirma und die Tochterfirma macht dann Lizenzgeschäfte, zum Beispiel mit Vans Shoes. Ja, jetzt hat Vans einen Collabo-Schuh, wo ein skate-aid Logo mit drauf ist und wir kriegen beim weltweiten Verkauf einen Dollar ab.

Adidas hatte es vorher in Deutschland gemacht mit einem Adidas Schuh. Wir haben jetzt sogar Collabo mit Aldi gemacht, die wollten unbedingt Skateboards machen und wollten das skate-aid Logo draufhaben. Das ist dann eine einmalige Aktion, ich störe den Markt dadurch nicht und wir machen ganz normal, wie verkaufen CSR, Corporate Social Responsibility. Und davon finanzieren wir die Gemeinnützigkeit. Das nenne ich Social Business.

LB:
Toll und inspirierend auf jeden Fall, sowas aufzubauen und auch schön, dass du da mal so einen Einblick gegeben hast. Ja, also, vielen Dank erstmal bis hierhin. Man könnte ja jetzt noch stundenlang weiter plaudern. Gerne würde ich aber jetzt zu meinen Schlussfragen kommen und da bitte ich immer um kurze und prägnante Antworten. Titus, ich weiß, das fällt dir ab und an schwer, aber vielleicht kriegen wir es ja hin. Titus, bist du bereit?

TD:
Ich sage jetzt einfach mal ja, obwohl ich solche Fragen hasse. Und ich weiß nicht, was auf mich zukommt. Ich bin nicht vorbereitet. Schieß los.

LB:
Okay, was war deine größte Herausforderung als Unternehmer und was hast du daraus gelernt?

TD:
Immer die, an der dich gerade arbeite, ist die größte Herausforderung in meinem Leben.

LB:
Okay, als ich deinen Lebenslauf gelesen habe, habe ich gesagt, der kann richtig was erzählen. Ich meine, da war ja erstmal der Versandhandel, dann das Franchising, der geplatzte Börsengang und so etwas. Aber du sagst immer, die aktuelle Herausforderung ist immer deine größte?

TD:
Ja, sonst macht das Leben doch keinen Spaß, einmal analysiert, daraus lernen, fertig. Dann muss nach vorne geguckt werden.

LB:
Die nächste Frage, das interessiert mich besonders und da bin ich ganz gespannt auf deine Antworten. Welche App oder welchen Internetdienst kannst du meinen Hörern empfehlen?

TD:
Ach du scheiße!

LB:
HACH, habe ich mir gedacht! Da bist du gar nicht, in diesen digitalen Dingen unterwegs?

TD:
Also, für einen 70jährigen muss ich sogar sagen, dass ich da wahrscheinlich extreme vorne bin. Ich bin ja kein Digital Native, ich bin ja ein Digital Emigrant. Da würde ich jetzt mal grundsätzlich sagen, diese Suchmaschinen, dass man einfach jederzeit sich alle Informationen holen kann, das fasziniert mich am meisten und ich finde, das ist auch am Wichtigsten. Nur so kann ich auch sagen, vergesst das ganze fremdbestimmte Lernen. Die künstliche Intelligenz kann das sowieso alles besser, warum quälen wir unsere Kinder, um die mit Wissen vollzustopfen? Die haben sowieso schon verloren gegen die künstliche Intelligenz, wenn wir so weitermachen. Lass uns doch lieber über natürliche Intelligenz des Menschen reden und da sind die Stärken ganz woanders.

Der Mensch ist deswegen so erfolgreich, weil er halt nicht wie eine künstliche Intelligenz sagt, jetzt stimmt die Effizienz nicht mehr, da kann nichts mehr draus werden. Der Mensch ist so bekloppt, es gibt keine Chance und er macht trotzdem weiter. Und in vielen Fällen gibt es dann einen riesengroßen Erfolg. Ja, dass Fehler auch zum Erfolg führen eigentlich, man forscht in Richtung A und kriegt ein Ergebnis von Richtung B, das kann künstliche Intelligenz nicht so gut. Das sind Dinge, die den Menschen ausmacht.

LB:
Welches Buch hat dich denn als Unternehmer und Mensch am meisten geprägt?

TD:
Da kann ich dir leider nur die Antwort drauf sagen, kein Buch und das hat auch seine Gründe. Wie ich dir eben schon berichtet habe, bin ich so ein Typ, der heute, wenn ich noch Lehrer an der Schule wäre, müsste ich wahrscheinlich jeden Tag einen Eimer Ritalin trinken. Lesen ist mir immer extrem schwergefallen, ich habe jetzt noch wenig Bücher gefunden, die man durchlesen kann, weil die durchgehend interessant sind. Von daher kommt immer irgendwo was, wo meine Aufmerksamkeit beim Lesen einfach weggeht und ich das gar nicht merke und mein Gehirn an den Problemen, in denen ich gerade stecke arbeitet, zack, sind sie wieder da. Und dann merke ich 20 Seiten später, scheiße, ich habe zwar die ganze Zeit gelesen, aber meine Gedanken waren ganz woanders. Was soll ich dann lesen, wenn mein Kopf doch das macht, was er will?

LB:
Welches ist denn der beste Ratschlag, den du jemals erhalten hast?

TD:
Die Erkenntnis hat mich dazu geführt, dass eigentlich, wenn ich nämlich Konfuziussprüche sehe und die alten Griechen lese, das können wir alles in diese Zeit nehmen und das ist alles noch genauso aktuell.

LB:
Bevor wir uns verabschieden, ganz kurz, wo können dich die Hörer hier finden, also wo können die skate-aid finden, wo können die mit dir in Kontakt treten, wenn sie sagen, da würde ich den Titus gerne unterstützen bei diesem tollen Projekt. Wo findet man dich im Netz?

TD:
Also, diese ganze skate-aid Geschichte und wie wir da arbeiten, die findet man unter www.skate-aid.org. Und wenn man mehr über mich wissen möchte, dann darf man nicht unter www.titus.de gucken, das ist nämlich nur der Onlineshop. Ich baue auch gerade eine Seite auf, ein bisschen was kann man dort schon finden, unter www.titus-dittmann.de.

LB:
Oder natürlich auch, das kann ich empfehlen, der Film „Brett vorm Kopp“, der geht ja auch über dich. Da kriegt man auch einen ganz guten Einblick.

TD:
Den kann man auch wirklich so einfach frei im Internet sehen und in dem Zusammenhang muss ich natürlich auch meine beiden Bücher empfehlen. Wer viel über mein Leben und die Story und viel über Business erfahren möchte, insbesondere wie man aus einer Krise rauskommt und wie man 9,5 Millionen irgendwie in die Bank zurückzahlt ohne dass man einen Euro hat und so, das findet man alles in meinem ersten Buch. Das heißt „Brett für die Welt“ und wer sich dann mehr für pädagogische Themen und unser Bildungssystem und warum wir Exportweltmeister sind, die alle von alten Säcken getragen wird und trotzdem Millionen ausgeben müssen, um junge Menschen zu motivieren statt abzumagern, wer darauf eine Antwort haben will, der muss „Lernen muss nicht scheiße sein“ lesen.

LB:
Sehr schön. Du liest nicht, aber du schreibst Bücher, das finde ich ganz toll. Titus, vielen Dank.

TD:
Ja, ist ja normal, oder?

LB:
Genau. Also Titus, vielen Dank für das Interview, hat viel Spaß gemacht, Danke dafür.

TD:
Gerne, gerne.

LB:
Und ich wünsche dir, lieber Titus und euch natürlich, wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, ciao.

Foto: © Rieke Penninger

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