Papierloses Büro: 1. Die richtigen Werkzeuge

Dies ist der erste Artikel zu meiner neuen Serie ‚Das papierlose Büro‘. Geplant ist, dass ich ab sofort einmal pro Woche einen neuen Artikel zu diesem Thema verfasse.

Die richtigen Werkzeuge für ein papierloses Büro

Ich bin selber gespannt, wie sich die Serie und vor allem der daraus resultierende Dialog mit meinen Lesern, also Dir, entwickelt. Ende offen.

Alle Artikel dieser Serie und alle weiteren Blogposts, die zu dem Thema passen, habe ich unter der Kategorie ‚Papierloses Büro‘ zusammengefasst.

Mein Weg begann vor etwas mehr als zwei Jahren und seitdem kämpfe ich an vorderster Front auf dem Weg zum papierlosen Büro.

Und auch wenn ich einige Erfolge verbuchen konnte und mich auf einem guten Weg befinde, ist es eher ein Partisanenkrieg: Einsam gegen die Übermacht der Papierverschwender.

Bevor Du Dich auf die Reise zum papierlosen Büro begibst, musst Du Dir die richtigen Werkzeuge zulegen. Du brauchst einen digitalen Aktenschrank, einen Scanner, um Papierdokumente zu digitalisieren und noch einiges mehr.

1. Der digitale Aktenschrank

Evernote ist mein digitaler Aktenschrank. Hier stopfe ich alles hinein. Angefangen von Kontoauszügen über Steuererklärungen bis hin zu Kochrezepten landet alles in Evernote, meinem digitalen Gedächtnis.

Warum ich mich für Evernote entschieden habe?

1. Plattformübergreifend: Alle gängigen Plattformen werden unterstützt (Mac, Windows, Web-client, iOS, Android).

2. Cloud basiert: Die Daten werden in der Cloud und nicht auf meinem Computer gespeichert. So habe ich von überall Zugriff auf meine Daten und muss mich nicht um Backups kümmern.

3. Suche: Die Suchfunktion ist hervorragend. Bei Evernote gibt es kein Suchen, nur Finden. Selbst pdf-Dokumente, Bilder und Handschriftliches wird in die Textsuche mit einbezogen.

4. Robust: Das Interface und die Datenhaltung sind äußerst robust. Ich habe noch kein Problem mit Abstürzen oder nicht verfügbaren Daten gehabt.

5. Flexible Struktur: Der Organisationsgrad der Dokumente kann frei und individuell gewählt werden.

6. Sicherheit: Evernote tut alles, dass meine Daten sicher und gleichzeitig immer verfügbar sind.

Ich nutze Evernote Premium für € 40,- pro Jahr. Anfängern rate ich aber erst einmal Evernote kostenlos auszuprobieren. Das monatliche Upload-Volumen ist in der Freemium-Version auf 60 MB pro Monat beschränkt, reicht aber für einen ersten Gebrauch vollkommen aus.

Klar gibt es auch Alternativen (z.B. OneNote von Microsoft), aber Evernote ist für mich und meine Bedürfnisse klar die Nummer eins.

Falls Du Evernote überhaupt noch nicht kennst:

Evernote für Dummies: Das Evernote 1 x 1

Machen: Wenn Du noch kein Evernote Konto hast, gehe auf evernote.com und lege noch heute einen kostenlosen Account an.

2. Der geeignete Scanner

Um Papierdokumente am einfachsten und besten zu digitalisieren, brauchst Du einen guten Scanner.

Ich habe mich für den Canon P-215 entschieden.

Er ist portabel und somit sehr kompakt, er scannt bis zu 15 Seiten pro Minute und das beidseitig. Er hat einen Mehrblatt-Einzug, d.h. Du kannst Dokumente, die aus mehren Seiten bestehen, in einem Rutsch einscannen.

Praktisch: Der Scanner ist so programmierbar, dass er die gescannten Dokumente direkt nach Evernote exportiert.

