In sieben Schritten durch die Krise

Gott hat einen harten linken Haken, singt Peter Fox so schön in einem seiner Lieder. Und auch ich durfte dieses Jahr mal wieder Bekanntschaft mit Ihm machen.

In meinen beiden Firmen sind gleichzeitig die Gewinne eingebrochen und dazu kamen noch zwei riesenriesengroße Steuernachzahlungen im Abstand von drei Wochen.

Auch wenn ich theoretisch weiss, dass Krisen zur Selbstständigkeit dazu gehören, wie goldenen Wasserhähne zu Donald Trump, fiel es mir dieses mal alles andere als leicht, mich selbst am Schopf zu packen und aus dem Sumpf herauszuziehen.

Mach Dein Ding Akademie mit Lars Bobach

Hier gibt es die Podcast-Folge nochmals kurz zusammengefasst:

1. Auszeit nehmen

Immer im Kreis herum rennen, macht nur müde. Darum ist der erste Schritt, die Krise mal Krise sein lassen und sich Abstand verschaffen. Es muss aber keine dreiwöchige Auszeit sein. Meistens genügt bereits ein Vormittag, um Abstand zu gewinnen.

2. Hier und Jetzt

„Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte“. Krisen sind Momentaufnahmen, die sich morgen schon ganz anders darstellen können. Darum konzentriere dich, was du hier, heute und jetzt um dich herum siehst und spürst. Hole Deine Gedanke ins Jetzt.

3. Keine Verallgemeinerung

Ja, die Anforderungen sind im Moment groß. Aber weder brennt dein Haus noch scheitert grundsätzlich alles, was du anfasst. Du hast schon Hervorragendes erreicht. Die Aufgaben von Heute sind zwar eine Herausforderung, wenn Du Dich aber auf dein bisheriges Talent besinnst, wirst du auch diese Krise erfolgreich hinter dich bringen.

Besonders wichtig bei Deinen Gedanken, die blöden Verallgemeinerungen wie ’nie‘, ‚immer‘, ‚alles‘ etc. weglassen.

4. Ehrliche Ist-Analyse

Wo genau liegt das Problem? Welche Spielräume hast du und was sind deine Optionen im Hier und Heute? Was stiehlt dir unnötige Energie und welche Potentiale hast du noch nicht voll ausgeschöpft? Mach eine kleine Inventur über alles, was im Moment in Zusammenhang mit der Krise steht.

Überblick schafft Sicherheit und Kontrolle.

5. Schlachtplan

Ok, du weißt jetzt wo du stehst und wo du hin musst. Jetzt kannst du einen Punkteplan entwerfen, wie du dich wieder aus der Krise heraus arbeitest. Ich arbeite hier immer mit meinem Einfachen Businessplan.

6. Dranbleiben (wöchentliches Review)

Wie weit bist Du gekommen? Ein tägliches, wöchentliches und monatliches Review deiner gesetzten Ziele hilft Dir, auf deinem Pfad aus der Krise zu bleiben. Jeder Punkt aus Deinem Schlachtplan ist ein Meilenstein. Wenn der eine passiert ist, muss der nächste bald in Sichtweite sein. Behalte die Kontrolle, den Überblick und bleib dran!

7. Prävention durch Erfolgsliste / Tagebuch

Jeder passierte Meilenstein ist ein Erfolg. Mit jedem Erfolg wird die vormals empfundene schwere Last der Krise leichter. Um auch zukünftige Krisen zu meistern und von vornherein gut darauf vorbereitet zu sein, empfehle ich eine Erfolgsliste und das Führen eines Tagebuchs.

Beides wird Dir helfen der Krise den Beigeschmack der Katastrophe zu nehmen. Denn eins ist sicher: Die nächste Krise wird kommen, garantiert.

Welche Tipps habt Ihr, um durch die Krise zu kommen? Ich freue mich auf Eure Anregungen in den Kommentaren.