8 Dinge, die ich mir von der Apple Watch 2 wünsche

Hatte ich mich anfangs noch sehr auf die Apple Watch gefreut, machte sich nach wenigen Tagen schon Ernüchterung breit. Nach 7 Wochen war die Frustgrenze erreicht und seitdem lag die Apple Watch fast nur noch ungenutzt auf meinem Schreibtisch.

Alle paar Wochen probierte ich sie mal wieder. Lud sie auf und ging mit Hoffnung und untrüglichem Optimismus in den Tag.

‚Vielleicht habe ich ja jetzt endlich den erhofften Aha-Effekt. Vielleicht entdecke ich jetzt endlich das versteckte Feature, was die Watch für mich unverzichtbar macht.‘ Aber alles vergebens. Abends zog ich die Uhr mit einem Gefühl der Resignation aus und war erneut enttäuscht. Ich hatte so viel mehr erwartet…

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Generell finde ich die Idee einer Smartwatch genial: Aufgrund der Benachrichtigungen und Apps hält sie mich weitestgehend von meinem iPhone fern. Das ist gut, aber leider nicht genug.

Und nachdem ich in den letzten Wochen einige andere Smartwatches getestet habe (Garmin, Fitbit), wurden mir die Verfehlungen und auch das Potential der Apple Watch nochmals sehr bewusst.

Hier die 8 Dinge, die ich mir von der Apple Watch 2 wünschen würde:

1. Längere Akkulaufzeit

An das abendliche Laden einer Smartwatch kann man sich sicherlich gewöhnen. Aber ich bin oft für zwei bis drei Tage unterwegs. Da würde ich schon erwarten, dass die Watch ohne Laden auskommt und ich ohne zusätzliches Ladegerät verreisen könnte.

Nur mal am Rande: Zur Zeit nutze ich eine Fenix 3 von Garmin. Die kommt, wenn ich keinen Sport mache und somit die GPS-Funktion nicht nutze, locker eine Woche mit einer Akkuladung aus.

2. Schnellere Performance

Auch wenn die Apps jetzt direkt auf der Apple Watch laufen, braucht man für viele Funktionen nach wie vor eine Engelsgeduld. Um ‚mal eben‘ eine Aufgabe in ToDoist anzulegen, ist ein Urlaubsantrag durchaus sinnvoll.

3. Funktionierendes Siri

Nicht falsch verstehen, Siri funktioniert bei der Apple Watch schon ziemlich gut. Aber leider nur ziemlich.

Mir x-mal passiert: iMessage diktiert, immer wieder ein Wort nicht richtig verstanden, keine Möglichkeit des Editierens, Abbruch, neuer Anlauf… Spätestens nach dem 10. Versuch schmeißt man die Watch gefrustet an die Wand.

Wenn man sich wie ich beherrschen kann, greift man resigniert zum iPhone und tippt die Nachricht dort schnell ein…

4. Sperren der Uhr

Durch das Verschränken der Arme erkannte die Watch bei mir immer einen Deep-Touch und wollte das Watchdesign ändern. Vielleicht bin ich bzw. ist meine Armaufhängung irgendwie komisch konstruiert, aber das passierte mir jeden Tag mehrfach.

5. Uhranzeige

Die Anzeige der Apple Watch schaltet sich nach einer gewissen Inaktivität automatisch aus und durch das Anheben des Handgelenkes wieder ein. Soweit in der Theorie.

Auch nach einigen Wochen des Übens und Optimierens hatte ich noch immer nicht die perfekte Arm-hebe-und-auf-die-Uhr-guck-Bewegung raus.

Zusätzlich kommt hinzu, dass ich oftmals auf die Uhr gucke ohne den Arm zu bewegen, z.B. beim Radfahren. Da musste ich dann immer in dieser antrainierten und künstlichen Bewegung auf die Uhr schauen. Das ist nicht nur nervig, das sieht auch ziemlich affig aus.

Warum nicht die Uhranzeige, wie bei den meisten anderen Smartwatches, eingeschaltet lassen?

6. Funktionierender Datenabgleich

Der Datenabgleich ist alles andere als performant. Kalender-Ereignisse, die ich auf dem iPhone angelegt habe, brauchten teilweise eine kleine Ewigkeit (Stunden!!!), bis sie auf der Apple Watch erschienen.

Noch heftiger war es bei ToDoist: Aufgaben, die ich längst abgearbeitet hatte, waren auch nach Tagen noch auf der Apple Watch als unerledigt markiert. Ok, da kann Apple eventuell nichts dafür, passt aber in den Gesamteindruck.

7. iPhone-unabhängig

Ohne das iPhone ist die Apple Watch einfach ein deutlich überteuertes Fitnessarmband.

GPS Unterstützung, WiFi Verbindungsmöglichkeiten wären für mich nicht nur wünschenswert, sondern ein absolutes Muss für die Apple Watch 2.

8. Individuelleres Design

Design ist Geschmacksache, klar. Aber mir ist die Apple Watch zu feminin. (OK, 5 Euro gehen in die Machokasse).

Sehr wahrscheinlich bin ich hier kein Maßstab, aber ich würde mir ein etwas maskulineres und individuelleres Design wünschen.

Fazit

Die Apple Watch bietet noch viel Potential nach oben. Neben der unterirdischen Akkulaufzeit, der allgemein schlechten Performance und auch einigen fehlenden Funktionen (GPS, WiFi) ist sie in der jetzigen Version einfach ein teures Technikspielzeug mit sehr geringem Mehrwert.

Was wünscht Ihr Euch von der Apple Watch 2? Ich freue mich auf unsere Diskussion in den Kommentaren.