3. Das Tablet

Um auch unterwegs auf Deine Dokumente zugreifen zu können, ist ein Tablet unverzichtbar. Es ist irgendwie unlogisch, alles digital abzulegen und dann, wenn ich Dokumente unterwegs benötigen, diese vorher auszudrucken…

Egal ob für eine Besprechung oder eine Urlaubsreise, mit dem Tablet und Evernote habe ich die entsprechenden Dokumente immer und überall zur Hand.

Ich nutze ein iPad Air mit Cellular (Sim-Karte), um auch unterwegs immer online zu sein.

4. Das Ablagefach

Alles, was sich so an Papierdokumenten während der Woche ansammelt, wandert bei mir in ein ganz normales Ablagefach. Das steht in meinem Büro, etwas versteckt in einem Wandschrank.

Täglich lege ich dort etwas hinein und einmal die Woche leere ich es komplett (zumindest meistens). Aber dazu komme ich im nächsten Teil dieser Serie 🙂

5. Für Fortgeschrittene: Der Stylus

Zu dem Thema handschriftliche Notizen habe ich mal einen Artikel geschrieben:

Wie Du handschriftliche Notizen in Evernote ablegst

Um auch Handschriftliches nicht auf Papier, sondern direkt auf Deinem Tablet zu notieren, brauchst Du einen guten Stylus.

Die dazu notwendigen Apps und auch die Stifte haben in der Vergangenheit große Fortschritte gemacht. Ich schreibe seit nunmehr fast zwei Jahren ausschließlich auf meinem iPad.

Stifte habe ich schon eigene getestet: Wacom Bamboo, Adonis Jot Script, Rotring 800+, Pencil for Paper.

Zur Zeit nutze ich das App GoodNotes mit dem Rotring 800+. Siehe hierzu auch mein Artikel:

Ein vollwertiger Notizbuchersatz: iPad mit GoodNotes

Du bist dran

So, jetzt ist es an Dir. Besorge Dir die o. g. Werkzeuge noch heute und wir gehen gemeinsam den Weg zum papierlosen Büro.

Ich freue mich, Dich dorthin zu begleiten.

Nächste Woche schreibe ich, wie Du mit nur einer Stunde pro Woche Dein papierloses Büro organisierst.

Hast Du Fragen zu den Werkzeugen? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Hinweis: Ich behalte mir das Recht vor, beleidigende oder vom Thema abweichende Kommentare zu löschen.

  • Hallo Lars,
    Als Ergänzung, Wacom hat mittlerweile einen neuen Stift den Fine Liner rausgebracht, den ich seit ein paar Wochen einsetze und bin sehr zufrieden damit. Mit dem Stift lassen sich sehr gut Notizen auf dem IPad erstellen.
    Grüße Werner

    • Danke für die Ergänzung, Werner.
      Witzig: Den teste ich auch gerade. Zwei Fragen dazu: Welche App nutzt Du zusammen mit dem Stift und hast Du Probleme mit der Bluetooth-Verbindung?

      • Reinhard Gierse

        Zum Thema ‚Scannen‘: da ich nur sehr wenige Dokumente pro Tag/Woche bekomme überlege ich, ob es nicht einfacher ist mit dem Ipad mini über eine App zu scannen? Hat dazu schon jemand Erfahrungen gemacht?

        • Danke für Deinen Kommentar, lieber Reinhard.

          Bei wenigen Dokumenten reicht die Kamera vollkommen aus. Für den direkten Evernote-Import nutze ich die Evernote-App. Ansonsten kann ich Scanner Pro vor Readdle empfehlen.

    • g_gun

      Ich habe mir auch den Bamboo Fineline zugelegt und bin nicht ganz zufrieden, was aber vielleicht nicht zwingend am Stift liegt. Die Bamboo App finde ich weniger prickelnd zum schreiben, verliere immer wieder die Bluetooth Verbindung und es fehlt mir ein Zoom Modus wie ihn zB GoodNotes bietet. In Noteshelf funktioniert das zwar recht gut, da die den Stift auch supporten, jedoch finde ich die Umsetzung des Zoom Modus nicht so gut. GoodNotes ist ein super App, ich kann darin auch schreiben mit dem Stift, aber nicht so wie ich es gern tun würde. Es soll aber ein Update kommen. Bin dennoch am überlegen ob ich nicht auf den Jot Script oder Touch 4 umsteigen soll.

      • Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Auch mich hat der Bamboo Fineline nicht 100%-ig überzeugt, schade.

        Zusätzlich hat mich auch der geringe Schreibwiderstand sehr gestört. Wie hast Du das empfunden, Thomas?

        • Thomas G.

          Ich habe halt leider keinen Vergleich zu einem gleichwertigen Stift was den Wiederstand betrifft, habe nur einen 0,99 cent Gummi Stylus probiert und abgesehen davon das man nicht sieht wo die Spitze genau ist schreibt es sich mit dem eigentlich fast genauso und man hat nicht das laute tacken auf dem Display. Benutze auch ein iPad mini retina, deshalb ist mir der Zoom Modus wichtig, da man hier am präzisesten schreiben kann. Wie erwähnt gefällt mir das Bamboo App diesbezüglich überhaupt nicht. Hätte gerne einen Adonit zum Vergleich, aber weiß nicht ob sich die Anschaffung lohnt. Vielleicht hole ich mir noch einen Bamboo Solo als Vergleich.

      • Hallo,
        die Einschränkungen mit den unterstützten Apps ist vorhanden und wir so wie zu lesen ist weiter ausgebaut. GoodNotes ist eine sehr gute App. die leider nicht richtig mit dem Fineliner funktioniert. Vielleicht ändert sich das ja noch. Den Zoom Modus habe ich eigentlich nur aufgrund der breiten Spitze bei dem Bamboo Stylus gebraucht. Mit dem FineLiner kann ich direkt in die Papiervorlage schreiben. Ich nutze sogar nur das Ipad Mini und das geht ganz gut. Die Funktionen bei der Bamboo App sind eingeschränkt und ich hoffe mal auf eine Erweiterung.

  • Hallo Lars,
    ich nutze momentan die Bamboo Paper App. Es gibt einige Apps die freigegeben sind. Mit GoodNotes schreibt der Stift versetzt. Ich habe jedoch GoodNotes vorher nur wegen dem Zoom Fenster genutzt. Bei der Bamboo Paper App brauche ich kein Zoom Fenster, da ist der Stift schon sehr genau. Außerdem funktioniert hier die Handballenerkennung sehr gut. Probleme mit Bluetooth habe ich nicht. Ich muss nur beim starten der Bamboo Paper App kurz die Verbindung aufbauen lassen.
    Es sollen ja weitere Apps auf den Stift angepasst werden. Momentan reicht mir die Bamboo App aus.
    Viel Spass beim testen 🙂
    Werner

  • Oliver Durand

    Hallo Lars,
    ein spannendes Thema und ich freue mich auf Deine Folgebeiträge.
    Dank Evernote und OmniFocus (vorher Todo Cloud) auf allen Geräten habe ich Papier-Notizbücher endgültig aus meinem Alltag verbannt. Ergänzt wird das Duo durch Penultimate und adonit Jot Script für gelegentliche handschriftliche Aufzeichnungen und Skizzen. Seit kurzem scannt ein ScanSnap ix500 im heimischen Büro jegliche Post und gesammeltes Papier. Ablage hierfür ist entweder Evernote oder ein NAS zur Archivierung.
    Ich würde mich freuen, wenn Du in zukünftigen Blogposts auf Best Practices zur Handhabung und Organisation digitaler Dokumenten-Archive eingehen würdest. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es Zeit und viele Versuche braucht, um Gewohnheiten und Abläufe so zu ändern, das oben genannte Werkzeuge zu einem optimalen Begleiter werden.

    Viele Grüße,
    Oliver

  • Lydia

    Hallo 🙂
    ich nutze mein Galaxy Note 10.1 mit integriertem Stift. Vor allem in Vorlesungen und mit der App Lecture Notes erspart es mir Unmengen an Papier. Statt einen übervollen Hefter pro Semester ist dieser vllt zu 10% gefüllt.
    Mein Problem ist aber eher was mach ich mit Altlasten. Ich bin mittlerweile von 15 Ordner auf 3 „runter gekommen“. Darauf bin ich ziemlich stolz, das meiste habe ich eingescannt. Aus meiner ehemaligen Selbstständigkeit liegen aber noch Steuerunterlagen und Jahresabrechnungen herum. Wie sollte man damit umgehen und wie gehe ich bei zukünftigen Unterlagen mit 10-Jahres-Aufbewahrungsfristen um?
    Ach ja, ganz ohne Papier gehts bei mir doch nicht ein kleines Notizbuch im Taschenbegleiter (Roterfaden) trage ich mit mir herum, da ich so schneller meine Ideen festhalten kann.

    Einen schönen Sonntag.

  • iButlerme

    Hallo Lars,

    sehr schöner Artikel. Wir sind auch bereits mit einem eigenen Workflow im Papierlosen Büro angekommen, allerdings arbeiten wir mit einem Scansnap (Geschamckssache) und Foxdox 🙂

    • Danke für Deinen Kommentar, Andre.
      Eine Sache würde mich sehr interessieren: Wo siehst Du die Vorteile von Foxdox gegenüber Evernote?

      • iButlerme

        Hi Lars,
        gerne nicht dafür. Ich bereite gerade einen Blogpost mit unserem Workflow vor darin erkläre ich auch meine subjektiven Vor/Nachteile und warum ich es nutze.

        Dann können wir vergleichen 🙂

      • iButlerme

        Hi Lars,

        wie versprochen habe ich meine Artikelserie zum Vergleich: http://wp.me/p3NN2s-1RHJ im 3 Teil gehe ich auf den Workflow mit Foxdox ein 🙂

  • Mario Küpper

    Hallo Herr Bobach,
    ich habe vor knapp einem Jahr diverse Punkte zum Papierlosen Büro in unserer Firma eingeführt. Der effektivste Punkt war eine neue Fritzbox, welche unsere Faxe (wie bekommen leider noch viele von Kunden) direkt als Mail auf ein zentrales Postfach generiert. Gut zum einsparen von Papier war eine Umstellung der Rechner, die Mitarbeiter bei uns können wenn Sie drucken nur noch duplex Ausdrucken.
    Freue mich jetzt schon auf weiter folgen 🙂

  • Volker Stöcker

    Hallo Herr Bobach,
    welche Gedanken haben Sie dazu, dass ein (Ehe-)Partner vielleicht nicht die selbe technische Affinität hat und auf Unterlagen zugreifen will/muss? Was wäre im Falles eines Unfalls oder noch Schlimmerem, wenn alles nur in der Cloud liegt…? Ich überlege, ob ich einen physischen „Notfall-Ordner“ anlege, in dem die wichtigsten Unterlagen liegen und der Partner dann agieren kann.

    Danke für Ihre spannende und inspirierende Seite!

    • Das ist eine gute Frage. Danke dafür!

      Für solche Fälle empfiehlt es sich immer einen Notfall-Ordner anzulegen. Bei mir im privaten Bereich reicht dafür ein Notfall-Blatt (DIN A4). Dort habe ich alles Wesentliche notiert: Konten, Versicherungen, etc.

  • Simon

    Dokumentenarchivierung mit Evernote/OneNote?

    Durch Deinen Blog und Deine Erfahrungen spiele ich mit dem Gedanken ebenso meine Dokumente in OneNote zu archivieren

    Ich frag mich aber, ob hierfür Dokumentenarchivierungsprogramme/-systeme wie z. B. DIEW DMS Software oder Office-n-PDF u. a. nicht Vorteile bringen?

    • Welche Vorteile versprichst Du Dir davon?

      • Simon

        Ich mir? Ich habe keine Ahnung!
        Die Frage ist die Bitte eines Laien nach Hilfestellung.

        • Alls klar, dann habe ich Deine Frage falsch verstanden. Sorry, Simon.

          Ich kannte die beiden von Dir genannten Programme nicht, habe sie mir aber gerade grob angeschaut.

          Ich sehe ehrlich gesagt keine Vorteile bei diesen Lösungen, eher sogar Nachteile. Der für mich ganz wesentliche Punkt von Evernote/OneNote ist die Speicherung der Daten in der Cloud. Das bietet so viele Vorteile, auf die ich persönlich nicht mehr verzichten möchte und sehr wahrscheinlich auch nicht mehr kann. Die beiden von Dir genannten Programme sind eher Insellösungen.

  • niklas

    Hallo Herr Bobach,

    da ich kein Freund von „Daten auf fremden Servern“ … bsp. Evernote bin,
    habe ich das Thema „papierloses Büro“ im Wesentlichen

    mit einem – Sinology NAS DS 214 play
    -Scansnap 1500, Ipad Air, Bamboo CS 160 ( Ihre Empfehlung ! )
    – Notebooks 7 app für mac und IOS 8 von Alfred Schmid
    gelöst. Synchronisiert wird über webDAV.

    Dazu kommen wichtige apps wie
    pdfexpert, goodreader, goodnotes, drafts,
    editorial, clips, workflow, scanner pro

    Evernote habe ich für weniger private infos lange benutzt.
    Die privaten Daten hatte ich mit Devonthink verwaltet.

    Um die ( Spotlight ) Suche vom mac aus auf einem webdav Server (Sinology NAS)
    zu ermöglichen brauchte es ein paar Terminal Befehle oder die
    mac app Devonsphere für 10 US $.

    So habe ich einen recht ordentlichen, einfachen Workflow für mich umgesetzt

    frei nach dem Moto :
    Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.

    Übrigens … schöner Blog

    Gruss, niklas

    • Wow, das sieht nach einem sehr durchdachten System aus. Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt, Niklas.

  • Pingback: Wohin mit dem Papier - Der LebensPfadFinder()

  • Michael

    Hallo Lars,

    gibt es oder wird es zu diesem Post ein „Update 2016“ geben?

    Ich bin gerade dabei mir dank Deiner vielen Inspirationen alles zum Thema „papierloses Büro“ aufzubauen und wollte als nächstes an die digitale Ablage dran.

    Zum Setup:
    ich habe aktuell mehrer Windows-PCs / Laptops im Einsatz mit dem Netzwerkdrucker/Scanner Canon MX925. Dazu gibt es jetzt seit letzter Woche Donnerstag das ipad pro 9.7 und ein iphone.
    Clouds und Co sind Dropbox, Google Drive, icloud und oneDrive aktiv. Geplant ist im Sommer (sofern Apple mit den Gefallen tut) auf ein MacBookPro 2016 umzusteigen und Windows den Rücken zuzukehren.

    Mit welcher App, sollte ich aus heutige Sicht starten?

    Gruss Michael

  • Stefanie

    Hallo Lars,

    ich verfolge Deinen Blog schon eine ganze Weile und finde ihn einfach großartig – besonders die Video und Hilfethemen.
    Da ich noch nebenbei im Ausland studiere, möchte ich nur mal meinen Workflow bzw. Geräte vorstellen. Ich habe mich von dem anderen großen OS-Anbieter verabschiedet und habe jetzt nur noch OSX und IOS (Telefon, sowie MacBookPro und Iphone 6plus).

    Alle meine Daten sollen synchronisiert werden; jedoch nicht auf fremden Servern – da bin ich noch „altmodisch“ und möchte nicht das meine Daten irgendwo auf fremden Servern herumliegen.

    Hier zu meinem Setup:

    – Synology DS515j welche bei mir im Flur zu Hause steht und als Server mit der Fritzbox fungiert.
    Hierauf habe ich noch Baikal – ein Linuxprogramm, mit welchem ich meine gesamten Kontakte und Kalender auf allen Geräten synchron halte. Fürs Studium habe ich einen eigenen Kalender, so dass ich auf allen Geräten nur diesen oder alle – auch die privaten – anzeigen lassen kann.

    – Fotos werden über die App DS Foto direkt auf meinen Flur-Server hochgeladen, sobald die Geräte mit dem heimischen WLAN verbunden sind.

    – wenn ich unterwegs bin und irgendwas bräuchten sollte, kann ich jederzeit mit VPN auf meine Daten zugreifen.

    – Kontakte und Kalender sind mit BusyCal und BusyContacts fast optimal (leider fehlt die Wagezeit beim Kalenderprogramm – so dass ich hierfür das OSX-Programm nehmen muss)

    – zum Scannen nutze ich ein Fujitsu Scan-Snap IX500 und DevonThink Office Pro als Verwaltung. Hier sind auch alle Daten auf dem Flurserver gespeichert. Für IOS nutze ich DevonThink to Go – welches gerade mit WebDAV – Anbindung im Apple Flight-Test – Programm getestet wird. Somit habe ich alle – und wirklich alle Daten auf meinem iPad Pro und Handy.

    – zum handschriftlichen Notieren nutze ich ZoomNotes und ZoomNotesX, welches auch eine WebDav Anbindung anbietet und ich somit alle meine Notizen immer synchronhalten kann. PDFs und andere Vorlagen können per WIFI oder WebDav importiert werden. (Leider hatte GoodNotes die WebDav-Anbindung bis heute nicht); als Eingabestift Adonit Jot Touch bzw. Adonit Script.
    Ich hatte viele Notizprogramme getestet darunter auch die Markführer – aber überzeugt hat mich ZoomNotes, weil es so viele Möglichkeiten bietet effizient zu arbeiten und Vorlagen sehr schnell in das Programm zu importieren sind.

    – Fürs Rechnen bzw. Formeln für Mathematik (studiere Internationale Wirtschaftsprüferin) nutze ich Solver, MathType, CalcTape, CalService

    – zum Schreiben nutze ich Ulysses bzw. Scrivener; auf dem iPad eine Bluetooth – Tastatur welche direkt als Case benutzt wird.

    – um schneller Arbeiten zu können nutze ich seit neuesten Typinator. (Leider hat ja der Marktführer von TextE… nun eine Jahresgebühr und ein Registrierungszwang eingeführt, so dass dies gegen meine Ethik (Daten auf fremden Servern) verstößt. Typinator bietet einen Rabatt für bestehende Kunden des Marktführers an – und vor allem ist dies eine österreichische Firma.

    – Mindmaps mit iThoughtsX und zum Lernen MentalCase

    – Fallstudien, Suchen, Literaturverwaltung und Zitate etc. wird mit Papers3 gemacht, welches sich fantastisch in die Schreibprogramme und DevontThink einbinden lässt und ganz wichtig eine WIFI-Synchronisierung hat. (OSX und IOS)

    – Suchen und Finden: Alfred, DevonNagent bzw. DevonThink

    – schnelles Abfotografieren und Referenzen: Sangst und ScreenFloat

    – schnelles Auffinden von Pfaden und Dateien: CustomMenu

    – iPad als Zweitmonitor mit Duett.

    – Workflows (kopieren, umbenennen von Dateien, Import nach Devonthink) Hazel.

    – Passwörter – ganz klar 1Password6 – auch hier gilt die Sicherungen werden auf dem WebDav gemacht bzw. Synchronisierung von OSX auf IOS mittels WiFi

    – als Tagebuch nutze ich Capture 365 bzw. MacJournal, – hier kann ich mich noch nicht entscheiden welches gewinnen wird oder ob ich ein Tagebuch mit DevonThink machen werde.

    – Scanner auf iPhone / IPAD ist ScannerPro von Readdle und Documents – welche einen Upload von Dokumenten direkt auf den WebDav-Server machen

    – Email client ist Airmail – welches für große Mengen an E-Mails gedacht ist

    Hoffe, das gibt einen Einblick, das man auch ohne die Dritt-cloud auskommt.

    Viele Grüße
    Stefanie

    • Wow… Danke für Dein ausführlichen Bericht, liebe Stefanie.
      Das ist ja schon fast ein Setup-Artikel. Wenn Du daran interessiert sein solltest, würde ich mich über Deine Nachricht sehr freuen 🙂

  • Marco

    Hallo Lars,
    Ich habe ein paar Videos von Dir in Youtube gesehen und deinen Blog gefunden. Ich fand ihn sehr gut!
    Hast Du schon Evernote Adonit Jot Script 2 Stylus getest?
    Vielen Dank im Voraus.
    Grüße aus Brasilien.

  • Danke für den Tipp und die gute Ergänzung, liebe Jenni.
    Solltest Du aus der Nähe von Düsseldorf kommen, wäre die erste PPC (Paperless Pioneers Conference) eventuell was für Dich. Neben meiner Wenigkeit, wird FoxDox dort vorgestellt.
    Guckst Du hier: http://larsbobach.de/die-erste-konferenz-zum-papierlosen-buero-in-duesseldorf/

  • Jens Michaelis

    Hallo Herr Bosbach,
    auf der Suche nach einer guten App für das Schreiben von Notizen mit dem Pencil und IpadPro bin ich auf ihren Blog gestossen. Vielen Dank, das ist alles sehr informativ.
    Ich denke ich werde dann zunächst einmal Goodnotes testen, das hört sich am vielversprechendsten an.
    Ich hätte ersteinmal eine Frage bezüglich des Scanners. Es hört sich so an als ob der kleine Bruder des Canon, der Canon P-208 eigentlich auch das meiste könnte nur etwas langsamer ist (Faktor 2). Oder habe ich da etwas übersehen?
    Gibt es eine Möglichkeit die gesammelten Notizen in den normalen MacIndex also Spotlight zu überführen, oder kann ich das nur über Evernote und die Cloud machen? Da ich häufig im Zug unterwegs bin oder im Ausland oder bei sonstigen Situation ohne Internet wäre das extremst hilfreich.
    Gruss,
    Jens Michaelis

    • Danke für Deinen Kommentar und die Fragen, Jens.
      Zum Scanner kann ich nicht viel sagen, da ich keine Erfahrung mit dem 208 habe. Es sieht auf den ersten Blick aber so aus, als ob er nicht Duplex Scannen könnte. Darauf würde ich auf keinen Fall verzichten.
      Zur Suche: Deine Evernote-Notizen sind von Spotlight durchsuchbar, auch ohne Internetverbindung.

  • Bernhard Pertl

    Sehr geehrter Herr Bosbach!

    Ich möchte Good Notes mit einer anderen Cloud als die vorgeschlagenen verknüpfen.
    Ist das in Good Notes möglich?

    Danke und liebe Grüße aus dem sonnigen Kärnten

    • Danke für Deine Frage, Bernhard. Zur Synchronisation kann nur die iCloud genutzt werden. Ansonsten können Dropbox, Google Drive, Box und OneDrive direkt mit GoodNotes verknüpft werden. Welcher Cloud-Dienst fehlt Dir denn?